Bitte diesen Beitrag nicht als behindertenfeindlich verstehen.
Ich bin durchaus dafür, körperlich und geistig behinderten Menschen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, soweit das möglich ist.
Aber blinde Menschen mit einem Kfz fahren zu lassen finde ich (so gut das System auch sein mag) unverantwortlich. Gerade, wenn man in letzter Zeit immer mehr von irgendwelchen Defekten in der Board-Elektronik verschiedener Hersteller hört, bekommt man Bauchschmerzen bei dem Gedanken, die Gesundheit und das Leben dieser Menschen und aller um sie herum einem Computer anzuvertrauen.
Dazu kommt noch, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Maschine das komplexe Zusammenspiel der menschlichen Reaktionen so beherrscht. Man nehme die klassische Fahrschulsituation, dass plötzlich ein spielendes Kind zwischen 2 Autos auf die Straße rennt. Der Mensch sieht das, die Schrecksekunde setzt ein, anschließend wird mit voller Kraft in die Eisen gegangen und man kommt hoffentlich noch rechtzeitig zum stehen. Niemand kann mir erzählen, dass das in diesem Fall genauso vonstatten gehen würde. Und nachher wäre das Geheule groß aber dann will keiner der Verantwortlichen mehr etwas davon wissen.
Da kriegt man ja echt Angst!
Zumindest für Deutschland bietet der öffentliche Nahverkehr wohl genug Alternativen, als das man so ein System benötigen würde.
Ja klar. Der Nahverkehr ist schon sehr gut.
Trotzdem finde ich diese Sci.Fi Version die man kennt einfach am besten. Das bedeutet Automatrix. Alle Autos sind nur-noch "chip gesteuert" und lösen den Eisenbahnpersonenverkehr vollends ab.
[Dieser kann sich dann wohl nicht-mehr finanzieren, es sei denn Betreiber steigen auch in den Markt ein.]
Diesen Vorläufer davon sollte man aus dem Auto ausbauen und sich mit GTA 4 & Superbrille Online vergnügen. Was denn sonst?! :D
~d3wd
Dann habe ich also die Nachteile des ÖPNV (ggf. Wartezeiten, vorgegebene Routen etc.) mit denen des "Individualverkehrs" (höherer Energieverbrauch, hohe Kosten,...) kombiniert? Cool :-)
also ich denke das von dir aufgezeigte szenario duertfe von einem computer besser beherscht werden. kamerasysteme erkennen das kind welches auf die straße laeuft mit sicherheit genauso schnell, wie ein menschliches auge. nur der mensch hat dann noch die "schrecksekunde" + die reaktionszeit (also die zeit vom formen des willen auf die bremse zu treten, bis der fuß wirklich auf der bremse ist). die zeit braucht der computer nicht. er wird direkt ein notbremsung einleiten.
ich denke bei dem computer hat das kind eine bessere chance zu ueberleben!
Aber das Auto soll ja eben nicht (wie von dir dargestellt) selbst agieren, hier soll ja lediglich eine Umsetzung von optischen in andere Reize stattfinden und DAS finde ich gefährlich.
Find ich auch Blödsinnig.
Die sollen die Technik lieber mal soweit verfeinern, dass das Auto selbstständig fahren kann! Wäre doch auch viel Praktischer & wahrscheinlich sogar sicherer als wenn der Mensch dran sitzt...
Quasi man setzt sich rein, sagt wo es hingehen soll und fertig :D
Wie beim Taxi, nur auf Dauer sicher billiger xD
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Dazu kommt noch, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Maschine das komplexe
> Zusammenspiel der menschlichen Reaktionen so beherrscht. Man nehme die
> klassische Fahrschulsituation, dass plötzlich ein spielendes Kind zwischen
> 2 Autos auf die Straße rennt. Der Mensch sieht das, die Schrecksekunde
> setzt ein, anschließend wird mit voller Kraft in die Eisen gegangen und man
> kommt hoffentlich noch rechtzeitig zum stehen. Niemand kann mir erzählen,
> dass das in diesem Fall genauso vonstatten gehen würde. Und nachher wäre
> das Geheule groß aber dann will keiner der Verantwortlichen mehr etwas
> davon wissen.
