Ein Zentrallager in Deutschland oder eines in Polen? Gemäß Artikel ist es so dass dort massenhaft Polen arbeiten, die machen das freiwllig, insofern scheint für die 7¤/h in Ordnung.
Dass man in Deutschland von 1.100¤/Monat nicht leben kann ist klar, man würde zum H4-Aufstocker. D.h. in Deutschland kann man einen solchen Laden ohne indirekte Subventionen über das Aufstocken (ARGE und damit Steuerzahler bezahlt) nicht rentabel betreiben, das ist die schlichte Erkenntnis daraus.
Man muss kein Mathematiker zu sein um zu wissen dass es sich hier um Verlustminimierung seitens des Staates handelt. Ein Voll-H4'ler kostet mehr als einer der selbst 1.100¤ beisteuert.
Man könnte dem nat. einen Riegel vorschieben und durch irgendeinen juristischen Kniff die Polen zurückschicken um "mehr Menschen in Arbeit" zu bringen. Aber brauchen wir Unternehmen in deren "Buisnessplan" das Abgreifen staatlicher Leistungen fester Bestandteil ist?
Offenbar schon wenn wir für die betroffenen Arbeitnehmer in Deutschland keinerlei Alternativen haben. Ein Mindestlohn dagegen würde Zalando nur ins Ausland treiben - siehe Polen, dort vor Ort dürfte es sogar noch günstiger sein als die 7¤/h sein.
Man könnte natürlich auch eine Sondersteuer auf den Verkauf von Schuhen im Internet erheben und Zalando damit abschöpfen egal wo das Zentrallager sich befindet - das würde sich aber auf die Preise auswirken und die Schuhe wären nicht mehr so günstig. Dann wäre für den Konsumenten eigentlich alles so wie vorher, mit dem Unterschied dass Zalando weniger bis keinen Gewinn mehr machen würde.
Aber das geht nicht, das wäre ja Protektionismus, eine Anachronismus in Zeiten von Globalisierung. Ausserdem könnte sich niemand damit schmücken neue "Arbeitsplätze in der Internetwirtschaft" geschaffen zu haben.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.07.12 22:01 durch Ranjid-IT.
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Ranjid-IT schrieb:
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> Ein Zentrallager in Deutschland oder eines in Polen? Gemäß Artikel ist es
> so dass dort massenhaft Polen arbeiten, die machen das freiwllig, insofern
> scheint für die 7¤/h in Ordnung.
Wie "freiwillig" machen die das denn? Glaubst du, die stehen morgens auf und denken sich "Geil! Endlich wieder für 7¤/h den ganzen Tag wie ein Sklave schuften!" oder wie? Nein, die machen das, weil die auch irgendwoher das Geld zum Leben bekommen müssen. Sowas würde ich nicht gerade als "freiwillig" bezeichnen.
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Ranjid-IT schrieb:
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> Man muss kein Mathematiker zu sein um zu wissen dass es sich hier um
> Verlustminimierung seitens des Staates handelt. Ein Voll-H4'ler kostet mehr
> als einer der selbst 1.100¤ beisteuert.
Der Beitrag ist aber nicht zu Ende gedacht.
Warum sollte es für den DEUTSCHEN Staat Verlustminimierung sein, wenn POLNISCHE Arbeiter bei Zalando schuften?
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Nun mach ihm doch nicht seine schöne Verschwörungstheorie durch Logik kaputt.
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ruamzuzler schrieb:
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> Ranjid-IT schrieb:
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> -----
> > Man muss kein Mathematiker zu sein um zu wissen dass es sich hier um
> > Verlustminimierung seitens des Staates handelt. Ein Voll-H4'ler kostet
> mehr
> > als einer der selbst 1.100¤ beisteuert.
>
> Der Beitrag ist aber nicht zu Ende gedacht.
> Warum sollte es für den DEUTSCHEN Staat Verlustminimierung sein, wenn
> POLNISCHE Arbeiter bei Zalando schuften?
