...jedenfalls nicht was die Hardware betrifft. Als mobiles Lesegerät im eigentlichen Sinne ist das Kindle dem iPad aufgrund der verwendeten Displaytechnik und nicht zuletzt auch aufgrund der Akkulaufzeit klar überlegen, und das sind nunmal immernoch die zwei zentralen Hauptfaktoren für den Großteil der eBook-Nutzer. Farbige Bilder interessieren da herzlich wenig, ebenso wie schicke Animationen beim Blättern...
Man muss mal abwarten, wie es am Ende des Jahres aussieht, aber momentan sehe ich das iPad nicht als große Gefahr für den "echten" eBook-Reader-Markt an. Dafür ist es (abgesehen von den schon erwähnten Nachteilen) schlicht und einfach zu teuer, als dass sich Leute darauf stürzen werden, die einfach nur lesen wollen.
Ein ähnlich stylishes (und gehyptes) Multimediagerät wie das iPad wird Amazon sowieso nicht hinkriegen, von daher sollen die sich mal weiter auf den Markt der spezialisierten eReader konzentrieren. Damit fahren sie meines Erachtens besser.
Ich bin übrigens generell sehr gespannt, in welchen Nischen sich das iPad in 1-2 Jahren platziert haben wird. Ich kann mir gut vorstellen, es eine große Nachfrage aus dem nicht-privaten Bereich geben wird (Krankenhäuser, Aussendienstler, Vielreisende), denn dort kann ich mir sehr konkrete Nutzungsbereiche vorstellen, die mit einem handlichen (= bequem im Stehen bedienbaren!) und leistungsfähigen Tablet tatsächlich stark erleichtert werden. Beim Privatmann, der lediglich gemütlich im Wohnzimmer surfen oder eMails lesen will, sieht die Sache aber anders aus. Dort haben sich Notebooks schon sehr weit verbreitet, und ein richtiges Notebook-Killerfeature konnte das iPad bisher noch nicht vorzeigen.
Das ist evtl dann umgekehrt.
Die Anwendungen wie Formulator für alle behörden-formulare der menschheit sind auf ipad perfekt und dann geht man aber mit seinem iphone oder halt android-phone ins kfz-amt oder bürger-amt oder hartz4-Amt oder wo auch immer und füllt alles aus.
Wenn es nicht ganz unrobust ist, hast Du mit den Krankenhäusern usw. vielleicht recht.
Diebstahlschutz über wlan, mac, ethernet, bluetoothmac, seriennummer, totale dmca-tpm-drm-IDs usw. verhindern u.u. Diebstahl.
Eigentlich müssen solche Geräte auch herunterfallen und Kaffee oder Staub usw. wegstecken. Vielleicht gibts dann aber auch Hüllen dafür.
Solche Geräte gibt es schon seit Jahren, sind aber im Gegensatz zum iPad wirklich für den Einsatz geeignet. Die haben ein wartungsfreundliches, robutes Gehäuse, mit Sonnenlicht tauglichen Display. Und es läuft die Software drauf die man auch im Krankenhaus und Co. einsetzt. Das einzige was da noch besser ist beim iPad ist der "günstige" Preis, weil die Dinger sind wirklich teuer. Dafür kann man sie aber auch gegen die Wand schmeißen, ohne Angst vor einem Glasbruch zu haben. Wenn der Mitarbeiter aber jeden Monat ein neues iPad braucht, weil es ihm aus der Hand geruscht ist, so relativiert der Preis sich schnell.
Normalerweise rutschen Menschen aber nicht wöchentlich die Elektrogeräte aus der Hand... ;) Sollte es doch so sein, und sich ein Markt für "Alles-fallenlasser" ergeben, dann ist der nächste Zubehörhersteller nicht weit, der eine Schutzhülle mit integrierter Umhängeschlaufe auf den Markt bringt, und das Problem ist erledigt.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.02.10 23:45 durch Sneets.
Netter Versuch, du hast aber die anderen Argumente überlesen! Ich nehme an mit Absicht, weil sie die eigentlichen Killer-Argumente sind.
Ich hab nix überlesen, und erstrecht nichts versucht ("Netter Versuch"...?), ich bin nur auf den Rest nicht eingegangen, weil ich mich mit diesen besagten Profi-Geräten nicht weiter auskenne, und somit nichts zu den Themen Wartungsfreundlichkeit oder die Ablesbarkeit bei Sonnenlicht beisteuern kann. Da dein Posting aber in erster Linie die Robustheit hervorhob und die Möglichkeit, diese Geräte sogar schadlos gegen Wände schmeissen zu können, hab ich mich eben auf das Thema beschränkt, weil es meiner Ansicht nach kein wirkliches Problem darstellt (oder sagen wir, das geringste Problem, wenn man es mit Ablesbarkeit und Wartungsunfreundlichkeit vergleicht).
2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.02.10 00:21 durch Sneets.
Als iPhone-User wirst du ja wohl mal mit dem Ding in der Sonne gespielt haben? Aber zur weiteren Information hier mal ein Beispiellink http://www.toughbook.eu/DEU/mca_cf-h1.aspx . In Deutschland gibt es übrigens Firmen, mindestens eine, die sich damit auseinandersetzen. Also Hard- und Software als Paket verkaufen, für verschiedene Einsatzgebiete.
Falls du dich persönlich angegriffen gefühlt haben solltest, so war dies keine Absicht.
Viel Sonne gab es nicht, seitdem ich mein iPhone habe (Januar), aber ich gehe mal davon aus, dass die Ablesbarkeit in direktem Sonnenlicht ähnlich besch...eiden sein wird, wie bei all meinen Smartphones zuvor ;)
Aber inwiefern unterscheidet sich z.B. das Toughbook in der Hinsicht davon? Laut der Website scheint es sich ja nicht um ein spezielles Display zu handeln, das für Freilichtanwendung optimiert wurde (habe sie aber nur kurz überflogen, mag sein dass ich etwas übersehen habe). Und aus eigener Erfahrung mit meinen bisherigen Notebooks und Telefonen kann ich sagen, dass auch ein mattes Displayfinish bei direktem Sonnenlicht nicht viel retten kann (die Reflektionen verschwinden, aber stockdunkel bleibt's dennoch).
Und nein, ich hab mich nicht persönlich angegriffen gefühlt. Mittlerweile ist das iPhone so verbreitet, da braucht man nicht mehr hinter jedem Besitzer einen Apple-Fanatiker fürchten ;)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.02.10 00:47 durch Sneets.
Keine Ahnung, ob es in der verlinkten Werbung erwähnt wird, aber die Geräte haben nicht nur ein mattes Display. Was dort genau verbaut ist, weiß ich aber auch nicht.
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