Das Schienennetz ist ja i.a. recht gut ausgebaut. Wären hier nicht sog. People Mover, die sich bei gemeinsamen längeren Streckenteilen zu einer Art Zug automatisch zusammenkuppeln können ein lohnendes Forschungsziel für die nähere Zukunft?
Fahrrad, Pedelec, E-Bike und E-Auto für Stadtverkehr und kurze Strecken bis vllt. 50km, ansonsten zum nächsten Bahnhof. Von da mit dem People Mover zur nächsten großen Stadt mit IC/ICE-Anbindung, See- oder Flughafen und dann die weite Strecke mit dem Zug, Schiff oder Flugzeug. Vielleicht könnte man die People Movers auch direkt auf den Zug oder das Schiff aufladen, dann entfiele auch das Umsteigen.
Rein objektiv hätten solche Transportkonzepte sicherlich Vorteile.
Doch sind viele Menschen noch nicht bereit, ihre Auto stehen zu lassen und sich fahren zu lassen. Das Fahren an sich und die Freiheit sind zwei Punkte beim Auto, die noch lange dafür sorgen werden, dass der Individualverkehr weiter konstant bleibt und Massentransportmittel es schwer haben.
Das gilt aber m.E. nur auf dem Land. In der Stadt hätten solche Konzepte, die Individual- und öffentlichen Verkehr kombinieren aber viele Vorteile.
> Das Fahren an sich und die Freiheit sind zwei Punkte beim Auto,
> die noch lange dafür sorgen werden, dass der Individualverkehr
> weiter konstant bleibt und Massentransportmittel es schwer haben.
Es gab auch mal Zeiten, als sich noch nicht (fast) jeder ein Auto leisten konnte. Da waren aber viele mit Mopeds und Motorrädern motorisiert. Da hat auch keiner gesagt "Das Fahren an sich und die Freiheit sind zwei Punkte beim Motorrad, die dafür sorgen werden, dass sich das Auto nicht weiter durchsetzt".
Und heute gibt es immer noch Motorräder, die sind aber hauptsächlich Spaßfahrzeuge.
Ich sehe hier beim Auto eine ähnliche Entwicklung.
Die alten Schienennetze sind nicht mehr aktuell und kostspielige Innovationen kann man von der DB nicht erwarten. Getreu dem Motto "älter werdendes System = weitere Erhöhung der Fahrpreise"
Bahnvielfahrer schrieb:
> Das Schienennetz ist ja i.a. recht gut ausgebaut.
Whut? Eine Katastrophe ist das hier. Geh mal nach Japan, da findest Du ein gut ausgebauten Schienennetz. Hier muss man ja sogar innerdeutsch fliegen, wenn man irgendwo in endlicher Zeit ankommen will. Probier mal z.B. von München aus um 9 oder 10 einen Termin in Berlin wahrzunehmen. Geht nur mit Flieger oder Auto. Der Zug braucht für 600km 6 Stunden (wenn alles gut geht). Es gibt grade mal eine Handvoll ausgebauter ICE-Strecken in Deutschland, die längste davon IIRC HH->B (ca. 300km).
Das liegt daran, dass in diesem Land fast alles Geld in Autobahnen versenkt wird. Nix gegen Autobahnen, aber wenn es eine vernünftige Alternative für längere Strecken gäbe, bräuchte man die nicht so fett ausgebaut und es gäbe trotzdem weniger Staus.
> Fahrrad, Pedelec, E-Bike und E-Auto für Stadtverkehr und
Da müsste man erstmal die krasse Benachteiligung von Radfahrern im Strassenverkehr aufheben, damit das funktioniert. Wenn man auf untaugliche Wege gezwungen wird und gefährliche Fahrmanöver von KFZ-Lenkern hingenommen werden, blieben nur noch Hardcore-Radler übrig.
In diesem Land ist man nur ein vollertiger Bürger, wenn man sich im Auto bewegt. Da liegt das Problem.
Warum gibt es dank dieser tollen GPS-unterstützten Handytechnologien eigentlich noch keine Fartgemeinschaften-Community? Mann will von a nach b, macht die App an, der nächste der vorbeifährt und auch da hin will, bekommt eine Nachricht und nimmt Dich mit.
Und wenn Du Dir was dazuverdienen willst und gerade von c nach b über a fährst, bekommst Du angezeigt, dass es soundso viele mögliche Mitfahrer gibt. Alles schön mit Reputation Points usw.
Würde in Berlin zum Beispiel prima klappen.
diese App kommt in Kürze raus...nimmit.de
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