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Die Physik schränkt das imho aus folgendem Grund ordentlich ein:

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  1. Die Physik schränkt das imho aus folgendem Grund ordentlich ein:

    Autor chrissabian 30.08.12 - 10:24

    Gedankenspiel:
    Eiskunstläufer dreht sich relativ schnell um sich selbst mit den Armen angelegt. Nun streckt er die Arme aus, was passiert? Er dreht sich langsamer.
    Zurück zum Weltraumaufzug:
    Erde mit xtausend km langem Seil daran befestigt und einem Gewicht am Ende oder am Mond befestigt o.ä. Nun nehme ich eine Masse von x Tonnen und fahre damit das Seil nach oben. Was passiert? Nein, die Erde dreht sich nicht langsamer ;-). Je weiter nach oben die Masse kommt, desto schneller müsste diese sich um die Erde drehen / bewegen, was sie aber ohne Beschleunigung nicht tut. D.h. sie wird das Seil und das Gewicht in ihrer Rotation um die Erde bremsen. Bissl Mathe sagt sogar wie stark:
    v Masse am Boden = ca 1670 km/h
    v Masse im geostationären Orbit (Astra Satelliten etc) = ca. 5550 km/h
    v Differenz = 3880 km/h = ca 1070 m/s

    Wäre die Masse vom Boden aus einfach nach oben gezogen worden ohne seitliche Hilfs- Beschleunigung würde diese Masse in 36.000km Höhe, das Seil mit der kinetischen Energie Ekin = 1/2 * masse * 1070 hoch 2 gegen die Drehrichtung bremsen. Deswegen: Hat eigentlich schonmal jemand an die dazu benötigte Schubdüsen und den Treibstoff für eine Beschleunigung auf 3800km/h gedacht? Genauso, ob diese Düsen und der Treibstoff mit seiner Masse an sich, vom Seil überhaupt getragen werden können? Und natürlich wie groß damit die maximale Nutzlast wird?

    Hat jemand ne Ahnung über theoretisches Eigengewicht vom Seil und der Tragfähigkeit des Seils? Dann könnte man das mal ausrechnen, ob das Ganze nicht komplett sinnlos ist...

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  2. Re: Die Physik schränkt das imho aus folgendem Grund ordentlich ein:

    Autor Raumzeitkrümmer 30.08.12 - 15:06

    Nehmen wir das Thema einmal ernsthaft in Angriff ;-)

    Wir nehmen eine Holzscheibe und bauen darauf eine Seilbahn mit zwei Halteseilen und einem umlaufenden Seil, an dem zwei Gondeln befestigt sind. Während die eine Gondel sich am Rand befindet, steht die andere im Mittelpunkt.

    Wir testen das System, wenn die Scheibe noch still steht. Es soll einwandfrei arbeiten...

    Schon der erste Testlauf bei drehender Scheibe lässt Probleme erkennen, auf die ich hier nicht näher eingehen will. Wir modifizieren die Anordnung, um Fliehkraft und Gravitationskraft zusammen testen zu können. Also bauen wir eine trichterförmige Scheibe. Wegen der Krümmung verwenden wir statt der Tragseile nun gebogene Drähte, die immer hübsch parallel zur gekrümmten Fläche verlaufen. Weiterhin lassen wir eine Seilbahn mit vier Gondeln in gleichen Abständen laufen. Auch darauf will ich nicht näher eingehen.

    Und jetzt wird es spannend, wir setzen den Trichter in Drehung...

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  3. Re: Die Physik schränkt das imho aus folgendem Grund ordentlich ein:

    Autor chrissabian 30.08.12 - 15:33

    Raumzeitkrümmer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nehmen wir das Thema einmal ernsthaft in Angriff ;-)
    >
    > Wir nehmen eine Holzscheibe und bauen darauf eine Seilbahn mit zwei
    > Halteseilen und einem umlaufenden Seil, an dem zwei Gondeln befestigt sind.
    > Während die eine Gondel sich am Rand befindet, steht die andere im
    > Mittelpunkt.

