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Soll man das noch ernst nehmen?

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  1. Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor achkeule 29.01.13 - 12:46

    Diese Frage muss man sich schon stellen. Mercedes braucht für die Entwicklung von einem komplett neuen Fahrzeug eine Roadmap von ca 3 1/2 Jahren. Das geht aber nur, weil die Antriebstechnik komplett verstanden ist. Wie soll das mit der Brennstoffzelle funktionieren? Außerdem würde Daimler Niemanden an seiner Forschung teilhaben lassen, wenn sie darin irgendeine Zukunftsperspektive sehen würden. Das hört sich total nach einer PR-Maßnahme an, um Geschäftigkeit zu simulieren und weitere Forschungsgelder abzugreifen. Außerdem gab es diese Werbetestfahrten schon vor 15 Jahren mit der ersten Generation der A-Klasse und Brennstoffzelle. Die kam dann auch nie.

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  2. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor Ach 29.01.13 - 13:06

    Ich kann das nicht mehr ernst nehmen. Zweifel hab ich vor allem bei den Kosten der Zellen. Ich glaube man hat noch immer keinen Ersatz für das Platin als Katalysatormaterial gefunden. So macht allein schon das Material den Antrieb unbezahlbar. Sollten sie das Kostenproblem der Zellen aber in den Griff bekommen, dann haben sie nicht nur ein Brennstoffzellenwagen, vielmehr haben sie dann ein Elektroauto + Brennstoffzelleneinheit. Ich frage mich wie man das günstig bekommen will. Sollte aber auch dieses Problem bewältigt werden, dann steht die Frage der Wasserstoffversorgung im Raum. Kann ich nur viel Spaß wünschen. Andererseits ist die Brennstoffzelle immer ne gute Ausrede um kein Elektroauto auf den Markt zu bringen.

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  3. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor slashwalker 29.01.13 - 13:07

    Der erste 7er BMW mit Wasserstoff ist auch schon vor ca. 20 Jahren rum gefahren. Irgendwie alles nur heiße Luft.

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  4. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor Ach 29.01.13 - 13:12

    BMW hat das gemacht was Audi jetzt wieder aufwärmt. Den Wasserstoff in einem üblichen Kolbenmotor verbrennen. Lange nicht so effektiv wie eine Brennstoffzelle aber eben billiger.

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  5. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor slashwalker 29.01.13 - 13:13

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann das nicht mehr ernst nehmen. Zweifel hab ich vor allem bei den
    > Kosten der Zellen. Ich glaube man hat noch immer keinen Ersatz für das
    > Platin als Katalysatormaterial gefunden. So macht allein schon das Material
    > den Antrieb unbezahlbar. Sollten sie das Kostenproblem der Zellen aber in
    > den Griff bekommen, dann haben sie nicht nur ein Brennstoffzellenwagen,
    > vielmehr haben sie dann ein Elektroauto + Brennstoffzelleneinheit. Ich
    > frage mich wie man das günstig bekommen will. Sollte aber auch dieses
    > Problem bewältigt werden, dann steht die Frage der Wasserstoffversorgung im
    > Raum. Kann ich nur viel Spaß wünschen. Andererseits ist die Brennstoffzelle
    > immer ne gute Ausrede um kein Elektroauto auf den Markt zu bringen.

    Die E-Autos sind doch auch nur Alibis. War es nicht so das ein E-Auto in der CO2 Statistik des Herstellers mit 3x 0 CO2 gewertet wird? So kann man dicke 4.2 V8 bauen und trotzdem eine gute CO2 Quote vorweisen.

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  6. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor achkeule 29.01.13 - 13:23

    Ich freu mich schon auf die nächste Meldung im Jahr 2020. "Jetzt sind wir aber fertig mit der Entwicklung und wollen 2025 ein Auto auf den Markt bringen."
    Ich denke mal das größte Problem ist wie seit jeher, dass ein Brennstoffzellenauto, dass bei uns im Winter tagelang in der Garage steht einfach nicht mehr funktioniert. Ich muss das Auto wahrscheinlich ständig in die Steckdose einstecken.

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  7. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor Reddead 29.01.13 - 13:29

    Brennstoffzellen verbinde ich eher mir Wasserstoffautos. Was du meinst sind die E-Autos.

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  8. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor ronlol 29.01.13 - 13:34

    Naja Brennstoffzelle und Wasserstoff im Verbrennungsmotor sind immer noch besser als der Akku Stromer.

    Mal ein guter Vergleich:
    Mitsubishi i-Miev mit 49kw (13,5kwh/100km): 29.300,- ¤
    Stromkosten für 3 Jahre (45tkm): 1.701,- ¤ (28 Cent pro kwh)

    Hyundai ix20 Diesel mit 66kw: 14.173,- ¤
    Spritkosten für 3 Jahre (45tkm): 3.141,- ¤

    Versicherung und Steuer mal außen vor gelassen, der Stromer rechnet sich einfach mal überhaupt nicht. Von der eingeschränkten Mobilität ganz zu schweigen. Mit dem Hyundai Diesel könnte der Besitzer zumindest einfach mal spontan von Hamburg nach München fahren ohne groß mehrtätige Aufenthalte einplanen zu müssen.
    Die E-Kisten rechnen sich jedenfalls absolut nicht. Weder heute noch morgen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.13 13:35 durch ronlol.

