Da müssen also noch deutlich mehr Faktoren einbezogen/zutreffend
sein,, als nur der "richtige" Abstand zu einer Sonne - um von einem
"erdähnlichen" Planeten zu sprechen.
So wäre z.B. auch die Erde nur ein toter Gesteinsbrocken, wenn
sie kein Magnetfeld hätte, welches das Leben auf der Erde vor
dem sog. Sonnenwind schützt.Die Strahlenbelastung aus dem Weltraum
wäre ohne Magnetfeld viel zu hoch, um Leben auf der Erde zu ermöglichen
(das ist übrigens auch einer von vielen Gründen, warum ein Terraforming des
Mars, reine Illusion ist).
Um nur mal einen von sehr, sehr vielen weiteren Faktoren zu nennen, die
eben *auch* gegeben sein müssen....und über die man bei Kepler 22b
nichts weiss.
Von daher sind solche reisserischen Aussagen wie "erdähnlich" und
"könnte bewohnbar sein" nichts weiter als nur sensationsheischende
Spekulation.
Sermon schrieb:
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> So wäre z.B. auch die Erde nur ein toter Gesteinsbrocken, wenn
> sie kein Magnetfeld hätte, welches das Leben auf der Erde vor
> dem sog. Sonnenwind schützt.Die Strahlenbelastung aus dem
> Weltraum wäre ohne Magnetfeld viel zu hoch, um Leben auf
> der Erde zu ermöglichen
Soweit ich weiß, ist die Existenz des Magnetfeldes sogar für Lebewesen, die sich unter dem Schutz desselben entwickelt haben, nur förderlich, nicht aber zwingend nötig. Es gab in der Erdgeschichte immer wieder Phasen, in denen das Magnetfeld so schwach war, dass es praktisch keinen Schutz vor dem Sonnenwind bot - das Leben in der jeweiligen Epoche hat es trotzdem überstanden. Unsere heutige Technik ist vom Sonnenwind stärker beeinträchtigt als Fauna, die Flora sieht das Ganze sogar noch gelassener.
Letztendlich ist ein stärkerer Teilchenstrom erst einmal nur ein Mutagen. Für eine fertig ausgeprägte Lebensform tendenziell ungesund, ist es für die Entstehung und Ausprägung von Leben eher ein Katalysator, der - sofern die sonstigen Bedingungen günstig sind - sogar für eine besonders hohe Artenvielfalt sorgen kann. Und die entstehenden Arten wären gegenüber der Dosis mindestens immun, wenn nicht sogar auf selbige angewiesen. Und diese Arten können durchaus nach den uns bekannten Mustern funktionieren, sind also immer noch "Leben, wie wir es kennen", keine Star-Trek-Einzelepisodenkontakte.
> (das ist übrigens auch einer von vielen Gründen, warum ein Terraforming
> des Mars, reine Illusion ist).
Gegen letzteres sprechen jedoch weniger die Machbarkeit als vielmehr der fehlende Nutzen und der horrende Aufwand. Der Mars verliert massiv Atmosphäre, man müsste also selbst auf einem "grünem Mars" ständig unterstützende Prozesse zur Atmosphärenaufbereitung laufen lassen. Selbst wenn es die Mittel dafür gäbe, müsste es sich schon lohnen oder die Menschheit müsste gewaltig am Ar*** sein.
> Von daher sind solche reisserischen Aussagen wie "erdähnlich" und
> "könnte bewohnbar sein" nichts weiter als nur sensationsheischende
> Spekulation.
Du denkst bei "erdähnlich" vermutlich zu sehr an Deine unmittelbare Lebensumgebung. Ein Planet, auf dem überwiegend die Bedingungen herrschen wie bei uns auf der Erde in der Tiefsee wäre aber auch erdähnlich - dort mal eben 'ne Hütte bauen kann man aber trotzdem nicht. Als tendenziell "bewohnbar" im technischen Sinne gilt hingegen jeder Ort, an dem mit derzeitigen Mitteln ein längerfristiger Aufenthalt möglich ist, ohne dass eine komplette künstliche Schutzumgebung hergestellt werden muss.
