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  1. Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor Mingfu 27.03.13 - 17:39

    Das mag provokant klingen, liegt aber nach einigen Überlegungen auf der Hand.

    Wer ist denn die Zielgruppe von Werbeblockern? Das sind Leute, die von Werbung weitgehend genervt sind und diese auch nicht wollen. Selbst wenn man diesen Leuten wider ihres Wunsches Werbung anzeigt, werden daraus in der Regel keine Umsätze generiert, weil diese Leute nicht darauf klicken oder darauf reagieren. Wer Werbung dagegen interessant und persönlich als nützlich empfindet, wird keinen Werbeblocker installieren.

    Was wäre also die Konsequenz in einer Welt ohne Werbeblocker? Zwar würden die Werbeauslieferungszahlen steigen, was zunächst für den Websitebetreiber positiv zu sein scheint. Langfristig würden sich daraus für den Werbetreibenden aber keine höheren Umsätze generieren. Der Werbetreibende streut also mehr Werbung, hat aber keine höheren Einnahmen. Die Werbepreise werden dann also sinken, weil die Werbung weniger Umsatz pro Anzeige generiert. Also hat der Websitebetreiber langfristig gesehen dann wieder nur die gleichen Einnahmen, die er heute auch hat. Mehr Werbung = mehr Werbeeinahmen ist nur ein kurzfristiges Strohfeuer.

    Man kann sich das übrigens auch anders verdeutlichen: Nehmen wir an, die Werbeblocker würden - anders als heute - zwar die Werbung im Hintergrund abrufen, aber nicht anzeigen (eventuell simulieren sie aber den ein oder anderen Klick darauf - ebenfalls im Hintergrund). Das sieht zunächst nach einer Win-Win-Situation aus: Die Nutzer sind weiterhin nicht genervt, weil die Werbung nicht angezeigt wird (die zusätzliche Bandbreite betrachten wir mal als großzügige Spende für den guten Zweck), der Websitebetreiber freut sich aber über steigende Werbeabrufe und Werbeklicks. Die Werbetreibenden kämen aber relativ schnell auf den Trichter, dass sie so zwar für steigende Abrufzahlen bezahlen, aber letztlich nichts davon haben. Da sie nicht mehr kontrollieren können, wo ihre Werbung tatsächlich sichtbar ist, werden sie einfach pauschal weniger bezahlen.

    Fazit: Der Werbekuchen ist so groß, wie er heute ist. Er wächst nicht durch den Wegfall von Werbeblockern. Vermutlich würde es nicht einmal technikaffinen Websites, wie z. B. Golem, helfen, die einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Lesern mit Werbeblockern haben. Denn das Publikum dieser Seiten ist meist relativ werberesistent. Selbst wenn also plötzlich massenhaft mehr Werbung hier abgerufen werden würde, würde das nur dazu führen, dass die Werbepreise auf diesen Websites besonders in den Keller gehen, weil für den Werbetreibenden hier nur sehr selten ein Umsatz herausspringt.

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  2. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor posix 27.03.13 - 18:15

    Ist was wahres dran, vergleichbar mit der Filmindustrie wo stetig immer von Verlusten gesprochen wird bei den Einnahmen doch dass sich viele Filme nie einer angesehen hätte aufgrund ausgelutschter Story, mieser Darbietung/Umsetzung oder weil es schlicht uninteressant/nicht gewünscht war, darüber wird nicht gesprochen. Es wird per se damit gerechnet dass gewisse Arbeit Erfolg hat egal ob das nun ein Film ist oder Werbung, doch bleibt der Erfolg aus bzw. wird ausbleiben in Form von Werbeeinnahmen, dann wird die Schuld nie bei sich selbst gesucht.
    Es geht überall immer nur im fiktive Einnahmen und werden diese nicht erreicht, werden ebenso fiktive Gründe/Sündenböcke angeführt die das zu verantworten haben wie hier die Adblock Nutzer.
    Die die keine Werbung wollen würden auch mit angezeigter Werbung nicht auf diese Angebote eingehen.
    Ebenso die Aufschrift auf dem Briefkasten "Bitte keine Werbung" was immer ignoriert wird, tja dann werden daraus eben Anzünder für den Holzofen so einfach ist das.
    Die Leute suchen sich selbst aus was sie wollen, zumindest die die selbst denken.

