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Akkus sind ein Holzweg

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  1. Akkus sind ein Holzweg

    Autor DexterF 10.11.09 - 23:16

    Wir brauchen eine elektrische Energie speichernde Flüssigkeit, die man an einer Zapfsäule durch frische austauschen kann wenn sie verbraucht ist. Alles andere ist unpraktikabel.
    Akkus nach Stand der Technik sind nach spätestens 1000-3000 Ladezyklen erledigt und Akkus tauschen wird nie gangbar sein, da man die Bauweisen und Techniken nie standardisieren können wird.

  2. Re: Akkus sind kein Holzweg

    Autor Husare 10.11.09 - 23:53

    Die Forderung ist ja ganz nett, aber dann driftet man komplett vom technisch überhaupt Machbarem ab. Ich meine nur das man mit der Akku-Technik noch nicht die Spitze des Eisbergs erklommen hat. Da forderst du schon etwas, wovon es nicht ansatzweise brauchbare Ergebnisse aus der Grundlagenforschung gibt, zumindest nichts wovon ich persönlich wüsste. Und argumentiere bitte nicht mit Wassersoff, denn Wasserstoff ist nicht gleich Wasser das aus dem Meer kommt, sonder muss unter Energieaufwandt hergestellt werden. Da steck man dann mehr Energie rein als in dem Wasserstoff steckt der dann rauskommt.
    Abgesehen davon gibt es heute schon Akkus von A123Systems, die nach 7000 Ladezyklen noch 80% ihrer Kapazität besitzen. Nehmen wir auch mal an das es nur 3000 Zyklen aushalten würde und ein heute moderner Akku 200km weit kommt, dann bist nach dem ableben des Akkus 600.000km weit gekommen. Ich weis nicht wie viele Kilometer dein ältestes Auto hat, aber mir würde das reichen. Und lass es auch nur 300.000km sein.
    Und die Lösung der Langen Ladezeiten ist eben der Austausch statt Laden. Durch den elektrischen Antrieb und die daraus folgenden flexiblen Konstruktionsmöglichkeiten hat die Autoindustrie genug möglichkeiten sich auf einen gewissen Akku-Austausch-Standard zu einigen. Die Frage ist, ob sie das will.

  3. Re: Akkus sind kein Holzweg

    Autor Dante 10.11.09 - 23:59

    Zumindes für ein auto sind diese LI akkus der falsche weg - Die dinger halten nur 1000 zyklen - mit glück

  4. Re: Akkus sind ein Holzweg

    Autor leim 11.11.09 - 00:07

    DexterF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir brauchen eine elektrische Energie speichernde Flüssigkeit, die man an
    > einer Zapfsäule durch frische austauschen kann wenn sie verbraucht ist.
    > Alles andere ist unpraktikabel.

    http://www.auto-motor-und-sport.de/eco/akku-austausch-elektroauto-1325568.html

  5. Re: Akkus sind ein Holzweg

    Autor Zinc Air 11.11.09 - 00:14

    Akkus sind nicht grundsätzlich ein Holzweg, die auf LiIon basierend jedoch schon! Die technischen Einschränkungen sind nur die Spitze des Eisbergs... VIEL problematischer ist die Verfügbarkeit von Lithium. Es müssen Akku-Technologien her, die auf Metalle zurückgreifen, welche einfacher und in wesentlich grösseren Mengen verfüg- und förderbar sind. Es gibt übrigens erste Ansätze dieser genannten zapfbaren Flüssigkeiten.
    Auch wichtig - wie Husare schon angesprochen hat - muss der ganze Zyklus von Gewinnung, Umwandlung, Nutzung und Wiederverwendung auch nachhaltig sein, sonst bringts sowieso nix... Die Anzahl Ladezyklen hingegen werden i.A. überbewertet, diese gehören nicht zu den grössten Probleme.
    Der Weg mag hölzern und holprig sein, aber es gibt einen Weg.

  6. Re: Akkus sind ein Holzweg

    Autor noVuz 11.11.09 - 00:52

    Akku als Flüssigtank gibts und nennt sich Redox Flow Batterie. Derzeit ist man noch am forschen wegen der Leistungsfähigkeit aber ich bin mir sicher die kriegen das in den Griff.