Stimmt so nicht, mittlerweile gibt es Fahrerassistenzsysteme die sowas beherrschen, die Technik steckt auch nicht mehr in den Kinderschuhen. Leistungsfähige Steuergeräte können die erfassten Daten (Radar, Kameras) über eine Objekterkennung in Bruchteilen von Millisekunden auswerten und eine Notbremsung durchführen - schneller als ein menschlicher Fahrer seine Schrecksekunde überwunden hat. In der Oberklasse sind solche Systeme durchaus keine Seltenheit mehr.
Gut, angenommen das System funktioniert prinzipiell, haben dann nicht trotzdem einige Autohersteller erst kürzlich bewiesen, dass Technik (auch massenhaft) fehleranfällig sein kann?
Mir wäre einfach nicht wohl dabei, das Leben anderer in die Hände von Technik zu legen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.07.10 16:13 durch Himmerlarschundzwirn.
Mag ja sein, dass *Assistenzsysteme*, die nur in ganz konkreten, fest defninierten Fällen eingreifen, inzwischen recht ausgereift sind. Bis die ganze Technik aber so weit ist, dass jemand, der nichts oder fast nichts mehr sehen kann, sich sicher im allgemeinen Straßenverkehr bewegen kann, dürfte es noch eine ganze Weile dauern. Wie will das im Artikel vorgestellte System denn nun erkennen, ob der Fahrer auf die linke oder rechte Abbiegespur soll, ob die rote Ampel ihm gilt oder doch nicht, etc.
Gruß
Tantalus
___________________________
Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.
Jau.. und wenn der Blinde hinterm Steuer sich nicht angeschnallt hat, klebt er an der Windschutzscheibe, da er kein bisschen darauf vorbereitet ist.
Also ich halte ehrlich gesagt auch nicht viel von der Idee, Blinde das Autofahren zu ermöglichen. Zumindest im Moment nicht. Gibt es irgendwann mal den "geregelten" Verkehr im Sinne von selbstständig fahrenden Autos, kann man sich darüber Gedanken machen, im Moment aber nicht, auch wenn man manchmal meinen könnte, das bereits jede Menge blinde Menschen auf der Autobahn unterwegs sind..
Buddi schrieb:
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> Stimmt so nicht, mittlerweile gibt es Fahrerassistenzsysteme die sowas
> beherrschen, die Technik steckt auch nicht mehr in den Kinderschuhen.
> Leistungsfähige Steuergeräte können die erfassten Daten (Radar, Kameras)
> über eine Objekterkennung in Bruchteilen von Millisekunden auswerten und
> eine Notbremsung durchführen - schneller als ein menschlicher Fahrer seine
> Schrecksekunde überwunden hat. In der Oberklasse sind solche Systeme
> durchaus keine Seltenheit mehr.
Das ist auch ein fest definierter Fall. Er reagiert dabei einfach auf sich schnell bewegende Objekte vor dem Fahrzeug, das ist technisch keine große Kunst.
Aber wie willst du sensorisch die alltäglichen "Eigenheiten" des Straßenverkehrs erfassen? Wie hälst du parkende Fahrzeuge von an einer Schlange wartende Fahrzeuge auseinander? Wie willst du feststellen, von wo Einsatzfahrzeuge kommen? Wie willst du vorher "erahnen", ob dir jemand aufgrund seines Verhaltens die Vorfahrt nehmen wird oder anderen Scheiß machen wird? Wie willst du unübersichtliche und/oder schlecht ausgeschilderte Abschnitte passieren? Wie willst du gesperrte Strecken, Baustellen, Einbahnstraßen, geänderte Straßenführungen, gesonderte Hinweisschilder und ähnliches erkennen? Und, und, und ...
Vor allem, wer trägt die Schuld im Falle eines Unfalls? Der Hersteller, weil seine Technik versagt hat? Der Blinde, weil er's nicht gesehen hat? Oder die Gegenpartei, weil sie nicht rechtzeitig ausgewichen ist?
Also ich halte das für SEHR abenteuerlich :/
> Vor allem, wer trägt die Schuld im Falle eines Unfalls? Der Hersteller,
> weil seine Technik versagt hat? Der Blinde, weil er's nicht gesehen hat?
> Oder die Gegenpartei, weil sie nicht rechtzeitig ausgewichen ist?
>
> Also ich halte das für SEHR abenteuerlich :/
Heutige Parkassistenten könnten problemlos vollautomatisch einparken. Das der Fahrer noch gas geben muss ist allein versicherungsrelevant. So ist er im Falle eines Schadens schuld und nicht der Hersteller.
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