Mal ganz ehrlich, die Idee ist ganz nett, die Forderung nach der Kontrolle durch den Fahrer auch verständlich, aber mit Praxis passt das doch nicht zusammen. Wenn ein Mensch nichts zu tun hat, dann wird es kritisch. Eigentlich ist das doch nur die Alibianweisung aus rechtlichen Gründen, sich stupide die ganze Zeit auf irgendetwas sinnloses zu konzentrieren klappt kaum womit diese Überwachung in der Praxis nur sehr begrenzt ausfallen dürfte. Eigentlich muss so ein System 100% zuverlässig funktionieren sodass sich der Fahrer auch darauf verlassen kann.
Exakt! Das war auch mein erster Gedanke. Wenn mir das Auto alles für den regulären Straßenverkehr abnimmt, bin ich nicht mehr konzentriert genug für Extremsituationen. Schönes Spielzeug, aber solange ich als Fahrer nicht ohne Sorgen die Augen schließen kann, ist richtet es mehr Schaden als Nutzen an.
100% zuverlässig funktioniert nicht mal der Mensch und der kann Situationen besser interpretieren als ein Computer, auch wenn er oft falsch reagiert.
Und je weniger man zu tun hat, desto schwieriger wird es die Aufmerksamkeit aufrecht zu halten. Der ein oder andere wird sicher auch noch Wege finden die Überwachungsautomatik so weit zu überlisten das man in Ruhe einen Film gucken kann.
Ich würde es besser finden wenn der Tempomat auf die Anweisungen der Verkehrsleitsysteme reagiert, so das die Anweisungen auch wirklich fruchten. Es halten sich nicht wirklich viele dran, wenn die Verkehrsleitsystem die Geschwindigkeiten drosseln wollen - solange die Bahn frei ist warum auch Bremsen.
> Exakt! Das war auch mein erster Gedanke. Wenn mir das Auto alles für den
> regulären Straßenverkehr abnimmt, bin ich nicht mehr konzentriert genug für
> Extremsituationen. Schönes Spielzeug, aber solange ich als Fahrer nicht
> ohne Sorgen die Augen schließen kann, ist richtet es mehr Schaden als
> Nutzen an.
Die Überwachung der Automatik ist ohnehin nur eine rein rechtliche Frage. Die mittlerweile verfügbaren Einparkhilfen schlagen jeden menschlichen Autofahrer. Trotzdem muß man selbst das Gaspedal betätigen, um im Fall der Fälle der Schuldige zu sein. Nötig wäre es nicht, die Automatik ist dem Menschen überlegen, die Überwachung richtet mehr Schaden als Nutzen an.
Bei autonom fahrenden Fahrzeugen ist es noch nicht so weit. Mit einer Überlegenheit der Automatik ist vielleicht in 5 Jahren zu rechnen. Die wird nicht müde, ist emotionslos, verfügt über Sensoren, die uns rein evolutionär einfach abgehen. Fehler wird eine solche überlegene Automatik trotzdem begehen. Abgesehen von technischen Defekten wird es immer wieder Situationen geben, die bei der Entwicklung nicht berücksichtigt wurden.
Dann steht aber immer die Haftungsfrage. Bis auf Weiteres wird immer der Fahrer die Verantwortung tragen, völlig unabhängig davon, ob er der schlechtere Fahrer wäre.
> 100% zuverlässig funktioniert nicht mal der Mensch und der kann Situationen
> besser interpretieren als ein Computer, auch wenn er oft falsch reagiert.
Unbekannte Situationen ...
In bekannten Szenarien ist eine Automatik überlegen. Manchmal dramatisch, die Einparkerei nannte ich an anderer Stelle. In Notsituationen fehlt beispielsweise die Reaktionszeit, ein Infrarotsensor, der im Voraus Personen entdeckt, die eventuell unbedacht die Straße betreten, fehlt uns schlicht und einfach.