Käme nun eine außerirdische Lebensform, die uns ziemlich ähnelt, auf die Erde, würde sie diese auch für bewohnbar halten - wäre da nicht zum Beispiel diese furchtbar hohe UV-Strahlung oder meinetwegen diverse Schwebestoffe in der Atmosphäre. "Bewohnbar" ist nicht gleich "bezugsfertig". ;-)
Sermon schrieb:
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> Da müssen also noch deutlich mehr Faktoren einbezogen/zutreffend
> sein,, als nur der "richtige" Abstand zu einer Sonne - um von einem
> "erdähnlichen" Planeten zu sprechen.
>
> So wäre z.B. auch die Erde nur ein toter Gesteinsbrocken, wenn
> sie kein Magnetfeld hätte, welches das Leben auf der Erde vor
> dem sog. Sonnenwind schützt.Die Strahlenbelastung aus dem Weltraum
> wäre ohne Magnetfeld viel zu hoch, um Leben auf der Erde zu ermöglichen
> (das ist übrigens auch einer von vielen Gründen, warum ein Terraforming
> des
> Mars, reine Illusion ist).
>
> Um nur mal einen von sehr, sehr vielen weiteren Faktoren zu nennen, die
> eben *auch* gegeben sein müssen....und über die man bei Kepler 22b
> nichts weiss.
>
> Von daher sind solche reisserischen Aussagen wie "erdähnlich" und
> "könnte bewohnbar sein" nichts weiter als nur sensationsheischende
> Spekulation.
hast du vielleicht mal dran gedacht, dass es auf dem Mars bereits "bewohnbare" konditionen gegeben haben könnte? Neueren Erkenntnissen zufolge war der Mars vor ein paar hundert millionen Jahren durchaus erdähnlich, bevor der treibhauseffekt eingesetzt hat, und das wasser verdampft ist.
Der Mars ist zu klein, um dauerhaft eine Atmosphäre halten zu können. Er hatte mal eine Atmosphäre, welche lange genug bestand, um Leben entwickeln zu können. Allerdings ist die Schwerkraft des Mars zu gering, die Atmosphäre wurde im wahrsten Sinne des Wortes vom (Sonnen) Wind verweht. Die Gashülle um den Mars wurde also immer dünner, bis sie nahezu völlig weg war.
Neben dem Abstand zum Zentralgestirn muß auch dieses einer gewissen Klasse entsprechen. Der mögliche „Lebensplanet“ muß eine Mindestgröße haben (um eine Atmosphäre dauerhaft zu halten), darf eine bestimmte Größe nicht überschreiten (Schwerkraft sonst zu hoch), die Rotationsgeschwindigkeit muß stimmen (Tage nicht zu kurz, nicht zu lang, wegen Temperaturen).
Ein Magnetfeld ist nicht erforderlich, Jahreszeiten auch nicht.
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Lesen gefährdet die Dummheit シ
Sermon schrieb:
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> Von daher sind solche reisserischen Aussagen wie "erdähnlich" und
> "könnte bewohnbar sein" nichts weiter als nur sensationsheischende
> Spekulation.
Da ist überhaupt nichts reisserisch. Das ist einfach ne Bezeichnung für einen Bereich in dem Leben theoretisch möglich wäre. Mehr nicht. Auf Details wird da noch gar nicht Bezug genommen, das kommt erst im nächsten Schritt.
Threat-Anzeiger schrieb:
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> hast du vielleicht mal dran gedacht, dass es auf dem Mars bereits
> "bewohnbare" konditionen gegeben haben könnte? Neueren Erkenntnissen
> zufolge war der Mars vor ein paar hundert millionen Jahren durchaus
> erdähnlich, bevor der treibhauseffekt eingesetzt hat, und das wasser
> verdampft ist.
Es wird ja sogar vermutet, dass es auch auf der Venus mal Leben gegeben haben könnte, denn die Sonne war vor 500 Mio Jahren noch viel kälter. Und da gabs dann das heutige heisse Klima und die Atmosphäre auf der Venus gar nicht, das kam alles erst später durch den Klimawandel.
Replay schrieb:
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> Neben dem Abstand zum Zentralgestirn muß auch dieses
> einer gewissen Klasse entsprechen. Der mögliche
> "Lebensplanet" muß eine Mindestgröße haben (um eine
> Atmosphäre dauerhaft zu halten),
Wenn ich ergänzen darf: Eine bestimmte Dichte genügt auch. Hauptsache ist, die Schwerkraft ist ausreichend, um eine Atmosphäre zu halten.
