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Was bitte ist mit Apple?

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  1. Re: Hör doch bitte auf

    Autor: throgh 18.02.13 - 19:27

    Garius schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem das ich habe ist, dass ich eben die Grenzen zwischen Realsimus
    > und Pessimismus nicht mehr richtig wahrnehme. Gefühlt vertreten um mich
    > herum gut 80% die Meinung: "Ach, wenns danach geht, dürfte man gar nichts
    > mehr essen."
    > Ich sehe einfach nicht, dass Leute sich tatsächliche Prinzipien setzen. Und
    > das kann ganz schön deprimieren. Früher bin ich sofort in eine Diskussion
    > über Vegetarismus eingestiegen. Heute reagiere ich nur noch, wenn ich
    > direkt angesprochen werde. Ständig wird unsachgemäß argumentiert. Ständig
    > versucht mein Gegenüber seine Lebenseinstellung zu rechtfertigen, indem er
    > versucht mir meine zu zerreden. Als ob man nicht mehr mit unterschiedlichen
    > Sichtweien nebeneinher leben könnte. Allerdings gibt es Menschen die ich
    > mit meiner Einstellung zum nachdenken anrege, so wie andere Leute mich zum
    > nachdenken angeregt haben.


    Also dieses Zerreden kenne ich auch, mehr als gut sogar. Allerdings käme ich gar nicht auf die Idee tatsächlich eine Einstellung komplett zerreden zu wollen. Ich kenne ja nur den "Text" meines Gegenübers und damit nur einen ganz besonders kleinen Ausschnitt stark themenbezogen, ernst gemeint oder eben nicht. Das sind vornehmlich auch Werte, die ich gar nicht verifizieren kann. Eben nur die Momentaufnahme! Daher bin ich neugierig auf die Frage "Was bewegt dich?", welche du soeben beantwortet hast. Auch hier ein "Dankeschön"! Mich persönlich treibt dieser innere Idealismus an: Ungerechtigkeit menschlicher Natur zu erkennen und dagegen zu wirken. Leider oftmals mit der blutigen Nase inklusive, sinnbildlich gemeint natürlich nur, jedoch manchmal auch sehr schmerzhaft wenn man gegen Strömungen läuft und die komplette Umwelt einfach sich nur dem tumben Dasein hergeben mag - nicht unverständlich, aber frustrierend.

    Ich glaube auch, dass gerade das Internet und Medien insgesamt unsere Sichtweisen verzerren, geradezu pervertieren teilweise. Soziale Netzwerke wie das "Gesichtsbuch" sind hier keinesfalls hilfreich. Soll nicht heißen, dass man sie nicht verwendet darf. Nur eben, dass es ja schon zur allgemeinen Sozialisation zu gehören scheint sich dort teils zu produzieren. Wer das nicht macht, wird auch nicht gehört. Ebenso wie diese "Shitstorms" oder nennen wir es einfach beim Namen "Aufreger" nur noch Eintagsfliegen sind, da es soviele Baustellen auf der Welt gibt ... wenn eine versiebt, kann man sich sogleich an sechs Weiteren aufregen und in Szene setzen. Wirkt sicherlich seltsam wenn ich das jetzt so schreibe - also einmal an die eigene Nase gefasst und zwar mit Recht - wäre allerdings nicht mein Ansinnen mich hier zu produzieren, sondern lieber zu diskutieren und von daher hast du bereits meine Sicht erweitert.

    Freiheit geht vor: Linux-Anwender!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.13 19:29 durch throgh.

  2. Re: Was bitte ist mit Apple?

    Autor: throgh 18.02.13 - 19:36

    Ich würde fast behaupten wollen: Man kann auch mit Moral nachhaltig Gewinnmaximierung betreiben. Nur eben nicht mit dem aktuell im Umlauf befindlichen Regel- und Meinungswerk zum Kapitalismus. Dort heißt es ja schon ungeschrieben: Stagnation = Das Unternehmen geht unter! Wachstum, Wachstum und nochmal Wachstum. Prognosen, die aus der Luft gegriffen werden teils oder zuvor gesetzt anhand der Mitarbeiter durchgeprügelt werden. Fixtermine und Abgaben ohne Ende!

    Das kann man auch sinnbildlich mit einem Minenarbeiter vergleichen, der einen Schacht buddelt. Nur vergisst er auf Anweisung immer hinter sich aufzuräumen! Klasse für ihn: Er kommt schnell weiter, schlecht für den Rest und ihn zugleich. Denn er kommt nimmer heraus und der Rest nicht zu ihm!