    Unklar:
    "eine Seilbahn mit zwei Halteseilen. und einem Umlaufenden Seil?"
    D.h. Ein Seil wird ganz außen an der Holzscheibe befestigt und über den Mittelpunkt der Holzscheibe hinweg auf der gegenüberliegenden Seite der Scheibe wieder befestigt. Daran hängt eine Gondel. Dazu noch ein zweites Seil welches am Umfang der Scheibe entlang befestigt wird und an welchem eine weitere Gondeln befestigt ist?

    > Wir testen das System, wenn die Scheibe noch still steht. Es soll
    > einwandfrei arbeiten...

    Was testen wir? Die Gondeln bewegen sich, aber werden bei Bewegung einen Impuls auf die Scheibe sowie auf die daran befestigten Seile abgeben. Ist der relevant?

    > Schon der erste Testlauf bei drehender Scheibe lässt Probleme erkennen, auf
    > die ich hier nicht näher eingehen will.

    Warum nicht? Was passiert und warum passiert was?

    > Wir modifizieren die Anordnung, um
    > Fliehkraft und Gravitationskraft zusammen testen zu können. Also bauen wir
    > eine trichterförmige Scheibe. Wegen der Krümmung verwenden wir statt der
    > Tragseile nun gebogene Drähte, die immer hübsch parallel zur gekrümmten
    > Fläche verlaufen. Weiterhin lassen wir eine Seilbahn mit vier Gondeln in
    > gleichen Abständen laufen. Auch darauf will ich nicht näher eingehen.
    > Und jetzt wird es spannend, wir setzen den Trichter in Drehung...

    Warum nicht näher darauf eingehen? Eine Seilbahn mit 4 Gondeln heißt...? Versuchsaufbau wieder nicht ganz klar!
    Warum wieder nicht darauf eingehen?

    Erzähl doch mal ausführlich, weil spannend wirds erst wenn andere es verstehen und bei mir sind deine Gedanken leider noch nicht angekommen...

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  4. Re: Die Physik schränkt das imho aus folgendem Grund ordentlich ein:

    Autor Paule 30.08.12 - 15:47

    Falsche Ansätze!

    Richtiger Ansatz:
    Wir nehmen ein ca. 1 Meter langes Seil und binden an einem Ende ein kleines Gewicht an. Nun schleudern wir das Gewicht um uns herum.
    Siehe da, es sind verschiedene Geschwindigkeiten möglich. Bei hoher Geschwindigkeit zerrt das Seil nur entsprechend heftiger an der Hand.

    Ähnlich beim Weltraumfahrstuhl.
    Da gibt es einen Zusammenhang zwischen Seillänge bis zum Gewicht am Ende, der Masse des Gewichts, der Bahngeschwindigkeit des Gewichts und der Geschwindigkeit mit der sich eine am Seil befindliche Station in 36Tsd km Entfernung (geostationärer Orbit) bewegen würde. Dieses Gleichgewicht muss man nur so einstellen, dass die Station genau eine Umlaufzeit von 24 h hat. Das Gegengewicht am Seilende bewegt sich dabei deutlich schneller als die nötige Fluchtgeschwindigkeit und wird nur durch das Seil auf seiner Bahn gehalten.

    Bei näherer Überlegung ist die Masse des Gewichtes im Prinzip egal. Sie muss nur hoch genug sein, dass das Seil immer gespannt bleibt und nicht so hoch, dass das Seil durch die entstehenden Kräfte reissen könnte. Eine höhere Masse mit grösserer Seillänge sorgt dabei für ein stabileres System.

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  5. Re: Die Physik schränkt das imho aus folgendem Grund ordentlich ein:

    Autor Raumzeitkrümmer 30.08.12 - 15:57

    Hast du noch nie eine Sessellift-Seilbahn gesehen? Die hat zwei feststehende Tragseile und ein umlaufendes Transportseil, das mit allen Sesselliften gekoppelt ist.

