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Warum nicht eBooks als Zusatzinhalte für Bücher sollen eBooks attraktiver machen?

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  1. Warum nicht eBooks als Zusatzinhalte für Bücher sollen eBooks attraktiver machen?

    Autor nepumuk 16.12.09 - 17:42

    Also wenn ich ein Buch kaufen und dazu umsonst (oder für einen kleinen, gerechtfertigten Aufschlag von ca. 2-4€) das eBook dazubekommen würde, fände ich das in Ordnung.

    Zum einen ist der "Blättereffekt" von keinem eBook nachstellbar, zum anderen gehöre ich auch zu den Leuten, die noch im Plattenladen (oder Internet) CDs bestellen.
    Wenn ich Summe X für etwas ausgebe, habe ich dann doch lieber eine CD / DVD bzw. halt ein Buch in der Hand anstatt zu wissen, dass ich das Nutzungsrecht für ein paar Bits auf meiner Festplatte habe. Und sei es nur um etwas im Regal verstauben zu lassen.

    Wenn ich jetzt aber beim Kauf eines Buches auch das eBook dazubekomme, würde ich mir auch einen eBook Reader kaufen, da sowas wie virtuelle Lesezeichen, Wikipedia, Übersetzung doch schon nette Features sind. Und der Speicher für X Bücher ist ja auch nicht schlecht. Zur "Lesequalität" kann ich nicht viel Sagen, da ich keinen Reader besitze, kann mir aber vorstellen, dass, mit leichter Hintergrundbeleuchtung das Lesen etwas angenehmer wird.

    Wer jetzt sagt, man könnte dann aber das Buch kaufen, sich das eBook laden und das Buch verleihen: Das gleiche passiert mit "realen" Büchern doch auch, nur etwas zeitversetzt. Erst wird gelesen, dann an Freunde/Familie verliehen.

    Das Nutzen des eBooks und sofortiges Verkaufen des Buches könnte man z.B. durch RFID verhindern. z.B. muss ich den eBook-Reader alle 3 Monate an das Buch halten, um zu beweisen, dass ich noch der Besitzer bin, sonst lässt es sich nicht mehr öffnen.
    Ausserdem: Ich kann auch eine CD brennen und weiterverkaufen. Das Argument wäre damit hinfällig.

    Lange Rede, kurzer Sinn: eBooks als vollständige Alternative zum Buch ist imho eine Totgeburt. Als zusätzliche Serviceleistung für den Kunden, der ein Buch kauft, aber eine tolle Idee.

  2. Re: Warum nicht eBooks als Zusatzinhalte für Bücher sollen eBooks attraktiver machen?

    Autor micha6270 16.12.09 - 17:58

    Ein paar Anmerkungen:
    * Warum kaufst du dir CDs noch "analog"? Weil man damit etwas im Schrank hat oder weil ein schön aufgemachtes Textheft dabei ist? Zumindest letzteres wäre bei einem ebook immer noch möglich.
    * Hintergrundbeleuchtung? Wir sind ja gerade froh, dieses nicht mehr zu benötigen, da es die Augen schont. Zudem würde sich so etwas sehr schlecht auf die Akkulaufzeit auswirken.
    * Bücher nehmen bei mir nur Platz weg. Weiterverkaufen kann man sie auch nicht wirklich - irgendwann landen sie im Altpapier. Ebooks sind da die ideale Alternative.

  3. Re: Warum nicht eBooks als Zusatzinhalte für Bücher sollen eBooks attraktiver machen?

    Autor nepumuk 16.12.09 - 18:28

    micha6270 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > * Warum kaufst du dir CDs noch "analog"? Weil man damit etwas
    > im Schrank hat oder weil ein schön aufgemachtes Textheft dabei ist?

    Ein bischen von beidem + das man etwas in der Hand hält was man bezahlt hat. Ich freu mich immer, wenn ein Paket mit einer CD endlich da ist. Das Gefühl hätte ich bei einem Download nicht.

    Ist vielleicht etwas altmodisch, aber ich steh dazu.

    Beispiel: Total Recall (etwas fiktiv aber naja)
    Was wäre dir lieber?
    a) Ein netter Abend mit deiner Freundin bei deinem Lieblingsitaliener, oder
    b) das dir irgendjemand nur die Erinnerung in den Kopf projeziert.

    Bei letzterm wäre der Vorteil:
    - Du musst die Pizza und Getränke nicht bezahlen
    - Man nimmt nicht zu
    - Man kann auf dem Weg dorthin nicht überfahren werden
    - Niemand wird schwanger

    Nur Vorteile, richtig? Ich bevorzuge aber trotzdem Variante a)

    > * Hintergrundbeleuchtung? Wir sind ja gerade froh, dieses nicht mehr zu
    > benötigen, da es die Augen schont. Zudem würde sich so etwas sehr schlecht
    > auf die Akkulaufzeit auswirken.

    Ich weiß, dass es bei ausreichend Licht auch ohne geht. Wie ich sagte, hab keinen Reader, stell mir das aber praktisch für Lesen im Dunkeln lesen vor. Laut Wikipedia hat z.B. der PRS-700 das.

