Wer kann sich denn als Bürger mit normalem Einkommen so ein superteures Elektrogefährt in die Garage stellen? Werden die anderen Autos jetzt künstlich verteuert, ist das nicht eine Umverteilung von Dumm zu Schlau sondern mal wieder eine von Arm zu Reich. Denn nur wer genug Kohle gebunkert hat, kann sich das Vergnügen des Umstieges überhaupt leisten. Da bleibt Arm außen vor, kauft sich einen gebrauchten alten Stinker und subventioniert zwangsläufig in kleinen Häppchen diejenigen, die sich den Umstieg leisten konnten. Wirklich überzeugend, der Ansatz.
Fuer Gebrauchtwagen fallen die Subventionskosten aber nicht nochmal an, oder irre ich mich da?
Eben. Deswegen profitieren nur diejenigen davon, die sich einen Neuwagen leisten können.
Da das teuerste an der Technik der Akku ist, wird es keine günstigen gebrauchten Elektrofahrzeuge geben können, denn der Akku hat nur eine kurze Lebensdauer. Der müßte dann neu rein, und das macht den Gebrauchten genauso teuer wie einen Neuen.
Hast du den Artikel gelesen?
Es geht um Wechsel-Akkus. Du kaufst keinen Akku, du leihst ihn bloß aus. Und wenn er leer ist, wird er gegen einen vollen getauscht. Das dauert nicht einmal eine Minute.
Die Anschaffungskosten der Akkus wird so über die gesamte Nutzungsdauer verteilt.
Ich halte sehr viel von diesem Ansatz.
"... das nicht eine Umverteilung von Dumm zu Schlau sondern mal wieder eine von Arm zu Reich. Denn nur wer genug Kohle gebunkert hat, kann sich das Vergnügen des Umstieges überhaupt leisten."
Das ist natürlich mal wieder Neidbedingte Kurzsichtigkeit.
Die Ölindustrie verteilt von Arm (z.B. Nigeria, Bolivien) zu Reich (EU, USA, Japan usw.) um.
Während man z.B. in Nigeria oder Bolivien unter Umgehung sämtlicher Umweltauflagen, die in Europa oder Japan gelten würden, bei der Gewinnung von Rohöl zur Gewinnmaximierung massiv die Umwelt (Boden, Luft, Wasser) und die Gesundheit der Menschen schädigt, kriegen die reichen Europäer, Japaner usw. den Hals nicht voll vom billigen Benzin.
In Nigeria gibt es einen regelrechten Sklavenmarkt für Ölarbeiter, die meist mit 30 endgültige und bleibende gesundheitliche Schäden erlitten haben, welche hier für Erwerbsunfähigkeit reichen würden und dort bestenfalls zum Verhungern oder Krepieren an diversen Arten von Haut-, Lungen- und sonstigen Krebsgeschwüren reichen (Ach so, Morphium oder sonstige Schmerzmittel für die Krebspatienten kann sich dort natürlich auch keiner leisten und die Ölindustrie will sich das natürlich nicht leisten).
Ein Festhalten an der skrupellosen Rohölwirtschaft im heutigen Maß und deren notwendiger Ausbau wg. Schwellenländer v.a. Indien und China bedeutet eine Umverteilung von den Armen z.B. in Nigeria und Bolivien zu den Reichen Europäern, die Angst um ihren 201er Golf haben, weil sie sich einen 2010er Tesla nicht leisten können. Herrje!
Die Nigerianer und Bolivier (und andere) subventionieren also mit Ihrer Gesundheit und ihrer Umwelt die Bezinautofahrer in Europa. Würden diese Subventionen gestrichen und die Beseitigung der Umweltschäden der Ölindustrie und der von ihr verursachten Krankheiten, sowie gerechte Löhne für die Ölsklaven auf den Benzinpreis umgelegt, wäre selbst ein Tesla für 10.000 Euro billiger zu fahren als ein Golf von 2001.
Schon mal soweit gedacht?
Erfahrung lehrt: Nach spätestens 2-3 Jahren kommt ein neues System, damit die Gebrauchten vom Markt verschwinden. Die Computer- und die Unterhaltungsindustrie machen es vor. Es gibt einfach keine Updates mehr. Mit diesem System kann die Industrie nach belieben die Lebensdauer eines Autos begrenzen, indem einfach ein neuer Akkustandard eingeführt und der alte nach kurzer Übergangsfrist nicht mehr unterstützt wird. Ist ja auch nicht zumutbar, zwei Systeme parallel zu pflegen. Folge ist aber leider die beschriebene.
Schon mal daran gedacht, daß die meisten PKW mit Ottomotor sich recht einfach auf Wasserstoff umstellen ließen? Das funktioniert sogar bei 20 Jahre alten Gebrauchten. Aber damit kann die Industrie kein großes Rad drehen und die Leute zum NEUKAUF drängen. Hier wird das Umwelt- und Drittweltargument mißbraucht, um Marktpositionen zu betonieren.
roderick schrieb:
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> [...]Da bleibt Arm außen vor, kauft sich einen gebrauchten alten Stinker und
> subventioniert zwangsläufig in kleinen Häppchen diejenigen, die sich den
> Umstieg leisten konnten.
Es ist aber das einzig sinnvolle, auf den Neuwagenmarkt einzuwirken. Wenn heute 9,999 von 10 Autos Benziner sind, werden auch 9,999 von 10 Wagen mit Verbrennungsmotor in den Gebrauchtwagenmarkt für die "Armen" weitergereicht. Dieses Verhältnis muss sich ändern, dann werden E-Antriebe auch relevant.
