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Akzeptanz möglich?

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  1. Akzeptanz möglich?

    Autor redundanz 07.08.09 - 18:04

    Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie man Menschen dazu begeistern könnte, dass sie für den gleichen Inhalt, den sie jahrelang auf ihrer Nachrichtenseite gelesen haben, jetzt plötzlich sich Zugang erkaufen müssen.
    Überhaupt fehlt mir eine Onlinetageszeitung, die mir ein Dokument gibt, zum Beispiel für einen PDF Reader (zb diesen Kindle).
    Der aktuelle Trend ist ja wohl, dass sich die Medienseiten auf ihren Portalen ein paar grobe Themengebiete packen und dort dann blogartige Artikel publizieren. Das gefällt mir persönlich nicht so gut.
    Für meine oben genannte Variante würde ich natürlich auch Geld lassen. ;)

  2. Re: Akzeptanz möglich?

    Autor robinx 07.08.09 - 19:03

    Solange es noch kostenlose alternativen gibt wechseln die nutzer doch einfach die webseite. Und die chance dass in nächster zeit plötzlich alle nachrichtenseiten kostenpflichtig werden sehe ich momentan überhaupt nicht

  3. Re: Akzeptanz möglich?

    Autor Siga9876 07.08.09 - 21:42

    Für den Transport Mobilfunk interessanter Artikel werbefrei/werbearm angenehm zu lesen, gut fürs Medium (Kindle, Handy,....) formatiert bezahlen die ja schon (Kindle-Abos). Sowas wird kommen und bezahlt werden.

    Fürs normale Web eher nicht oder nur hinten herum weil es die Inhalte auch woanders gibt.

  4. Re: Akzeptanz möglich?

    Autor Korrekturleser 08.08.09 - 12:30

    Die Gefahr sehe ich auch nicht. Die Probleme bei der Umsetzung werden hier glaube ich auch stark unterschätzt.

    1. Informationen werden zum großen Teil über Suchmaschinen gefunden.
    Sind die Informationen hinter Bezahlportalen versteckt findet man sie schlichtweg nicht mehr.
    2. Die Bezahlung müsste Weltweit für alle Konzerne das selbe sein.
    Ich lese nicht nur deutsche Seiten. Wie soll ich also die englischen Seiten lesen wenn ich keine Möglichkeit der Bezahlung dort als Deutscher habe?
    3. Die Bezahlung müsste extrem einfach und schnell sein, damit jeder das Bezahlsystem bedenkenlos benutzen kann.
    Keiner will von Hürden bei der Informationsbeschaffung aufgehalten werden. Webseiten die ich nicht in 5 sec erreiche schließe ich wieder ohne es nochmal zu versuchen. Meine Zeit ist kostbar. Wenn ich mal 16Mbit habe werde ich vielleicht nicht mal mehr gewillt sein 5sec zu warten.
    4. Die Anonymität müsste gewährleistet sein.
    Niemand will dass die Newsanbieter Nutzerprofile erstellen und pflegen, die dann missbraucht werden können. Egal ob jetzt vom Polizeistaat oder durch den regen Nutzerdatenhandel der m.E. eh verboten gehört.
    5. Die Menschen sind kostenlosen Content gewöhnt, müssen also überzeugt werden. Sie werden sich sonst schlichtweg ein neues Portal suchen wo sie weiter News kostenlos lesen können. Ob der da raubkopiert ist wird sie nicht interessieren. Die Hemmschwelle ist bei Text denke ich noch niedriger als bei Musik oder Film.
    6. Das Internet ist vom Design her ein kostenlos Content Netz. Es basiert sogar auf dem Konzept der einfachen Kopierbarkeit von Daten, was oft vergessen wird. Dieses Problem haben alle Content Anbieter (Musik, Film, Text). Ich sehe da auch keine Lösung für sie. Nutzerbezogene Services und Werbeeinnahmen sind das einzige was überhaupt Einnahmen generieren kann finde ich.
    7. Die verfügbare Geldmenge ist begrenzt.
    Wenn ich gezwungen bin etwas zu kaufen was mich bisher nichts gekostet hat, spare ich an anderer Stelle. Die Frage ist dann wo und sind mir Nachrichten mehr wert als das wo ich spare? Im schlimmsten Fall kanibalisieren sie also ihre eigenen Printmedien am Kiosk um die Ecke.

    .. und diese 7 Punkte sind mir nur in 5 Minuten eingefallen, bei längerem Nachdenken finden sich bestimmt noch genug weitere Probleme die man beachten muss.

  5. Re: Akzeptanz möglich?

    Autor 563525235 09.08.09 - 02:23


    Intelligenter Mann.

  6. Re: Akzeptanz möglich?

    Autor 56352536 09.08.09 - 02:58

    Isch wunschte isch währe auch inteligent

  7. Re: Akzeptanz möglich?

    Autor Shaihulud 10.08.09 - 11:26

    Ich seh die Probleme nicht die Du beschreibst

    > 1. Informationen werden zum großen Teil über
    > Suchmaschinen gefunden.
    > Sind die Informationen hinter Bezahlportalen
    > versteckt findet man sie schlichtweg nicht mehr.

    Ja, dafür gibts dann auch Teaser und Headlines, die ausreichend mit Schlüsselworten versehen sind dass Du die Meldungen problemlos über Google findest, wenn Du aber mehr lesen willst musst duu dich halt einloggen und dafür bezahlen.