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  9. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor achkeule 29.01.13 - 13:47

    ÄÄh nein. Brennstoffzellen funktionieren bei Minusgraden so gut wie gar nicht. Ich meinte natürlich, dass die Brennstoffzelle über die Steckdose geheizt wird.

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  10. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor Drizzt 29.01.13 - 14:18

    Würde sich nach 10 Jahren rechnen....

    Kommt dann halt drauf an wie oft man das Auto wechselt, ob sich das lohnt oder nicht...

    Allerdings müsste in die Rechnung noch der Verschleiß eingerechnet werden, der bei Elektroautos normalerweise geringer ist, als bei einem Verbrennungsmotor...

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  11. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor ronlol 29.01.13 - 15:23

    Drizzt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Würde sich nach 10 Jahren rechnen....
    >
    > Kommt dann halt drauf an wie oft man das Auto wechselt, ob sich das lohnt
    > oder nicht...
    >
    > Allerdings müsste in die Rechnung noch der Verschleiß eingerechnet werden,
    > der bei Elektroautos normalerweise geringer ist, als bei einem
    > Verbrennungsmotor...

    Naja der Akku im E-Auto ist nach allerspätestens 10 Jahren definitiv hin und kostet mehrere tausend Euro. Normale Autos fahren in der Regel problemlos 10 bis 20 Jahre bis rauf auf über 200.000km Laufleistung. Die E-Gurke rechnet sich also auch nach 10 Jahren immer noch nicht.

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  12. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor t3d_et 29.01.13 - 15:31

    >Naja der Akku im E-Auto ist nach allerspätestens 10 Jahren definitiv hin und kostet >mehrere tausend Euro. Normale Autos fahren in der Regel problemlos 10 bis 20 Jahre >bis rauf auf über 200.000km Laufleistung.

    Mein Auto ist aus Bayern und will alle vier Jahre einen grossen Service mit Zahnriemenwechsel, kostet jeweils rund CHF 2000. Was ist denn da jetzt genau günstiger?

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  13. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor ChMu 29.01.13 - 15:37

    ronlol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja Brennstoffzelle und Wasserstoff im Verbrennungsmotor sind immer noch
    > besser als der Akku Stromer.
    >
    > Mal ein guter Vergleich:
    > Mitsubishi i-Miev mit 49kw (13,5kwh/100km): 29.300,- ¤

    Ja, das ist der springende Punkt. Warum sind diese Autos, welche viel weniger Technik drinhaben, so teuer?

    > Stromkosten für 3 Jahre (45tkm): 1.701,- ¤ (28 Cent pro kwh)

    Wow, wo kaufst du denn Strom? Da ist ja die Solarzelle auf dem Carport billiger.
    >
    > Hyundai ix20 Diesel mit 66kw: 14.173,- ¤

    Ja.

    > Spritkosten für 3 Jahre (45tkm): 3.141,- ¤

    Du kennst den Spritpreis in drei Jahren? Wie siehts in 8 Jahren aus? Der Wagen faehrt immer mit Normverbrauch? Inspektionen, Oel, Filter, Pumpen ect brauchts nicht?
    >
    > Versicherung und Steuer mal außen vor gelassen, der Stromer rechnet sich
    > einfach mal überhaupt nicht. Von der eingeschränkten Mobilität ganz zu
    > schweigen. Mit dem Hyundai Diesel könnte der Besitzer zumindest einfach mal
    > spontan von Hamburg nach München fahren ohne groß mehrtätige Aufenthalte
    > einplanen zu müssen.
    > Die E-Kisten rechnen sich jedenfalls absolut nicht. Weder heute noch
    > morgen.

    Na ja, fuer mich hat es sich bereits zwei mal gerechnet, aber ich zahle auch nicht so viel fuer Strom, bin noch nie spontan von Hamburg nach Muenchen gefahren (in 50 Jahren noch nicht) habe keine 30000 fuer ein e Auto ausgegeben sondern einfach einen vorhandenen Wagen konvertiert (erheblich biliger) und verbrauche auch erheblich weniger ls der iMiev. Dafuer fahre ich mehr als 15000 km im Jahr mit meiner ach so eingeschraenkten Mobilitaet.

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  14. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor Ach 29.01.13 - 15:41

    Entweder über die Steckdose oder über die (Puffer-)Batterie des Elektroantriebes. Die muss dann halt entsprechend dimensioniert sein. Mercedes wird das wissen, so um die Jahrtausendwende und in Island haben die ja mal ausgiebig ihre Brennstoffzelle getestet :_].

