Denn wer Zeit mit Twitter und anderem Firlefanz totschlägt, der kann diese Zeit nicht mehr für Qualitätssicherung und Kundenbetreuung aufbringen.
Was ein Quatsch...!
Wenn es danach geht wirst du in ein paar Jahren einen ziemlich leeren Kühlschrank haben...! Die Zeiten ändern sich und damit auch die Möglichkeiten der Kommunikationspolitik. Aber das zeigt wieder klar die Denkweise vieler Alteingesessenen: "Früher war alles besser, die neuen Kommunikationswege sind prinzipiell erstmal schlecht"
Nö. Twitter ist ein Hype, der vorübergeht. Richtige Newsfeeds haben deutliche Vorteile - nicht nur die fehlende Zeichenbeschränkung, sondern vor allem die Kontrolle dank eigenem Webspace und eigener Domain.
Und das Abonnieren von Newsfeeds - ob nun im klassischen Feedreader, im Browser oder in webbasierten Aggregatoren - wird immer einfacher. Wenn die Endanwender damit erst richtig vertraut sind, hat es sich ausgetwittert. Twitter wird dann wieder primär von denen zum Senden genutzt, die keine eigene Webpräsenz haben, d.h. Privatanwender.
Nehme Dir dann als Beispiel Leute, die nicht dauernd am PC hocken. Twittern können die trotzden - evtl. wertvolle Infos für den Kunden - mal eben einen Newseintrag verfassen wird da zum einen schwieriger (Internetzugang? Gehen wir mal nicht davon aus, dass alle ein Smartphone haben oder sich gar darum scheren und gehen wir davon aus, dass es nicht wirklich Spaß macht, auf einem Smartphone einen gesamten Newseintrag zu tippen) und dauert zum anderen wesentlich länger.
Welche z.B. Baufirma hat die Zeit, während der Arbeit mal eben einen gesamten Newseintrag zu schreiben, um den Kunden über den aktuellen Stand aufzuklären? Klar, gibt auch Telefon, das erreicht aber nur eine Person, wenn sie denn erreichbar ist.
Abgesehen davon kann man Twitter-Feeds (via curl) auch auslesen und somit zusätzlich auf die eigene Seite packen (z.B. als RSS-Feed).
Sehe daher nicht den Nachteil und das Argument, dass die Leute dann keine Zeit mehr für Qualitätssicherung o.Ä. haben, zieht auch nicht. Wie lange braucht man wohl um zu twittern und wie lange, um einen kompletten Newseintrag zu verfassen?
Wer (als Unternehmen) Twitter sinnvoll einsetzt (dazu gehört nicht, was ich heute Mittag gegessen habe oder dass ich jetzt gleich pennen gehe), der kann durchaus einen Vorteil daraus ziehen.
blub schrieb:
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> Gehen wir mal nicht davon aus, dass alle ein Smartphone haben oder sich gar darum scheren und gehen wir davon aus, dass es nicht wirklich Spaß macht, auf
> einem Smartphone einen gesamten Newseintrag zu tippen) und dauert zum
> anderen wesentlich länger.
Niemand zwingt den Schreiber zu länglichen Newseinträgen. Twitter zwingt zu kurzen Einträgen.
> Welche z.B. Baufirma hat die Zeit, während der Arbeit mal eben einen gesamten Newseintrag zu schreiben, um den Kunden über den aktuellen Stand aufzuklären? Klar, gibt auch Telefon, das erreicht aber nur eine Person,
> wenn sie denn erreichbar ist.
Wieso in Dreiteufelsnamen sollte eine Baufirma während der Arbeit twittern wollen? Die wissen normalerweise zu Tagesbeginn, was sie wann machen, und Bauarbeiten sind langfristig ausgelegt.
