Schreibe gerade meine Bachelorarbeit in Wirtschaftsinformatik. Eigentlich wollte ich den Master machen. Aber ich hatte mittlerweile drei Vorstellungsgespräche und zwei Verträge hier liegen ohne je ne Bewerbung geschrieben zu haben und das auch noch mit nem Einstiegsgehalt, welches ich erst nach ein paar Jahren Berufserfahrung erwartet hätte (>45k). Im Moment kann man die Firmen wirklich gegeneinander ausspielen. Besonders die kleineren und mittelständischen haben derzeit immens Probleme und locken Absolventen mit soliden Einstiegsgehälter und Fortbildung für teueren Zerifikate, weil jeder zu den Großen möchte.
Da ich am Bodensee studiere, wirds mich wohl auch wie viele meiner Kollegen in die Schweiz ziehen. Die haben ähnliche Probleme, zahlen ein bissl besser und die Steuern sind weitaus niedriger.
Glückwunsch an alle die sich für ein Studium der Naturwissenschaften entschieden haben....
> Da ich am Bodensee studiere, wirds mich wohl auch
> wie viele meiner Kollegen in die Schweiz ziehen.
> Die haben ähnliche Probleme, zahlen ein bissl
> besser und die Steuern sind weitaus niedriger.
Ist in Ordnung, rechne nichtsdestoweniger genau nach. Die Altersversorgung ist in der Schweiz ganz anders geregelt als in Deutschland. Deren Kosten sieht man erst, wenn die diversen Pensionskassen ihren Anteil einfordern. Zahnbehandlung ist reine Privatsache, kann gut sein, vielleicht aber auch nicht. Zu den Lebenshaltungskosten in der Schweiz ist sicher kein Kommentar nötig.
Seit wann gehört Wirtschaftsinformaitk zu den Naturwissenschaften? Da hast Du keine 10% im Studium drin.
kann ich nicht bestätigen. hab seit januar mein diplom (letzter diplomjahrgang) in informationstechnik schwerpunkt technische infromatik mit weiteren schwerpunkten in der hochfrequenztechnik. ich und mind. 6 andere aus meinem jahrang sind heute noch auf jobsuche. 3 vorstellungsgespräche gehabt 20 bewerbunge geschrieben. (gespräche zwar positiv aber jedoch noch jemand besseren begfunden) wäre froh wenn ich dieses jahr noch nen job bekomme im bereich embeded systems / rfid/ HF.
Bin also auch mehr oder weniger indterdisziplinär ausgebildet. jedoch merk ich von dem mangel nix. und ich glaub auch nich dass die 6 anderen genauso ein pech haben. es sieht im moment gar nich gut aus. selbst dienstleister haben nix.
so long
okay, du lässt dich also 16 (13 + ~3) jahre auf steuerkosten ausbilden und ziehst dann ins ausland um ein paar hundert euro mehr abzuräumen.
...und deine eltern werden sich dann noch beschweren, dass sie kaum rente bekommen (stichwirt: generationenvertrag) - machmal bleibt einem nur zu staunen :o)
Ich finde es gut.
Der Generationsvertrag kann funktionieren, wenn die dt. Politiker erstens die Karten auf den Tisch legen, und die Rente endlich an die Lebenserwartung koppeln, so dass ma nicht, wie jetzt, im Schnitt 18 Jahre Rente bezieht.
Zweitens müssen die Steuern und vor allem die Sozialabgaben endlich ein Niveau erreichen, welches zumindest europaweit wettbewerbsfähig sind. Man schaue sich nur mal die zahlreichen Länder an, welche bereits eine Flat-Tax haben und damit wirklich mal eine leistungsgerechte Steuer eingeführt haben.
Es ist natürlich eine Frecheit, wenn man einem gesunden Mittzwanziger 500 EUR für seine Krankenversicherung abknöpft, in welcher er zwangsversichert ist. Solche Ungerechtigkeiten sollten abgeschafft werden, dann wandern die gut ausgebildeten Deutschen auch nicht mehr sofort nach dem Studienabschluss aus.
> okay, du lässt dich also 16 (13 + ~3) jahre auf
> steuerkosten ausbilden und ziehst dann ins ausland
> um ein paar hundert euro mehr abzuräumen.
Das ist zwar so, aber das würde ich nie jemandem privat vorwerfen. Selbstverständlich schaut jeder von uns - auch alle Teilnehmer dieses Forums - in allererster Linie nach seinem persönlichen Vorteil. Das liegt in unserer Natur, darauf baut in der Folge unsere gesamte Gesellschaftsordnung auf (die berühmte Konkurrenz).
