Der Mond hat ja keine oder kaum eine Eigenrotation (40Tage). Ein Geostationärer Orbit wäre von der Erdanziehung ausgehend und über den Daumen gepeilt (42.157km[Geostationärer Erdorbit] x 40 Tage[Mondrotation] x 1/6 [ Anziehungs im Verhältnis zur Erdanziehung] =) 280.000km entfernt, also näher an der Erde als am Mond selber, kann man also getrost vergessen.
Also nichts mit der für einen Erdorbitfahrstuhl so interessanten Kohlenstoffnannoröhrchenzugseiltechnik und viel mehr die altbackenen Hochbautechnik zum Bau eines höchstwahrscheinlich ziemlich materialintensiven Superturms(das Baumaterial muss man alles via Rakete Hochschaffen = hunderte von Tonnen = hunderte von Raketen), und man müsste sich bei Landung und Start auf einem selbst kilometerhohen Turm doch wieder mit einem Rückstoßantrieb in der Schwebe halten, genauso wie bei einer direkten Landung auf dem Mond. Deshalb bin ich doch einigermaßen skeptisch über den raumfahrt- und lerntechnischen Wert des Vorhabens.
ps: Hab nichts gegen Raumfahrt, ganz im Gegenteil, aber innerhalb der Raumfahrt selber gibt es viele Ziele die mir wertvoller erscheinen.
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In den in diesem Thread genannten Wikipedialink steht ja weiter hinten noch etwas genau über dieses Mondkabelprojekt. Da das bisher noch nicht erwähnt wurde, hier:
>Technisch bereits im Bereich der Möglichkeiten ist der Vorschlag von Jerome Pearson: Er möchte einen Weltraumlift auf dem Mond installieren. Wegen der im Vergleich mit der Erde geringeren Schwerkraft wäre das benötigte Kabel niedrigeren Belastungen ausgesetzt. Aufgrund der langsamen Rotation des Mondes wäre ein Kabel bis zum luna-stationären Orbit allerdings mit knapp 100.000 km wesentlich länger als bei einem Erd-Weltraumlift. Der Pearson-Weltraumlift würde jedoch am Lagrange-Punkt L1 oder L2 im Erde-Mond-System anknüpfen. L1 befindet sich in einem Abstand von ca. 58.000 km vom Mondmittelpunkt in Richtung Erde, der der Erde abgewandte Punkt L2 ist ca. 64.000 km vom Mondmittelpunkt entfernt. Mit heutzutage erhältlichen Kabelmaterialien reicht eine Verjüngung um den Faktor 2,66.[7]
>Das nötige Kabel mit einer geschätzten Masse von sieben Tonnen könnte mit einer einzigen Rakete in den Weltraum befördert werden. Jerome Pearson ist Geschäftsführer des Unternehmens Star Technology and Research, das auf seiner Website auch über den Mondlift informiert. Die Forschungen von Pearson an dem Projekt werden von der NASA derzeit mit 75.000 Dollar unterstützt.
Ich muss mich korrigieren. Mit nur 7 Tonnen Eigengewicht und einer einzigen Rakete welche das Kabel in den entsprechenden Orbit transportieren würde, finde ich das Projekt schon viel attraktiver. Es wären sicher noch ein paar mehr Raketenstarts nötig, für die "Bestückung" des Kabels mit dem Fahrstuhl sowie für das Fundament auf dem Mond, wahrscheinlich würde man sogar mehrere Kabel benötigen um etwas brauchbares daran anzubringen, aber spätestens damit hätte man ein Werkzeug installiert, mit dem man eine Mondbasis sehr viel einfacher und günstiger errichten und betreiben könnte. Da der Mond immer mit der selben Seite zur Erde zeigt, würde auch das Kabel immer zur Erde zeigen. Wenn das Kabel, wie oben im Text erwähnt, beide Lagrange(Schwerkraftneutrale)-Punkte zwischen Mond und Erde überspannt, braucht es aus meinem Verständnis auch nicht mehr die Mondrotation als Erzeugende der Kabelspannung, da ab dem drittem Längendrittel des Kabel die Erdanziehungskraft wesentlich stärker ist als die des Mondes. Damit würde die Erde das Kabel statt der Rotation spannen. Frag ich mich nur noch wie eine entsprechende Raketenflugbahn von der Erde bis zum Kabel auszusehen hätte, wenn man mit möglichst wenig Treibstoffverbrauch am Kabelende zu einem Stillstand kommen will. Wäre wohl eine möglichst elliptische Flugbahn um die Erde. Am Ellipsenende wird man sehr langsam, nicht unähnlich einem sehr steilen Parabelflug. Würde man sich zum andocken quasi "einklinken". Zurück zur Erde würde man sich mehr oder weniger fallen lassen und dabei ein bisschen nachsteuern um schräg und nicht lotrecht in die Atmosphäre einzutauchen.
...guter Kickstart, guter Kickstart...
1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.08.12 04:12 durch Ach.
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Der Mond hat den Vorteil, dass er keine störende/bremsende Atmosphäre hat.
Man kann daher in einem elektromagnetischen Linearbeschleuniger ganz einfach die Fracht so hoch beschleunigen, dass sie in eine Mondumlaufbahn, oder sogar in eine Erdumlaufbahn (oder sonstwohin) gelangen kann.
Genügend Platz für einen ggf. 100 km langen Beschleuniger hat man dort auch und eine Energieversorgung über Solarzellen wäre auch möglich.
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...und damit erspart man sich den Mondaufzug und zwar erfolgreich.
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Raumzeitkrümmer schrieb:
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> ...und damit erspart man sich den Mondaufzug und zwar erfolgreich.
Eine gute Idee für den Start, ganz sicher. Bei Aufbau, Versorgung und Betrieb einer zukünftigen Mondbasis(etwa zur Helium III Förderung) spielt der Start aber eher die untergeordnete Rolle. Im Grunde geht es in der Hauptsache doch erst mal darum, große Massen weich auf dem Mond zu landen, und da hilft ein Linearbeschleuniger / -generator nicht weiter.
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