Da schreibt niemand Nachrichten wie "sitz grad aufm gerüst geile aussicht check pix @ bit.1y/52d234f btw ich könnt nachher mal dach decken"
Wenn ein Bauprojekt eine derart überraschende Wendung nimmt, dass der Kunde umgehend informiert werden muss, dann benötigt man auch eine Empfangsbestätigung.
> Abgesehen davon kann man Twitter-Feeds (via curl) auch auslesen und somit
> zusätzlich auf die eigene Seite packen (z.B. als RSS-Feed).
Ja, mit den Limitierungen des Twitter-Eintrags. Wenn schon, dann bitte umgekehrt.
Ich würde auch sagen, Twitter und sonstiger web2.0 unfug hat im professionellen bereich nichts verloren. bin ja auch mal gespannt, wie lange es twitter geben wird. vermutlich hat es nur eine kurze lebenszeit, da es früher oder später jeden nervt ;)
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Energieverschwendung ist out - Effizienz in!
Interessant, da leben einige noch im letzten Jahrzent. Ich würde dem übrigens entgegen halten das sich Twitter im Gegensatz zum klassichen Ansatz ganz besonders zur Kundenbetreuung eignet. So wie die Unternehmen das bisher gehandhabt haben "Ich sag Dir was Du zu denken hast" funktioniert das im Zeitalter des vielbeschworenen Web 2.0 nicht mehr.
Aber gut, eure Meinung wird genauso aussterben wie die derjenigen die geglaubt haben Handys sind neumodischer Firlefanz den keiner braucht (Und der im professionellen Bereich nichts verloren hat)
Da könnte ich genauso behaupten ein Hammer sei etwas für Amateure, echte Profis drücken den Nagel mit dem Daumen rein. Twitter ist nur ein Werkzeug, es kommt drauf an wie man es einsetzt. Und es ist durchaus nicht unwahrscheinlich das der Dienst wieder zusperrt (Immerhin hat Twitter kein funktionierendes Geschäftsmodell), aber die Zeit lässt sich nicht mehr zurück drehen. Gewöhnt euch daran.
Der_echte_Florian schrieb:
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> Interessant, da leben einige noch im letzten Jahrzent. Ich würde dem
> übrigens entgegen halten das sich Twitter im Gegensatz zum klassichen
> Ansatz ganz besonders zur Kundenbetreuung eignet.
Wohl kaum besser als Weblogs. Und die wurden auch schon zum "absoluten Muss" für "moderne Unternehmen" erklärt. Wegen Kommunikation auf kundennahem Level, Kundenbindung durch soziale Effekte usw.
Podcasts und YouTube-Channels übrigens auch, u.a. für politische Parteien, die ihre "jungen Wähler" dort abholen müssten. Alles Geschwätz. Wer verfolgt denn den SPD-YouTube-Channel oder die Merkel-Podcasts? Grösstenteils wahrscheinlich der politische Gegner, um darüber herzuziehen ;-)
> So wie die Unternehmen
> das bisher gehandhabt haben "Ich sag Dir was Du zu denken hast"
> funktioniert das im Zeitalter des vielbeschworenen Web 2.0 nicht mehr.
Das wird es so sehr (und so wenig) wie bisher.
> Aber gut, eure Meinung wird genauso aussterben wie die derjenigen die
> geglaubt haben Handys sind neumodischer Firlefanz den keiner braucht (Und
> der im professionellen Bereich nichts verloren hat)
Und Du wirst so sehr Recht behalten wie jene, die vor Jahrzehnten das "papierlose Büro" prophezeit haben. :-)
> Da könnte ich genauso behaupten ein Hammer sei etwas für Amateure, echte Profis drücken den Nagel mit dem Daumen rein.
Der Hammer bietet einen echten Nutzen. Das Mobiltelefon immerhin für einige. Twitter nur für sehr, sehr wenige. Der aktuelle Hype basiert lediglich auf der Angst, etwas zu verpassen. Ich habe zuviele dieser Modeerscheinungen untergehen sehen, um noch darauf hereinzufallen.
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