Das ist einfach nur schwachsinnig.
Tut mir leid, aber blinde Menschen gehören nicht auf die Straßen.
Nun - zumindest nicht in dieser Form. Die Fahrer dieses Fahrzeugs reagieren auf Signale, die ein Steuergerät produziert. Die Frage die ich mir da stellen muss ist: Warum reagiert das Steuergerät dann nicht schon selber darauf?
Der Grund warum sehende Menschen besser als Fahrer geeignet sind als Maschinen ist, dass sie auf unerwartete und unvorhersehbare Situationen besser reagieren können als Maschinen. Wir können mit unserem Sensorium wesentlich mehr Informationen verarbeiten, als die meisten Maschinen.
Bei diesem Fahrzeug wird genau dieser Vorteil zu nichte gemacht. Der Fahrer reagiert allein auf die Signale, die das Fahrzeug produziert. Der Mensch muss darauf reagieren. Nüchtern gesehen ist in diesem Regelungssystem der Mensch die schwächste Komponente und kann deshalb ersetzt werden.
Der Spruch am Ende, dass auch blinde Menschen erleben wollen, wie es ist Auto zu fahren - geht's noch? Auf wessen Verantwortung bitte? Im Vergnügungspark ist mir das ja egal - aber nicht im realen Verkehr!
Moin Moin,
ich möchte doch um ein klein wenig mehr Sachlichkeit bitten.
Hier geht es ja nicht darum, dass ab morgen Millionen von Blinden den Verkehr unsicher machen. Es geht hier um eine Studie die die Machbarkeit überprüft und mögliche Lösungsansätze ermittelt.
Da dich das problem des "nicht sehens" scheinbar nicht betrifft, kann es Dir ja auch ziemlich egal sein, ob da Lösungen bestehen oder nicht. Für mich kann dieses System in ferner Zukunft durchaus von Interesse sein.
Zudem:
1. Was ist heute mit sehr alten Fahrern, marke "ich kann nicht mehr richtig laufen, sehen und hören, also brauche ich das Auto"? Die sind heute in einer Zahl auf den Straßen, die Blinde nie erreichen werden, weil es schlicht so viele garnicht gibt.
2. Was ist mit Handy-Telefonierern die noch immer nicht einsehen, dass eine Freisprecheinrichtung eine sinnvolle Anschaffung wäre weil sie das Fahren sicherer machen.
3. Was ist mit Rauchern, die bei der Fahrt rauchen und sich somit dem von dir beschriebenen Vorteil der Reaktionsfähigkeit entziehen, weil sie sich Zigaretten anmachen, oder ab-aschen müssen.
4. Von Alkohol und Drogen brauche ich denke ich garnicht erst anfangen.
Mir ist bewusst, dass ich hier überspitzt formuliere, aber ich denke dass sind Sachen die den Verkehr heute schon unsicherer machen und einen Aufreger wert sind, nicht eine Technische möglichkeit die, wenn überhaupt, erst in 10-20 Jahren auf unserern Straßen zu erleben sein wird.
Ich glaube diese Studie sollte als Chance und nicht als Bedrohung begriffen werden.
Vor allem entziehen schon heute Assistenzsysteme dem Fahrer die hier gepriesene Autonomität.
Viele Grüße
Nordlicht
Nicht alles was machbar ist muß man machen. Es gibt Sachen, da sollte man besser die Finger davon lassen. Das hier ist so eine.
Zu Deinen Einwänden:
1.) Alter bedeutet nicht automatisch: "nicht sehen, nicht hören, nicht schnell und angemessen reagieren können". Blindsein leider schon. Ohne visuelle Information kann er bei Ausfall des Systems keine Entscheidungen treffen, die beim Fahren grade in Notfallsituationen aber blitzschnell erforderlich sind. Wenn bei einem alten Menschen die Voraussetzungen für das Fahren objektiv nicht mehr gegeben sind, muß er damit aufhören, notfalls erzwungenermaßen. Ein Blinder bringt die Voraussetzungen nicht mit, und sollte daher gar nicht erst damit anfangen.
2.) Handy-Telefonieren und Fahren verträgt sich nicht, nicht einmal mit Freisprecheinrichtung. Das ist in Studien belegt, und nur dank des Lobbydruckes der Handy- und Autoindustrie ist das nicht längst komplett verboten.
3.) Rauchen während der Fahrt lenkt ab, und wenn die Kippe runterfällt... Warum ist das nicht verboten? Da steckt die Lobby der Zigarrettenindustrie dahinter.
4.) Nein, von Alkohol und Drogen brauchst Du tatsächlich nicht anzufangen, ich wüßte auch nicht, daß es erlaubt wäre, hackevoll ein Auto zu steuern.
Das Problem stellt sich in 10-20 Jahren genau wie heute, und man sollte den Betroffenen keine falschen Hoffnungen machen, sie könnten in absehbarer Zeit selbst als Autofahrer am Straßenverkehr teilnehmen. Das halte ich für verantwortungslos.
Assistenzsysteme: Schön und gut. Der Unterschied: Wenn die versagen, kann ich den Wagen immer noch in den nächsten Acker steuern, weil ich sehen kann, wo der ist, und wo der Passant steht, dem ich dabei möglichst ausweiche. Das wird ein Blinder niemals leisten können, wenn sein Assistenzsystem ausfällt.
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