Mit welchem "Sinn" begründet eine solche Maschine ihr Fortbestehen?
Philosoph schrieb:
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> Mit welchem "Sinn" begründet eine solche Maschine ihr Fortbestehen?
Wieso?
Die Frage ist ja wohl einfach: Sie folgt ihrer Programmierung, wie biologisches Leben seinen "Instinkten" (also angeborenen Verhalten) folgt. Tiere z. B. fragen auch nicht nach dem Sinn ihres Daseins und die überwiegende Mehrheit der Menschen ebenfalls nicht.
Abba so ne Maschine wird schon einen gewissen Komplexitätsgrad haben, welcher sie in die Lage versetzt, weitreichende Entscheidungen zu treffen, evtl. sinniert die Maschine ja auch mal über ihren "Masterplan".
Es wird niemals eine Maschine geben, die eigenständig handeln/denken/fühlen kann ohne dafür programmiert worden zu sein. Alles andere ist Science Fiction.
deal with it
gar nicht, da sie nicht unter einem anthropozentrischen weltbild leidet, wie unsereins.
Diese Antwort ist aber sehr kurzsichtig. Na gut hätte man einem Mensch vor 100 Jahren erzählt das man heute ein Atom auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen kann, hätte der dir auch ins Bein geschoßen und gesagt "So und jetzt geh fliegen lernen".
Ich glaub mit sicht auf Quanten-Computer und der damit verbunden Rechenleistung wird sich künstliche und selbstdenkende Intelligenz schneller entwickeln als man sich heute vorstellen kann!
Einfach dem Prinzip der Evolution. Sollte es eine Maschine geben, die keinen "Sinn" für Fortbestehen hat, wird eine solche Maschine irgendwann aufhören zu existieren.
Und es bleibt nur solche Maschine, die ein Bedürfnis entwickelt hat zu fortbestehen. Ob jetzt das Bedürfnis von Programmierer kommt oder sich selbst entwickelt, spielt keine Rolle.
Was macht dich da so sicher?
Verallgemeinerungen sind IMMER falsch. ;-)
Wobei wir jetzt diskutieren sollen, was das "Programm" ist und was das "von selbst ist".
Fest steht, dass dies soweit nicht (gut) mit den starren Programmiervorstellungen von heute so leicht machbar ist. Sicher muss sich das Programm auch "modifizieren" lassen - von innen und von außen (durch Umwelteinflüsse bedingt).
Und, soweit ich weiß: selbstmodifizierenden Code gibts schon ewig; aber der kommt eher aus den Byte-Spar-Zeiten der Programmierung bzw. aus der Malware-Ecke. Auch da muss es eine Möglichkeit zu einer Evolution des "Programmes" und der "Hardware" geben: Wenns nicht läuft, fliegts weg!
Im Grunde sind wir Menschen auch nur Maschinen, die sich selbst reproduzieren können und mit einer komplexen Software ausgestattet sind. (Und diese Software hat auch manchmal Bugs ... ;-)
Was spricht gegen die Vorstellung, dass wir von einer anderen Intelligenz geschaffen wurden und jetzt in 500 Jahren soweit sind, dass wir wieder unsere Nachfolger schaffen die dann wieder ihre Nachfolger schaffen ... ?
Eben, sach ich doch ...
> Was spricht gegen die Vorstellung, dass wir von
> einer anderen Intelligenz geschaffen wurden und
> jetzt in 500 Jahren soweit sind, dass wir wieder
> unsere Nachfolger schaffen die dann wieder ihre
> Nachfolger schaffen ... ?
Nichts. Frag nur die verschiedenen Glaubensvorsteher der Religionen. Deine 500 Jahre verwirren mich allerdings etwas...
egal schrieb:
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> gar nicht, da sie nicht unter einem anthropozentrischen weltbild leidet,
> wie unsereins.
da wäre ich mir nicht so sicher, ich kann mir sogar vorstellen, dass das eine unumgängliche konsequenz der intelligenz ist...