Dann gibt es noch Grenzfälle, wo es zwar stärkeren Atmosphärenverlust gibt, aber (bio-) chemische Prozesse auf der Planetenoberfläche diesen ausgleichen können. Beispielsweise kann eine üppige Vegetation, die quasi Sonnenenergie in Atmosphärenregeneration umwandelt, den Verlust kompensieren. Der status quo ist dann aber fragil, weil der kleinste Zwischenfall, der die einfallende Sonnenenergie oder das Produktionsvolumen reduziert, das Ganze kippen lässt. So etwas könnte auch dem Mars widerfahren sein.
> darf eine bestimmte Größe nicht überschreiten (Schwerkraft
> sonst zu hoch),
Auch hier ist zusätzlich wieder die Dichte entscheidend. Zudem besteht hier ein gewisser Spielraum bei der Schwerkraft - selbst Lebewesen, die unter irdischen Schwerkraftbedingungen entstanden sind, können sich akklimatisieren, erdähnliches Leben ist selbst noch bei mehrfacher Erdschwerkraft denkbar. Kriminell wird es erst in Bereichen, wo die Schwerkraft ohnehin so hoch ist, dass sie gar keine Umweltbedingungen mehr zulässt, unter denen Leben - wie wir es kennen - möglich ist.
> die Rotationsgeschwindigkeit muß stimmen (Tage nicht
> zu kurz, nicht zu lang, wegen Temperaturen).
Hier spielen IMHO andere Faktoren eine wichtigere Rolle: Selbst wenn man erwartet, dass prinzipiell der größte Teil der (Land-) Fläche des Planeten erträglich temperiert ist, wird die planetare Durchschnittstemperatur weniger durch Tag und Nacht als vielmehr durch die Beschaffenheit der Atmosphäre, die klimatischen Bedingungen und sogar die Beschaffenheit des Planetenkerns bestimmt - kurz, darüber, wie schnell und wie gleichmäßig sich Wärme verteilt.
Und dann kann man natürlich auch noch etwas zurückstehen und nur die Pole oder das Äquatorgebiet als bewohnbar deklarieren.
> Da müssen also noch deutlich mehr Faktoren einbezogen/zutreffend
> sein,, als nur der "richtige" Abstand zu einer Sonne - um von einem
> "erdähnlichen" Planeten zu sprechen.
Das kommt drauf an. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter „erdähnlich“ häufig was anderes verstanden als die Astronomen das tun. Dort heißt erdähnlich nämlich nur, dass es ein Gesteinsplanet ist – Merkur, Venus und Mars sind also auch erdähnlich. Leben ist uns dort nicht bekannt.
> So wäre z.B. auch die Erde nur ein toter Gesteinsbrocken, wenn
> sie kein Magnetfeld hätte, welches das Leben auf der Erde vor
> dem sog. Sonnenwind schützt.Die Strahlenbelastung aus dem Weltraum
> wäre ohne Magnetfeld viel zu hoch, um Leben auf der Erde zu ermöglichen
> (das ist übrigens auch einer von vielen Gründen, warum ein Terraforming
> des
> Mars, reine Illusion ist).
Das halte ich für falsch. Leben im Wasser dürfte von einer hohen Strahlenbelastung weniger berührt sein.
> Um nur mal einen von sehr, sehr vielen weiteren Faktoren zu nennen, die
> eben *auch* gegeben sein müssen....und über die man bei Kepler 22b
> nichts weiss.
>
> Von daher sind solche reisserischen Aussagen wie "erdähnlich" und
> "könnte bewohnbar sein" nichts weiter als nur sensationsheischende
> Spekulation.
Wie gesagt, kommt immer drauf an, was erdähnlich oder bewohnbar bedeutet. Aus meiner Sicht ist z.B.auch der Mond bewohnbar – du brauchst nur eine entsprechende Wohnung. ;-)
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.
