Er hat vollkommen Recht, nicht nur sind die Dinger leichter, man kann sie auch rasch auftanken. Und Dank Methanol-Brennstoffzellen muss man sich nicht mit Wasserstoff rumplagen (Methanol hat mehr Wasserstoff/Volumen als fluessiger Wasserstoff).
Und woher soll all der Methanol für alle Autos auf diesem Planeten mal kommen?
Und Wasserstoff ist sowieso völlig sinnfrei, da das Zeug natürlicherweise auf der Erde nicht vorkommt und erst mit großem Energieaufwand hergestellt werden muß. Das geschieht derzeit zu 90 % von der Firma Linde. Hergestellt wird Wasserstoff meist aus Petrostoffen, also aus Erdöl.
Na wunderbar, mit der Brennstoffzelle vom Regen in die Traufe. Die nächste Abhängigkeit ist also vorprogrammiert, die Preise für Wasserstoff werden dementsprechend diktiert und dementsprechend hoch sein.
Nein, Danke. Die Zukunft fährt elektrisch, aber zum Glück ist Honda und einige deutsche Hersteller alleine mit der Brennstoffzelle und/oder Wasserstoff unterwegs. Die meisten anderen Hersteller suchen Lösungen mit Batterien (so etwa das Tanken von Elektrolyt).
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Lesen gefährdet die Dummheit シ
Betrachte einfach einen Behälter mit Wasser als einen leeren Akku. Durch elektrischen Strom lässt sich das Wasser in die beiden Teile Sauerstoff und Wasserstoff aufspalten. Diese beiden Teile kann man als aufgeladenen Akku ansehen.
Im Auto werden die beiden Teile, unter Abgabe der vorher hineingesteckten Energie, wieder zusammengeführt. Folge: Der Motor läuft und am Auspuff kommt Wasser heraus.
Weißt Du auch, dass Du mit einer "Tankfüllung" Strom unter realistischen Bedingungen gerade mal 40 bis 130 Kilometer weit kommst? Und Tanken kannst du auch nicht mal schnell eben, sondern musst stundenlang warten, bis sich der Akku wieder aufgeladen hat. Auch lässt die Beschleunigung deutlich nach, wenn der Akku nachlässt.
Ich hoffe, deine Liebe ist dafür stark genug. ;-)
Mit der Unwandlung hast du recht, erst vor kurzem hat es aber jemand von ner bekannten Uni gebacken bekommen diesen Vorgang (Wasser zu Wasserstoff) bei Zimmertemperatur auszuführen...
Ganz abgesehen davon, wenn du das Problem vom ineffizienten Gewinnen von Wasserstoff gelöst hast (heisst nen Wirkungsgrad von über 80% oder so) bist du mit der Technologie des Elektroautos locker eben auf.
Bei den Elektroautos sind nach wie vor die Akkus das grosse Problem. Der Wettstreit müsste eigentlich sowieso in die Richtung gehen, (E)Autos können mittlerweile genug bauen.
Übrigens, Strom ist auf der Erde genauso wenig vorhanden wie Wasserstoff, er wird immer produziert.
Zwei Kommentare zu den Vorpostings:
(1) Das Problem der Brennstoffzelle ist die Leistungsdichte, d.h. man kriegt die nicht klein und leicht genug um in einem Auto die notwendige elektrische Leistung bereitzustellen ohne dafür das Volumen des Autos aufzuwenden.
(2) Zu Methanol: Methanol ist nur einer, allerdings einer der sinnvolleren Brennstoffe für diese Anwendung. Es gibt auch Membrane die kompliziertere Kohlenwasserstoffe auf diese Weise umsetzen können. Zur Frage "woher" suche man nach dem Namen George Olah.
Die Spaltung von Wasser funktioniert ganz einfach: Elektroden ins Wasser, etwas Salz dazu und Gleichstrom durchschicken und schon perlt es fleißig.
(Bitte nicht nachmachen, ein kleiner Funke genügt und dir fliegt alles um die Ohren)
Und Honda bekennt sich klar dafür!
Darum gehts ;)
andere hersteller dümpeln immernoch mit benzin herrum....die meisten hersteller haben nicht mal nen prototypen der was anderes als benzin versteht.
http://www.7-forum.com/cleanenergy/index.php
Ich weiß, wie H2 hergestellt wird ;) Und da ich das weiß, bin ich auch darüber im Bilde, welche Mengen an Energie für die Produktion von H2 erst hineingesteckt werden müssen, um hinterher H2 wiederum als Energieträger verwenden zu können. Und ich sage Dir, daß diese Energiebilanz denkbar schlecht ist und daher ist H2 als Energieträger für was auch immer absolut sinnfrei.