  7. Re: Akkus sind ein Holzweg

    Autor EinTaschenrechner 11.11.09 - 04:42

    DexterF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir brauchen eine elektrische Energie speichernde Flüssigkeit, die man an
    > einer Zapfsäule durch frische austauschen kann wenn sie verbraucht ist.
    > Alles andere ist unpraktikabel.
    > Akkus nach Stand der Technik sind nach spätestens 1000-3000 Ladezyklen
    > erledigt und Akkus tauschen wird nie gangbar sein, da man die Bauweisen und
    > Techniken nie standardisieren können wird.

    1000 Zyklen a 200 km wären bei meiner Autonutzung eine Lebensdauer von fast 28 Jahren (600 km pro Monat) ... so lange hält das Auto außen rum niemals ...

  8. Re: Akkus sind kein Holzweg

    Autor W 11.11.09 - 08:37

    Ich muss Dir da leider widersprechen. Akkus im Auto werden schon Ihre Berechtigung bekommen. Jedoch nicht als Hauptenergiespeicher. Wir leben in einer Gesellschaft, in der die breite Masse nicht auf den gewohnten Komfort verzichtet. Dauert eine Fahrzeugbetankung schon eine halbe Stunde, statt 5 Minuten ist die Grenze der Zumutbarkeit erreicht. Ich sehe das genauso.

    Wasserstoff wird wohl oder übel der einzige Weg sein. Der Strom für die Akkus muss auch produziert werden. Was haben denn Akkus für einen Wirkungsgrad? Davon steht nichts in Deinem Text. Es wird zwar von 90% Wirkungsgrad geredet, aber wenn man dort statt 2 Ampere beispielsweise 16 Ampere anlegt sieht die Sache gravierend schlechter aus. Die Herstellung der Akkus, sowie der Brennstoffzellen müssten ebenfalls in die Bilanz gerechnet werden.

    Sinnvoll ist Wasserstoff jedoch nur, wenn er ausschließlich durch regenerative Energien erzeugt wird. Und genau deswegen wird sich Wasserstoff meiner Meinung nach druchsetzen. Denn für die Versorgung von Industrie und Bevölkerung mit Strom müssen derzeit alle regenerativen Kapazitäten auch konvetnionell vorgehalten werden. Es gibt als für jedes Windrad eines Windkraftwerkes, ein Stück Kohle-, Öl- oder Atomkraftwerk, was in der Lage ist, Strom zu produzieren wenn kein Wind weht. Strom muss dann produziert werden, wenn er gebraucht wird.

    Das Problem würde sich jedoch lösen, wenn Wasserstoff mit dem Strom produziert wird und damit Fahrzeuge betankt werden können. Der Energieverlust dabei ist zwar nicht schön aber als zweitrangig zu betrachten. Die Technologie wäre zu 100% nachhaltig.

    Abschließend lässt sich aber festhalten, dass wir ein gewaltiges Energiespeicherproblem haben. Wird das gelöst steht einer grünen Zukunft nichts mehr im Weg.

  9. Re: Akkus sind kein Holzweg

    Autor noVuz 11.11.09 - 09:25

    Wasserstoff ist viel zu flüchtig um es als Energiespeicher zu verwenden. Nur unter sehr hohem Druck wird es flüssig und das erfordert dann einen sehr stabilen und auch schweren Tank. Zudem wäre die Lagerrung von großen Mengen Wasserstoff weitaus komplizierter als es heutztage mit Benzin oder Diesel ist. Ich sehe hier wirklich eine Zukunft für die Redox FLow Technik.

  10. Re: Akkus sind kein Holzweg

    Autor Tingelchen 11.11.09 - 09:52

    Was immer noch reicht :) Wenn ein Akku runde 200.000 km hält, dann hat er damit die Lebenszeit von heutigen Autos des Otto Normlbürgers bereits überschritten.

  11. Re: Akkus sind ein Holzweg

    Autor Morpf 11.11.09 - 09:54

    Solche Akkus haben immer das Problem der geringen Energiedichte. Die Energiedichte hängt von der effektiven Oberfläche der Elektroden ab, und diese kann mit einer wechselbaren Flüssigkeit nie so groß werden wie mit einem Medium, das in der Zelle verbleibt. Der Kapillareffekt würde dann nämlich ein Ablassen der Flüssigkeit verhindern.

    Wenn sich dafür aber eine praktikable Lösung findet, ist die Redox Flow Batterie vermutlich am Besten für E-Autos geeignet.

    Oder es wird endlich ein Prozess entwickelt, mit dem effizient aus Sonnenenergie, Wasser und CO2 eine flüssige Kohlenwasserstoffverbindung (Alkohol, Benzin oder Diesel) synthetisiert werden kann.