An der Dichte kann man das schwer festmachen. Ist die Dichte z. B. zu hoch, ist die Kerntemperatur des Planeten zu hoch, sodaß ständig heftige tektonische Vorgänge an der Oberfläche stattfinden (mit entsprechend ausströmenden Gasen -> Treibhauseffekt). Und das ist keine gute Grundlage für stabile Verhältnisse.
ist die Dichte gering, muß der Planet größer sein. Überschreitet er eine gewisse Größe, muß die Rotationsgeschwindigkeit höher sein, um nicht eine Seite zu grillen, während die andere Seite erfriert. Dreht sich die Kugel zu schnell, ist das Wettergeschehen wiederum zu heftig. Leben? Pustekuchen, im wahrsten Sinne des Wortes ^^
Wenn der Planet mit seiner Schwerkraft alleine die Atmosphäre nicht halten kann, entwickeln sich keine stabilen Verhältnisse. Wie Du schon angemerkt hast, ist eine nur durch die Vegetation gehaltene Balance zu fragil, um Rahmenbedingungen zu schaffen, welche dauerhaft Leben ermöglichen (wie fragil schon das System auf der Erde ist, dürfte jedem klar sein). Ginge das mit der „Vegetations-Balance“ tatsächlich, würde der Mars nach wie vor Leben in unserem Sinne (kohlenstoffbasiert) beherbergen. Die Vegetation hätte sich den Bedingungen der schwindenden Atmosphäre angepaßt. Die Gashülle wurde ja nicht plötzlich weggeblasen.
Die Rahmenbedingungen, welche Leben in unserem Sinne ermöglichen, sind relativ klar umrissen und bekannt. Und es gibt nach der Drake-Gleichung (N=N* x fp x ne x f1 x fi x fc x L) allein in unserer Galaxie irrsinnig viele erdähnliche Planeten mit Leben (welches auch Technologie hervorgebracht hat).
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Lesen gefährdet die Dummheit シ
> Die Rahmenbedingungen, welche Leben in unserem Sinne ermöglichen, sind
> relativ klar umrissen und bekannt. Und es gibt nach der Drake-Gleichung
> (N=N* x fp x ne x f1 x fi x fc x L) allein in unserer Galaxie irrsinnig
> viele erdähnliche Planeten mit Leben (welches auch Technologie
> hervorgebracht hat).
Nein. Einige Faktoren sind extrem ungenau bis völlig unbekannt (fl, fi, fc, L, um genau zu sein). Die Schätzungen reichen wohl von einer Zivilisation (unserer) zu vier Millionen (Drake-Gleichung: Modelle).
Außerdem ist in der Drake-Gleichung der erste Faktor R*, nicht N*, und der vierte ist fl (mit "L", wie "Life"), nicht f1 (mit "eins").
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.
Replay schrieb:
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> An der Dichte kann man das schwer festmachen. Ist die
> Dichte z. B. zu hoch, ist die Kerntemperatur des Planeten
> zu hoch, sodaß ständig heftige tektonische Vorgänge an
> der Oberfläche stattfinden (mit entsprechend ausströmenden
> Gasen -> Treibhauseffekt). Und das ist keine gute Grundlage
> für stabile Verhältnisse.
Ich muss widersprechen: Die Dichte eines Planeten steht in keinem direkten Zusammenhang dazu, ob sein Kern abgekühlt ist oder nicht. Generell ist bei zwei Körpern gleicher Abmessung der mit der höheren Dichte stabiler, was sich tendenziell auch dann bemerkbar macht, wenn der Körper - wie ein Planet - inhomogen sein sollte. Höhere Dichte bedeutet bei Planeten das stärkere Aufkommen schwererer Elemente, und da diese absinken, bleibt die Kruste im Vergleich schwächer. Dass muss aber nichts heißen, denn die aus leichteren Elementen bestehende Erdkruste wäre keinen Deut instabiler (der stabiler), wäre der Erdkern dichter.
Der Treibhauseffekt ist übrigens enorm wichtig. Ohne Treibhausgase hätte es die ersten Organismen nicht gegeben, die dann anfingen, die Atmosphäre mit einem Stoffwechselgift namens Sauerstoff anzureichern, welches wir heute so super finden.
> ist die Dichte gering, muß der Planet größer sein.
Ich denke, wir sind uns einig, dass alle Bedingungen wie Abmessung, Dichte, Zusammensetzung eines Planeten "harmonisch" sein müssen. Eine fluffige Riesenkugel kann ebenso wenig Leben (wie wir es kennen) ermöglichen wie eine hochverdichtete Murmel. Anders herum könnte aber auch ein Planet von der Größe der Erde, der etwas weniger oder wesentlich mehr mittlere Dichte aufweist, nicht mehr so gemütlich sein, wie wir es gewohnt sind. ;-)
> Überschreitet er eine gewisse Größe, muß die
> Rotationsgeschwindigkeit höher sein, um nicht eine
> Seite zu grillen, während die andere Seite erfriert.