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  3. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor __destruct() 27.03.13 - 18:42

    Ich verwende am Computer zwar einen Werbeblocker, schaue aber dennoch fast jeden Tag auf einer Seite mit Sonderabgaben vorbei (so bin ich z.B. zu meinem Mobilfunkvertrag gekommen). Warum? Weil ich mich natürlich dafür interessiere, Sachen günstiger zu bekommen, mich Werbung auf irgendwelchen Seiten aber überhaupt nicht anspricht.

    Ich würde zwar Seiten wie z.B. golem.de als Ausnahme eintragen, so dass ich Werbung auf diesen angezeigt bekomme, aber auch hier spricht mich die Werbung oft nicht an und vor allem ist sie wie immer sehr aufdringlich.

    Das bekomme ich auch gerade zu spüren, denn ich schreibe diesen Beitrag von meinem Handy aus, auf dem ich keinen Werbeblocker nutzte. Bei schlechtem mobilen Internet muss ich oft warten, bis die Werbung geladen ist, bevor ich nach dem einleitenden Absatz eines Artikels weiterlesen kann.

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  4. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor Trockenobst 27.03.13 - 19:23

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > meinem Mobilfunkvertrag gekommen). Warum? Weil ich mich natürlich dafür
    > interessiere, Sachen günstiger zu bekommen, mich Werbung auf irgendwelchen
    > Seiten aber überhaupt nicht anspricht.

    Das ist bei mir genauso: ich bin in vielen Dingen gefestigt und absolute Resistent. Wer mit Werbemachern spricht, die können die genau sagen wie viel Geld es kostet etwa ein Getränk oder eine neues Auto in den Markt einzuführen. Es gibt Bereiche wie Kosmetik oder auch Teile von Food, die gelten als "Schnelldrehend". Deswegen wechseln eben alle paar Monate Farbkolorationen und Sorten von Schokolade. Werbung muss ja in den übersättigten westlichen Ländern immer noch dem Anspruch genügen, Leuten die schon alles haben, noch was aufzuschwatzen.

    In der Technik habe ich inzwischen RSS-Feeds die bei gewissen Foren die Neueinträge anzeigen. Dort sehe ich dann, welche neuen Geräte es gibt. Die meisten Zeitschriften sind einfach zu stark im Überlebensmodus und selektierten Geräte gegen Geld und die dazugehörigen News. Bei Games und anderen Themen ist das ähnlich.

    Mein bester Feed welche neuen Blurays es gibt: ein, zwei Warez-Foren. Die pushen einfach alles über den Ticker, die selektieren nicht. Mit einem Greasemonkey Skript öffnet sich mit einem Klick auf den RSS-Feed gleich die Suche meiner Versandvideothek ob die Scheibe schon ausleihbar ist.

    Wirklich interessante Werbung sehe ich eigentlich nur gelegentlich auf der Cannes-Rolle. Die bekomme ich aber selten im TV oder im Netz zu sehen. Meistens geht es doch um doofes in den Kopf hämmern "Kauf endlich! Kauf verdammt!"

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  5. Re: Werbeblocker schaden Websites

    Autor Bouncy 27.03.13 - 19:40

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das mag provokant klingen, liegt aber nach einigen Überlegungen auf der
    > Hand.
    >
    > Wer ist denn die Zielgruppe von Werbeblockern? Das sind Leute, die von
    > Werbung weitgehend genervt sind und diese auch nicht wollen.
    Das ist nicht _mehr_ richtig. Die ursprüngliche Intention von Werbeblocker war genau das, Leuten die keine Werbung sehen wollen diese ausblenden. Das war damals, noch vor Adblock, sogar noch vor Firefox, als es halbwegs komplizierte Tools wie Webwasher etc gab - für die Geeks unter uns, also für einen Bruchteil der User. Aber seit es Adblock gibt, ist die Installation ein Kinderspiel und es gehört zum Standardhandgriff eines Hinz und Kunz, Oma und Opa, Otto und Normal das ständig und überall zu installieren - ist ja auf der Computerbildseite in den Top10, _MUß_ man also haben. Werbeblocker haben längst keine Zielgruppe mehr sondern sind Teil des Standards für die Meisten, und _das_ schadet den Websites, denn über Standards und deren Sinn denkt kaum jemand nach, jeder hat es einfach...

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  6. Re: Werbeblocker schaden Websites

    Autor Mingfu 27.03.13 - 20:03

    Dass Tools wie Adblock die Vermeidung von Werbung einfacher gestalten, ist richtig. Aber es ist nach wie vor eine bewusste Entscheidung. Ich muss immer noch zusätzlichen Aufwand betreiben, indem ich mich informiere, die Downloadseite besuche und das Tool installiere. Das mag nicht viel sein, aber es ist mehr, als einfach nur die Werbung angezeigt zu bekommen.

