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Eher gefährlich

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  1. Eher gefährlich

    Autor Danse Macabre 24.06.11 - 18:16

    Wahrscheinlich werden solche Assistenzsysteme eher in Fahrzeugen der gehobenen Klasse zu finden sein. Damit bliebe ja Zeit, während der Fahrt in Verträgen zu blättern, mit seinem SmartPhone zu spielen oder eben doch noch ein wenig vor sich hin zu dösen, bevor der nächste Kundentermin ansteht. Ich vermute, die "erzwungene" Passivität am Steuer führt tatsächlich zu einer stark verminderten Aufmerksamkeit.

  2. Re: Eher gefährlich

    Autor ChrisK 24.06.11 - 19:21

    und weiter? das auto reagiert in jedem fall schneller als du, egal ob du aufmerksam bist oder nicht. aktuell bist also du eher eine gefahr als das auto...

  3. Re: Eher gefährlich

    Autor riuk 24.06.11 - 19:28

    Ja, der Mann hinter der Waffe ist die Gefahr, nicht die Waffe.

    Aber mal im ernst: Schön, aber wenn gesagt wird man muss das System aktiv überwachen, finde ich das komisch.
    Ich kann mir schwer vorstellen, dass ich 4 Stunden aufmerksam sein kann wenn ich nicht selbst fahre. Entweder ich gebe die kontrolle ab oder ich fahre selbst, bei einem System das alle 100 km eine korrektur bedarf bin ich mistrauisch.

  4. Re: Eher gefährlich

    Autor Paritz 24.06.11 - 19:32

    > Entweder ich gebe die kontrolle ab oder ich
    > fahre selbst,

    Ja klar gibt man die Kontrolle ab, aber eben nicht die Verantwortlichkeit. Man ist halt Chef und damit auch für seine Untergebenen - in diesem Fall eine Automatik - verantwortlich.

  5. Re: Eher gefährlich

    Autor ChrisK 24.06.11 - 19:35

    naja, für mich ist die situation klar. die von vw wissen, dass ihr system funktioniert. sie haben es erprobt und erfahrungen gesammelt. in jeder ihrer situationen hat das system vermutlich einwandfrei funktioniert. das ersetzt natürlich nicht den einsatz in großem umfang. sie können einfach nicht ausschließen, dass irgendwas schief geht. für diesen fall die klausel, dass der fahrer in jedem fall aufmerksam sein muss. dadurch übergeben sie die haftung an den fahrzeugführer. wenn das system eingeführt wurde und man feststellt, dass es zu 99,999% richtig funktioniert, wird die klausel gestrichen.
    mich würde es nicht wundern, wenn man künftig bilder von menschen im internet findet, die schlafend mit 130kmh über die autobahn fahren...

  6. Re: Eher gefährlich

    Autor Avarion 24.06.11 - 19:57

    Der Fahrer wird alleine schon wegen möglicher Tempobegrenzungen aufmerksam sein müssen. Ich hab nichts davon gelesen, daß das System dafür eine Erkennung hat.

  7. Re: Eher gefährlich

    Autor lokke009 24.06.11 - 23:29

    Avarion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Fahrer wird alleine schon wegen möglicher Tempobegrenzungen aufmerksam
    > sein müssen. Ich hab nichts davon gelesen, daß das System dafür eine
    > Erkennung hat.
    Was ich sowieso total peinlich finde.
    Schildererkennung kann ja wohl nicht so teuer sein, wenn man eh schon endlos viele Sensoren hat.

  8. Re: Eher gefährlich

    Autor Necrosis 25.06.11 - 00:03

    glaubst gar nicht, wie schwer solche grafische Verarbeitung sein kann. Das System muss nämlich nicht nur das Schild erkennen (auch unter schlechten Bedingungen wie Regen, Nebel, Nacht, schräges Schild, angeschneites Schild), sondern auch andere Dinge wie z.B. schilderähnliche Symbole herausfiltern... nachher deutet das System den 80er Aufkleber am LKW vor dir als 80er Schild??

    Das ist programmierarbeit ohne Ende, die Algorithmen dafür sind extrem kompliziert umzusetzen. Wenn es überhaupt fehlerfrei möglich ist, denn das will ich schon so bezweifeln.

    Noch was: es gibt Schilder, welche sich nur z.B. auf die Strecke der nächsten zwei Einfahren beschränken. Dazu müsste also noch eine komplette Weltumgebungserkennung dazu. Und was ist mit Baustellen und sonstigen Eventualitäten? Nicht umsonst gibt es noch kein Auto auf der Straße ( auch nicht von den Entwicklerteams), welches ohne menschliche Eingriffe auskommt in besonderen Situationen. Und das wird sich auch innerhalb der nächsten 50 Jahre nicht ändern, das Problem ist einfach zu komplex. Sobald das einwandfrei funktioniert, braucht der Mensch nichts auf der Welt mehr zu machen, denn es gibt nichts komplexeres....