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Nun, Brennstoffzellenautos sind derzeit genauso Utopie wie serientaugliche Batterieautos. Die Autos mit Batterie sind da aber schon a bissi weiter, schon alleine aus der Erfahrung mit der Hybridtechnik. Und die Aufladedauer ist in erster Linie vom Stromanschluß abhängig. Mit einer Haushaltssteckdose, welche gerade mal eine maximale Leistung von etwa 3,6 kW liefert, dauert das...
Bleibt noch die Technik mit der wechselbaren Elektrolyse. Man tankt sozusagen die Batterie auf. Das geht so schnell wie normalen Brennstoff tanken. Oder ein Wechselsystem für die Batterien, aber bitte mit einer allgemeingültigen Bauform der Batterien, nicht von einem Hersteller. Sonst geht das mit dem Monopol wieder los (BetterPlace).
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RaiseLee schrieb:
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>
> Übrigens, Strom ist auf der Erde genauso wenig vorhanden wie Wasserstoff,
> er wird immer produziert.
Das stimmt. Aber wenn man mit dem natürlicherweise nicht vorhandenen Strom erst H2 herstellt, ist die Kette um ein Stück länger. Und damit sinkt der Wirkungsgrad nochmal.
Um elektrische Energie herzustellen gibt uns die Natur alles, was wir brauchen (Stichwort „Wüstenstrom“). Dann kann man zwar auch H2 damit herstellen, aber warum noch einen Schritt einfügen, wenn man den Strom direkt in einer Batterie (wie immer diese auch geartet ist) speichern kann?
Die Brennstoffzelle geistert nun schon seit etwa 120 Jahren durch die Laboratorien, in einer praktischen Anwendung für zivile Nutzung ist sie bisher nicht zu finden. Das Ding ist ein Rohrkrepierer.
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Replay schrieb:
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> Um elektrische Energie herzustellen gibt uns die Natur alles, was wir
> brauchen (Stichwort „Wüstenstrom“).
Und warum können wir dann aus diesen Wüstenstrom per Elektrolyse nicht im großen Stil Wasserstoff herstellen? Klar sinkt der Wirkungsgrad, aber wie du schön selber sagst, wir können unbegrenzt Wüstenstrom herstellen (das ist höchstens eine Kostenfrage), ergo können wir auch unbegrenzt Wasserstoff herstellen. Ob wir nun aus den Wüstenstrom x% oder y% Wirkungsgrad herausholen ist egal, wenn wir ihn unbegrenzt und umweltfreundlich gewinnen (dann müssen wir halt delta% mehr Wüstenstrom erzeugen, um den Unterschied zwischen x und y wieder auszugleichen).
So gesehen ist das also kein Argument. Abgesehen davon dass ich mir nicht sicher bin wie umweltfreundlich Wüstenstrom ist. Um derartige Solarkraftwerke in der Wüste zu bauen braucht man Rohstoffe und Technik, die wir beides noch keineswegs CO2 neutral herstellen bzw. gewinnen können.
> Dann kann man zwar auch H2 damit
> herstellen, aber warum noch einen Schritt einfügen, wenn man den Strom
> direkt in einer Batterie (wie immer diese auch geartet ist) speichern
> kann?
Weil Batterien, die eigentlich Akkus sind, in der Herstellung selber schon alles andere als CO2 Neutral sind und deren Entsorgung ein Problem ist, weil wie jeder weiß, kann man Akkus nicht so einfach wegwerfen, da die sonst gewaltige Umweltschäden anrichten würden. Auch deren Entsorgung ist ein umwelttechnischer Albtraum... oder willst du ein Akkuendlager ähnlich einem Atommüllendlager für die einrichten? Akkus halten nicht einmal lange genug um ein Auto zu überleben. D.h. eigentlich müsste man bei einem Auto während der Lebenszeit ca. 4-5x die Akkus tauschen, wenn man in etwa konstante Leistung (Reichweite und Geschwindigkeit) haben möchte; denn schon nach 3-4 Jahren haben die massiv an Kapazität verloren, aber auf unseren Straßen fahren auch noch 20 Jahre alte Autos herum bzw. viele Autos die unsere Wegwerfgesellschaft zwischen 1980 und 1990 "entsorgt" hat beim Autohändler wurden gar nicht entsorgt, sondern nach Afrika oder Asien verkauft, wo einige von denen sogar *heute* noch fahren.
Und die Brauchbarkeit von Brennstoffzellen darauf abzuwälzen, wie wir heute Wasserstoff gewinnen ist absolut kurzsichtig. Derzeit werden keine großen Mengen Wasserstoff gebraucht und derzeit wird es aus Öl gewonnen, weil Öl einfach da ist und die Gewinnung aus Öl einfach und bei den derzeitigen Mengen am rentabelsten ist. D.h. aber nicht dass wir es in 10 Jahren oder 20 Jahren ganz anders und auch in ganz anderen Mengen gewinnen können.
