Was ist denn da passiert? 10 schlappe Mio und die Hälfte davon an Bedingungen gebunden? Das ist lächerlich wenig!
iBrötchen schrieb:
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> Was ist denn da passiert? 10 schlappe Mio und die Hälfte davon an
> Bedingungen gebunden? Das ist lächerlich wenig!
Wie bemisst du denn den Wert des Unernehmens? 10 Millionen ist ja erstmal kein Pappenstil.
Und das Knüpfen an Bedingungen ist ja nun mal wirklich sinnvoll. Wie oft ist es schon passiert, dass ein Unternehmen gekauft wurde, die Gründer verlassen das Unternehmen ratzfatz und es dauert erstmal ewig, bis der normale Betrieb wieder aufgenommen werden kann, weil eben das Unternehmen extrem auf diese Gründer zugeschnitten war.
Das nenne ich mal eine vernünftige Übernahme. Abgesehen davon, läuft das bei vielen anderen Übernahmen auch nicht anders ab. Der volle "Kaufpreis" wird ja nicht in Geldkoffern über den Tisch geschoben und auch eine Überweisung von 34 Fantastilliarden findet da für gewöhnlich auch nicht statt. Sowas gibt es nur in schlechten Mafia-Filmen. Meist wird ein Grossteil als Aktientausch durchgeführt.
Ob Amiando mehr als 10 Millionen wert ist, das kann ich nicht beurteilen, dazu habe ich keinen Einblick in deren Dokumente. Wenn man wüsste, was die im Jahr so an Umsatz und/oder Gewinn gemacht haben, dann könnte man das eher abschätzen.
Hier mal ein Zitat, das ich gefunen habe: “Unser Umsatz wird dabei in einem niedrigen einstelligen Millionen-Bereich liegen.”
Nehmen wir mal an ein niedriger eintelliger Millionenbereich sind 2 Millionen. Nehmen wir weiter an, sie haben eine sehr gute Gewinnspanne von 25% (ich bin da mal wohlwollend), dann springen da 500.000 im Jahr raus. Ohne zukünftiges Wachstum (müsste man natürlich mit einkalkulieren, dazu hab' ich aber zu wenig Einblick in deren Geschäfte), hat XING die 10.000.000 Euro Investition also in 20 Jahren wieder raus.
Hmm, immer noch zu niedrig? Die Macher von Amiando werden vermutlich ähnlich gerechnet haben. Wenn sie überhaupt schon Gewinn machen, haben sie sich angesehen, was pro Jahr rauspringt, das erwartete Wachstum berücksichtigt und sich dann ausgerechnet, was für sie persönlich besser ist: 5 Millionen sofort und nochmal 5 an Bedingungen geknüpft, oder einfach sehen, was die Zukunft bring und hoffen, dass es über 10 Millionen liegt.
Abgesehen davon, bin ich mir sicher dass sie sich eine Beteiligung weiterhin gesichert haben (XING ist halt der Mehrheitseigner).
Na da schau her, bei brands4friends läuft das offenbar besser mit dem Verkauf. Obwohl die angeblich sogar ins straucheln geraten sein sollen.
Es ist halt nicht immer nur die mögliche Innenansicht des gekauften Unternehmens entscheidend, sondern auch der Nutzen für den Käufer.
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