Wenn dem nicht so ist, ist Leben trotzdem möglich - es müsste im Bereich der Terminatorlinie leben, wo es zwischen heiß und kalt einigermaßen kommod ist. Je nach Entfernung zur Sonne ist womöglich auch nur der heiße oder der kalte Bereich bewohnbar. Das Leben dort würde entweder pausieren, wenn die Bedingungen gerade nicht stimmen, oder wäre nomadisch und würde der jeweiligen Zone bzw. Terminatorlinie wandernd folgen.
> Ginge das mit der "Vegetations-Balance" tatsächlich,
> würde der Mars nach wie vor Leben in unserem Sinne
> (kohlenstoffbasiert) beherbergen. Die Vegetation hätte
> sich den Bedingungen der schwindenden Atmosphäre
> angepaßt. Die Gashülle wurde ja nicht plötzlich
> weggeblasen.
Du zäumst das Pferd von hinten auf. Wenn die Atmosphäre dünner wird, geschieht das ja nicht einfach so, sondern weil die Vegetation sie nicht mehr ergänzen kann. Und Vegetation kann durch Faktoren beeinflusst werden, die wiederum mit der Atmosphäre erst einmal gar nichts zu tun haben.
Beispiel: Ein großflächiger Waldbrand, der weite Teile der Vegetation zerstört und dessen Rauch gleichzeitig die Sonneneinstrahlung auf die unzerstörten Teile vermindert, reduziert die Atmosphärenregeneration. Die Vegetation kann sich zwar theoretisch erholen, muss das aber unter Bedingungen schaffen, die sie eigentlich nur erstellen kann, wenn sie bei bester Gesundheit ist.
Die Auslöser dafür, dass (auch stabilere) selbstregenerierende Systeme kippen, sind zumeist Faktoren, die während der Entstehung des Gleichgewichts nicht existierten oder von außen kommen. Katastrophen wie Asteroideneinschläge oder Supervulkane würden selbst ein stabileres Öko-System wie das der Erde kippen lassen. Trotzdem erklären wir die Erde nicht als tendenziell unbewohnbar, nur weil die Lebensbedingungen jederzeit zerstört werden könnten.
Ich habe die Drake-Gleichung aus dem Kopf zu später Stunde geschrieben...
Mit Faktoren meinte ich die Parameter des möglichen Planeten. Und je mehr man weiß, desto größer wird die Zahl der Planeten mit möglichem Leben. Das sieht man ja schon an der Erde, daß ständig neue Arten entdeckt werden und Bezüge der Arten untereinander in Verbindung stehen oder eben nicht.
Ich vermute die Zahl der Planeten in unserer Galaxie mit Leben (egal ob technologisch aktiv oder nicht) sogar in einem achtstelligen Bereich. Die Naturgesetze gelten überall im Weltraum, nicht nur auf der Erde. Überall wo Leben möglich ist, entsteht welches. Es gibt wohl mehrere Wege, wie sich Leben entwickelt. Es ist also nicht die Ausnahme, sondern die Regel.
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Lesen gefährdet die Dummheit シ
Sermon hat zum Teil schon recht. UV-Strahlung wirkt zersetzend auf jederlei organische Moleküle, Evolution hin oder her, ohne Molekülketten gehts halt nicht. Es braucht ein Magnetfeld um UV-Strahlung abzuschirmen und dafür braucht es wiederum einen passend proportionierten Eisenkern.
Man könnte ja einen Blick auf die Atmosphäre werfen, aber man kann den Planeten ja nicht direkt ansehen, sondern nur beobachten wieviel Licht er von seiner Sonne verschluckt, wenn er sich daran vorbeidreht. Das macht das ganze Unterfangen doch etwas schwierig.
Vieleicht irgendwann...
Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
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> Soweit ich weiß, ist die Existenz des Magnetfeldes sogar für Lebewesen, die
> sich unter dem Schutz desselben entwickelt haben, nur förderlich, nicht
> aber zwingend nötig.
Also ich kenne die These, das Leben hätte sich vermutlich nur unbedeutend anders entwickelt. Auf dem Land hätte sich zumindest keine höhere Lebensform entwickeln können. Wie auch immer "höhere Lebensform" definiert sein mag.