    Nebenbei bezweifle ich, dass es ein solcher Standard ist, wie du hier postulierst. Dann gäbe es überhaupt keine Werbung im Internet mehr, denn sie würde nie jemand angezeigt bekommen. Man kann sich aber leicht überzeugen, dass die Werbung noch da ist, wenn man Adblock mal abschaltet. Demzufolge muss es auch eine Zielgruppe geben.

    Der Erfolg von Adblock erklärt sich einfach damit, dass der Anteil an Personen, die keine Werbung sehen möchten, durchaus erheblich ist. Beim Fernsehen ist es die normalste Sache der Welt, dass man bei Werbung systematisch umschaltet oder anderen Tätigkeiten nachgeht. Den Anteil der Bevölkerung, der das macht, den wird man irgendwann auch bei Adblock wiederfinden. Mit Werbung zu nerven, bringt dort auch nichts. Nervende Werbung fällt immer negativ auf den Werbenden zurück. Wenn dauerhaft vielleicht noch 50 % ohne Werbeblocker unterwegs sind, wäre das in meinen Augen schon relativ viel.

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  7. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor lear 27.03.13 - 20:47

    Fehleinschätzung bezüglich der Intention von Werbung.

    Ein direkter Reflex läßt sich ohnehin nur bei den Unbedarftetsten erzielen (v.A. Kindern, weswegen die Werbung in dem Bereich streng reguliert ist)

    Das Grundziel von Werbung (außer bei absoluten Innovationen) ist es, Vertrautheit des Produktes zu erreichen um entweder im Bedarfsfall präsent oder bei der Alternativentscheidung bevorzugt zu sein.

    Du darfst Dir sicher sein: das funktioniert.
    Bei jedem.

    Wobei es natürlich jederzeit möglich ist, so unangenehm aufzufallen, daß man sich explizit ausschließt.

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  8. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor Mingfu 27.03.13 - 21:04

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Grundziel von Werbung (außer bei absoluten Innovationen) ist es,
    > Vertrautheit des Produktes zu erreichen um entweder im Bedarfsfall präsent
    > oder bei der Alternativentscheidung bevorzugt zu sein.
    >
    > Du darfst Dir sicher sein: das funktioniert.
    > Bei jedem.

    Wenn es so primitiv wäre, bräuchte es keine Bezahlmodelle, die auf Werbeklicks abzielen. Zudem dürfte es dann keine penetrante Werbung geben, denn je dezenter und hintergründiger eine Werbung wäre, umso größere Chancen hätte sie, sich unbewusst festzusetzen.

    So niederschwellige Ziele verfolgt also höchstens ein geringer Bruchteil der Werbung.

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  9. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor serra.avatar 27.03.13 - 21:35

    na ich schalte gerne mal den Werbeblocker aus, so weis ich immer welche Produkte ich bestimmt nicht kaufen werde, nämlich die die mir penetrant auf den Senkel gehen ...

    Ob und welche Werbung ich mir anschaue entscheide ich und nur ich! im RealLife und im Netz!
    Niemand absolut niemand hat das Recht mir Werbung aufzuzwingen ... versuchst du das im RL spielst mit deiner Gesundheit! Im Netz kommt bloß der Blocker.

    Das Netz ist kein Selbstbedienungsladen, aber eben auch keine Gelddruckmaschine!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.13 21:40 durch serra.avatar.

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  10. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor Moe479 27.03.13 - 21:54

    grosse seiten können auch werbung schalten ohne eine ach so 'professionelle' werbefirma die banner stellen zu lassen ... sie können das banner eigenverantwortlich selber hosten, haften damit auch direkt für sogn. 'drive by' infekte und überlegen sich mal genau was sie wirklich auf ihren werbeflächen sehen möchten und was sie ihren besuchern nicht zumuten möchten ... das kann dann auch kein werblocker erkennen solannge es nicht irgendwelchen durch automatisierung erzeugten mustern folgt, also wirklich einzigartig selbst gestellt wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.13 21:56 durch Moe479.

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  11. Re: Werbeblocker schaden Websites

    Autor janb 27.03.13 - 21:58

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn dauerhaft vielleicht noch 50 % ohne Werbeblocker unterwegs sind, wäre das in
    > meinen Augen schon relativ viel.

