Ich erinnere mich noch an die Zeiten von NOVELL 286, 3.11, 4.11, SFT, wo technologisch NOVELL niemand das Wasser reichen konnte. NOVELL zielte auf 1 Mrd. Clients als "Geschäftsziel" und war absoluter Marktführer in Servertechnologie.
Es bröckelte dramatisch, als fast alles auf TCP/IP umgestellt wurde, man sich fragte, warum eigentlich noch IPX? Dieses RC-40 verschlüsselte Protokoll war viel effektiver und sicherer, man konnte mit 2 486 DX - 40 und 4.11 SFT locker 100 Netzwerkclients versorgen.
Aber dann verschlief NOVELL die Entwicklung mit den Entwicklungswerkzeugen. WATCOM Compiler waren nicht mehr auf dem Stand der Höhe und Microsoft drängte mit eigenen Serverentwicklungswerkzeugen und Windows NT in den Markt, mit der Absicht, quasi UNIX abzulösen, bei Bewahrung der Kompatibilität zum POSIX-Standard.
NOVELL hat die Bedeutung dieser Standards für die Industrie damals völlig unterschätzt.
Dann kam der Kauf von SuSE. Damals war für mich schon klar, dass SuSE mit YaST und den TAR - Files nix gegen RPM und Debian ausrichten konnte, in einer Zeit, wo es bei LINUX/GNU noch um die Ordnung des Wirrwarrs von Codeabhängigkeiten ging.
RedHat konzentrierte sich klar auf Businesskunden, während SuSe noch auf begeisterte Hobbyanwender, ehemalige UNIX-Professionals und Studenten als Zielgruppe setzte.
SuSE war halt nur in D stark, im Ausland führte immer schon RedHat.
Nun aber besetzt UBUNTU diesen Markt und die Absätze von SuSE/NOVELL brechen immer weiter ein ...
In Kürze wird auch UBUNTU im Servermarkt dominieren und da bleibt für SuSE/NOVELL eigentlich kaum noch ein Stück Kuchen vom großen Linux - Markt übrig.
Hinter UBUNTU steckt eine Finanzkraft, die für NOVELL eigentlich ein Albtraum sein müsste.
Und nun kommen die SFT - Dämonen unter LINUX. GLUSTER, CEPH+LVM, e.t.c. Damit ist das Ende auch von kommerzieller Cluster - Servertechnologie nahe ...
Auch MONO e.t.c. kann nix besser, was Microsoft nicht auch schon kann. Von Patentverletzungen gegenüber Microsoft, die einen einholen, wenn man mal genau recherchiert, abgesehen.
R.I.P. SuSE und NOVELL. Es war schön mit euch ...
Guido Stepken schrieb:
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> SuSE war halt nur in D stark, im Ausland führte immer schon RedHat.
Zu Zeiten der SuSE AG war SuSE technisch gleichwertig und von den Geschäftszahlen sogar vor RedHat. Auch die Serverprodukte starteten vor RHEL. Erst mit Novell als Entwickler wurde die große Handbremse angezogen und es ging plötzlich nichts mehr.
> Nun aber besetzt UBUNTU diesen Markt und die Absätze von SuSE/NOVELL
> brechen immer weiter ein ...
Naja, die Umsätze mit Linux wachsen (wenn auch durch Microsoft gefördert). Bei Canonical kommt da eher wenig bis nichts zusammen. Da sind eher Unternehmen wir Mandriva oder Univention vorne.
> In Kürze wird auch UBUNTU im Servermarkt dominieren und da bleibt für
> SuSE/NOVELL eigentlich kaum noch ein Stück Kuchen vom großen Linux - Markt
> übrig.
Nein, Ubuntu wird in diesem Bereich nie etwas reissen. Alleine weil Kunden für kritische Lösungen auf Partner setzen die etwas von der Materie verstehen. Canonical hat minimale Kompetenzen bei der Entwicklung des Kernels oder Kernanwendungen wie X, GCC, GTK+ oder den Treibern. Ganz anders Red Hat. Das ist für die Kunden die den Umsatz und Gewinn ausmachen einer der Hauptpunkte. Canonical wird bei Minimallösungen punkten, steht da aber in Konkurrenz zu all den Systemhäusern die Support für Debian oder auch CentOS anbieten.
> Hinter UBUNTU steckt eine Finanzkraft, die für NOVELL eigentlich ein
> Albtraum sein müsste.
Mark wird nicht ewig Geld in Canonical pumpen, und schon gar nicht wird er sein Vermögen dafür aufs Spiel setzen. Novell hat zudem auch noch gut eine Milliarde an liquiden Mitteln zur Verfügung. Novell macht nur seit Jahren nichts daraus. Die letzten Übernahmen waren eigentlich Datengräber.
> R.I.P. SuSE und NOVELL. Es war schön mit euch ...
Ganz so schlimm ist es nicht. Novell wird überleben können, aber eben als reines Linux unternehmen. Dass die einstigen Kernbereiche wegfallen werden steht fast außer Frage. Am Ende steht da dann ein Unternehmen mit vielleicht 50 - 75 Millionen äufwärts an Umsatz pro Quartal. Und das ist noch immer Welten vor Canonical. Aber auch Welten von Red Hat entfernt.
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