    > * Bücher nehmen bei mir nur Platz weg. Weiterverkaufen kann man sie auch
    > nicht wirklich - irgendwann landen sie im Altpapier. Ebooks sind da die
    > ideale Alternative.

    Es gibt sowas wie ein Storage-System für Bücher (leider ohne Redundanz, wenn es brennt sind sie alle weg), nennt sich Bücherregal.
    Es ist ja in Ordnung, wenn man "nur" eBooks haben möchte. Aber die Zielgruppe, die beides möchte sollte dann nicht den vollen eBook-Preis + den vollen Buchpreis zahlen, da ein gewisser Anteil des Preises ja für die Nutzung des geistigen Eigentuns des Autors ist.

  4. Re: Warum nicht eBooks als Zusatzinhalte für Bücher sollen eBooks attraktiver machen?

    Autor Dolin 17.12.09 - 04:54

    nepumuk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------


    > Ich weiß, dass es bei ausreichend Licht auch ohne geht. Wie ich sagte, hab
    > keinen Reader, stell mir das aber praktisch für Lesen im Dunkeln lesen vor.
    > Laut Wikipedia hat z.B. der PRS-700 das.

    Displays mit Hintergrundbeleuchtung sind für kurzzeitiges lesen ganz ok. Aber wirklich kostenschonend sind aktuell nur eInk Displays. Welche Rhein technisch keine Hintergrundbeleuchtung nutzen können (seitliche Beleuchtung dürfte noch möglich sein). Also entweder Geräte die Augen & Akku schonend sind oder Geräte mit Hintergundbeleuchtung.


    > Es gibt sowas wie ein Storage-System für Bücher (leider ohne Redundanz,
    > wenn es brennt sind sie alle weg), nennt sich Bücherregal.

    Spätestens ab hier wird klar das du wohl nicht so viel liest. Bücher nehmen Platz weg. Sogar massivst. Gerade in Bücherregalen. Nicht jeder kann ein komplettes Zimmer als Bücherarchiv opfern. Deckenregale können das Problem etwas hinauszögern (Regale direkt unter der Decke). Aber ein weiteres Problem ist. Je belesener man ist, desto schneller wird die Lesegeschwindigkeit. Was die Problematik noch verschlimmert.

  5. genau so seh ich das auch.

    Autor Ftee 17.12.09 - 09:25

    ... nur das mit der RFID ist Blödsinn. :)

  6. Re: Warum nicht eBooks als Zusatzinhalte für Bücher sollen eBooks attraktiver machen?

    Autor Duke 17.12.09 - 10:13

    nepumuk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wer jetzt sagt, man könnte dann aber das Buch kaufen, sich das eBook laden
    > und das Buch verleihen: Das gleiche passiert mit "realen" Büchern doch
    > auch, nur etwas zeitversetzt. Erst wird gelesen, dann an Freunde/Familie
    > verliehen.

    Na, gerade das soll ja schließlich auch ein Ende haben. Wo kommen wir denn da hin, wenn nur einer ein Buch kauft und es dutzendfach verleiht ? Die Musikindustrie hat es schließlich vorgemacht - oder kennt noch jemand einen CD-Verleih ? Und diese wirtschaftsfeindlichen öffentlichen Büchereien, ekelig ! Ein Hort des Kommunismus und der Schweinegrippe !

    > Das Nutzen des eBooks und sofortiges Verkaufen des Buches könnte man z.B.
    > durch RFID verhindern. z.B. muss ich den eBook-Reader alle 3 Monate an das
    > Buch halten, um zu beweisen, dass ich noch der Besitzer bin, sonst lässt es
    > sich nicht mehr öffnen.

    Ja, nee, ist klar. Auch noch den hungerleidenden Verlagen Mehrkosten aufdrücken wollen, damit der Herr sowas wie Komfort erlebt. Nix da !

    > Ausserdem: Ich kann auch eine CD brennen und weiterverkaufen. Das Argument
    > wäre damit hinfällig.

    Das Recht muss dem Unrecht nicht weichen. Denn das wäre ja illegal und mit Zuchthaus lebenslänglich und Internetsperre und Sack ab bestrafbar.

    > Lange Rede, kurzer Sinn: eBooks als vollständige Alternative zum Buch ist
    > imho eine Totgeburt. Als zusätzliche Serviceleistung für den Kunden, der
    > ein Buch kauft, aber eine tolle Idee.

    Was denn - Service ? Da wird raub- und mordkopiert, dass die Schwarte kracht und man schreit nach "SERVICE" ? Am besten soll man demnächst noch eine Hotline für jeden Daniel Braun-Roman einrichten, oder was ? "Hallo Herr Braun, wie meinten Sie das mit dem Jesus-/Judas-/Hitler-/Ronald McDonald-Code auf Seite 480 unten ?"

    Und überhaupt: wie sollen denn unsere überbezahlten Authoren auf diesen ebooks "Für Omi" unterschreiben - da gehen uns ja Milliarden durch ausgefallene Autogrammstunden durch die Lappen. Zahlen Sie das ?

    Duke.

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