Interesant wäre zu erfahren, woher der Roboter weiß, was ein "erfolgreicher" Emotionsausdruck ist.
Klar, beschrieben wurde im Artikel, er hat eine Kamera um sich zu beobachten. Jedoch muss er auch eine Vergleichsmöglichkeit haben, um auf einen bestimmten Ausdruck hinzuarbeiten.
Oder er muss eine Art "Feedbackquelle" haben, die ihm zeigt, dass auf eine bestimmte Motorenbewegungskombination eine gewisse Reaktion erfolgt - im Sinne von "aaah, Kombination XYZ muss etwas verständliches (also hier ein Emotionsausdruck) gewesen sein, mein Gegenüber konnte etwas mit dieser Kombination anfangen" etc.
Denn eigene Emotionen hat er bestimmt nicht, die er ausdrückt (Weinen (Trauer) und Lachen (Freude) sind beispielsweise menschlich-kulturUNabhängig, aber nicht bei einem Roboter gegeben) ;)
Deshalb ja auch die Randomisierung der Bewegungen.
Also - woher weiß er: "Success!!!"???
Das ist eine gute Frage.
Eine möglichkeit wäre das man dem Roboter sagt, lern Lachen und er als Bezugsquelle ein Foto eines lachenden Menschen bekommt. Anhand einer Gesichtserkennungssoftware und dem Spiegel kann er also nun sein Bild mit dem Vorbild abgleichen und damit entscheiden ob seine Bewegungen nun korrekt sind oder nicht.
Aber das ist nur eine Vermutung :)
Es wurde doch im Artikel gesagt, dass die Ausdrücke manuell kodiert wurden. Er kann also ein Bild von sich selbst nehemn als referenz..
> Es wurde doch im Artikel gesagt, dass die Ausdrücke manuell kodiert
> wurden. Er kann also ein Bild von sich selbst nehemn als referenz..
Es wurden also
- zuerst die Motoren auf die Emotionsausdrücke justiert
- dann ein Foto gemacht
- dann die Motoren auf "Null" gesetzt
- und dann dem Einstein das Foto vorgesetzt?
Die Leistung besteht jetzt also darin, die zuvor eingestellten Ausrichtungen von allein wieder zu finden?
Hmmm, finde ich jetzt nicht soooo spektakulär.
Oder übersehe ich da einen Geniestreich??
Und wie kommen die neuen Gesichtsausdrücke zustande:
"um den Gesichtsausdruck zu erzeugen (...) die er vorher nicht kannte."
Er "kannte" doch keinen Ausdruck vorher richtig? Die vorher justierten musssten doch aus seinem "Gedächtnis" gelöscht werden, sosnt wäre es ja keine Leistung gewesen, diese auszudrücken...
Grüße.
Natürlich braucht der Roboter eine Feedbackquelle.
Albert Bandura definierte Verhalten gar als reziproken kybernetischen Determinismus.
Jedes Lernen (außer das, was einige Informatiker oder Neurobiologen als "Lernen" bezeichnen) benötigt Feedback.
> Albert Bandura definierte Verhalten gar als reziproken kybernetischen
> Determinismus.
...nur dass der reziproke kybernetische Determninismus hier nicht ganz passt, es geht hier nicht um eine wechselseitige Beeinflussung ;)
Feedback ist notwendig, in der Tat.
Die Frage war ja dann auch, in welcher Form das Feedback hier vorliegt: http://forum.golem.de/read.php?33645,1837994,1838474#msg-1838474
Ungeklärt blieben Details... weißt du mehr über das Projekt?
Kommentare: 173 | letzter Beitrag 27.05. 23:42
Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
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