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Umsatz != Deckungsbeitrag

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  1. Umsatz != Deckungsbeitrag

    Autor SIga9876 24.08.09 - 15:03

    Das wichtigste ist, wo ich den größsten Deckungsbeitrag erziele.
    Das man bei den Umsätzen für CDs die Material+Vertriebs-Kosten abziehen muss, die bei Itunes bei quasi 0 liegen, dürfte klar sein.
    Oder haben die die Herstellet-Abgabe-Preise für CDs genommen ? Wo auch noch Drucken+Pressen+Verpacken+Verpackung+Medium drinstecken.

    Da sieht man mal, wie perfide die Music-And-Films-Industry-Associations sind. Ich würde mir denken "Ja geil, hau die Zwischenhändler, Lagerkosten, Presswerke(=gebundenes Kapital=schlecht!!!= weg"[1]). Aber nein. Schön weiter am falschen Modell festhalten.
    Glühbirne/Leuchtsoffröhren/Energiesparlampen bose, LEDs rulen (wenn leider noch nicht überall).
    BenzinAuto böse, EAuto gut.
    CDs pressen und Aufwand böse, Digitaler Vertrieb gut.
    ...
    Wenn ich Aktionär wäre, würde ich diese Firmen in Grund und Boden verklagen.
    Zwischenhandel ausbooten liefert enorme Renditen und wichtiger Gewinn/Deckungsbeitrags-Steigerungen. Der Umsatz sinkt, aber die Umsatzrendite explodiert, weil man nicht mehr $ 100 Mio CDs verkauft mit $ 50 Mio Gewinn/Deckungsbeitrag sondern $ 52 Mio Umsatz mit $ 51 Mio Gewinn.
    Und daran sieht man also die falsche Perfidität dieses Geschäftes: Abzocke der Kunde, Aktionäre, Mitarbeiter und Musiker.

    Hoffentlich kommt über die freien Ebooks (Sony hat ja gelernt, macht sich gängig(hier und da) statt wie früher proprietär und sein $200=140 Euro-Ebook pustet bald Kindle-DRM quasi weg) vernünftige Autoren-Modelle und die Verlage sterben großteils aus.

    [1] Jemand schrieb, die Amis würden die Buchpreise von Büchhandlungen zu Abgebpreis bewerten. Durch überhöhte Preise auf Amazon-Marketplace treibt man also seinen Lager-"Wert" hoch und kriegt entsprechend viel mehr Kredit. Ob es stimmt, weiss ich nicht. Wäre wieder ein Beispiel für die zwecklosigkeit des "mark-to-market"(=tagespreise bei Bewertungen von Firmen-Eigentum. Meist gehts um gammel-papiere oder aktien).

  2. Re: Umsatz != Deckungsbeitrag

    Autor Linguist 24.08.09 - 15:20

    Das sieht mir nicht nach BWL erstes Semester aus, sonder eher nach Selbstlernversuch. Nu egal, "Apple Inc." ist Dir ein Begriff? Schonmal mitbekommen, wie die ihr Geld verdienen?

    Wenn Du glaubst, von 52 Mio. USD Umsatz bleiben bei den Rechteverwurstern 51 Mio USD Gewinn uebrig, solltest Du alle Finanzgeschaefte Deiner potentiellen besseren Haelfte ueberlassen. Oder Dir eins meiner tollen Geschaeftsmodelle ansehen.

  3. Re: Umsatz != Deckungsbeitrag

    Autor Siga9876 24.08.09 - 16:05

    Überleg mal das gebundene Kapital und den Anteil am Umsatz.
    Dann vergleich das mit elektronischem Vertrieb.

    Aber schön die Argumente der Music.And.Films.Industry.Associations nachplappern.
    Es braucht keine Rechteverwerter. Direktvertrieb durch Autoren (z.B. 70%/30% wie bei Appstore, sind ja auch Autoren aber Programm-Autoren) und die Vertriebe/Verlage/... sind das was sie verdienen: Weg vom Fenster.
    Das Geld gehört den Künstlern und nicht miesen Bonzo-Verlagen/Labels usw.... .

  4. Re: Umsatz != Deckungsbeitrag

    Autor musikus 24.08.09 - 16:15

    Ich weis nicht was du willst.
    Das Ergebnis ist ein Durchbruch für die Musiker. Gebeutelt von Labels und Handel und mit nur einem Verdienst von gerade mal 1 Euro max. pro CD, die im Handel 15 kostet. Und jetzt habe ich die Möglichkeit 70% zu verdienen.
    Da überlege ich nicht lange und schalte den Vertrieb und das Label aus. Die haben ihr Grab selber geschaufelt, außerdem ist der Lauf der Zeit ganz normal. CD's sind veraltet und der digitale Musikvertrieb schon lange oben auf.
    Wo ist also dein Problem? Als musiker muß ich mich sogar an den Herstellerkosten beteiligen, so habe ich keine Kosten.
    Ich freue mich über mein verdientest.

    Gruß

  5. Re: Umsatz != Deckungsbeitrag

    Autor Siga9876 24.08.09 - 16:46

    @musikus: Danke das mir mal jemand Recht gibt. Die bisherigen Vertriebe gehören ausgebootet. Mehr für die Künstler. Mitesser weg. Ballast/Fett loswerden.

    Du hast aber jetzt vermutlich dem falschen geantwortet und wolltest vermutlich "Linguist" widersprechen. Wenn man die Ansicht wechselt, sieht man das.

    Man sollte gezielt den "antworten"-Knopf drücken. Dazu muss man vorher nicht einmal die Ansicht wechseln. Das ist hier z.b. gut gemacht weil es pro Beitrag erfolgen kann und auch als optischer Trenner dient.

    @golem: Bei "zitieren" muss man nicht den thread nochmal oben auflisten und drunter dat textfeld mit dem zitat. nur das textfeld mit dem >-Zeilen reicht. finde ich.


    Bei Autoren hört man auch oft, das bei fett teuren Büchern ein Professor nur ein paar Mark/Euros bekommt. Andere werden einmalig bezahlt und das war es. Sowag gehört geändert. Aber lobbyverlage verhindern das leider.

  6. Re: Umsatz != Deckungsbeitrag

    Autor The Edge 24.08.09 - 16:56

    Siga9876 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Geld gehört den Künstlern und nicht miesen Bonzo-Verlagen/Labels
    > usw.... .

    Der Typ heisst Bono.

  7. Re: Umsatz != Deckungsbeitrag

    Autor Flying Circus 24.08.09 - 17:01

    Der Deckungsbeitrag alleine reißt es auch nicht.

    Positiver Deckungsbeitrag UND hoher Umsatz ist der Schlüssel zum Erfolg.

  8. Re: Umsatz != Deckungsbeitrag

    Autor Siga9876 24.08.09 - 19:00

    Der Erfolg des Individuums ist nur der absolute Deckungsbeitrag. Umsatz ist nur eine Scheingröße für börsen-notierte (oder Wannabies wie die Bahn) Firmen.
    Wozu das führt, haben wir gesehen.

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