Laut dieser Meldung ist gestern ein umgebauter, 4-sitziger AUDI A2 die 600 km von München nach Berlin elektrisch gefahren, ohne die eingebaute 100 kWh Batterie nachzuladen, er hat die 600 Kilometer mit einem 90-iger Schnitt gefahren und am Ende waren noch 18 Prozent Kapazität im Akku. Da habe ich mich gefragt, ob das gehen kann. 100 Kilowattstunden minus 18 Prozent sind 82 Kilowattstunden, bei konstant 90 km/h sind die 6,7 Stunden gefahren, da hatten sie pro Stunde, wenn man einen Wirkungsgrad von 100 Prozent zugrunde legt, 12,23 Kilowatt zur Verfügung. Bei geschätztem Wirkungsgrad von 80 Prozent bringt man ca. 10 kW oder 13,6 PS kontinuierlich auf die Straße. Das klingt gerade noch plausibel, Licht, Heizung/Klima und Radio hatte das Auto aber auch, da müssen wir was abziehen.
Und nun die Batterie. Mein PKW hat ein 12 Volt-Batterie mit 80 Amperestunden, das ergibt rein rechnerisch knapp eine Kilowattstunde, man müsste also vergleichsweise einhundert 80 Ah-Batterien einbauen, um auf diese Energie zu kommen. Die Lithium-Polymer-Batterien sind natürlich besser als so eine Bleibatterie, auch viel leichter. Die besten Polymer-Batterien können pro Kilo Eigengewicht ca. 200 Wattstunden speichern, für 100 Kilowattstunden muss man demzufolge 500 kg Batterie im A2 unterbringen. Wo hatte man die versteckt? Und was werden die wohl kosten? Originaltext des Herstellers war: „Die Technik ist fertig, jetzt geht’s ans Verkaufen“. Meinen die jetzt, richtig Autos zu verkaufen oder wollen sie sich als Firma so gut verkaufen, dass noch mal paar Millionen Fördermittel fließen?
Offensichtlich letzteres ;-)
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