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Wenn man sehr pessimistisch ist dann kann man das so sehen.

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  1. Wenn man sehr pessimistisch ist dann kann man das so sehen.

    Autor: Ach 20.01.13 - 23:55

    Sprich; wenn man die hypothetischten Unstimmigkeiten aufgreift um sie unreflektiert zu KO Kriterien hochzuzelebriert. Das ist vielleicht etwas verallgemeinernd, aber jede Mühe die man in die Beantwortung solcher Stammtischniveauanalysen investiert ist vergebens. Öttinger nennt keine Zahlen, nennt kein einziges Argument für eine solche Kaufprämie, ignoriert jegliche langfristigen Folgen(umwelttechnische wie wirtschaftliche) eines Beharrens der Europäischen Automobilindustrie auf dem Verbrennungsmotor ohne sich auch nur etwas zu schämen, und erst recht wägt er keine Vor- und Nachteile ab, wo er doch schon lange vorher mit der Sache abgeschlossen hat.

    Genauso nichtssagend, kontraproduktiv und enttäuschend wie Öttingers neulicher Einwurf, dass die Energiewende unbedingt eine "Geschwindigkeitsbegrenzung" benötige, und genauso zweideutig wie seine neuliche Verheißung, dass die Atomkraft in Europa noch "eine große Zukunft" erwarte, dass alles neben seinem beruflichen Engagement im und seiner Verbundenheit zum klassischem Energiesektor.

    Als Vertreter des Energiewende - Landes schlecht hin eine ziemlich traurige Erscheinung im Europäischen Parlament.

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  2. Re: Wenn man sehr pessimistisch ist dann kann man das so sehen.

    Autor: Sharra 21.01.13 - 01:49

    Das Problem ist, und ich sags ja eigentlich nicht gerne, dass er durchaus recht hat.

    Der Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung muss gebremst und gesteuert werden. Im Moment baut ja jeder wie er lustig ist wild drauf los, und um die Stabilität der Netze sollen sich dann andere kümmern. Hier müsste ein wenig Kontrolle rein.

    Und zu den E-Autos... So dolle sind die Dinger nicht. Zu teuer, kurze Reichweiten usw. Die Probleme sind allgemein bekannt, und damit sind die Autos für den deutschen Bürger mehr oder weniger uninteressant. Dem mit Subventionen entgegenzuwirken ist falsch. Wieso sollte der Staat mit Steuergeldern etwas finanzieren, das eigentlich keiner haben will, weil es noch nicht ausgereift ist? Bessere und leichtere Akkus wären eine Maßnahme, genauso wie leichtere Elektromotoren, die dabei aber eine höhere Leistung erzielen.

    Natürlich reicht ein 50PS Wägelchen mit 75km/h Spitze für den Innenstadtverkehr dicke aus. Aber was ist mit den Leuten, die Berufsbedingt täglich etliche Km pendeln müssen? Für die kommt so eine Karre doch garnicht in Frage. Oder in hügeligen Gebieten... Schonmal probiert mit einem 45PS Auto einen Berg hochzukommen?

    Und komm mir jetzt keiner mit umziehen. Es soll da draussen nicht nur ledige IT-Spezialisten geben, sondern auch Leute mit Familie. Und dann muss eben einer der Ehepartner morgens (und abends) eine etwas weitere Strecke fahren, als der andere.

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  3. Re: Wenn man sehr pessimistisch ist dann kann man das so sehen.

    Autor: bernd71 21.01.13 - 09:57

    Hui, da kennt sich aber einer auf dem E-Automarkt aus...

    Du solltest deine Vorurteile mal überarbeiten.

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  4. Hast du den Artikeln nicht gelesen?

    Autor: fratze123 21.01.13 - 10:05

    Warum sollte er ein Argument FÜR etwas nennen, wenn er DAGEGEN ist?
    Seine Argumente sind schlüssig und stehen im Artikel.

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  5. Re: Hast du den Artikeln nicht gelesen?

    Autor: Ach 21.01.13 - 11:47

    fratze123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sollte er ein Argument FÜR etwas nennen, wenn er DAGEGEN ist?

    Weil ich mir von einem Politiker erwarte dass er sich bei offen fragen seine Meinung erarbeitet(Informationen sammeln, Meinungen sammeln, abwägen zwischen Vor und Nachteilen), insbesondere wenn er sich EU-Kommissar für Energie schimpft.

    Vielleicht hast du ja auch den Job eines Volksvertreters nicht richtig verstanden. Er sitzt nicht in der EU damit er lustig seinen eigenen Launen und Geschmäckern frönt. Noch sitzt er dort um ungefragt die Ideologien einer einzellnen Gesellschaftsgruppe durchzuschleifen der er sich beruflich nahe fühlt, vielmehr ist er denjenigen gegenüber verantwortlich die ihn in sein Amt gewählt haben, und das sind nun mal wir. Und die Mehrheit in .de vertritt nun mal genau die gegenteilige Meinung von dem was Oettinger dort in Brüssel predigt.

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  6. Re: Hast du den Artikeln nicht gelesen?

    Autor: Sharra 21.01.13 - 12:02

    Öhm Oettinger ist mitnichten gewählt. EU-Kommissare werden meines Wissens ernannt. Mag sein, dass sie intern erwählt werden, aber WIR haben keinen dieser Posten jemals mit einem Stimmzettel legitimiert.

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  7. Re: Hast du den Artikeln nicht gelesen?

    Autor: ChMu 21.01.13 - 12:33

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Öhm Oettinger ist mitnichten gewählt. EU-Kommissare werden meines Wissens
    > ernannt. Mag sein, dass sie intern erwählt werden, aber WIR haben keinen
    > dieser Posten jemals mit einem Stimmzettel legitimiert.