    > 2. Die Bezahlung müsste Weltweit für alle Konzerne
    > das selbe sein.
    > Ich lese nicht nur deutsche Seiten. Wie soll ich
    > also die englischen Seiten lesen wenn ich keine
    > Möglichkeit der Bezahlung dort als Deutscher
    > habe?

    Warum? Kannst Du im Moment auf der NY-Times Seite und auf deutschen Seiten mit dem gleichen Bezahlmodell zahlen? Nein. Wenn Du eine Informationsquelle nutzen willst musst Du deren Bezahlmodell akzeptieren oder Du lässt es.

    > 3. Die Bezahlung müsste extrem einfach und schnell
    > sein, damit jeder das Bezahlsystem bedenkenlos
    > benutzen kann.
    > Keiner will von Hürden bei der
    > Informationsbeschaffung aufgehalten werden.
    > Webseiten die ich nicht in 5 sec erreiche schließe
    > ich wieder ohne es nochmal zu versuchen. Meine
    > Zeit ist kostbar. Wenn ich mal 16Mbit habe werde
    > ich vielleicht nicht mal mehr gewillt sein 5sec zu
    > warten.

    Micropaymennt hat nicht funktioniert und wird nicht funktionieren. In Deutschland gibt es nur einen Verlag der mit Artikeln gegen Micropayment Geld macht udn das ist Stiftung Warentest. Der Trend geht hin zu Online-Abos und "Flatrates".

    > 4. Die Anonymität müsste gewährleistet sein.
    > Niemand will dass die Newsanbieter Nutzerprofile
    > erstellen und pflegen, die dann missbraucht werden
    > können. Egal ob jetzt vom Polizeistaat oder durch
    > den regen Nutzerdatenhandel der m.E. eh verboten
    > gehört.

    Vergiss es. Das wird es nicht geben und wenn Du damit nicht leben kannst dann solltest Du die Angebote der Unternehmen nicht nutzen. Ein Unternehmen will wissen wem es was verkauft, denn an die Nutzerinteressen angepasste Werbung ist das einzige womit sich im Internet noch Geld verdienen läßt (ich meine damit nicht den Handel von Nutzerdaten, der ist eh verboten wenn Du nicht selbst zugestimmt hast).

    > 5. Die Menschen sind kostenlosen Content gewöhnt,
    > müssen also überzeugt werden. Sie werden sich
    > sonst schlichtweg ein neues Portal suchen wo sie
    > weiter News kostenlos lesen können. Ob der da
    > raubkopiert ist wird sie nicht interessieren. Die
    > Hemmschwelle ist bei Text denke ich noch niedriger
    > als bei Musik oder Film.

    Naja gegen Plagiate und Diebstahl läßt sich inenrhalb Deutschlands gott sei dank sehr schnell vorgehen und wie lange es noch "das nächste kostenlose Portal" geben wird wird sich zeigen. Einen gewissen "Kostenlos" Anteil wirst Du immer haben, aber dann wenn der Artikel halt beginnt interessant zu werden musst Du eben zahlen.

    > 6. Das Internet ist vom Design her ein kostenlos
    > Content Netz. Es basiert sogar auf dem Konzept der
    > einfachen Kopierbarkeit von Daten, was oft
    > vergessen wird. Dieses Problem haben alle Content
    > Anbieter (Musik, Film, Text). Ich sehe da auch
    > keine Lösung für sie. Nutzerbezogene Services und
    > Werbeeinnahmen sind das einzige was überhaupt
    > Einnahmen generieren kann finde ich.

    Das ist ziemlich großer Schwachsinn was Du da schreibst und zeigt, dass Du weder Ahnung von der Geschichte des Internet hast, noch einen Bezug zum realen Leben und zu betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen. Aber das Essen kommt ja ausm Kühlschrank, der Strom aus der Steckdose und Musik und Filme runterladen ist total ok und so gell?

    > 7. Die verfügbare Geldmenge ist begrenzt.
    > Wenn ich gezwungen bin etwas zu kaufen was mich
    > bisher nichts gekostet hat, spare ich an anderer
    > Stelle. Die Frage ist dann wo und sind mir
    > Nachrichten mehr wert als das wo ich spare? Im
    > schlimmsten Fall kanibalisieren sie also ihre
    > eigenen Printmedien am Kiosk um die Ecke.

    So lang Du an etwas sparst was sie nicht betrifft ist das den Verlagen egal. Ob die Telefonanbieter dann die nächste Krise herbeibeschwören, weil Du 2 SMS am Tag weniger verschickst ist dem Verlag ja egal, denn er verdient mehr als zuvor. Wenn Du statt des gedruckten Heftes dein Geld beim gleichen Verlag im Internet läßt ist dem Verlag auch halbwegs wurscht, denn das Geld bleibt beim Verlag.

    > .. und diese 7 Punkte sind mir nur in 5 Minuten
    > eingefallen, bei längerem Nachdenken finden sich
    > bestimmt noch genug weitere Probleme die man
    > beachten muss.

    Hat man gemerkt, dass es nur 5 Minuten waren. Nächstes Mal denk doch einfach 10 Minuten länger drüber nach, dann kommt auch was handfesteres dabei raus.

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