Ganz einfach. Gewerbesteuer des Unternehmens und Lohnsteuer der Arbeitnehmer. Lediglich die Sozialabgaben sind meines Wissens nach nicht fällig wenn die Arbeitnehmer nicht in Deutschland gemeldet sind. Andererseits genießen die auch nicht den deutschen Versicherungsschutz (ALG I & ALG II, Krankenversicherung, Rente).
Von daher ist es eigentlich noch gut das die Lager in Berlin und nicht 40km weiter in Polen sind... dadurch kommt immerhin noch Kohle in die eh schon leeren deutschen Kassen.
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Außerdem wird niemand gezwungen in dem Laden zu arbeiten.
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<°(((><<
werd du mal arbeitslos. du wirst dich wundern, wozu du gezwungen werden kannst, wenn du gerne ein monatliches einkommen hast.
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wenn wir vollbeschäftigung hätten, würden deine argumente vielleicht stimmen.
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fratze123 schrieb:
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> du wirst dich wundern, wozu du gezwungen werden
> kannst, wenn du gerne ein monatliches einkommen hast.
Offensichtlich reicht der Zwang nichtmal zum Spargelstechen, Zitat:
Hartz-IV-Aushilfen versagen beim Spargelstechen
Die Arbeitsagenturen haben sich diesmal bemüht und junge und kräftige Erntehelfer rekrutiert. Genützt hat es wieder nichts. Beim ersten Regen verschwanden die deutschen Spargelstecher und die Ware verrottet. Trotz aller Versuche ist die Erntehelferregelung gescheitert.
http://www.welt.de/wirtschaft/article953359/Hartz-IV-Aushilfen-versagen-beim-Spargelstechen.html
Wer keine Qualifikationen besitzt muss seinen Lebensunterhalt eben mit körperlicher Arbeit bestreiten, wenn er nicht einmal dazu bereit ist, ist er ein Totalausfall, sowohl wirtschaftlich als auch sozial.
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Ranjid-IT schrieb:
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> Offensichtlich reicht der Zwang nichtmal zum Spargelstechen,
> Zitat:
> Hartz-IV-Aushilfen versagen beim Spargelstechen
> [...]
Bei näherer Lektüre stellt sich heraus, dass nicht die Aushilfen versagen, sondern das System, mit dem man deutsche Arbeiter auf die Spargelfelder bringen will. Und dass die nicht für einen Lohn, der nur mit Aufstockung (!) zum Lebensunterhalt reicht und dann - gemessen an der Knochenarbeit - immer noch sehr karg ausfällt schuften, ist absolut nachvollziehbar. Wenn Du acht bis zehn Stunden lang schwer arbeiten müsstest, um dann im Monat bestenfalls 150 Euro mehr auf dem Konto zu haben, als wenn Du Dir den lieben langen Tag einen Lenz machst - würdest Du da mitspielen?
Die Leute könnten wohl, sie wollen aber nicht - und das ist auch gut so, denn nur durch diesen leichten zivilen Ungehorsam wird hoffentlich irgendwann einmal klar, dass der Wurm drin ist. Egal ob man den Grund dieser Hungerlöhne bei den Dumping-Preisen oder zu hohen Gewinnerwartungen sieht, es besteht Handlungsbedarf. Die Lösung kann es dabei nicht sein, Leute zu zwingen oder zu motivieren, sich in ein verkorkstes Konstrukt einzufügen, statt dieses grundsätzlich zu reformieren.
> Wer keine Qualifikationen besitzt muss seinen Lebensunterhalt eben mit
> körperlicher Arbeit bestreiten, wenn er nicht einmal dazu bereit ist, ist
> er ein Totalausfall, sowohl wirtschaftlich als auch sozial.