    Ich glaube es sind deutlich weniger ohne Blocker unterwegs. Hab als "der, der sich auskennt" in der Gegend viele PCs gesehen, kaum einer hatte einen Blocker installiert. Wenn doch war es immer jemand anders, nie der Besitzer selbst. Obwohl der ja grundsätzlich nie was gemacht hat wenn die Kiste zickt ;-)

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  12. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor Tzven 27.03.13 - 22:10

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > lear schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Grundziel von Werbung (außer bei absoluten Innovationen) ist es,
    > > Vertrautheit des Produktes zu erreichen um entweder im Bedarfsfall
    > präsent
    > > oder bei der Alternativentscheidung bevorzugt zu sein.
    > >
    > > Du darfst Dir sicher sein: das funktioniert.
    > > Bei jedem.
    >
    > Wenn es so primitiv wäre, bräuchte es keine Bezahlmodelle, die auf
    > Werbeklicks abzielen. Zudem dürfte es dann keine penetrante Werbung geben,
    > denn je dezenter und hintergründiger eine Werbung wäre, umso größere
    > Chancen hätte sie, sich unbewusst festzusetzen.
    >
    > So niederschwellige Ziele verfolgt also höchstens ein geringer Bruchteil
    > der Werbung.


    Ich habe in meinem Haushalt kein einziges Produkt (mal abgesehen von Lebensmitteln) von dem ich sagen Könnte das ich jeh Irgendeine Form der Werbung gesehen habe.

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  13. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor lear 27.03.13 - 22:32

    Tzven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich habe in meinem Haushalt kein einziges Produkt (mal abgesehen von
    > Lebensmitteln) von dem ich sagen Könnte das ich je irgendeine Form der
    > Werbung gesehen habe.

    Das sollst Du auch gar nicht sagen können.

    - was für einen Wagen fährst Du?
    - womit rasierst Du Dich?
    - vor was für HW sitzt Du gerade?
    - wer ist Hersteller Deiner Küchenelektronik?
    - Dein Fernseher?
    - ...

    Ich erwarte natürlich keine Antwort, aber wenn Du nicht gerade ohne jeden Print auf dem Land (nie in der Stadt ;-) und ohne Tv und Radio aber mit Adblocker lebst, wird es schwierig Dich der Gegenwart von Werbung zu entziehen. Und dann mußt Du Konsumverweigerer aus Prinzip sein, um Dir da sicher sein zu können (mal abgesehen von indirekter Beeinflussung, also durch soziale Kontakte)

    Ist natürlich möglich, aber eher irrelevant selten extrem.

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  14. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor lear 27.03.13 - 22:48

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn es so primitiv wäre, bräuchte es keine Bezahlmodelle, die auf
    > Werbeklicks abzielen.
    Die Clicks sind Versuche, die Reichweite im Netz zu bemessen (der click an sich generiert ja erstmal keinen Umsatz) und siind vorwiegend für Produkte interessant, die direkt im Netz gehandelt werden (Amazon, Pornos) - Wenn Edeka jetzt auf spon wirbt, bringt es ihnen absolut nichts, wenn Du von da auf ihre Homepage gehst - außer der Bestätigung, daß die Werbung wahrgenommen wurde - und auch daß ist keine Äquivalenzbeziehung (aus dem fehlenden click läßt sich nicht der Mangel der Wahrnehmung folgern)

    > Zudem dürfte es dann keine penetrante Werbung geben,
    > denn je dezenter und hintergründiger eine Werbung wäre, umso größere
    > Chancen hätte sie, sich unbewusst festzusetzen.
    hehe ...
    Henkel hat nach der Wiedervereinigung Spee (rück)übernommen und im Westen mit ein BRÜLLKAMPAGNE ins Bewußtsein gedrückt - erfogreich.
    Unterschwellige Beinflussung ist übrigens verboten. Aus gutem Grund.

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  15. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor ji (Golem.de) 27.03.13 - 22:51

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer ist denn die Zielgruppe von Werbeblockern? Das sind Leute, die von
    > Werbung weitgehend genervt sind und diese auch nicht wollen. Selbst wenn
    > man diesen Leuten wider ihres Wunsches Werbung anzeigt, werden daraus in
    > der Regel keine Umsätze generiert, weil diese Leute nicht darauf klicken
    > oder darauf reagieren. Wer Werbung dagegen interessant und persönlich als
    > nützlich empfindet, wird keinen Werbeblocker installieren.