  9. Re: Eher gefährlich

    Autor lokke009 25.06.11 - 01:18

    Necrosis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > glaubst gar nicht, wie schwer solche grafische Verarbeitung sein kann. Das
    > System muss nämlich nicht nur das Schild erkennen (auch unter schlechten
    > Bedingungen wie Regen, Nebel, Nacht, schräges Schild, angeschneites
    > Schild),
    Dass die Systeme bei Wetterproblem aufgeben ist schon klar.
    Reifen haften irgendwann auch nicht mehr und da hilft keine Technik bisher ;)
    "Ermessen des Fahrers" ist da das stichwort.

    > sondern auch andere Dinge wie z.B. schilderähnliche Symbole
    > herausfiltern... nachher deutet das System den 80er Aufkleber am LKW vor
    > dir als 80er Schild??
    Das ist ehrlich gesagt gar nicht so schwer umsetzbar. Der Bus/LKW fährt schließlich auf der gleichen oder zumindest auf einer danebenliegenden Spur, die Tafeln oder Schilder sind immer oberhalb oder seitlich der Straße.

    > Das ist programmierarbeit ohne Ende, die Algorithmen dafür sind extrem
    > kompliziert umzusetzen.
    Deswegen befassen sich damit ja auch schon viele schlaue Köppe seit Jahren.

    > Wenn es überhaupt fehlerfrei möglich ist, denn das
    > will ich schon so bezweifeln.
    Irgendwann mal ja, heutzutage, nope.

    > Noch was: es gibt Schilder, welche sich nur z.B. auf die Strecke der
    > nächsten zwei Einfahren beschränken.
    Es gibt Schilder die über explizit ZWEI oder generell eine festgelegte Anzahl Einfahrten größer 1 beschränkt sind ?
    Mir fallen spontan die ein, die eben nur bis zur nächsten Kreuzung gelten - und dann erneut ausgewiesen werden müssen...aber sonst ?

    > Dazu müsste also noch eine komplette
    > Weltumgebungserkennung dazu. Und was ist mit Baustellen und sonstigen
    > Eventualitäten?
    Autopilot aus. It's that simple. Schlafen darf der Fahrer ja sowieso nicht.

    > Nicht umsonst gibt es noch kein Auto auf der Straße ( auch
    > nicht von den Entwicklerteams), welches ohne menschliche Eingriffe auskommt
    > in besonderen Situationen. Und das wird sich auch innerhalb der nächsten 50
    > Jahre nicht ändern, das Problem ist einfach zu komplex.
    Die Dinger fahren aber schon erstaunlich gut. Muss man ja mal so sagen.

    > Sobald das
    > einwandfrei funktioniert, braucht der Mensch nichts auf der Welt mehr zu
    > machen, denn es gibt nichts komplexeres....
    Selten so geschmunzelt o.O

    Freu dich erstmal auf die Probleme die wir in 50 Jahren haben. Von mir aus nimm nur die rein logischer Natur, nicht so Sachen wie ein evtl. explodiertes AKW oder so krankes (bzw. krankmachendes ? ;)) Zeug :D

  10. Re: Eher gefährlich

    Autor Hello_World 25.06.11 - 03:51

    Necrosis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sobald das
    > einwandfrei funktioniert, braucht der Mensch nichts auf der Welt mehr zu
    > machen, denn es gibt nichts komplexeres....
    Es gibt nichts komplexeres als Autofahren? Oh Mann, in Deiner Welt möchte ich leben...

  11. Re: Eher gefährlich

    Autor puerst 25.06.11 - 08:40

    Ich sehe das grosse Problem nicht einmal in der Schilderkennung (Zahl in runder Scheibe), sondern in der Auswertung der diversen Zusatztafeln ("bei Nässe", "über 7,5t", "werktags von 5:00 bis 22:00", etc.).

  12. Re: Eher gefährlich

    Autor TheUltimateStar 25.06.11 - 10:37

    Nein, eine solche Klausel wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gestrichen, das Risiko wird sich kein Autohersteller aufhalsen. Wenn dann doch mal was passiert, und 100% Zuverlässigkeit sind einfach unrealistisch, wären sie schlicht angearscht. Das versprochen zu haben und dann eines besseren belehrt zu werden dürfte ein größerer Imageschaden(also nicht den Sach/Personenschaden des vollen Reisebusses der abgedrängte in der Tankstelle explodierte ;) ) sein, als generell ehrlich zu sagen "Unser System ist zwar fast perfekt, für das letzte 1/10 Prozent Zuverlässigkeit ist jedoch der Fahrer zuständig".

  13. Re: Eher gefährlich

    Autor gisu 25.06.11 - 11:59

    Das Problem ist das die Umgebung für Computergesteuerte Fahrzeuge noch gar nicht 100% darauf optimiert sind.