    Da hast Du recht. Der Mann wird zwar gut bezahlt (von uns) aber eine Funktion oder sogar Entscheidungsmacht hat er nicht. Er sitzt da halt rum. So ein Job, bei dem man fuer Anwesenheit bezahlt wird. Warum, wieso oder weshalb weiss wohl niemand. Aber sicher hat er Freunde die ihn auf das Altenteil in Bruessel geschoben haben. So fuer geleistete Dienste. Gib ihm Geld, dann ist er ruhig und kann das Leben geniessen.

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  8. Re: Wenn man sehr pessimistisch ist dann kann man das so sehen.

    Autor: Ach 21.01.13 - 13:30

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung muss gebremst und gesteuert
    > werden. Im Moment baut ja jeder wie er lustig ist wild drauf los, und um
    > die Stabilität der Netze sollen sich dann andere kümmern. Hier müsste ein
    > wenig Kontrolle rein.

    Du weist doch wie es aussieht. Die Vertreter der konventionellen Energien in der Politik und Wirtschaft haben sich einen ganzen strategischen Maßnahmenkatalog erarbeitet um die Energiewende an allen nur erdenklichen Enden zu sabotieren oder zumindest stark auszubremsen, einzig und allein deshalb weil sie ihre Felle davon schwimmen sehen. Von all diesen Strategien wären Bundesländer die ihren EE Ausbau geschlossen und vertraglich bindend dem Netzausbau unterwerfen der unangefochtenen Jackpot. Dann würden die Netze halt nur schleppend ausgebaut, Gründe wären etwa der hochstilisierte Widerstand weniger gegen neue Stromtrassen, oder angebliche Reparaturmaßnahmen die dem Ausbau zuvor kommen müssten, kurz; Gründe den Netzausbau auf die lange Bank zu schieben findet man immer und reichlich. Und natürlich würde unser Energiekartell beherzt zugreifen, kaltblütig und Gewissenlos, also eigentlich so wie immer.

    Ne ne du. Es ist außerdem um Größenordnung günstiger eine Leitung zu legen als ein Windkraftwerk aufzustellen. Und wenn die Länder via Messungen die besten Standorte schon ausgemacht haben, dann ist ja ohnehin schon klar wo die Leitung hin muss, und wenn der Netzausbau ohnehin schon seit Jahren verschleppt wird, dann ist für mich doch klar wer sich hier wem unterzuordnen hat und wem man mal ordentlich Beine machen muss.

    > Das Problem ist, und ich sags ja eigentlich nicht gerne, dass er durchaus
    > recht hat.

    Das Problem, oder besser der Trick bei fast allen Stammtisch- und Rattenfängerargumenten ist es, einen Teilaspekt losgelöst in den Mittelpunkt zu stellen und/oder kurzfristige Drohkulissen hochzustilisieren von denen man alles andere verhemt in Abhängigkeit stellt. Neben der unverschämten Trödelei bei Netzausbau deshalb noch ein weiteres Argument das du bestimmt schon mal gehört hast: Power to Gas. Sprich: den Ausbau der EE´s weiter und um so extremer zu forcieren um mit dem überflüssigen Strom Wasser zu elektrolysieren, denn gewonnenen Wasserstoff zu methaniesieren(58% Wirkungsgrad), also Erdgas aus dem Strom zu machen. Daraus ergibt sich dann folgender Szenario: noch öfter und länger wie bisher werden die EE die komplette Stromproduktion übernehmen. Überkapazitäten werden nicht nur zur Stromerzeugung gespeichert, vielmehr wird das erzeugte Erdgas auch dazu benutzt, der bestehenden Kraftfahrzeugpark Deutschlands mit EE Treibstoff teilzuversorgen(siehe Audi die in diese Richtung mit eigenen Anlagen Vorbrechen). Besser kann es doch gar nicht kommen. Das macht Spass, das geht nach vorne, da gibt es Jobs und Geld zu verdienen(das Geld das sonst ins Ausland fliest), es schont die Atmosphäre, sprich: das ist die Zukunft. Ein bisschen was anderes als Oettingers lähmend langweilige und rückwärts gerichtete Büttenreden. Ich wünsche mir ehrlich gesagt jemand anderen als den unsrigen Vertretter in dieser EU Position. Das ist doch viel zu groß für Oettinger. Dessen Handelungen und Aussagen decken sich doch viel stimmiger mit der Kategorie: konservativ lobbyisierter Regionalpolitiker.

    Was deinen Wissensumfang über Elektromobilität betrifft: Mein Vorredner hat es ja schon angedeutet. Man kann halt jetzt an dieser Stelle nicht bei Null anfangen. Da kann dir keiner helfen, die Wissensgrundlagen musst du dir irgendwie schon selber zulegen bevor man sich da sinnvoll drüber austauschen könnte.

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  9. Re: Hast du den Artikeln nicht gelesen?

    Autor: Ach 21.01.13 - 13:56

    Wobei bereits die den Eu Politiker ins Amt ernennenden Politiker ihre Wahl im Sinne ihre Wähler also stellvertretend für diese treffen sollten, EU Angelegenheiten aber traditionell sehr stiefmütterlich behandelt werden und du ja sehr einleuchtend beschreibst wie es dadurch passieren kann, dass jemand wie Oettinger inkompetent in einem Europaamt Däumchen dreht, dem aber gerade in den letzten zwei Jahren eine ganz unerwartete Wichtigkeit zugekommen ist. Wie in einem schlechtem Film.

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