    Das stimmt so nicht:
    Auch wenn wir hier auf viele Werbeformen verzichten, die viele Nutzer nerven und dazu bringen einen Adblocker einzuschalten, wird die Werbung bei uns mitgeblockt. Es sei denn jemand macht für Golem.de eine Ausnahme. Aber das passiert selten. Es ist nicht nur schwarz und weiß.

    Bekommen Adblock-Nutzer doch Werbung zu sehen, klicken sie sogar öfter drauf, also Nutzer ohne Adblock.

    > Was wäre also die Konsequenz in einer Welt ohne Werbeblocker? Zwar würden
    > die Werbeauslieferungszahlen steigen, was zunächst für den Websitebetreiber
    > positiv zu sein scheint. Langfristig würden sich daraus für den
    > Werbetreibenden aber keine höheren Umsätze generieren. Der Werbetreibende
    > streut also mehr Werbung, hat aber keine höheren Einnahmen. Die Werbepreise
    > werden dann also sinken, weil die Werbung weniger Umsatz pro Anzeige
    > generiert. Also hat der Websitebetreiber langfristig gesehen dann wieder
    > nur die gleichen Einnahmen, die er heute auch hat. Mehr Werbung = mehr
    > Werbeeinahmen ist nur ein kurzfristiges Strohfeuer.

    Das stimmt os auch nicht. Der Gesamwerbekuchen wird sich nicht großartig verändern, aber in der Verteilung würde es große Verschiebungen geben. Lassen sich Online mehr nutzer erreichen, weil weniger Werbung blockieren, landet mehr Geld im Bereich Onlinewerbung, weniger bei RTL und Sat.1. Aber auch innerhalb des Bereichs Online würde es Verschiebungen geben, da Seiten die heute einen hohen Adblock-Anteil haben, mehr Reichweite bieten können. Es würde Geld von Seiten die wenige Adblock-Nutzer haben zu denen wandern die viele Adblock-Nutzer haben. Und schaut man sich die Zahlen an, so würde vor allem Seiten profitieren, deren Nutzerschaft technikaffin ist. So geht as Geld aber vestärkt an Seiten, die technikaffine Nutzer eher meiden.

    > Man kann sich das übrigens auch anders verdeutlichen: Nehmen wir an, die
    > Werbeblocker würden - anders als heute - zwar die Werbung im Hintergrund
    > abrufen, aber nicht anzeigen (eventuell simulieren sie aber den ein oder
    > anderen Klick darauf - ebenfalls im Hintergrund). Das sieht zunächst nach
    > einer Win-Win-Situation aus: Die Nutzer sind weiterhin nicht genervt, weil
    > die Werbung nicht angezeigt wird (die zusätzliche Bandbreite betrachten wir
    > mal als großzügige Spende für den guten Zweck), der Websitebetreiber freut
    > sich aber über steigende Werbeabrufe und Werbeklicks. Die Werbetreibenden
    > kämen aber relativ schnell auf den Trichter, dass sie so zwar für steigende
    > Abrufzahlen bezahlen, aber letztlich nichts davon haben. Da sie nicht mehr
    > kontrollieren können, wo ihre Werbung tatsächlich sichtbar ist, werden sie
    > einfach pauschal weniger bezahlen.

    Das stimmt. Es ist Sinnlos Werbekunden etwas vorzugaukeln.

    > Fazit: Der Werbekuchen ist so groß, wie er heute ist. Er wächst nicht durch
    > den Wegfall von Werbeblockern. Vermutlich würde es nicht einmal
    > technikaffinen Websites, wie z. B. Golem, helfen, die einen
    > überdurchschnittlich hohen Anteil an Lesern mit Werbeblockern haben. Denn
    > das Publikum dieser Seiten ist meist relativ werberesistent. Selbst wenn
    > also plötzlich massenhaft mehr Werbung hier abgerufen werden würde, würde
    > das nur dazu führen, dass die Werbepreise auf diesen Websites besonders in
    > den Keller gehen, weil für den Werbetreibenden hier nur sehr selten ein
    > Umsatz herausspringt.

    Das stimmt nicht, eher das Gegenteil trifft zu, wie unsere Zahlen belegen. Wir würden sehr stark davon profitieren, wenn Nutzer ihren Adblocker auf Golem.de deaktivieren würde. Und das würde bedeuten, wir können mehr Geld in die Inhalte investieren. Und genau das würden wir tun.