    Schildererkennung ist ein schönes Spielzeug, nur eben nicht immer genau und der Interpretationsspielraum ist nicht gerade gering. Da müsste man Schilder mit Sendern ausstatten die den Fahrzeugen die Informationen senden und die Automatik setzt die Anweisung dann auch um.

    Fahrspurerkennung ist auch ganz toll, solange wie eine Fahrbahnmarkierung existiert und diese keinen Interpretationsspielraum ermöglicht. Kenne einige Straßen da ist gar kein Markierung vorhanden - der obere Belag wurde abgefräßt.

    Hindernisserkennung ist im Grund genommen eine gute Sache, gerade wenn die Witterung schlechter wird ist man auf klare Informationen angewiesen. Nur was macht das System wenn man geschnitten wird (was nicht selten vorkommt vor Autobahnabfahrten), System haut dann in die Eisen und man kann seinem Hintermann dann guten Tag sagen. Außer der Hintermann hätte ebenfalls eine Automatik die genau auf den Abstand achtet und zudem noch mit dem vorderen Fahrzeug kommuniziert um Zeitgleich zu reagieren.
    Dumm gelaufen wenn Sachschäden daraus resultieren, richtig Scheiße wenn Personen dabei zu schaden kommen.

    Autofahren ist nicht sonderlich Komplex, aber im Umfeld mit anderen Verkehrsteilnehmern wird es gerne Chaotisch. Solange wie das Umfeld nicht 100% für Automatiken optimiert wurde und solange noch normale Autos im Straßenverkehr unterwegs sind, solange wird es auch schwer für ein Automatikauto angemessen zu reagieren.
    Angemessen heißt nicht immer richtig.

    Und je mehr Technik dem Fahrer das Fahren abnimmt, desto "unvorsichtiger" wird eben gefahren, immer im Glauben die Automatik wirds schon richten. Der Prozess schleicht sich langsam ein, der Mensch ist im Grundprinzip Faul wenn es um Routinearbeiten geht.
    Wie viele fahren heute noch so wie sie es in der Fahrschule mal gelernt haben?

    Wenn Automatiken Konsequent für alle Fahrzeuge gelten, dann wird der Staßenverkehr sicherer werden, weniger Tote, weniger Sachschäden, vielleicht auch weniger Stau weil Verkehrsleitsystem dann auch greifen. Den Hacking und Manipulationsfaktor lass ich dabei mal außen vor.

  14. Re: Eher gefährlich

    Autor Oldschooler 25.06.11 - 15:23

    Die Schildererkennung gibt es bereits, und funktioniert z.B. im BMW 5 GT sehr gut ( sogar bei Sonderbeschilderungen). Weiterhin erhalten Fahrzeuge der Oberklasse die Geschwindigkeitsänderungen, Baustellen ect längst online, Sensoren rund um das Auto zeigen im OnScreenDisplay in der Windschutzscheibe alle möglichen Warnungen an. Der Fahrer muss nur noch das Lenkrad bewegen, und das hat VW nun auch noch abgeschafft.

  15. Re: Eher gefährlich

    Autor Mentat 27.06.11 - 14:07

    Die letzte Worte eines VW Fahrers: "Cool ein Geisterfahrer, mal sehen ob der Autopilot auch funktioniert" ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.06.11 14:10 durch Mentat.

  16. Re: Eher gefährlich

    Autor Aviscall 30.06.11 - 12:23

    Es gibt doch heute auch Tempomat und den bekommt man ja fast schon in Serie in jedem Auto heute.
    Damit fahre ich sehr oft und es ist zum einen Spritsparender und zum anderen nimmt es einem Arbeit ab, trotzdem muss ich das System kontrolieren, da ich keine Abstandmesser oder Spursystem habe.

    Ich fühle nicht, dass ich dadurch die Kontrolle abgegeben habe, das fahren ist nur um einiges entspannter.

    Und ich denke nicht, dass dadurch das fahren gefährlicher wird, weil man unaufmerksam ist. Das System reagiert schneller als der fahrer und bremst in Gefahrensituationen effektiver als ein Mensch (Eis, Stauende,...)

    Leute, die dann denke, sie könnten betrunken fahren der schlafen oder am kleinen SmartPhone spielen wird es bestimmt geben. Aber Schalfen darf man am Steuer nicht, da man die Kontrole behalten muss, das ist bei allen Fahrzeugen so (Schiff, Flugzeug, Bus, LKW, Auto, Fahrrad,...). Wer trotzdem schläft gefährdet den Verkehr und muss auch mit entsprechenden Konsequenzen rechnen.

    Ich finde die Entwicklung jedenfalls gut, umso mehr das System haben umso besser. Weniger Spritverbrauch, weniger Staus (Rückstaus), weniger Auffahrunfälle. Vielleicht mehr Unfälle durch Systemausfall und unkonzentrierte Fahrweise. Das wird die Zukunft zeigen, was schlimmer ist.

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