Gibt es da irgendeinen großen Vorteil gegenüber zb dem Mirasol-Display von Qualcomm?
Bzw. wie sieht es mit der Refreshrate aus? Wird das genauso lahm wie jetzige eInk Displays?
Hab ich mich auch gefragt. HTC hatte schon vor 2 Jahren ein 260dpi-Display in voller Farbe im Diamond eingebaut. Wofür braucht man noch ePaper? Ist zwar stromsparender, aber warum sollte ein Gerät zwei Wochen halten? Mir wäre es eigentlich egal, ob ich das Gerät jeden Abend in die Docking-Station neben dem Bett stelle, oder nur jeden zehnten. Irgendwo muss das Gerät doch sowieso seinen Platz haben.
Es geht hier ja nicht um die dpi (da gehen schon über 300) - sondern um Displays mit extrem hohen Kontrast und ohne aktive Beleuchtung. Sie sollten auch das dargestellte Bild permanent anzeigen und nur zum Wechsel Strom verbrauchen.
Es geht ja hier um eBooks - und da schaut man halt minutenlang auf eine Seite, ohne dass sich da etwas ändert. Wenn die dann aktiv beleuchtet sein muss geht das nur wenige Stunden. Die Beleuchtung müsste außerdem immer gegen das Sonnenlicht anstrahlen (z.B. beim Lesen am Strand) - und das ist verdammt hell.
Für eBooks sind eInk-Displays halt den anderen Techniken wie LCD (IPS im iPad) oder AMOLED überlegen. Beim Bücherlesen braucht man ja weder Farbe, noch Bewegung...
und nicht zu vergessen der Vorteil kompakter konstruieren zu können, da die Beleuchtung wegfällt
kwerti schrieb:
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> Bzw. wie sieht es mit der Refreshrate aus? Wird das genauso lahm wie
> jetzige eInk Displays?
Nein, man kann darauf Videos anschaun. Steht im Text.
Meines Erachtens macht es keinen Sinn, so viel Aufwand in diese Technologie zu stecken. Die Leute wollen doch gar keine Bücher am Rechner lesen. Sie wollen spielen, surfen, Filme gucken und bunte Bilder sehen. Deswegen ist das iPad auch so beliebt; sonst hätten die Leute sich doch schon längst einen eBook-Reader gekauft.
Übrigens gibt es auch LCD- und TFT-Bildschirme mit einem reflektierenden Hintergrund, welche auch ohne Beleuchtung auskommen. Ich hatte schon vor 10 Jahren einen PDA (Compaq Aero 2100), den man hervorragend bei starkem Sonnenlicht benutzen konnte. Nennt sich Reflective Color LCD. In dieser Richtung sollte man mE weiterentwickeln.
Nec schrieb:
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> Meines Erachtens macht es keinen Sinn, so viel Aufwand in diese Technologie
> zu stecken. Die Leute wollen doch gar keine Bücher am Rechner lesen.
Am Desktop nicht, aber auf mobilen Geräten, also E-Books. Auch auf einem Tablet-Cumpter ist ein farbiges und videofähiges E-Paper-Display von Vorteil, weil die Hintergrundbeleuchtung sehr viel Strom frisst und die Akku-Kapazität sehr begrenzt ist.
> Übrigens gibt es auch LCD- und TFT-Bildschirme mit einem reflektierenden
> Hintergrund, welche auch ohne Beleuchtung auskommen. Ich hatte schon vor 10
> Jahren einen PDA (Compaq Aero 2100), den man hervorragend bei starkem
> Sonnenlicht benutzen konnte. Nennt sich Reflective Color LCD.
Eigentlich nennen sie sich auch "transfektive" LCDs, afaik, weil sie leuchten und refektieren. Sie reflektieren aber trotzdem wesentlich weniger Licht als E-Paper, selbst moderne Geräte.
http://www.youtube.com/watch?v=oawX3wenxNc
Das Gerät rechts ist ein transfektives LCD. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist der Unterschied noch nicht so groß, aber sobald die Lichtverhältnisse etwas schwächer werden, sind transflektive LCDs ohne Hintergrundbeleuchtung recht dunkel.
> In dieser
> Richtung sollte man mE weiterentwickeln.
Wird gemacht, mit dem Pixel Qi Display das in obigem Video in der Mitte zu sehen ist. Es funktioniert aber offenbar deutlich anders als klassische transflektive LCDs. Das äußert sich zum Beispiel darin, dass wesentlich mehr Licht reflektiert wird und das Display im reflektiven Modus monochrom wird.
Danke für die Infos. Haben mich überzeugt. Also wenn die das wirklich hinkriegen, satte Farben mit einer flüssigen Framerate auf einem e-Paper-Display darzustellen, hätte das gute Chancen. Ist aber wahrscheinlich noch ein langer Weg.
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