    ... jens

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  16. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor M.Kessel 27.03.13 - 22:51

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > __destruct() schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Mein bester Feed welche neuen Blurays es gibt: ein, zwei Warez-Foren. Die
    > pushen einfach alles über den Ticker, die selektieren nicht. Mit einem
    > Greasemonkey Skript öffnet sich mit einem Klick auf den RSS-Feed gleich die
    > Suche meiner Versandvideothek ob die Scheibe schon ausleihbar ist.

    Aufgrund des neuen "Leistungs"-Abzock-"Schutzrechtes" der Verlage werden solche Feeds demnächst nicht nur für Blu-ray stark im Kommen sein. ;)

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  17. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor ji (Golem.de) 27.03.13 - 22:54

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde zwar Seiten wie z.B. golem.de als Ausnahme eintragen, so dass ich
    > Werbung auf diesen angezeigt bekomme, aber auch hier spricht mich die
    > Werbung oft nicht an und vor allem ist sie wie immer sehr aufdringlich.

    Die Werbung wird nicht versteckt, aber wir verzichten auf die wirklich nervigen Werbeformen.

    > Das bekomme ich auch gerade zu spüren, denn ich schreibe diesen Beitrag von
    > meinem Handy aus, auf dem ich keinen Werbeblocker nutzte. Bei schlechtem
    > mobilen Internet muss ich oft warten, bis die Werbung geladen ist, bevor
    > ich nach dem einleitenden Absatz eines Artikels weiterlesen kann.

    Wir haben eine mobile Seite, die nur sehr wenig Werbung enthält und wenn, dann sollte sich nach den Inhalten geladen werden.

    ... jens

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  18. Re: Werbeblocker schaden Websites

    Autor ji (Golem.de) 27.03.13 - 22:57

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass Tools wie Adblock die Vermeidung von Werbung einfacher gestalten, ist
    > richtig. Aber es ist nach wie vor eine bewusste Entscheidung. Ich muss
    > immer noch zusätzlichen Aufwand betreiben, indem ich mich informiere, die
    > Downloadseite besuche und das Tool installiere. Das mag nicht viel sein,
    > aber es ist mehr, als einfach nur die Werbung angezeigt zu bekommen.

    Es ist ein einmaliger Aufwand. Es reicht aus, dass dich eine andere Website mit wirklich nerviger Werbung dazu bringt, einen Adblocker einzuschalten. Wir haben dann ebenfalls Pech, obwohl wir wirklich vieles ablehnen, was andere Webseiten ihren Nutzern zumuten.

    > Nebenbei bezweifle ich, dass es ein solcher Standard ist, wie du hier
    > postulierst. Dann gäbe es überhaupt keine Werbung im Internet mehr, denn
    > sie würde nie jemand angezeigt bekommen. Man kann sich aber leicht
    > überzeugen, dass die Werbung noch da ist, wenn man Adblock mal abschaltet.
    > Demzufolge muss es auch eine Zielgruppe geben.

    Auf Webseiten mit technikaffinen Publikum ist die Quote der Adblock-Nutzer sehr hoch.

    > Der Erfolg von Adblock erklärt sich einfach damit, dass der Anteil an
    > Personen, die keine Werbung sehen möchten, durchaus erheblich ist.

    Ich denke, es wird einfach an vielen Stellen übertrieben mit der Werbung. Irgendwann hat man die Nase voll. Es trifft dann aber auch die, die sich zurückhalten, wie wir.

    ... jens

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  19. Re: Werbeblocker schaden Websites nicht

    Autor M.Kessel 27.03.13 - 22:58

    Korrekt. Ein Adblocker blockiert meistens nur die "Ad*" Websites, aber natürlich nicht die Fotos und anderen Elemente der eigentlichen Website.

    Wenn jemand wirklich für ihn wichtige Werbung zeigen möchte, die auch harmonisch auf die Seite passt, kann er das jederzeit selber machen. Das ist halt mehr Arbeit, als einen dummen Link auf einen Ad-Anbieter zu setzen.

    Das hat dann allerdings auch den Nachteil, das es bei schlechter Werbung wieder auf die Websitebetreiber zurückfällt.

    Wie gesagt, mit einem Werbebanner kann ich leben, mit allem anderen Müll nicht.

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  20. Re: Werbeblocker schaden Websites

    Autor __destruct() 27.03.13 - 23:26

    janb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn doch war es immer jemand anders, nie der Besitzer
    > selbst. Obwohl der ja grundsätzlich nie was gemacht hat wenn die Kiste
    > zickt ;-)

    Was er auch am Ende der Beantwortung jeder einzelnen Frage 3 Mal wiederholen muss. :D

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