Aber 100%ig wirds nie. Selbst bei fehlerfreier Funktion kommen dann immer noch niemals zuvor erlebte Szenarien. Vielleicht ist da ein menschlicher Fahrer auch besser, dafür wäre er in 200 Standardsituationen zuvor schlechter gewesen.
ich frag mich die ganze zeit schon, was diese niemals zuvor erlebten szenarien sind. es überquert anstatt eines hirschs ein elefant die straße? das erkennt die software. jemand wechselt unbedacht die spur? das erkennt die software auch. auto vor dir macht ne vollbremsung? das erkennt die software sowieso. mehr situationen gibt es auf der autobahn nicht. das einzige problem wird sein, dass in den genannten situationen die hinter einem nicht so schnell reagieren, so sie denn nicht auch über solch eine automatik verfügen. dann fahren einem selbst eben alle auf...
> ich frag mich die ganze zeit schon, was diese niemals zuvor erlebten
> szenarien sind.
Ja, das fragen sich die Entwickler auch. Wenn sie es wüßten, wären es ja keine unvorhersehbaren Ereignisse.
Neulich hatte ein A340-Pilot die Freude eines nicht vorhergesehenen Ereignisses ...
Eine Automatik wird dann gut wenn der Faktor Mensch gestrichen werden kann, nicht nur im eigenen Auto sondern auch das der anderen. Wenn die Fahrzeuge untereinander kommunizieren und den Verkehrsfluss ständig mit einander abgleichen, dann kann es gut gehen.
Aber solange das eine Seltenheit bleibt, nun wo will die Logik auch noch ansetzen wenn der Egomane einen grad schneidet oder drängelt? Auf deutschen Autobahnen geht es oft genug unberechenbar zu.
Ich hab nichts gegen Assistenzsysteme, die Informationen auswerten um den Fahrer zu warnen, oder auch mal eingreifen wenn der Reifen durchdreht oder die Kiste instabil wird. Aber je weniger der Fahrer aktiv eingreifen muss desto gefährlicher wirds, weil man sich zu sicher fühlt.
mit dem unterschied, dass ein vw nicht fliegen kann...
die anforderungen, die sich an ein auto stellen sind dramatisch geringer als bei einem flugzeug. geht die automatik kaputt, bleibt das auto stehen. das flugzeug hingegen stürzt ab. das argument zieht also nicht...
Das unvorhergesehene Ereignis war wohl eher dass das Flugzeug die Fahrbahn voreinem leergeputzt hat...
Paritz schrieb:
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> Die mittlerweile verfügbaren Einparkhilfen schlagen jeden menschlichen
> Autofahrer.
??? also die systeme die ich bisher gesehen habe können nicht annähernd mit einem guten fahrer konkurrieren, ja eigentlich sind sie bei engen parklücken sogar weitgehend nutzlos.
http://www.youtube.com/watch?v=peQc7zP-h-4 versuch mal in der stadt einen parkplatz zu finden der groß genug ist für einen lexus ls600h + 50cm vorn + 50cm hinten
Unbekannte Szenarien:
- Fahrbahnverengung in Baustellen (Spurverfolgung dürfte Problematisch sein, wenn sich Markierungen kreuzen. Fahre selber einen VW mit Spurassistenten)
- Fehlende Markierungen oder doppelte (weis/gelb bei Baustellen)
- Stauende, welches der Vordermann nicht erkennt
Nur Beispiele.
ChrisK schrieb:
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> mit dem unterschied, dass ein vw nicht fliegen kann...
> die anforderungen, die sich an ein auto stellen sind dramatisch geringer
> als bei einem flugzeug. geht die automatik kaputt, bleibt das auto stehen.
Das sollte auf der Autobahn ja kein Problem sein, da kann man ja überall halten.
> das flugzeug hingegen stürzt ab. das argument zieht also nicht...
Ob das Flugzeug abstürzt oder dir ein anderes Auto reinfährt ist relativ egal.
Und zu der Behauptung, dass Assistenzsysteme besser seien als Menschen. Hast du dir mal autonom fahrende Fahrzeuge angeschaut? Zum Beispiel die im Artikel angesprochenen? Die scheitern schon an den geringsten Kleinigkeiten und fahren auch auf gerader Strecke mal eben von der Straße. Und das alles bei sehr geringen Geschwindigkeiten. Es gibt bisher kein System, dass auch nur ansatzweise die Fähigkeiten eines durchschnittlichen menschlichen Fahrers hat, was vermutlich auch ein Grund ist, warum dieses System nur für Autobahnen und vergleichbare Straßen (ohne Spurwechsel, die Spur wird nur gehalten, Spurwechsel wäre schon wieder zu viel für das System) geeignet ist.