Es gibt über 100 bekannte Wege Wasserstoff zu gewinnen, viele kaum erforscht und es gibt bestimmt noch einmal 100 an die man noch gar nicht gedacht hat. Wasserstoff ist der elementarste Stoff unsere Universums und er ist in einer Menge auf der Erde vorhanden wie fast kein anderer Stoff - nur eben nicht frei, sondern in anderen Stoffen gebunden - aber alleine die Weltmeere stellen mit ihrem Anteil an gebunden Wasserstoff so ziemlich alles andere in den Schatten was die Erde zu bieten hat. Die Frage ist also nicht, wo bekommen wir genug her, weil genug ist da, die Frage ist wie bekommen wir genug "frei", mit welchen Verfahren, und wir speichern wir es am effektivsten, wenn wir es mal frei bekommen haben. Das sind die Fragen, die interessieren.
Und hier wird viel geforscht und eines Tages werden auf beide Fragen Antworten vorhanden sein, die lassen deine favorisierten Akkus aussehen wie ein Höhlenfeuer im Vergleich zu einem Induktionsherd. Mag sein, das beide Essen warm machen können, aber die meisten Leute würden doch lieber einen Induktionsherd als eine Feuerstelle in der Küche haben wollen.
/Mecki
Brennstoffzellen-Autos sind doch E-Autos. Finde die Wahl der Begriffe etwas misslungen.
Exakt... H2 ist in diesem Fall nichts als ein Energiespeicher.. Und das Wasserstoffaute im Endeffekt nichts anderes als ein Elektroauto... Nur mit noch mehr Energieumwandlungen... Was nicht unbedingt dem Ertrag zu Gute kommt.
/mecki78 schrieb:
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> Replay schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Um elektrische Energie herzustellen gibt uns die Natur alles, was wir
> > brauchen (Stichwort „Wüstenstrom“).
>
> Und warum können wir dann aus diesen Wüstenstrom per Elektrolyse nicht im
> großen Stil Wasserstoff herstellen? Klar sinkt der Wirkungsgrad, aber wie
> du schön selber sagst, wir können unbegrenzt Wüstenstrom herstellen (das
> ist höchstens eine Kostenfrage), ergo können wir auch unbegrenzt
> Wasserstoff herstellen. Ob wir nun aus den Wüstenstrom x% oder y%
> Wirkungsgrad herausholen ist egal, wenn wir ihn unbegrenzt und
> umweltfreundlich gewinnen (dann müssen wir halt delta% mehr Wüstenstrom
> erzeugen, um den Unterschied zwischen x und y wieder auszugleichen).
Weil es keinen Sinn macht, mit Gewalt den Wirkungsgrad auf dem Weg vom Kraftwerk zum Auto noch weiter zu reduzieren. H2 ist auch in der Handhabe nicht ohne, außerdem ist die Frage nach dem H2-Tank nicht gelöst. Der ach so tolle BMW Hydrogen 7, ein 7er mit H2-Verbrennungsmotor, hat nach etwa 10 Tagen einen leeren Tank, wenn das Auto vollgetankt abgestellt und nicht (!) gefahren wurde... Toll, darauf kann ich verzichten. Ich fahre einen Prius und dessen Hybridbatterie (Ni-MH-Chemie) kennt so gut wie keine Selbstentladung. Selbst nach über einem Monat Standzeit im Sommer hat die Batterie keine Ladung verloren.
> So gesehen ist das also kein Argument. Abgesehen davon dass ich mir nicht
> sicher bin wie umweltfreundlich Wüstenstrom ist. Um derartige
> Solarkraftwerke in der Wüste zu bauen braucht man Rohstoffe und Technik,
> die wir beides noch keineswegs CO2 neutral herstellen bzw. gewinnen
> können.
Photovoltaikmodule haben eine Lebenserwartung von etwa 40 bis 60 Jahren. 25 Jahre ist auf herkömmlichen Modulen sogar Leistungsgarantie. Während dieser Zeit haben die Dinger deutlich mehr Energie „reingeholt“, als man für die Herstellung benötigte. Es gibt noch mehr Methoden, elektrischen Strom aus Sonnenlicht herzustellen (Wärmespeicherung in Salz oder einem speziellen Öl). Gemeinsam haben alle Techniken die Eigenschaft, daß sie, gut und sauber hergestellt und aufgebaut, so gut wie wartungsfrei über Jahrzehnte laufen.