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  6. Re: Die Physik schränkt das imho aus folgendem Grund ordentlich ein:

    Autor Raumzeitkrümmer 30.08.12 - 16:02

    Bei einer Umdrehung pro Tag heben sich bei 36.000 km Gravitationskraft und Fliehkraft gerade auf. Erst wenn die Anordnung weit über die 36.000 km hinaus geht, dann überwiegen an dort die Fliehkräfte.

    Dieses Zusammenspiel der beiden Kräfte wird ja durch die Trichterform der Scheibe simuliert.

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  7. Re: Die Physik schränkt das imho aus folgendem Grund ordentlich ein:

    Autor chrissabian 30.08.12 - 16:08

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsche Ansätze!
    >
    > Richtiger Ansatz:
    > Wir nehmen ein ca. 1 Meter langes Seil und binden an einem Ende ein kleines
    > Gewicht an. Nun schleudern wir das Gewicht um uns herum.
    > Siehe da, es sind verschiedene Geschwindigkeiten möglich. Bei hoher
    > Geschwindigkeit zerrt das Seil nur entsprechend heftiger an der Hand.

    Das habe ich nie angezweifelt und ist soweit auch richtig.

    > Ähnlich beim Weltraumfahrstuhl.
    > Da gibt es einen Zusammenhang zwischen Seillänge bis zum Gewicht am Ende,
    > der Masse des Gewichts, der Bahngeschwindigkeit des Gewichts und der
    > Geschwindigkeit mit der sich eine am Seil befindliche Station in 36Tsd km
    > Entfernung (geostationärer Orbit) bewegen würde. Dieses Gleichgewicht muss
    > man nur so einstellen, dass die Station genau eine Umlaufzeit von 24 h hat.
    > Das Gegengewicht am Seilende bewegt sich dabei deutlich schneller als die
    > nötige Fluchtgeschwindigkeit und wird nur durch das Seil auf seiner Bahn
    > gehalten.

    Auch richtig.

    > Bei näherer Überlegung ist die Masse des Gewichtes im Prinzip egal. Sie
    > muss nur hoch genug sein, dass das Seil immer gespannt bleibt und nicht so
    > hoch, dass das Seil durch die entstehenden Kräfte reissen könnte. Eine
    > höhere Masse mit grösserer Seillänge sorgt dabei für ein stabileres System.

    Wieder richtig. ABER jetzt:
    Bringen wir in dieses stabile System nun eine neue Masse. Setzen wir bspw. ein kleines Äffchen an das Seil und lassen dieses Äffchen die x tausend Kilometer nach oben klettern. Dieses Äffchen muss genauso beschleunigt werden auf die Geschwindigkeit der außen rotierenden Station. Woher sollte die kinetische Energie dafür bekommen? Potentielle definitiv, aber rotatorisch passiert da gar nix imho...

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  8. Re: Die Physik schränkt das imho aus folgendem Grund ordentlich ein:

    Autor Raumzeitkrümmer 30.08.12 - 16:15

    Deshalb habe ich es ja dem Leser überlassen, sich vorzustellen, was mit den Gondeln in meinem Trichtermodell geschehen wird, wenn sich die "Seilbahn" bei rotierender Trichterscheibe in Bewegung setzt. Die Seilbahn läuft natürlich von der Mitte zum Rand und wieder zur Mitte zurück. Bei nur zwei Gondeln würde die eine der Gravitation ausgesetzt sein und die andere der Fliehkraft. Durch vier Gondeln heben sich die Einfüsse auf (die sind ja über das Transportseil gekoppelt.)

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  9. Re: Die Physik schränkt das imho aus folgendem Grund ordentlich ein:

    Autor hubie 30.08.12 - 18:44

    ok, und jetzt nochmal mit richtigen Beleidigungen, damit wir alle was verstehen!

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  10. Re: Die Physik schränkt das imho aus folgendem Grund ordentlich ein:

    Autor Raumzeitkrümmer 31.08.12 - 12:41

    Ja, das fehlte noch.

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