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Zum Glück gibt das Internet

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  1. Zum Glück gibt das Internet

    Autor: Christoph Haime 18.02.13 - 17:58

    Nicht mehr darauf angewiesen was Politiker von sich geben oder Medien (wie Golem.de) schafartig wiederholen.

    Besonders das mit den Leiharbeitern ist ein schlechter Witz.
    Da könnte Frau von der Leyen sich hinstellen und sagen: "Wir haben versprochen dass wir die Praxis von Amazon überprüfen. Das haben wir getan. Amazon handelt legal und zwar genauso wie wir es uns als Schwarz-Gelbe Regierung es uns vorgestellt hatten. Und nicht vergeessen mit Blick auf die Wahl: Die FDP möchte das Ganze noch massiv ausbauen."

    Und dann werden so ein paar 5-Minuten-Stars genannt die sich demonstrativ abmelden. Ach das kennt man doch schon, wie hat auch Golem davon berichtet dass sich nach den "Skandalen" bei Facebook angeblick Millionen abgemeldet haben. Einen Monat später zeigte sich: Den paar Dutzend tatsächlichen Abmeldungen standen Zehntausende Anmeldungen in Deutschland gegenüber.
    Niemand ist schneller im Maulen als die Deutschen. Und dann fressen sie es doch....

    Die Sache mit dem Sicherheitsdienst ist Kritikwürdig. Aber ist es jetzt plötzlich Aufgabe von Amazon alle Kunden und Mitarbeiter der Partnerunternehmen zu überprüfen? Ich dachte auch Golem verlangt so etwas wie Datenschutz.
    Da wäre es Aufgabe der Politik Unternehmen die mit Rechtsextremen arbeiten die Lizenz zu entziehen. Aber man haut ja lieber auf ein Großunternehmen drauf, weil die Wähler das für besser halten.

    Der Einwurf mit GB ist ja wohl lächerlich. Und mit den Fachkräften auch. Wieso sollte man in einem computergesteuerten Logistikcenter Fachkräfte brauchen die die Pakete abholen? Nebenbei bezweifele ich, dass sich die Kassiererin bei Aldi oder die Putzfrau bei Thyssen sich besser fühlt.

    Hört doch alle auf mit eurer Polemik.
    Ich kaufe weiter bei Amazon, fertig. Gegen Leiharbeit tue ich auch was, nur irgendwie bin ich der einzige der den Hintern hochbekommt. Alle anderen bequemen sich damit ein Konto zu löschen und zu glauben, dass ein Konzern schuld daran ist LEGAL Menschen Kurzverträge anzudrehen...

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  2. Re: Zum Glück gibt das Internet

    Autor: throgh 18.02.13 - 18:10

    Christoph Haime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    >
    > Hört doch alle auf mit eurer Polemik.
    > Ich kaufe weiter bei Amazon, fertig. Gegen Leiharbeit tue ich auch was, nur
    > irgendwie bin ich der einzige der den Hintern hochbekommt. Alle anderen
    > bequemen sich damit ein Konto zu löschen und zu glauben, dass ein Konzern
    > schuld daran ist LEGAL Menschen Kurzverträge anzudrehen...


    Du hast mit deiner Kritik nicht Unrecht ... allerdings: Was machst du denn KONKRET gegen Leiharbeit? Der Vorwurf des "Hintern hochbekommen" ist ja noch legitim in einigen Fällen. Die Frage ist nur, ob es nicht sinnvoller wäre entsprechende Energie zu "leiten" und den Menschen eine Anlaufstelle zu geben. Meinst du nicht es wäre hilfreicher statt den "Ihr seid doch selbst schuld!"-Finger hochzuheben? Nicht als Angriff gemeint, sondern einfach Feedback. Denn so untätig sind Einige nicht, wie man hier generalisiert. Ich muss das allerdings nicht Jedem auf das Butterbrot schmieren, der meint ich wäre "untätig" oder hätte mit meiner Wahl daran Schuld gehabt, wo eben dies NICHT der Fall ist.

    "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!"
    (Albert Einstein)

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  3. Re: Zum Glück gibt das Internet

    Autor: JTR 18.02.13 - 18:31

    Vor allem ist das ganze heuchlerisch. Ich weiss dass weltweit dutzende Sklaven für mich arbeiten und ehrlich gesagt habe ich mich damit abgefunden. Es widerwärtig zu finden, hiesse Konsequenzen ziehen, was wiederum hiesse unseren Lebensstandard in Frage zu stellen. Wer will das schon?