Die einzige geeignete Maßnahme wäre eine deftige Umweltabgabe auf den Verkaufspreis abhängig vom Antrieb. Wenn man ganz konsequent wäre und 5000 Euro Bonus auf jedes Elektroauto gibt, 5000 Euro Malus auf jeden Benziner...der Neuwagenmarkt würde sich innerhalb kürzester Zeit vermischen...und damit automatisch auch der Gebrauchtwagenmarkt.
Aber das werden die Jungs aus Stuttgart, Wolfburg, Ingolstadt und München sicher zu verhindern wissen...
> Aber das werden die Jungs aus Stuttgart, Wolfburg, Ingolstadt und München
> sicher zu verhindern wissen...
Aber auch klar ist es das es nicht an den Arbeitern, Ing oder den Designer liegt. Es hängt wie immer an denen die das Geld verdienen.
Jetzt macht euch nicht nass. 1 Jahr nach Einführung eines Standard-Akkus werden Werkstätten alte Fahrzeuge umrüsten. Wo vorher Motor und Getriebe waren, passt locker der neue Motor samt Akkufach hin. Für den Platz, den der Tank eingenommen hat, gibt es sicher auch noch Verwendung.
nicht zu fassen schrieb:
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> Für den Platz, den
> der Tank eingenommen hat, gibt es sicher auch noch Verwendung.
Noch dickere Subwoofer ;-)
GENAU! 5000 Watt Basemachine!
Bassjunkie schrieb:
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> nicht zu fassen schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Für den Platz, den
> > der Tank eingenommen hat, gibt es sicher auch noch Verwendung.
>
> Noch dickere Subwoofer ;-)
Aber nur, wenn die Werkstätten dafür eine Lizenz bekommen. Falls die Industrie an Nachrüst-Lösungen kein Interesse hat, pochen sie auf ihr "geistiges Eigentum", kramen ein paar Patente hervor und es gibt keine Nachrüstlösung. Das war bei Spiegelreflexkameras auch so. Das Rückteil für vorhandene Kameras blieb in der Schublade und vergammelte, damit neue Gehäuse verkauft werden konnten, die allesamt technisch wesentlich minderwertiger waren als die damit zu Edelschrott umdefinierten.
Ohoho, ein Spammer der kein Englisch kann ;)
* The president is a duck? *
... Politikseitig sparen, wenn man reguliert, daß jeder Stromanbieter entschieden muss und PUBLIKATIONSPFLICHTIG ist welchen Strom er einspeist. Statt Subventionen - mehr NETTO für den Bürger der dann selbst enscheidet ob der billigen Atomstrom kauft oder sich den Luxuxs leitet erneuerbare Energien zu fördern, indem er den Vertrag/Anbieter wechselt und mehr zahlt.
Wozu brauchen wir da (außer zur Transparenzüberprüfung) noch eine Regierung aus Lobbyisten der einen oder anderen Seite?
Der Markt regelt das was die Verbraucher WIRKLICH wollen. Und zwar durch Kaufentscheidungen.
Ohoho, ein Spammer der LotW nicht kennt ;)
Das könnten sie jetzt auch schon machen. Nur halt nicht mit Akkus sondern mit der Zapfseule. Im gleichen Zuge könnte man dann auch gleich die freien Tankstellen loswerden.
Und was ist? Nix ist. abgesehen von der Tankgeschwindigkeit kann man auch noch seinen 50 Jahre alten Oldi betanken.
Dann sollte dir klar sein das Benzin und Diesel nur einen Teil des Einkommens der Öl-Gesellschaften darstellt. Öl wird in weit mehr Bereichen gebraucht als nur für Spritt.
Somit würde sich an der Situation der "Sklaven" nicht viel ändern.
Genau deswegen _Standard_akkus ;)
Es sollte gut überlegt werden, welches Auto man sich kauft. Vielleicht gibt es ja den iWagon mit eingebautem Akku und einen von XY, mit eigenem Standard. Z verkauf allerdings mit Standardanschlüssen, genauso wie Hersteller A und B.
Dann bist du halt gefragt, welches du dir kaufst.
Falsch. Einfach weil das nicht geht. Benzin ist flüssig, und die Form des Tanks spielt daher keine Rolle. Änderungen an der Beschaffenheit das Treibstoffs sind in Grenzen zwar möglich, lassen sich aber durch Ändern von Zündzeitpunkt, Verstellung etc. (bzw. bei neueren FZ von Kennlinienfeldern) auch bei Gebrauchten ohne besonderen Aufwand an die neuen Gegebenheiten anpassen. "Einstellungssache" halt. Bei Akkus sieht das anders aus. Da leihst Du dir den "Tank" sozusagen gleich mit, und wenn der für Deinen Fahrzeugtyp nicht mehr passt, siehst Du alt aus.
Es ist in Etwa vergleichbar mit einem Füllfederhalter. Den alten mit Kolben zum Aufziehen kannst Du mit jeder Tinte befüllen, die Du im Fläschchen kaufen kannst. Die neuen, die mit den speziellen Patronen, kannst Du _garnicht_ mehr benutzen, wenn der Hersteller die passenden Patronen nicht mehr anbietet. Wenn es nicht grade ein Schulfüller ist, nehmen die Hersteller heute gerne besonders geformte Spezialpatronen, die nirgendwo anders zu haben sind und die nur in ihren Füller passen. Das sehe ich auch für die Auto-Akkus kommen, einfach weil es technisch so machbar ist und der Konsument bei Akkus dem nichts entgegensetzen kann. Denk auch mal die Laptop-Akkus, da ist es heute schon so.
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