Interessant, Yahoo! kauft den Laden für $350m und verschachert ihn nur 2 Jahre später an VMWare. Ich wage einmal zu behaupten, da wurde ordentlich Geld verbrannt, von Yahoo ist man sowas mittlerweile gewohnt. Wurde Zimbra etwa hemmungslos überbewertet?
Wenn ich mich richtig erinnere, wollte Yahoo! die Software in ihre Dienste integrieren, das scheint offenbar sehr nach hinten los gegangen zu sein. Ich glaube nicht, dass sie nun diese Dienste teuer bei VMWare einkaufen werden, das Thema scheint für sie gestorben zu sein. Die Topics in den Zimbra Foren lassen darauf schließen, dass die Software auf Serverseite so flexibel wie eine Eisenbahnschwelle ist.
Insgesamt scheint der "Buzz" langsam den Bach runter zu gehen. Nachdem die VC ihr Investment ausgezahlt bekommen haben, wird die Firma, und damit der Hauptentwickler, nun wie eine heiße Kartoffel weitergereicht. Ich wage zu bezweifeln, dass das gut für die Software und die Kunden ist. Apropos Kunden: Von den angeblich 55Mio Mailboxen kommt ein Großteil durch den Deal mit Comcast, dort läuft eine uralte Zimbra Installation die mit dem "echten" Produkt wenig bis nichts zu tun hat.
Jeder weitere Besitzer wird der Software seinen Stempel aufdrücken was Ausrichtung und Konzept angeht, wirklich nachhaltig kann das nicht sein. So langsam scheinen auch alle ernst zunehmenden Groupwarelösungen "unter der Haube" zu sein, und damit nicht mehr unabhängig. Einzig Open-Xchange ist nicht an irgend einen Konzern und dessen "Weltbild" gebunden. Vielleicht zahlt sich dieser Weg der Unabhängigkeit aus.
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