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  4. Re: Zum Glück gibt das Internet

    Autor: throgh 18.02.13 - 19:01

    Darf ich dazu fragen? Möchtest du diesen nicht in Frage stellen? Es wäre ebenso fragwürdig - allgemein gesprochen, nicht auf dich bezogen - nur Feststellungen zu machen und es dann dabei zu belassen. Dann mit Bezug auf deinen Beitrag: Also demnach "sich damit abzufinden" heißt konkret was? Alles beim "Status Quo" belassen? Gar nichts ändern? Nicht einmal seine Meinung prüfen in der Diskussion oder Sichtweisen austauschen? Nur also eine Feststellung dann? Okay, wie du meinst!

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    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.13 19:01 durch throgh.

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  5. Re: Zum Glück gibt das Internet

    Autor: Anonymouse 18.02.13 - 20:01

    Wenn ich auch antworten darf:

    Er hat doch recht.
    Wir sind ein Industrieland. Für unseren Wohlstand schuften andere Menschen in anderen Ländern sehr schwer, damit wir alles möglichst günstig und auch vorrätig haben.
    Und 99,9% der Menschen juckt es nicht. Kleidung, Essen, Gewürtze, Elektronik ect pp. Es darf nicht zu teuer sein und muss trotzdem gute Qualität haben. Wie das zustande kommt, interessiert niemanden.
    Jetzt kommt eine kritische Reportage über Amazon und die Welt steht still. Das Entsetzen ist ungemein groß und jeder meint, die Welt verbessern zu können, indem er seinen Account löscht. Das erinnert mich an Facebook. Da denkt auch jeder, dass er einen Hund retten kann, wenn er ein Bild liked.
    Und was machen die Menschen dann? Sie suchen sich einen anderen Anbieter. Wahrscheinlich den nächst günstigen mit guten Service und Qualität. Das dahinter wahrscheinlich das gleiche steckt, darüber macht sich keiner Gedanken.
    Letztendlich werden die meißten auch wieder zu Amazon kommen, weil es dann doch nicht so schlecht war und vor allem bequem. Jedenfalls dannn, wenn 4 Wochen niemand mehr darüber negativ berichtet hat.

    Letztendlich läuft es doch nur nach dem Motto: Was ich nciht weiß, macht mich nicht heiß.

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  6. Re: Zum Glück gibt das Internet

    Autor: divStar 18.02.13 - 22:02

    Das Ganze ist von der Politik so gewollt. Wenn sich jetzt also jemand verantworten muss - dann offensichtlich die Politik Schwarz-Gelb, die Sklavenarbeit in Form von Leiharbeit überhaupt erst ermöglicht bzw. forciert haben.

    Es hört sich für mich an als würden hier viele suggerieren man solle doch teurer im Laden um die Ecke kaufen - und damit den Handel und fairere Entlohnung unterstützen. Das stimmt aber so nicht ganz, denn mir garantiert auch dort keiner, dass es dort besser zugeht - und auf den Service will ich gar nicht erst eingehen, denn ich kenne nur sehr wenige Händler, die Vorort sind und einen zumindest ähnlich guten Service leisten wie Amazon.

    Also: solange dies in Deutschland möglich ist, werde ich eben auch die Möglichkeiten nutzen und günstig an etwas kommen und einen guten Service in Anspruch nehmen. Mit Idealismus wird man nichts ändern, solange die Politik wie Fähnchen im Wind Gesetze machen (und es dann auf Firmen oder Verbraucher schieben, dass so etwas möglich ist). Ich verdiene auch nicht mehr nur weil ich edel bin und nicht bei Amazon kaufe. Natürlich finde auch ich die Praktiken von Amazon bzgl. der Leiharbeiter nicht in Ordnung - da muss aber eben der Gesetzgeber tätig werden, denn er hat die Leiharbeiter ja verbrochen.

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  7. Re: Zum Glück gibt das Internet

    Autor: throgh 18.02.13 - 22:11

    Im Grunde ist zwar auch da Wahres dran. Jedoch was ist die Alternative? Wir haben bisher immer nur über das aktuell dystopische Geschehen gesprochen. Nicht aber über Lösungsmöglichkeiten! Ah ja, ich vergaß: Die Politik ist schuld, sie muss es lösen. Der Bürger in einer Demokratie hat hier aber auch was? Keine Verantwortung? Wenn man eine Alternative suche und sie findet könnte man das Internet nutzen und sie verbreiten.