  12. Re: Akkus sind kein Holzweg

    Autor Tingelchen 11.11.09 - 10:02

    Es muss nicht zwangsläufig ein Akku oder eine Flüssigkeit sein. Induktion gibt es ja auch noch :) Der Akku ist hier dann eher sowas wie ein Puffer der genutzt wird wenn keine Induktion da ist.

    Selbiges gilt auch für Dinge wie Solar-Energie fürs Auto. Evtl. kann man in einem Auto (vor allem Transportern oder Bussen) auch ein Mini-Windkraftwerk einbauen. So könnte man den Fahrtwind auch gleich als Energiequelle nutze.

    Ob das alles so effektiv ist... muss man dann im einzelnen sehen. Fakt ist, das wir keine gescheite Möglichkeit haben Energie zu speichern und keine Technologie für Mini-Kraftwerke besitzen.

  13. Re: Akkus sind kein Holzweg

    Autor Marcusvw 11.11.09 - 10:19

    Wenn du den fahrtwind zum Stromerzeugen nutzen willst, mußt du ihn bremsen d.h. Energie von Wind auf eine Turbine tranferieren,das hat einen erhöhten Luftwiderstand zur Folge, d.h. du verbrauchst zusätzlich mehr Energie (Reibungsverluste, Wirkungsgrag Generator etc.) als du benötigst um den erhöhtne Luftwiderstand auszugleichn. Sonst hättest du gerade ein Perpetomobile erfunde.

  14. Re: Akkus sind ein Holzweg

    Autor Plurey 11.11.09 - 10:37

    Oder es wird endlich ein Prozess entwickelt, mit dem effizient aus Sonnenenergie, Wasser und CO2 eine flüssige Kohlenwasserstoffverbindung (Alkohol, Benzin oder Diesel) synthetisiert werden kann.

    Nennt sich imho Photosynthese und wird ja bereits mit Biokraftstoff umgesetzt. Nur das effizient fehlt noch

  15. Re: Akkus sind ein Holzweg

    Autor guert 11.11.09 - 13:31

    EinTaschenrechner schrieb:
    -----------------------------------------------------------------
    > 1000 Zyklen a 200 km wären bei meiner Autonutzung eine Lebensdauer von fast
    > 28 Jahren (600 km pro Monat) ... so lange hält das Auto außen rum niemals
    > ...
    Bei mir wären es mit 1000km/Mon deutlich weniger, ca. 17 Jahre. Ob das die Aufbauten der dann gefertigten Autos aushalten ist die eine Sache, die andere ist, dass nach 15 oder mehr Jahren diese Technologien wesentlich effizienter arbeiten werden als die in Deinem altem Auto. Damit würde sowieso ein Neues fällig.

  16. Re: Akkus sind ein Holzweg

    Autor No. 45 11.11.09 - 15:25

    "Zinc Air" erwähnte die (nicht ausreichende) Verfügbarkeit von Lithium.

    Irgendwo in den letzten 4-6 Wochen ist darüber ein fundierter (Zeitungs?-)Artikel erschienen. Suche für eine Diskussionsrunde jetzt diese Veröffentlichung - finde sie aber nicht. Kann jemand helfen?

    Vielen Dank!

  17. Re: Akkus sind kein Holzweg

    Autor Husare 11.11.09 - 16:28

    W schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich muss Dir da leider widersprechen. Akkus im Auto werden schon Ihre
    > Berechtigung bekommen. Jedoch nicht als Hauptenergiespeicher. Wir leben in
    > einer Gesellschaft, in der die breite Masse nicht auf den gewohnten Komfort
    > verzichtet. Dauert eine Fahrzeugbetankung schon eine halbe Stunde, statt 5
    > Minuten ist die Grenze der Zumutbarkeit erreicht. Ich sehe das genauso.
    >

    Natürlich wäre alles länger als 5 Minuten unzumutbar, volle Zustimmung. Und deswegen soll man die Akkus eben auch Tauschen können - auf Langen Wegstrecken oder einfach weil man keine lust hat zu warten. Better Place macht es in unter 2 Minuten vor(Video). Dies zeigt eben das es machbar ist, dumm nur das der Rest der Industrie mitspielen muss oder sich zumindest auf einen anderen gemeinsamen Standard eingigen sollte, wenn Akkutaschen nicht zum Inkompatibiläts-Frust ausarten soll.

