Also der Standard ergibt für sich betrachtet natürlich schon einen Sinn. Für einzelne Autos mag das auch prima funktionieren.
ABER: wenn wirklich mal eine große Anzahl an Elektrofahrzeugen zusammenkommt, dann wird das Ganze sinnlos. Denn der Strom muß von den Erzeugern über die bestehenden Netze zu den Autos gebracht werden. Das geben die Netze aber gar nicht her. Schon heute laufen die kurz vor Anschlag. Die dringend benötigte Nord-Süd-Trasse ist seit Jahren in Planung und wird voraussichtlich frühestens 2016 gebaut (Fertigstellung kaum vor 2020). Das dauert so lange wegen Planfeststellung, Naturschutz (Frösche, sonstiges Getier) und Anwohnerklagen. Und die Trasse allein wird es nicht wirklich bringen, wenn der Strombedarf erst mal so richtig zunimmt.
Benzin durch Strom ersetzen bedeutet, daß man die Infrastruktur "Tankwagen" auf die Leitungen umlegt, die jetzt schon fast komplett ausdgelastet sind. Das wird so leider nicht funktionieren. Und dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, daß nach der (wie ich finde guten) Abschaltung der Atomkraftmeiler gar nicht genügend Energie für eine große Anzahl von Fahrzeugen zur Verfügung steht. Gespartes Benzin bedeutet doch nur, daß man dafür mehr Kraftwerke benötigt.
Ich denke, man sollte die Fahrzeuge deutlich leichter und sparsamer machen. Autos müssen nicht unbedingt schneller als 130 fahren, was erheblich kleinere Motoren ermöglicht. Die Motoren sollte mit Bio-Ethanol oder Pflanzenöl betrieben werden. Das wäre auf Dauer ökologischer, als weiterhin zwischen Benzin-Motor und Kohlekraftwerk wählen zu müssen. Ist nur die Frage, ob die Landwirtschaft das auf Dauer hergibt.
sschnee
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Schön und gut... aber nur deswegen soll man den Standard nicht verwenden?
Wenn man das immer so macht dürfte man auch keinen neuen HDMI Standard entwickeln, weil es ja keine 4k Filme gibt.
Oder keine schnelleren GPUs weil es keine Spiele gibt, usw.
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Die Einfuehrung erneuerbarer Energiequellen wird wohl auch zu einer Dezentralisierung der Stromerzeugung fuehren und die Tankstellen gegenueber leichter zu installierenden Ladesaeulen werden zu einer Dezentralisierung des Verbrauchs bei Autos fuehren. Das sollte das Netz etwas entlasten, da Strom dichter beim Verbraucher produziert werden kann.
Szenarien waeren Parkplaetze mit Solardach oder ganz einfach das Auto mit der heimischen Solarzelle aufladen.
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Völlig deplaziert scheint mir den Beitrag. Was hat das mit den Standards zu tun?
Und glaub mir die von dir beschriebenen Probleme werden auch noch gelöst...
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Für offene Standards
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Ich bin immer noch für Wasserstoff-Autos!!!
Gibt es keine Abgase und es ist immernoch die schöne gewohnte Leistung da...
Wenn Autas max 130 fahren, wäre das der größte Mist - wenn ich auf diese Weise 250km zu fahren habe, wo der großteil autobahn ist, habe fast die doppelte fahrtzeit - man bedenke auch, dass e-autos länger zum beschleunigen brauchen...
und seit abschaltung einger akws wird wieder viel strom via kohle erzeugt - rechnet man das um, ist derzeit ein elektro-auto umweltschädlicher als mit benzin... - das wird sich zwar mit der zeit ändern, dauert aber, vorallem wenn es intelligente umweltschützer gibt die nichts modernes wollen, also auch keine neuen leitungen um den strom aus dem land bzw dem norden in die städte zu bringen...
und was akws und kohlekraft betrifft: man braucht kein großes staatliches handeln - würden mehr menschen ökostromtarife nehmen, würde sich das von selbst beschleunigen...
Das Argument mit unternehmen zählt auch nicht mehr, denn die nutzen das zum werben, z.B. strato betreibt seine rechenzentren mit ökostrom, wie es viele andere unternehmen auch machen, um damit werben zu können bzw. weiter akzeptiert zu werden.
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Wasserstoff muss ebenfalls mit Strom hergestellt werden.
Dann muss der Wasserstoff wieder verstromt werden, befor man damit den Motor antreibt.
Insgesammt geht dabei so viel Energie verloren, dass es bei weitem Akkus, Diesel und Benzin unterlegen ist.
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Gewohnte Leistung? *LOL*
Eine Hubkolben-Verbrennungsmaschine ist leistungsmäßig ein Würstchen mit dafür um so größerem Appetit gegenüber einer E-Maschine. E-Maschinen haben wenigstens ein saftiges Drehmoment, davon können Kolbenmaschinen träumen (außer Dampfmaschinen).
Davon abgesehen hat man mit dem Wasserstoff-Auto mit Verbrennungsmaschine wieder die gleichen Probleme wie bisher. Wenige Hersteller des Treibstoffs (derzeit kommen 90 % des Wasserstoffs von Linde), Preisabsprachen und Oligopole, dann noch das Auto selbst, welches Krach macht und giftige Betriebsstoffe braucht, wartungsintensiv und fehleranfällig ist (sofern es nicht aus Japan kommt).
