Angenommen, Wasser (als Rohstoff hier) würde "das neue Benzin".
Welchen Einfluss hätte das auf die Umwelt? Würde Wasser irgendwo knapp werden? Wo geht der Sauerstoff hin? Kann es davon nicht auch ein "zuviel" geben?
Mir ist nicht klar wo die Nachteile liegen und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es einfach keine gibt. Dafür ist der Mensch nicht weitsichtig genug.
Nein, Wasserstoff verbrennt mit Sauerstoff sauber zu Wasser.
Die einzige was noch schädlich ist, ist der imense Stromverbrauch beim erzeugen
Der Mehrverbrauch an Wasser dürfte, im Vergleich zum bisher üblichen, nicht die Welt ausmachen. Einmal Klospülung entspricht ja schon fast einmal volltanken. Dass Wasser an sich knapp wird, darauf können wir wohl noch einige Jahrtausende warten. Anders sieht es mit Trinkwasser aus, das wird heutzutage schon teilweise in Südeuropa knapp. Ob für die Wasserstoffproduktion aber wirklich trinkwasser benötigt wird, weiss ich nicht.
Zu viel Sauerstoff wird es hierdurch mit Sicherheit auch nicht geben, denn so viel Wasserstoff können wir gar nicht herstellen und lagern. Vergiss nicht, der freiwerdende Sauerstoff ist ja nur "übergangsweise" in der Atmosphäre, und wird in der Brennstoffzelle später wieder mit Wasserstoff zu Wasser vereint.
Gruß
Tantalus
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Angenommen, Wasser (als Rohstoff hier) würde "das neue Benzin".
>
> Welchen Einfluss hätte das auf die Umwelt?
> Würde Wasser irgendwo knapp werden?
:-)
Nein, das Wasser würde deswegen niemals knapp werden. Dein aktueller Wasserverbrauch dürfte schon um einiges höher liegen als Dein Benzinverbrauch bzw. dann der zusätzliche Verbrauch zur Wasserstoffherstellung.
> Wo geht der Sauerstoff hin? Kann es davon
> nicht auch ein "zuviel" geben?
Der Sauerstoff geht erst mal in die Luft.
Und wenn du dann mit Deinem Wasserstoffauto fährst, dann entsteht aus dem Sauerstoff + Wasserstoff wieder Wasser.
Im Prinzip fast ein geschlossener Kreislauf.
Auf jedenfall würde es dadurch nicht dauerhaft zuviel Sauerstoff geben.
Nachteile sind die etwas schwierige Lagerung von Wasserstoff (der diffundiert nämlich langsam durch fast alles hindurch) und die Explosionsgefahr zB bei Unfällen.
Danke für die guten Antworten, so kann ich mir jetzt besser was drunter vorstellen und sehe das später auch als sinnvolle Alternative.
Schön, auch mal sinnvolle Gespräche im Golem-Forum führen zu können :-)
aber sind dann icht die straßen nass?
und nasse straßen + deutschland = lost
naja, brauchen wir halt ein geistig moralische wende im kopf der autofahrer ;)
Ich weiß ja nicht, was da für Mengen an Wasser entstehen aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das nicht einer überlegt hat. Man könnte ja durch Erhitzen das entstehende Wasser direkt verdampfen lassen, aber ich weiß nicht, ob das machbar ist und ob Nebel auf den Straßen wirklich besser ist als Nässe :-D
Ist vielleicht auch nicht für Deutsches Fahrverhalten konzeptioniert, aber in asaitischen Metropolen kannste teilweise ohnehin nur Schrittempo fahren :-D
Aus der Brennstoffzelle kommt das Wasser zunächst mal sowieso als Dampf heraus. Die Mengen an Wasserdampf, die entstehen, sind i.d.R. auch nicht so gigantisch, dass sie als spürbarer Niederschlag auf der Straßenoberfläche kondensieren könnten. Zudem können immer noch die Auspuffanlagen für Brennstoffzellenautos so weiterentwickelt werden, dass ein kondensieren des Wasserdampfs auf der Straße ausgeschlossen wird. Etwas anders könnte es beim kondensieren in der Luft, also Nebelbildung aussehen. Insbesondere auf stark befahrenen Straßen, z.B. im Berufsverkehr und bei entsprechender Wetterlage.
Gruß
Tantalus
Nachher kommt sich das Wetter noch total verarscht vor und es regnet gar nicht mehr :-D
> Wo geht der Sauerstoff hin?