    Für Bücher vielleicht der lokale Händler? Oder "terrashop"? Wobei ich das nochmals prüfen müsste. Für CDs und Filme? ebay oder die Kleinanzeigen? Der lokale Videoverleih, der Restbestände auch verkaufen möchte? Man muss auch nicht zu Saturn oder Media-Markt gehen, wenn es hart auf hart kommt. Aber erstmal hätten wir doch Ideen, oder nicht? Statt dem: "Es wird doch eh in vier Wochen wieder alles so sein wie es mal war." Bewegen wir uns dann überhaupt fort? Oder wollen wir uns überhaupt fortbewegen? Ja? Nein?

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  8. Re: Zum Glück gibt das Internet

    Autor: Anonymouse 19.02.13 - 21:01

    Das ganze System ist doch koruppt. Es ändert eben nichts, wenn wir aufhrören bei Amazon zu bestellen. Das dient doch nur der Gewissenserleichterung. Der ein oder andere nutzt das sicher als auch Imagepflege.
    Das wahre Problem sit doch viel größer. Vielleicht fängt es schon beim Zahlungsmittel an? Vielleicht ist Geld ansich ja der Quell alen Übels...
    Darüber könnte man Tage diskutieren.

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  9. Re: Zum Glück gibt das Internet

    Autor: throgh 19.02.13 - 22:30

    Gerne, das meine ich mitnichten polemisch oder provokant sondern tatsächlich ernst. Wie wäre es denn wenn einfach morgen so einige Leute zur Bank fahren und ihr "Geld" in kompletter Höhe verlangen? Oder das Verschaukeln der Banken überhaupt? Da wird Geld verschachert was man sich aus der Luft erstellt hat.

    Im Prinzip ist das Ganze auf sehr wackeligen Beinen aktuell, so oder so. :-)

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  10. Re: Zum Glück gibt das Internet

    Autor: Ass Bestos 20.02.13 - 02:07

    Christoph Haime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Sache mit dem Sicherheitsdienst ist Kritikwürdig. Aber ist es jetzt
    > plötzlich Aufgabe von Amazon alle Kunden und Mitarbeiter der
    > Partnerunternehmen zu überprüfen? Ich dachte auch Golem verlangt so etwas
    > wie Datenschutz.
    es ist nicht nur kritikwürdig, sondern einfach nicht zu akzeptieren und ja, amazon trägt die verantwortung und muss sie auch warnehmen und akzeptable arbeitsbedingungen schaffen. nur weil es ein gesetz nicht gibt heisst es nicht das es moralisch ok ist wenn es doch macht.

    > Da wäre es Aufgabe der Politik Unternehmen die mit Rechtsextremen arbeiten
    > die Lizenz zu entziehen. Aber man haut ja lieber auf ein Großunternehmen
    > drauf, weil die Wähler das für besser halten.
    ja die armen großuntrenehmen. sie verdienen ja so wenig. es wird sich da auch keine partei die finger schmutzig machen. und gewerkschaften schon gar nicht. die haben ja zusammen mit der politik die zustände doch erst ermöglicht.

    > Der Einwurf mit GB ist ja wohl lächerlich. Und mit den Fachkräften auch.
    > Wieso sollte man in einem computergesteuerten Logistikcenter Fachkräfte
    > brauchen die die Pakete abholen? Nebenbei bezweifele ich, dass sich die
    > Kassiererin bei Aldi oder die Putzfrau bei Thyssen sich besser fühlt.
    ganz genau.

    > Hört doch alle auf mit eurer Polemik.
    > Ich kaufe weiter bei Amazon, fertig. Gegen Leiharbeit tue ich auch was, nur
    > irgendwie bin ich der einzige der den Hintern hochbekommt. Alle anderen
    > bequemen sich damit ein Konto zu löschen und zu glauben, dass ein Konzern
    > schuld daran ist LEGAL Menschen Kurzverträge anzudrehen...
    moment du tust was gegen leiharbeit und sprichst den konzernen die schuld ab? schon ziemlich schizophren.
    was tust du denn gegen leiharbeit?

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