Ich wage zu vermuten, dass ein Großteil der Leute, die man dort in den Spargel jagen wollte, durchaus diverse Qualifikationen besitzen. Und nur weil diese gerade nicht gefragt sind, weil Arbeit und Kapital steuerlich begünstigt ins Ausland abwandern dürfen, sollte darf man sich nicht abqualifizieren lassen. Es kann nicht die Aufgabe des Staates sein, seine Bürger für niedrig qualifizierte Arbeiten abzurichten. Aufgabe des Staates ist es, ein Umfeld zu schaffen, in der man mit vorhandener Qualifikation Arbeit findet und fehlende Qualifikation erwerben kann.
Und selbst für diejenigen, bei denen es geistig wirklich nur zum Tagelöhner reicht, muss ein Lohn drin sein, von dem sie ohne zusätzliche Transferleistungen leben können. Wenn dann niemand arbeiten geht, liegt Individualversagen vor. Ansonsten ist es Systemversagen.
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Ranjid-IT schrieb:
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> fratze123 schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > du wirst dich wundern, wozu du gezwungen werden
> > kannst, wenn du gerne ein monatliches einkommen hast.
>
> Offensichtlich reicht der Zwang nichtmal zum Spargelstechen, Zitat:
>
> Hartz-IV-Aushilfen versagen beim Spargelstechen
>
> Die Arbeitsagenturen haben sich diesmal bemüht und junge und kräftige
> Erntehelfer rekrutiert. Genützt hat es wieder nichts. Beim ersten Regen
> verschwanden die deutschen Spargelstecher und die Ware verrottet. Trotz
> aller Versuche ist die Erntehelferregelung gescheitert.
>
> www.welt.de
>
> Wer keine Qualifikationen besitzt muss seinen Lebensunterhalt eben mit
> körperlicher Arbeit bestreiten, wenn er nicht einmal dazu bereit ist, ist
> er ein Totalausfall, sowohl wirtschaftlich als auch sozial.
Ja Schei***, da will jemand nicht Leibeigener sein und für einen Hungerlohn zu harter Arbeit gezwungen werden. Früher war alles besser. Da hat man noch Sklaven.
Mein Respekt an jeden der sich verweigert. Das sind keine Sozialschmarotzer, sondern das sind die Einzigen die im Sinne der Gemeinschaft handeln und sich der Lohndrückerei verwehren die uns ALLE betrifft. Die Löhne/Kaufkraft sinken seit 30 Jahren West und 20 Jahren Ost, weil es immer einen Deppen gibt der für noch weniger arbeitet, zeitgleich den Job seines Arbeitgebers & Politvertreter übernimmt in dem er auf das faule Pack da unten schimpft das nicht für noch weniger arbeiten will, aber zeitgleich natürlich feststellt das er selbst schon kaum über die Runden kommt.
Zeitgleich konzentrieren sich die gestiegenen Gewinne und das Kapital insgesamt, bei einer im kleinen Gruppe.
An der gesamtgesellschaftlichen Umverteilung sind ausgerechnet die Schuld die statistisch nichts haben, dafür aber umso mehr schulden? Du bist ja voll auf Welle.
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Ranjid-IT schrieb:
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> Wer keine Qualifikationen besitzt muss seinen Lebensunterhalt eben mit
> körperlicher Arbeit bestreiten, wenn er nicht einmal dazu bereit ist, ist
> er ein Totalausfall, sowohl wirtschaftlich als auch sozial.
Warum soll man denn ein Totalausfall sein, wenn man zum Spargelstechen geschickt wird und sich dagegen mehr oder weniger weigert?
Ich bin gut gebildeter IT'ler und oft wurde oder werde ich aussortiert (zumindest in meiner Region), weil ich statt Hochschulstudium "nur" eine Ausbildung vorzuweisen habe, aber würde man mich zum Spargelstechen schicken, ich würd die ganze Ernte sowas von versemmeln und dabei noch breit grinsen.
Wenn jemand keine Qualifikationen besitzt, dann sollte man erst einmal die Gründe dafür näher beleuchten, statt die Leute in Tätigkeiten zu pressen die sie nicht ein einziges Stück im Leben voranbringen.
Aber nein, dann würde man ja vielleicht merken, dass man viele Leute erstaunlich leicht weiterqualifizieren könnte. Jehova!
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