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Finde ich nicht gut

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  1. Finde ich nicht gut

    Autor Intellektueller 02.09.10 - 16:10

    Durch diese ganze Kostenloskultur und Mitmachmentalität geht die Strahlkraft einzelner Intellektueller zunehmend verloren. Wer liest den noch die alten Meisterwerke wenn es im Internet an allen Enden und Ecken Gratiszeugs und irgendwelchen sozialen Mitmachunsinn gibt ?

  2. Re: Finde ich nicht gut

    Autor Yes we can 02.09.10 - 16:15

    Freue dich doch. Demnächst gibt es Micropayment auch für e-Bücher. Dann gibt es Episoden, die via Rückblenden den Handlungsstrang erweitern. Innovation pur. Und der Autor äääh Verläger bekommt gerechtfertigte Einnahmen.

  3. Re: Finde ich nicht gut

    Autor DenEsInteressiert 02.09.10 - 16:16

    Genau die gleichen Leute wie vorher auch. Aber vielleicht wird der ein oder andere, der mit dem "Mitmachunsinn" überhaupt erst an Literatur herangeführt wird, mal einen alten Schinken in die Hand nehmen?

  4. Experimente sind immer gut. Auch wenn sie scheitern.

    Autor PatTheBaker 02.09.10 - 16:39

    Intellektueller schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Durch diese ganze Kostenloskultur und Mitmachmentalität geht die
    > Strahlkraft einzelner Intellektueller zunehmend verloren.

    Schöner Mythos. Wahrscheinlich von selbst ernannten Intellektuellen, die kein Publikum finden und zu unkreativ sind um eines zu erschließen.

    > Wer liest den
    > noch die alten Meisterwerke wenn es im Internet an allen Enden und Ecken
    > Gratiszeugs und irgendwelchen sozialen Mitmachunsinn gibt ?

    Die alten Meisterwerke sind doch Teil der Gratiskultur:
    z.B. http://gutenberg.spiegel.de/
    ... oder aus Pulp z.B. als "Penguin Classic" für einen Euro fünfzig.

    Und "sozialer Mitmachunsinn" eine Stütze unserer Gesellschaft: ehrenamtliche Arbeit, Vereinswesen usw. basieren darauf.

  5. Re: Experimente sind immer gut. Auch wenn sie scheitern.

    Autor Lalaaaaa 02.09.10 - 16:53

    Ich findes es aus einem anderen Blickwinkel falsch. Die "Community" wird zunehmend für kommerzielle Zwecke mißbraucht. Statt selbst für Inhalte zu sorgen, schafft man nur einen Rahmen in dem andere kostenlos Beiträge leisten. Betriebswirtschaftlich natürlich perfekt. Billiger kann man Arbeitskräfte nicht bekommen. Allerdings sollte jedem klar sein, daß dabei Arbeitsplätze verloren oder zumindest billiger werden, weil Profis mit der "Community" gar nicht oder nur mit Gehaltseinbußen konkurrieren können. Wenn das langfristig Schule macht, muss man sich nicht wundern, wenn am Ende Drehbuchautoren etc. witschaftlich für Produzenten keinen Sinn mehr machen, weil die Fans für den Stoff sorgen. Das wäre an sich kein Problem, wenn das Resultat auch der Community gehörte. Dem ist aber nicht so. Entsprechend findet eine weitere Wohlstandsverschiebung statt, denn die Produzenten haben weniger Ausgaben, aber die vollen Einnahmen.

  6. Re: Experimente sind immer gut. Auch wenn sie scheitern.

    Autor uigujmzhgfbfdvd 02.09.10 - 19:10

    PatTheBaker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Intellektueller schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Durch diese ganze Kostenloskultur und Mitmachmentalität geht die
    > > Strahlkraft einzelner Intellektueller zunehmend verloren.



    Zu diesem Punkt:
    Es ist nicht kostenlos.
    >
    > Schöner Mythos. Wahrscheinlich von selbst ernannten Intellektuellen, die
    > kein Publikum finden und zu unkreativ sind um eines zu erschließen.

    Hierzu:
    Persönliche Angriffe verraten meist das Fehlen von Argumenten.

  7. Re: Experimente sind immer gut. Auch wenn sie scheitern.

    Autor presskopp 02.09.10 - 19:14

    Lalaaaaa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zunehmend für kommerzielle Zwecke mißbraucht. Statt selbst für Inhalte zu
    > sorgen, schafft man nur einen Rahmen in dem andere kostenlos Beiträge
    > leisten. Betriebswirtschaftlich natürlich perfekt. Billiger kann man
    Aber es ist doch ziemlich interessant, von welcher Seite hier das Pferd gesattelt wird: Auf der einen Seite gibt es die Produzenten des Buchs mit einer Geschichte, die vermutlich in den Grundzügen steht und durch die Art der Veröffentlichung komplett neue Möglichkeiten bietet (Schnelles Ende falls es ein Flop wird, die Geschichte durch Nebenschauplätze ausbauen wenn es gewünscht wird, etc.). Auf der anderen Seite stehen Leute, die die Geschichte so gut finden, dass sie tatsächlich dafür bezahlen statt irgendwo das E-Book zu saugen. Die bekommen dann je nach Ausgestaltung des ganzen einen richtig fetten Mehrwert (Einfluss auf die Geschichte, detailliertere Story an Stellen, die sie interessant finden, Fan-Fiction direkt auf der Seite, und so weiter).

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