    http://www.youtube.com/watch?v=qd0WPw3p2MQ&feature=PlayList&p=DEB1F02857EFCD79&playnext=1&playnext_from=PL&index=4

    > Wasserstoff wird wohl oder übel der einzige Weg sein. Der Strom für die
    > Akkus muss auch produziert werden. Was haben denn Akkus für einen
    > Wirkungsgrad? Davon steht nichts in Deinem Text. Es wird zwar von 90%
    > Wirkungsgrad geredet, aber wenn man dort statt 2 Ampere beispielsweise 16
    > Ampere anlegt sieht die Sache gravierend schlechter aus. Die Herstellung
    > der Akkus, sowie der Brennstoffzellen müssten ebenfalls in die Bilanz
    > gerechnet werden.

    Ok, das habe ich nicht bedacht, aber mit Wasserstoff ist es auch nicht leicht. Man braucht schwere Hochdruckbehälter als Tank für das Auto und trotzdem diffundiert der Wasserstoff nach ein paar Wochen(habe ich mal irgendwo auf Golem gelesen, vor langer langer Zeit). Da ist aber ein schwerer Akku auch nicht besser und hat auch die Eigenschaft der Selbstentladung über eine gewisse Zeit ohne Nutzung.

    >
    > Sinnvoll ist Wasserstoff jedoch nur, wenn er ausschließlich durch
    > regenerative Energien erzeugt wird. Und genau deswegen wird sich
    > Wasserstoff meiner Meinung nach druchsetzen. Denn für die Versorgung von
    > Industrie und Bevölkerung mit Strom müssen derzeit alle regenerativen
    > Kapazitäten auch konvetnionell vorgehalten werden. Es gibt als für jedes
    > Windrad eines Windkraftwerkes, ein Stück Kohle-, Öl- oder Atomkraftwerk,
    > was in der Lage ist, Strom zu produzieren wenn kein Wind weht. Strom muss
    > dann produziert werden, wenn er gebraucht wird.
    >
    > Das Problem würde sich jedoch lösen, wenn Wasserstoff mit dem Strom
    > produziert wird und damit Fahrzeuge betankt werden können. Der
    > Energieverlust dabei ist zwar nicht schön aber als zweitrangig zu
    > betrachten. Die Technologie wäre zu 100% nachhaltig.
    >

    Die Idee ist natürlich auch nicht schlecht, so ähnlich wie EVs bei Überproduktion als Energiepuffer dienen sollen. Fragt sich halt was effizienter ist (kein Bock auf Parameter sammeln und rechenen xD).

    > Abschließend lässt sich aber festhalten, dass wir ein gewaltiges
    > Energiespeicherproblem haben. Wird das gelöst steht einer grünen Zukunft
    > nichts mehr im Weg.

    Rrrrrischtiiiiiich ;)

  18. Re: Akkus sind ein Holzweg

    Autor Zinc Air 12.11.09 - 10:30

    No. 45 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Zinc Air" erwähnte die (nicht ausreichende) Verfügbarkeit von Lithium.
    >
    > Irgendwo in den letzten 4-6 Wochen ist darüber ein fundierter
    > (Zeitungs?-)Artikel erschienen. Suche für eine Diskussionsrunde jetzt diese
    > Veröffentlichung - finde sie aber nicht. Kann jemand helfen?
    >
    > Vielen Dank!

    Hallo,

    Ja, da kann ich aushelfen, ich nehme an es handelt sich dabei um diesen Artikel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,649579,00.html

    Ich hoffe dies ist der gesuchte Artikel
    Wünsche einen schönen Tag

  19. Re: Akkus sind ein Holzweg

    Autor No. 45 12.11.09 - 15:46

    Hallo Zinc Air,

    vielen Dank für die perfekte Antwort, .... man muß nur Glück haben heutzutage und an einen wirklich Fachmann geraten.

    Nochmals Danke

    Grüße

    No. 45

  20. Re: Akkus sind kein Holzweg

    Autor FranUnFine 12.11.09 - 15:51

    Tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es muss nicht zwangsläufig ein Akku oder eine Flüssigkeit sein. Induktion
    > gibt es ja auch noch :) Der Akku ist hier dann eher sowas wie ein Puffer
    > der genutzt wird wenn keine Induktion da ist.

    GridLink™?

    __________
    Whisky, Ferraris and gambling; aren't they rather more amusing than knitting, housekeeping and one's savings.
    - Francoise Sagan

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