So lange solche Aktionen ausgeglichen ablaufen, geschieht auch gesamtgesellschaftlich nichts Bedeutendes. Es läuft halt nicht ausgeglichen. Dabei ist jetzt das Verhältnis D/CH eine eher unbedeutende Fragestellung. Viel dramatischer ist der "brain drain", d.h. die gleiche Wanderung, jedoch aus den ärmeren afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern (Asien kann man langsam ausklammern) in die weiter entwickelten Ländern.
Das ist ja wohl nicht das selbe :)
Rainer Haessner schrieb:
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> > > okay, du lässt dich also 16 (13 + ~3) jahre
> auf
> steuerkosten ausbilden und ziehst dann
> ins ausland
> um ein paar hundert euro mehr
> abzuräumen.
>
> Das ist zwar so, aber das würde ich nie jemandem
> privat vorwerfen. Selbstverständlich schaut jeder
> von uns - auch alle Teilnehmer dieses Forums - in
> allererster Linie nach seinem persönlichen
> Vorteil. Das liegt in unserer Natur, darauf baut
> in der Folge unsere gesamte Gesellschaftsordnung
> auf (die berühmte Konkurrenz).
>
> So lange solche Aktionen ausgeglichen ablaufen,
> geschieht auch gesamtgesellschaftlich nichts
> Bedeutendes. Es läuft halt nicht ausgeglichen.
> Dabei ist jetzt das Verhältnis D/CH eine eher
> unbedeutende Fragestellung. Viel dramatischer ist
> der "brain drain", d.h. die gleiche Wanderung,
> jedoch aus den ärmeren afrikanischen und
> lateinamerikanischen Ländern (Asien kann man
> langsam ausklammern) in die weiter entwickelten
> Ländern.
Es geht im U.K. bei it-Cambridge_Absolventen, deren Gehalt
mehr als minimal ist, um Lohndumping mittels Asiaten haha.
Ceterum censeo: Wir brauchen Inder und Pakistaner eigentlich
in Europa überhaupt nicht.Ultra-Liberalismus
wünscht Minimal-Lohn und repressives Regime!
einstein2009 schrieb:
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> Schreibe gerade meine Bachelorarbeit in
> Wirtschaftsinformatik. Eigentlich wollte ich den
> Master machen. Aber ich hatte mittlerweile drei
> Vorstellungsgespräche und zwei Verträge hier
> liegen ohne je ne Bewerbung geschrieben zu haben
> und das auch noch mit nem Einstiegsgehalt, welches
> ich erst nach ein paar Jahren Berufserfahrung
> erwartet hätte (>45k). Im Moment kann man die
45k in der Schweiz? Falls das sein sollte, l
ass dich nicht verarschen.
Für D wärs viel.
> Firmen wirklich gegeneinander ausspielen.
> Besonders die kleineren und mittelständischen
> haben derzeit immens Probleme und locken
> Absolventen mit soliden Einstiegsgehälter und
> Fortbildung für teueren Zerifikate, weil jeder zu
> den Großen möchte.
> Da ich am Bodensee studiere, wirds mich wohl auch
> wie viele meiner Kollegen in die Schweiz ziehen.
> Die haben ähnliche Probleme, zahlen ein bissl
> besser und die Steuern sind weitaus niedriger.
Lass raten, Konstanz, Weingarten?
> Glückwunsch an alle die sich für ein Studium der
> Naturwissenschaften entschieden haben....
Er hat net Technische Informatik sondern WIRTSCHAFTS-Informatik BACHELOR gemacht, netmal Master. Von den Diplomanten die wir hier hatten kann ich sagen: Excel/Access ist da das was "Informatik" ist.
Das ist leider das große Problem der Wirtschaftsinformatik. Viele Absolventen haben leider nur wenig Ahnung von Informatik!
Aber es gibt auch welche, die den Titel Informatiker zu recht tragen!
Da schließ ich mich mal ein ;)
Also 500€ für pflichtversicherte kann gar nicht sein. Da gibt es eine Bemessungsgrenze, so dass der Max-Beitrag bei ca 300€ liegt. Und seit diesem Monat wurde der Beitragssatz veringert, so dass es ca 290€ maximal sein sollten.
nennt sich Globalisierung und wird sonst immer so hoch gepriesen.
Solidarität einfordern, aber nie solidarisch sein?
Vergiss es.
Da ist der "Steuerzahler" selber schuld, wenn er nicht auf bessere Arbeitsbedingungen pocht.
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