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  15. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor feuerball 29.01.13 - 15:52

    Ich finds eigentlich mal ne relativ gute alternative, Elektroautos sind vom Prinzip auch nicht schlecht nur kann Deutschland kaum noch strom für die Haushalte erzeugen, dann noch für autos. Ich denke das würde das Netz erheblich überlasten. Da müsste man wieder die Gefährlichen AKWs in betrieb nehmen, die ja in Deutschland keine Sicherheitsvorschriften besitzen und alle 5 sekunden in die Luft gehen können. Un außerdem ist die Strahlung ja so umweltschädigen, sodass wir strom von anderen Ländern beziehen müssen, die Strahlung wird ja von der Sarken Staatsgrenze abgehalten.
    Aber gut das war jetzt etwas vom thema abgewichen, wenn man wirklich noch so viel energie benötigt ist es am ende bestimmt immernoch billiger mit Elektroautos zu fahren. Außerdem genau 50 Tankstellen in Deutschland stelle ich mir auch etwas wenig vor, so dass die Mobilität noch erheblich eingeschränkter wäre als mit einem e-Auto. Wobei es auch richtig ist, dass ein Neukauf eines Fahrzeuges sich in erster linie nicht rentiert. Wenn man sich 2010 gerade einen neuen Benziener gekauft hat kann man den villeicht umstellen, aber was ist mit älteren autos?? Da ist es bestimmt noch die Billigere alternative bei Benzin zu bleiben.

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  16. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor ChMu 29.01.13 - 15:57

    feuerball schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finds eigentlich mal ne relativ gute alternative, Elektroautos sind vom
    > Prinzip auch nicht schlecht nur kann Deutschland kaum noch strom für die
    > Haushalte erzeugen, dann noch für autos. Ich denke das würde das Netz
    > erheblich überlasten. Da müsste man wieder die Gefährlichen AKWs in
    > betrieb nehmen, die ja in Deutschland keine Sicherheitsvorschriften
    > besitzen und alle 5 sekunden in die Luft gehen können. Un außerdem ist die
    > Strahlung ja so umweltschädigen, sodass wir strom von anderen Ländern
    > beziehen müssen, die Strahlung wird ja von der Sarken Staatsgrenze
    > abgehalten.
    > Aber gut das war jetzt etwas vom thema abgewichen, wenn man wirklich noch
    > so viel energie benötigt ist es am ende bestimmt immernoch billiger mit
    > Elektroautos zu fahren. Außerdem genau 50 Tankstellen in Deutschland stelle
    > ich mir auch etwas wenig vor, so dass die Mobilität noch erheblich
    > eingeschränkter wäre als mit einem e-Auto. Wobei es auch richtig ist, dass
    > ein Neukauf eines Fahrzeuges sich in erster linie nicht rentiert. Wenn man
    > sich 2010 gerade einen neuen Benziener gekauft hat kann man den villeicht
    > umstellen, aber was ist mit älteren autos?? Da ist es bestimmt noch die
    > Billigere alternative bei Benzin zu bleiben.

    Dumm nur das fuer den Wasserstoff der 18 fache Strom gebraucht wird pro km wie fuer die Batterie. Also wenns um die Stromerzeugung geht, ist Wasserstoff tot.

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  17. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor feuerball 30.01.13 - 08:40

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dumm nur das fuer den Wasserstoff der 18 fache Strom gebraucht wird pro km
    > wie fuer die Batterie. Also wenns um die Stromerzeugung geht, ist
    > Wasserstoff tot.

    Danke, genau das habe ich noch vergessen anzufügen. War ja die Kernaussage aus dem Text :)

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  18. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor 4D 30.01.13 - 09:57

    feuerball schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dumm nur das fuer den Wasserstoff der 18 fache Strom gebraucht wird pro
    > km
    > > wie fuer die Batterie. Also wenns um die Stromerzeugung geht, ist
    > > Wasserstoff tot.
    >
    > Danke, genau das habe ich noch vergessen anzufügen. War ja die Kernaussage
    > aus dem Text :)

    Das stimmt sicherlich wenn man die herlömmliche elektrolyse verwendet.
    Mittlerweile ist man jedoch viel weiter und die Industrie hat diverse Protototypen von Wasserstoffreaktoren entwickelt, bei denen der Wasserstoff mittels Bakterien produziert wird. Da darf man noch einiges erwarten.

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  19. Re: Soll man das noch ernst nehmen?

    Autor Levial 30.01.13 - 11:22

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube man hat noch immer keinen Ersatz für das
    > Platin als Katalysatormaterial gefunden. So macht allein schon das Material
    > den Antrieb unbezahlbar.
    Nicht nur das. Der Weltweite Platinvorrat würde schlichtweg nicht ausreichen, allein für die derzeitigen Automobile auf der Welt.

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