Die den Menschen überlegenen Systeme gibt es bisher nur in deiner Fantasie und in Science-Fiction Filmen, in der Realität ist selbst ein 18-jähriger ohne Fahrerfahrung wesentlich mindestens so gut, wie jedes existente Fahrsystem.
Gib' bei Youtube mal "google car" ein.
Assistenzsysteme sind immer mit Fehlern behaftet. Jeder der so einen Kram hat, weiß das selbst. Mittlerweile ist das nur noch Spielerei für Technikbegeisterte und Leute die das noch nie hatten (und dann merken dass es zu gefährlich ist). Genauso wie beim Tempomat. Ist in den USA vielleicht ganz gut auf den langen und öden Highways, aber hier kann man das vergessen, schon alleine weil es die Reaktion verlangsamt.
Bremsassistenten sind auch zu doof alle Situationen richtig zu erkennen, mal bremsen sie gar nicht, mal machen sie ohne Grund eine Vollbremsung.
Ich frage mich echt wie das in unserer überzüchteten TÜV-Landschaft überhaupt erlaubt wird. Da bezahlen die großen Hersteller offenbar viel Geld für...
> Bremsassistenten sind auch zu doof alle Situationen richtig zu erkennen,
Es gibt kein "doof" bei Computersystemen, es gibt einzig und allein Dinge, die der Softwareentwickler nicht bedacht hat
> mal bremsen sie gar nicht, mal machen sie ohne Grund eine Vollbremsung.
Haste dir aber schön ausgedacht ... schade, dass solche Systeme aber in der BRD sofort verboten werden würden weil sie lebensgefährlich sind ;-)
Nächstes mal recherchieren bevor du Dinge erfindest.
Dass ein solches System einmal NICHT bremst kann sein - eine Vollbremsung hingegen wäre fatal und muss sogar mechanisch unterbunden werden - was übrigens schon lange der Fall ist, bei 200 km/h wirst du es nicht schaffen eine Bremsung hinzulegen die das Auto aus der Spur geraten lässt, das ist Vergangenheit.
> Ich frage mich echt wie das in unserer überzüchteten TÜV-Landschaft
> überhaupt erlaubt wird.
In deiner fiktiven Form : garnicht.
> Da bezahlen die großen Hersteller offenbar viel
> Geld für...
Und daher sind die Systeme auch erpobt - nicht perfekt aber durchaus erprobt und zumindest in Extremsituationen (!) zuverlässig.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.06.11 09:45 durch g3p0wn3tes_0pfa.
TheUltimateStar schrieb:
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> ausfallen dürfte. Eigentlich muss so ein System 100% zuverlässig
> funktionieren sodass sich der Fahrer auch darauf verlassen kann.
Es gibt absolut nichts auf der Welt, dass 100% zuverlässig funktioniert.
... noch nicht einmal im Universum - zumindest innerhalb der Grenzen, die wir mittels unserer Physik auch nur annähernd beschreiben können.
elknipso schrieb:
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> TheUltimateStar schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> Es gibt absolut nichts auf der Welt, dass 100% zuverlässig funktioniert.
Doch !!! Das man, irgend wann mal, 2 Meter unter der Erde liegen würde ;) Und wenn man sich auf dieses Auto voll verlässt, dann wird es wohl ein wenig früher passieren.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.06.11 12:29 durch Mentat.
> Doch !!! Das man, irgend wann mal, 2 Meter unter der Erde liegen würde ;)
> Und wenn man sich auf dieses Auto voll verlässt, dann wird es wohl ein
> wenig früher passieren.
Empirisch betrachtet ist das nicht bis in alle Ewigkeit gültig - rein theoretisch ist es mittels Nanotechnologie und einer permanent-sterilen Umgebung, einer medizinisch-perfekten Ernährung in Tausenden von Jahren (eventuell... ?) möglich, unsterblich zu sein denn der Körper ist auch nur eine Maschine - wenn man ihre Teile ständig wartet und ggf. erneuert (das würde das Gehirn mit einschliessen) so kann sie bis in alle Ewigkeit funktionieren. Das ist eben derzeit noch völlig unmöglich, wir sind wissenschaftlich immernoch in den Babyschuhen
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