In die Luft oder in deine Lunge, wenn du daneben stehst. Du kannst natürlich auch dein Sauerstoffzelt damit speisen. :) (Wird aber vermutlich nicht ausreichen.)
> O2 -> Kann es davon nicht auch ein "zuviel" geben?
Theoretisch ja. Praktisch hortest du aber nicht den Wasserstoff, sondern verbrennst ihn im Motor od. fütterst wie hier eine Brennstoffzelle. In beiden Fällen gewinnst du die Energie aber nur, durch den Sauerstoff der Umgebung. Sprich, wenn du den Wasserstoff verbrennen willst, brauchst du Sauerstoff. Zum Schluss hast du also wieder das Wasser von vorher.
Insofern ist das erstmal unproblematisch. (Es sei denn, du willst gigantische Wasserstoffmengen ausschließlich in Australien erzeugen und ausschließlich in Europa nutzen. Dann könnte vermutlich wirklich der lokale Sauerstoffanteil in Australien steigen, was nicht so hübsch wäre, weil ein paar % mehr Sauerstoffanteil in der Luft, dazu führen, dass ein glimmendes Streichholz sich selbst entzündet. Waldbrände sind dann quasi nicht mehr zu löschen. Naja, aber da dies unwahrscheinlich ist, durchmischt sich die Luft schon, sodass da keine Probleme zu erwarten sind. Vor allem nicht, wenn es nur der Verkehr ist. -> Viel zu geringer Anteil.)
> Welchen Einfluss hätte das auf die Umwelt? Würde Wasser irgendwo knapp werden?
Auch hier muss man sagen: theoretisch wird das Wasser nicht knapp, weil du es ja immer wieder erzeugst, indem du mit dem Auto fährst.
Wenn du normales Trinkwasser als Ausgangsstoff verwendest, sind da Mineralien drin. Die bleiben bei einer Trennung bei der Station. Wenn du den Wasserstoff verbrennst, dann erzeugst du destilliertes Wasser, also ohne irgendwelche Mineralien. D.h. du könntest schon die Trinkwasserqualität verschlechtern, wenn du das Wasser einfach aus dem Auspuff laufen lässt und die Mineralien der Station nicht dem Kreislauf des Wassers wieder geeignet! zuführst. "Verdünntes" Wasser ist nicht gerade unkritisch und das flächige Zuführen der Minerale von der Tanke etwas schwierig.
Was kann man machen: Du kannst aber ein quasi autarkes Gesamtsystem von Anfang an betreiben, dass das Wasser der Verbrennung od. der Brennstoffzelle nicht rauslaufen lässt, sondern in einem Tank mitnimmt und dann nachher wieder durch die Säule aufspalten lässt. Dann beeinflusst die Umwelt nur nocht die Wärme beim Verbrennen / der Brennstoffzelle und der Wind durch das Fahren. :) Beides ist aber absolut vernachlässigbar, wenn man nur den Verkehr nimmt.
Und wenn du ein echt autarkes System möchtest, dann schraubst du dir die Solarzellen auf das Autodach und den Kompressor der das Gas komprimiert in den Kofferraum und dann wird dein Auto, während du im Sommer baden gehst, selbständig mit Kraftstoff gefüllt. Auf Strandutensilien musst du dann allerdings verzichten, da in dem Fall der Kofferraum schon voll ist. Mit der Anlage :)
"Wenn Du unbedingt Deinen Regen selber machen willst, bittesehr. Ich hab kein Bock mehr mich verar*** zu lassen. L**k m**h. In Liebe, Dein Wetter"
So etwa? :-P
Gruß
Tantalus
Genau so :-D
...........komisch, solche Beiträge verschwinden doch sonst immer gleich auf die Trollwiese??
Hast Du einen guten Draht zu Golem?
Staunste, wa? ;-)
Außerdem war das Ausgangsthema ja wohl kein schlechtes :-)
tomtom schrieb:
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> Wenn du normales Trinkwasser als Ausgangsstoff verwendest, sind da
> Mineralien drin. Die bleiben bei einer Trennung bei der Station. Wenn du
> den Wasserstoff verbrennst, dann erzeugst du destilliertes Wasser, also
> ohne irgendwelche Mineralien. D.h. du könntest schon die
> Trinkwasserqualität verschlechtern, wenn du das Wasser einfach aus dem
> Auspuff laufen lässt und die Mineralien der Station nicht dem Kreislauf des
> Wassers wieder geeignet! zuführst.