> Es gab in der Erdgeschichte immer wieder Phasen, in
> denen das Magnetfeld so schwach war, dass es praktisch keinen Schutz vor
> dem Sonnenwind bot - das Leben in der jeweiligen Epoche hat es trotzdem
> überstanden.
Phasen! Das ist das entscheidende! Das Leben stirbt nicht schlagartig aus, wenn das Magnetfeld weg ist. Es dauert ein paar Jahrhunderte oder gar Jahrtausende. Dafür war das Magnet nie lange genug weg.
Es wird sogar vermutet, dass die Genveränderung aufgrund der Strahlenbelastung positiv auf die Evolution gewirkt haben könnte, weil Mutaionen entstanden sind, die sonst nicht entstanden wären.
Aufm Mars ists so in etwa wie bei uns in 30 km Höhe.
Mal gucken, was so bei uns dort oben überleben und sich sogar diversif weiter anpassen kann.
Wie isses denn mit Bakterien unter Labor-Marsbedingungen?
Sehr seltsam: noch immer läßt sich nicht mal unter archaischen irdischen Bedingungen im LaborZeitraffer Leben bewirken.
Bevor wir nicht mal das schaffen, können wir bzgl. externer Lebensquellen nur Märchen erfinden.
Vermutlich haben wir da Essentielles noch längst nicht kapiert.
Mr. Banana schrieb:
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> ... Es braucht ein Magnetfeld um UV-Strahlung abzuschirmen und dafür
> braucht es wiederum einen passend proportionierten Eisenkern.
Das stimmt nicht. Der Ozean schirmt auch ganz gut ab. Im Wasser lebende Lebewesen haben kein großes Problem mit Beschuss von der Sonne. Und außerdem schützt uns die Ozonschicht vor UV-Licht, nicht das Magnetfeld.
Mr. Banana schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Sermon hat zum Teil schon recht. UV-Strahlung wirkt
> zersetzend auf jederlei organische Moleküle, Evolution
> hin oder her, ohne Molekülketten gehts halt nicht.
Die entstehen in der Regel in einer Lösung, welche die Abschirmung übernimmt, falls die Atmosphäre das nicht leisten kann. Und sobald das Leben die Ursuppe verlässt, hat es in der Regel Schutzmechanismen entwickelt - wir halten ja auch 'ne menge UV-Licht aus, obwohl wir auch nur aus Molekülketten bestehen.
> Es braucht ein Magnetfeld um UV-Strahlung abzuschirmen
> und dafür braucht es wiederum einen passend proportionierten
> Eisenkern.
Du verwechselst da etwas: Das Magnetfeld hält überwiegend den Sonnenwind ab und der ist für Organismen kein unmittelbares Problem. Vor UV-Licht schützt die Atmosphäre.
Threat-Anzeiger schrieb:
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> Sermon schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Da müssen also noch deutlich mehr Faktoren einbezogen/zutreffend
> > sein,, als nur der "richtige" Abstand zu einer Sonne - um von einem
> > "erdähnlichen" Planeten zu sprechen.
> >
> > So wäre z.B. auch die Erde nur ein toter Gesteinsbrocken, wenn
> > sie kein Magnetfeld hätte, welches das Leben auf der Erde vor
> > dem sog. Sonnenwind schützt.Die Strahlenbelastung aus dem Weltraum
> > wäre ohne Magnetfeld viel zu hoch, um Leben auf der Erde zu ermöglichen
> > (das ist übrigens auch einer von vielen Gründen, warum ein Terraforming
> > des
> > Mars, reine Illusion ist).
> >
> > Um nur mal einen von sehr, sehr vielen weiteren Faktoren zu nennen, die
> > eben *auch* gegeben sein müssen....und über die man bei Kepler 22b
> > nichts weiss.
> >
> > Von daher sind solche reisserischen Aussagen wie "erdähnlich" und
> > "könnte bewohnbar sein" nichts weiter als nur sensationsheischende
> > Spekulation.