    Und dabei wird unser Minenarbeiter schlicht mit Lügen gefüttert. Allerdings ist auch die Frage wie man ihm die Lügen aufklärt: Mit Zorn und reißerischer Aufmachung? Oder mit Empathie und nachhaltigen Basisäußerungen? Das fehlt mir bei der ganzen Debatte. Überall hört man jetzt: "Hu, holla, Amazon ... pfui, igitt." Aber wer fragt mal konkreter nach? Die ARD? Da lache ich mal kurz. So nett der Beitrag ist, so getrickst ist er doch hinsichtlich emotionaler Aufnahmen und Sichtweisenbeschränkung. "Gedächtnisprotokolle" aufgrund einer Fernaufnahme (direkt fast zu Beginn des Beitrags)? Im Grunde ist es für uns als Zuschauer ebenso NICHT möglich zu verifizieren was oder wer da etwas sagt. Abgesehen davon auch der Schluss als ein erzürnter Hotelmitarbeiter eine Diskussion mit dem Reporter beginnt: "Sie!" "Ja ich." "Sie sind das Allerletzte!" ... Warum denke ich nur, dass wir einen sehr kleinen Teil des Gesprächs mitbekommen? Und zwar nur den reißerischen Anteil? Und gerade diese Denkweise bedrückt auch teils: Weil eben die Medien auch konstruieren und das nadchweislich machen. Sicherlich unterliegt der Apple-Bericht keiner "scripted reality" ebenso die Reportage von Amazon nicht. Aber es reichen schon kleine wie feine Videoschnitte und schon wirkt eine Situation ganz anders! Und das wäre der wichtige, erste Schritt: Aufnahme der Informationen und kritisches Hinterfragen wie Beleuchten, irgendwann dürfte man den "Einbrecher" doch mal auf frischer Tat ertappen.

    Freiheit geht vor: Linux-Anwender!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.13 19:39 durch throgh.

  3. Re: Was bitte ist mit Apple?

    Autor: Private Paula 18.02.13 - 19:45

    Das Problem sind doch nicht Apple oder Amazon.

    Was passiert, wenn Apple seine Geräte in den USA zusammenschrauben lässt? Dann fertigen fleissige Chinesen halt für Samsung, HP und Co zu Hungerlöhnen. Apple hat ne weiße Weste, geändert hat sich nix.

    Wenn Unternehmen global arbeiten, mit Firmensitz in den USA, den Produktionsanlagen in Asien, und der Verkauf dann überall, Muß man dafür sorgen, daß weltweit die gleichen Regeln gelten. Was Arbeitszeiten, -bedingungen und Bezahlung angeht.

    Das bringt dich nichts einen Hersteller zu mehr Menschlichkeit zu verpflichten, wenn da noch 100 andere Unternehmen Niedrigpreise zahlen.

    Amazon hat ne Leiharbeitsfirma beauftragt Arbeitskräfte ranzuschaffen, und nen Sicherheitsdienst, der für Ordnung sorgen sollte. Dir beiden Firmen haben Scheiße gebaut, und es ändert NICHTS, daß Amazon sich neue Partner sucht. Leiharbeiter werden weiterhin beschissen behandelt, belogen, betrogen, und Hartz IVler müssen weiterhin für Noppes zweiwöchige Praktika machen.

    Hier ist die Politik in den Arsch zu treten, damit die endlich was machen. Damit Menschen endlich genug Geld verdienen um nicht auf staatliche Hilfe angewiesen zu sein.

    --
    Warum UNIX/Linux schaedlich ist:
    'kill' macht Menschen zu brutalen, blutruenstigen Bestien,
    'killall' zuechtet regelrecht Massenmoerder,
    'whoami' loest bei psychisch labilen Personen Existenzkrisen aus!

  4. Re: Was bitte ist mit Apple?

    Autor: Slurpee 19.02.13 - 03:48

    Private Paula schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier ist die Politik in den Arsch zu treten, damit die endlich was machen.
    > Damit Menschen endlich genug Geld verdienen um nicht auf staatliche Hilfe
    > angewiesen zu sein.

    #

    Es kotzt mich langsam an, mir immer wieder die selbe Leier von der "Macht der Konsumenten" anhören zu müssen. Warum müssen sich jedes mal, wenn sowas rauskommt, kollektiv Millionen von Menschen zusammenrotten, um der Sache ein Ende zu bereiten? Haben wir für sowas nicht eigentlich Volksvertreter gewählt?

    Warum muss ich jedes mal auf Schokolade, Elektronikgeräte oder guten Service und schnellen Versand verzichten, wenn ich eigentlich überhaupt kein Problem damit hätte, für das alles etwas mehr zu bezahlen?

    Davon, das viele Menschen überhaupt nicht die Möglichkeit haben, solche Praktiken zu boykottieren, mal ganz abgesehen. Ähnliches läuft doch in jeder Branche ab, egal ob es Luxusartikel oder lebensnotwendige Güter wie Kleidung/Nahrung sind.