Oder in der AI Forschung: Evolutionäre Algorithmen und Neuronale Netze. Beides sind Machine Learning Ansätze bei denen der Programmierer am Ende eigentlich nicht (genau) weiß wie das Programm jetzt das gegebene Problem lösen konnte. Neuronale Netze sind praktisch kaum verwendbar (Rechenleistung!). Alle diese Ansätze sind wenn sie in Verwendung sind extrem spezialisiert (z.B. hab ich einen Googel Tech Talk gesehen über die Forschung bezügl. OCR mit Neuronalen Netzen, wobei das nochmal nur auf Zahlen erkennen begrenzt wurde).
Also Programme die sich selbst verändern und sogar stark nach biologischen Vorbildern modelliert sind gibt es. Sie sind aber noch GANZ am Anfang und benötigen hohe Rechenleistung. Wer weiß wie die Lage in ein paar hundert Jahren aussieht. Vielleicht programmiert man da nicht wirklich mehr sondern "züchtet" Programme.
Also, obs nun zufällig passiert ist, oder ob ein Gott, sei es ein alter Mann in der Wolke oder ein "riesiger" dicker Programmierer (wähle das Bild, was dir besser passt oder denk dir dein eigenes), die Mensch-Maschine programmiert hat, ist eigentlich für das Bild, dass wir biologische Maschinen sind, egal, oder?
Was ich meine ist, dass der Menschliche Geist nichts an sich hat, was wir - meiner Meinung nach - nicht irgendwann nachbilden können und werden. Und wenn es eben noch einige hundert Jahre dauert.
Naja, wo die 500 Jahre herkommen, kann ich jetzt, auf Religionen bezogen, auch nicht nachvollziehen. Evtl. ist nur die Zeit gemeint, bis wir unsere Roboter-Nachkömmlinge up-and-running haben.
Seht Ihr das anders? Wenn ja, warum?
Ja, ist mir ein Begriff [ich musste mich auch mal damit befassen ;-) ]
Das Problem heutzutage ist ja noch, dass die (Such-)Algorithmen ja in einigen Fällen eher (mehr oder weniger) geschickt durchpropieren (Breitensuche/Tiefensuche/etc.).
Und die (neuronalen) Netze helfen auch nur, vorher definierte Dinge/Aspekte zu bewerten!
So tief stecke ich aber auch nicht in dem Thema...
Du sprichst ja das Problem der Spezialisierung an, also dass die Algorithmen "vorher" für ihren Einsatzzweck entwickelt werden und nur in diesem Rahmen soweit funktionieren.
Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie ein Programm zum Lösen des Damenproblems "mal eben fix" zum Schach-Programm umgebaut werden müsste. Da wird heute so schnell nix
Das ist der Punkt, wo Kritiker immer wieder sagen, dass die "menschliche Kreativität" nicht nachzustellen ist. Ich denke aber, dass ist nur ein weiteres (Meta-)Problem, was in Zukunft gelöst wird.
Oder?
wir kennen nur eine intelligenz, und das ist unsere.
wenn wir also eine intelligenz bauen wollen, müssen wir wohl unsere kopieren, oder zumindest ein zweites exemplar finden.
was wir können, ist simulieren. indem wir viel berechnen.
ist aber nicht schlimm. wir simulieren das rechnen schließlich auch im hirn.
einen emotionalen computer brauch ich jedenfalls nicht.
jo, den gedanken hatte ich auch schon. nur dass man es dann eigentlich nicht mehr anthropozentrisch nennen würde.
Mmmjaaaa, die Frage ist in meinen Augen: Was ist eigentlich Intelligenz?
Da gibts ja eben diverse Erklärungsversuche; u.A. den Turingtest, der ja so in die Richtung geht, wie das, was du gesagt hast: Intelligent ist das, was der Mensch (wir) so macht.
[Auch, wenn mans manchmal nicht glauben will. ;-) ]
Und wenn wir ne Maschine bauen, die viel simuliert und nach außen so wirkt, wie der Mensch es tun würde, DANN haben wirs doch geschafft mit der KI, oder?
Top-OR schrieb:
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> Und wenn wir ne Maschine bauen, die viel simuliert und nach außen so wirkt,
> wie der Mensch es tun würde, DANN haben wirs doch geschafft mit der KI,
Und diese Maschinen sind dann der Meinung, dass sie "nach unserem Ebenbild" [TM] geschaffen wurden. Ich halte es durchaus für wahrscheinlich, dass wir selbst schon das Ergebnis eines solchen Prozesses sind. Von nichts kommt nichts, wie man so schön sagt.
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