>
> hast du vielleicht mal dran gedacht, dass es auf dem Mars bereits
> "bewohnbare" konditionen gegeben haben könnte? Neueren Erkenntnissen
> zufolge war der Mars vor ein paar hundert millionen Jahren durchaus
> erdähnlich, bevor der treibhauseffekt eingesetzt hat, und das wasser
> verdampft ist.
der mars hat nicht genug masse, um eine _für_uns_ ausreichende atmosphäre zu halten. luftdruck und temperatur wären selbst bei einer vollständigen terraformung immer so niedrig, dass menschen schutzkleidung und atemmasken benötigen würden.
ja, der mars hat nach heutigen erkenntnissen früher eine andere atmosphäre gehabt als heute - aber nie eine mit den bedingungen auf der erde vergleichbare.
wenn du schon planeten innerhalb unseres sonnensystems vergleichst, ist die venus noch am erdähnlichsten (ähnliche masse, ähnliche chemische zusammensetzung). nur sorgt die andere eigendrehung der venus dafür, dass die dortigen bedingungen noch deutlich schlechter für uns sind als die auf dem mars.
Sermon schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Da müssen also noch deutlich mehr Faktoren einbezogen/zutreffend
> sein,, als nur der "richtige" Abstand zu einer Sonne - um von einem
> "erdähnlichen" Planeten zu sprechen.
>
Das Bedeutet aber nicht das jedes Lebewesen generell Sauerstoff um leben braucht.
> So wäre z.B. auch die Erde nur ein toter Gesteinsbrocken, wenn
> sie kein Magnetfeld hätte, welches das Leben auf der Erde vor
> dem sog. Sonnenwind schützt.Die Strahlenbelastung aus dem Weltraum
> wäre ohne Magnetfeld viel zu hoch, um Leben auf der Erde zu ermöglichen
> (das ist übrigens auch einer von vielen Gründen, warum ein Terraforming
> des
> Mars, reine Illusion ist).
>
Sehe ich anders. Es gibt Lebewesen die sogar ohne dem Magnetfeld der Erde leben können. Und es ist sogar bewiesen das es die se Lebenwesen gibt !. wird müssen und dürfen nicht von uns auf andere Schließen. Oder kannst du behaupten das du in heißen wasser Vulkanquellen ( um die 80° und wärmer) als Mensch leben kannst ? . es gibt Lebewesendie auch hier leben können. einige beispiele sieht man z.B: in der Tiefsee z.B. Röhrenwürmer. Die Leben zwar nicht direkt darin aber in der nähe davon und können mehr Temperaur ab als wir Menschen. Dann wäre noch die Region des ewigen Eises (Nord/Südpol) . Auch hier gibt es viele Lebewesen die sich Klimatisch an deren Umgebung angepasst haben. Über wie Unterwasser. Es Herrschen temperaturen wo ein Mensch Ohne geeignete Schutzkleidung binnen weniger Minuten Erfrieren würde. Im Weltall hat man damals noch mit den Space Shuttels Tests mit Pflanzen und Lebewesen gemacht und die der Strahlung direkt ausgesetzt. Auch hier wurden zwar Veränderungen gezeigt (einige haben das überlebt andere nicht)
aber Unöglich ohne den Schutz der Erde ist es definitv nicht.
> Um nur mal einen von sehr, sehr vielen weiteren Faktoren zu nennen, die
> eben *auch* gegeben sein müssen....und über die man bei Kepler 22b
> nichts weiss.
>
> Von daher sind solche reisserischen Aussagen wie "erdähnlich" und
> "könnte bewohnbar sein" nichts weiter als nur sensationsheischende
> Spekulation.
Man kann anhand diverser Messungen über das Lichtspektrum und anderen möglichkeiten feststellen ob Erdähnlich oder nicht. Klar das 600 Lichtjahre kein Pappenstiel ist und diese Strecke eine Beachliche Kolonne mit Nullen ist.
wir als mensche nversuchen und zu Orientieren an dem erklärbaren "fassbaren " oder schlichtweg einfach Logischen. Alles was wir uns noch nicht erklären können bleibt geheimnisvoll , bis wir eine Erklärung für das gefunden haben. So wird auch die entsprechende vorrausetzung zum erdähnlichen planeten solange im verborgenen bleiben bis wir dahingeflogen sind und uns direkt überzeugt haben. wir müssen aber auch hier Feststellen das dies ein Generationskonflikt wird. denn wer lebt bitteschön länger als 600 Jahre? . Auf der Erde liegt der Durchscnitt bei ca. 70-80 Jahren . es wären also über 6-8 Generationen notwendig bis man dort ankommt. Gemessen in einem Zeitrahmen den wir menschen Definiert haben.
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