    So helfen unsere Armen, noch ärmere Menschen in anderen Teilen der Welt auszubeuten und die wären dann Schuld, weil sie es durch ihre Kaufkraft ja unterstützen, das ist doch blanker Hohn.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.02.13 03:50 durch Slurpee.

  5. Re: Hör doch bitte auf

    Autor: ImBackAlive 19.02.13 - 13:53

    Garius schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem das ich habe ist, dass ich eben die Grenzen zwischen Realsimus
    > und Pessimismus nicht mehr richtig wahrnehme. Gefühlt vertreten um mich
    > herum gut 80% die Meinung: "Ach, wenns danach geht, dürfte man gar nichts
    > mehr essen."
    > Ich sehe einfach nicht, dass Leute sich tatsächliche Prinzipien setzen. Und
    > das kann ganz schön deprimieren. Früher bin ich sofort in eine Diskussion
    > über Vegetarismus eingestiegen. Heute reagiere ich nur noch, wenn ich
    > direkt angesprochen werde. Ständig wird unsachgemäß argumentiert. Ständig
    > versucht mein Gegenüber seine Lebenseinstellung zu rechtfertigen, indem er
    > versucht mir meine zu zerreden. Als ob man nicht mehr mit unterschiedlichen
    > Sichtweien nebeneinher leben könnte. Allerdings gibt es Menschen die ich
    > mit meiner Einstellung zum nachdenken anrege, so wie andere Leute mich zum
    > nachdenken angeregt haben.
    Gehen tut es noch - mein bester Kumpel ist Vegetarier, ich nicht. Wir haben uns mal irgendwann einen Abend hingesetzt und bestimmt 4 Stunden nur darüber geredet. Das Ergebnis? Mein Fleisch kommt jetzt ausschließlich vom Metzger um die Ecke, wo ich weiß, wie die Tiere leben (der Bauer ist ganz bei mir in der Nähe; Ich habs mir mal zeigen lassen :) ), Milch kommt bzw. kam auch nur noch direkt vom Bauern (leider habe ich an meinem neuen Wohnort keine Bezugsmöglichkeit dafür; Kaufe die Milch daher als "Bioprodukt", sowie Eier, Kartoffeln, etc.) - rein als Ergebnis dieser Diskussion.

    Die Gegenseite kenne ich aber eben auch - ich würde NIE auf die Idee kommen, irgendjmd. seine Einstellung zu zerreden, damit sich meine besser anhört (was ist das eigtl. für eine Diskussionskultur?), aber es gibt genug, die machen genau das. Das ist mittlerweile so dermaßen explodiert, dass man sich von Apple-Usern anhören muss, wie bescheuert man ist, weil man Android benutzt (nicht falsch verstehen: Das ist nur sinnbildlich für "Der verwendet Produkt A, ich verwende Konkurrenzprodukt B - also muss der einen an der Waffel haben"). Das macht mich müde. Vor ein paar Jahren musstest du schon mit Gewalt versuchen mich aus Diskussionen rauszuhalten, von denen ich selber etwas verstand, heute bin ich viel zu müde dafür und lass die teilweisen dümmlichsten Behauptungen einfach im Raum stehen, weil ich kein Bock habe, mich persönlich schon wieder beschimpfen und kritisieren lassen zu müssen.

  6. Re: Was bitte ist mit Apple?

    Autor: holminger 20.02.13 - 11:49

    Slurpee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Private Paula schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hier ist die Politik in den Arsch zu treten, damit die endlich was
    > machen.
    > > Damit Menschen endlich genug Geld verdienen um nicht auf staatliche
    > Hilfe
    > > angewiesen zu sein.
    >
    > #
    >
    > Es kotzt mich langsam an, mir immer wieder die selbe Leier von der "Macht
    > der Konsumenten" anhören zu müssen. Warum müssen sich jedes mal, wenn sowas
    > rauskommt, kollektiv Millionen von Menschen zusammenrotten, um der Sache
    > ein Ende zu bereiten? Haben wir für sowas nicht eigentlich Volksvertreter
    > gewählt?
    Zwei Dinge.

    1.) Schau einfach mal in die Vergangenheit. Da gab es auch schon Skandale und einen Aufschrei danach. Ist dann irgendetwas passiert? Nee, außer Betroffenheit ala Ilse Aigner und ein bisschen Schönheitskosmetik ist nichts passiert. Die Schlussfolgerung daraus, der Konsument muss handeln, weil nur seine Verweigerung schmerzt.

    2.) Es ist bequem, so einen Aufruf zustarten oder sich anzuschließen und beruhigt das eigene Gewissen. Es ist bequemer, als seinem Volksvertreter aufs's Dach zu steigen und am Ball zubleiben.

    h.

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