Jeder Wasserdampf ist destilliertes Wasser, denn Wasserdampf führt keine Mineralien mit sich. So kommt BTW das Salz in's Meer. Wasser führt es mit auf dem Weg in's Meer, verdunstet dort, d.h. das Wasser verabschiedet sich, aber die Mineralien bleiben zurück und sammeln sich dort über Millionen von Jahren natürlich an.
D.h. jede Wolke am Himmel besteht aus destillierten Wasser. Wäre mir neu, dass deswegen die Trinkwasserqualität leitet. Regenwasser bekommt dadurch Mineralien, dass es auf den Boden fällt, der Mineralien enthält, und diese sich im Regenwasser lösen. Daher wird ja Boden immer ärmer an Mineralien, weil Regenwasser diese ausspült und dann entweder mit nimmt (in das Grundwasser oder in Flüssen), oder aber von einer Pflanze aufgesaugt wird, die dann die Mineralien für sich behält (weil sie die zum Leben braucht). Genau aus diesem Grund werden Felder gedüngt. Dünger soll den Boden wieder neue Mineralstoffe zuführen.
Die in der Anlage verbleibenden Salze kannst du bedenkenlos entsorgen, die sind nicht Umweltschädlich. Vielleicht taugen die aber sogar als Dünger. Wobei allzu viel Salze werden das nicht sein. Das meiste, was in der Anlage zurückbleiben wird ist Kalk, wie man an jedem Wasserkocher selber feststellen kann. Aber auch Kalk ist eher harmlos, sofern man nicht Unmengen davon versucht in geringen Mengen Wasser zu lösen. Es gibt Pflanzen die stehen sogar auf kalkhaltiges (=hartes) Wasser (wenn es nicht zu viel Kalk ist), die meisten aber mögen aber lieber weiches Wasser.
> "Verdünntes" Wasser ist nicht gerade
> unkritisch und das flächige Zuführen der Minerale von der Tanke etwas
> schwierig.
Destilliertes Wasser ist deutlich unkritischer als man meint. Es ist ein Gerücht, dass du stirbst, wenn du destilliertes Wasser trinkst. Es gibt Menschen die trinken seit Jahren *nur* destilliertes Wasser und erfreuen sich bester Gesundheit. Solange du nämlich normal isst nimmst du genug Mineralien über die Nahrung auf und getrunkenes Wasser landet ja erst einmal im Magen, wo immer genug Mineralien vorhanden ist um problemlos 2-3 Liter destilliertes Wasser pro Tag wieder zu normalen Wasser "zu wandeln". Der osmotische Effekt, der angeblich Zellen zum platzen bringt, würde nur dann auftreten, wenn man dir destilliertes Wasser direkt in die Vene injiziert und auch nur dann, wenn man das mit großen Mengen macht (also z.B. mehr als nen halben Liter über einen Tropf einlaufen lässt). Solange man normal isst und normal trinkt (keine 10 Liter pro Tag!), wird dir jeder Experte auf dem Gebiet bestätigen, dass destilliertes Wasser total harmlos ist. Und auch wenn du nichts zu essen hast würdest du, noch lange bevor ein osmotischer Effekt dir zu schaffen macht, unter ganz anderen Symptomen leiden, die Forscher als "Mineralstoff Mangel" bezeichnen. D.h. dir würdest es schon dreckig gehen lange bevor deine ersten Zellen anfangen zu platzen.
Ach ja, es gibt ja einige Leute, die betreiben Luftbefeuchter daheim; vielleicht hast du schon mal so ein Ding gesehen. Ich behaupte einfach mal, so ein Luftbefeuchter befördert deutlich mehr Wasserdampf pro Minute in die Luft als ein Brennstoffzellenauto mit 180 km/h auf der Autobahn (ohne dass jetzt konkret durchgerechnet zu haben). Nach deiner Aussage müssten Luftbefeuchter als lebensgefährlich und höchst umweltschädlich eingestuft werden ;-)
/Mecki
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Mir ist nicht klar wo die Nachteile liegen und ich kann mir auch nicht
> vorstellen, dass es einfach keine gibt. Dafür ist der Mensch nicht
> weitsichtig genug.
Da diese zwei Sätze im Prinzip deine gesamte Weltanschauung zusammenfassen, kann ich dir eine ebenso kurze Antwort geben:
Du bist ein dummer, kurzsichtiger Idiot. Du hältst Denken für eine niedere Tätigkeit.
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