Und der Wasserstoff muß erst mal hergestellt werden. Das geschieht mit viel elektrischer Energie. Und Petrostoffen, meist Erdgas. Bekloppter geht's kaum noch.
Nein danke, ich habe keinen Bock mehr auf prähistorische Technik-Dinosaurier als Alltagsfahrzeug.
Die Stimmen außerhalb meines Kopfes irritieren mich am meisten...
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sschnee schrieb:
> Also der Standard ergibt für sich betrachtet natürlich schon einen Sinn.
> Für einzelne Autos mag das auch prima funktionieren.
so richtig sinnvoll ist so eine Standardisierung nicht für einzelne, sondern für möglichst alle E-Autos.
> Benzin durch Strom ersetzen bedeutet, daß man die Infrastruktur "Tankwagen"
> auf die Leitungen umlegt, die jetzt schon fast komplett ausdgelastet sind.
> Das wird so leider nicht funktionieren. Und dabei ist noch nicht einmal
> berücksichtigt, daß nach der (wie ich finde guten) Abschaltung der
> Atomkraftmeiler gar nicht genügend Energie für eine große Anzahl von
> Fahrzeugen zur Verfügung steht. Gespartes Benzin bedeutet doch nur, daß man
> dafür mehr Kraftwerke benötigt.
Soweit richtig, doch die Schlussfolgerung ist falsch: es bedarf also einiger weiterer Entwicklungen, und die Standardisierung der Anschlüsse ist ein (kleiner) Teil davon, der nun schon einmal erledigt ist.
> Ich denke, man sollte die Fahrzeuge deutlich leichter und sparsamer machen.
> Autos müssen nicht unbedingt schneller als 130 fahren, was erheblich
> kleinere Motoren ermöglicht.
Bedenke: kleinere Motoren sind nicht unbedingt sparsamer. Gerade auf Langstrecken gibt es häufig praktisch keinen Verbrauchsunterschied zwischen einem 5-Liter-Zwölfzylinder und einem Kompaktwagen mit kleinem Motor. Dafür scheiden Sicherheit und Komfort Welten. Andere technische Merkmale oder gar ganz neue Verkehrskonzepte bringen da viel mehr.
> Die Motoren sollte mit Bio-Ethanol oder
> Pflanzenöl betrieben werden. Das wäre auf Dauer ökologischer, als weiterhin
> zwischen Benzin-Motor und Kohlekraftwerk wählen zu müssen.
Das ist nur in der Theorie gut, in der Praxis in Summe regelrecht menschenverachtend. Ich tanke nichts, was Anderen auf dem Teller fehlt.
> Ist nur die
> Frage, ob die Landwirtschaft das auf Dauer hergibt.
Ooch... solange es genug Regenwald gibt und arme Bauern in Entwicklungsdiktaturen, denen man einfach ihren Acker wegnehmen kann, braucht sich der "Bio"-Sprit tankende Wohlstandsbürger hierzulande da keine Sorgen zu machen. <eg>
Gruß
Tiberius
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TW1920 schrieb:
> Ich bin immer noch für Wasserstoff-Autos!!!
> Gibt es keine Abgase und es ist immernoch die schöne gewohnte Leistung
> da...
Sagen wir es genauer: die Abgase entstehen nicht direkt am Fahrzeug, sondern in den Kraftwerken, die die Wasserstoff-Generatoren versorgen. Bei den ganzen Umwandlungsprozessen geht aber sehr viel Energie ungenutzt verloren.
> Wenn Autas max 130 fahren, wäre das der größte Mist
Das fände ich auch sehr schade.
> - wenn ich auf diese
> Weise 250km zu fahren habe, wo der großteil autobahn ist, habe fast die
> doppelte fahrtzeit
Das ordne ich mal unter Märchen ein. Meine Erfahrung: wenn man statt 120 stets so schnell fährt, wie es (unter Beachtung von Sicherheit und Regeln) nur irgend geht, spart man auf 100km gerade mal 5 Minuten im Schnitt. Man fühlt sich freilich viel schneller... ;-)
> - man bedenke auch, dass e-autos länger zum
> beschleunigen brauchen...
Das Gegenteil ist der Fall. Vielleicht solltest Du Dich mal einem Versuch aussetzen.
> und seit abschaltung einger akws wird wieder viel strom via kohle erzeugt -
> rechnet man das um, ist derzeit ein elektro-auto umweltschädlicher als mit
> benzin...
Noch ein Denkfehler: so ein Wasserstoffauto ist wegen der Erzeugung des Wasserstoffes in diesem Zusammenhang auch wieder ein Elektrofahrzeug -nur mit einem erheblich schlechteren Wirkungsgrad, so dass damit noch mehr Kraftwerke die Umwelt belasten müssten. Insgesamt sind Wasserstoffantriebe sogar noch umweltbelastender als Benzin- oder Dieselantriebe.
> und was akws und kohlekraft betrifft: man braucht kein großes staatliches
> handeln - würden mehr menschen ökostromtarife nehmen, würde sich das von
> selbst beschleunigen...
Die Öko-Tarife sind jetzt schon überbucht, d.h., dass mehr Strom als Öko-Strom verkauft wird, als tatsächlich vorhanden ist. Und ja, das funktioniert nur mit Betrug und ist auch schon des öfteren thematisiert worden.
Gruß
Tiberius
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