> Weil Batterien, die eigentlich Akkus sind,
Ein Stromspeicher ist eine Zelle. Erst wenn mehrere Zellen zusammengeschaltet werden, ist es eine Batterie. Was man im deutschsprachigen Raum als Batterie bezeichnet, sind sog. Primärbatterien. Eine aufladbare Batterie ist also trotzdem eine Batterie, also ein Stromspeicher aus zusammengeschalteten Zellen ;)
> in der Herstellung selber schon
> alles andere als CO2 Neutral sind und deren Entsorgung ein Problem ist,
> weil wie jeder weiß, kann man Akkus nicht so einfach wegwerfen, da die
> sonst gewaltige Umweltschäden anrichten würden. Auch deren Entsorgung ist
> ein umwelttechnischer Albtraum... oder willst du ein Akkuendlager ähnlich
> einem Atommüllendlager für die einrichten? Akkus halten nicht einmal lange
> genug um ein Auto zu überleben. D.h. eigentlich müsste man bei einem Auto
> während der Lebenszeit ca. 4-5x die Akkus tauschen, wenn man in etwa
> konstante Leistung (Reichweite und Geschwindigkeit) haben möchte; denn
> schon nach 3-4 Jahren haben die massiv an Kapazität verloren, aber auf
> unseren Straßen fahren auch noch 20 Jahre alte Autos herum bzw. viele Autos
> die unsere Wegwerfgesellschaft zwischen 1980 und 1990 "entsorgt" hat beim
> Autohändler wurden gar nicht entsorgt, sondern nach Afrika oder Asien
> verkauft, wo einige von denen sogar *heute* noch fahren.
In einem Prius hält die Hybridbatterie sogar länger als ein normales Autoleben. 600.000 (!) km sind ohne Leistungsverlust im Alltagsbetrieb drin und auch gefahren worden.
Beispiele:
Prius-Taxi, 400.000 km in 24 Monaten: http://www.dailytech.com/Cab+Driver+Passes+400000km+Mark+in+Prius/article8046.htm
Prius, 349.531 Miles (etwa 630.000 km), leider hat der Typ das Ding wo angelehnt, sonst würde das Auto immer noch fahren: http://john1701a.com/prius/owners/jesse4.htm (nach unten scrollen).
Ich mache mir zumindest über japanische Batterien (die Hybridbatterie im Prius ist von Panasonic) und deren Lebenserwartung keine Sorgen.
Ni-MH-Batterien unterliegen, wie Bleibatterien, einem geschlossenem Recycling. Es bleibt also nur sehr wenig und ungiftiger Abfall übrig. Aber wenn das Ding selbst nach über 600.000 km noch keine Schwäche zeigt, kann ein alter Prius noch sehr lange durch Afrika fahren.
> Und hier wird viel geforscht und eines Tages werden auf beide Fragen
> Antworten vorhanden sein, die lassen deine favorisierten Akkus aussehen wie
> ein Höhlenfeuer im Vergleich zu einem Induktionsherd. Mag sein, das beide
> Essen warm machen können, aber die meisten Leute würden doch lieber einen
> Induktionsherd als eine Feuerstelle in der Küche haben wollen.
Ich habe lieber eine Feuerstelle in Form eines Gasherdes in der Küche ^^ An der Batterietechnik für den KFZ-Antrieb wird auch geforscht. Und es ist in Form der Prius-Hybridbatterie auch was dabei rumgekommen. Aber über 120 Jahre Brennstoffzelle haben es nicht geschafft, das Ding auch nur ansatzweise in einem ziviles Produkt erscheinen zu lassen.
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Lesen gefährdet die Dummheit シ
DMFC schrieb:
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> Er hat vollkommen Recht, nicht nur sind die Dinger leichter, man kann sie
> auch rasch auftanken. Und Dank Methanol-Brennstoffzellen muss man sich
> nicht mit Wasserstoff rumplagen (Methanol hat mehr Wasserstoff/Volumen als
> fluessiger Wasserstoff).
Also ich glaube nicht, dass es Methanol werden wird. Man hat schon ganz andere Verfahren gefunden, wie sich Wasserstoff effektiver speichern lässt als "reiner Wasserstoff" wenn man ihn einfach nur komprimiert.
So kann man Wasserstoff z.B. in Kohlenstoffnanorörchen einlagern. Das gleiche geht auch mit Metallhybriden. Was hier besser ist, ist noch nicht ganz raus.
Metallhybridspeicher enthält pro Kubikmeter auch mehr Wasserstoff als flüssiger Wasserstoff (der deutlich dichter als nur komprimierter Wasserstoff) auf einem Kubikmeter enthält. Das gleich gilt für Kohlenstoff, aber hier steht man noch am Anfang.
Beispiel:
Eine Tankfüllung mit komprimierten Wasserstoff für 500 km (Mittelklasse PKW) sind in etwa 375 Liter "Raumvolumen" Wasserstoff Gas (bereits nach der Komprimierung) und das ganze hat ein Gewicht von 395 kg. Das ist heftig! Man stelle sich den großen Tank vor der dazu auch noch alleine 395 kg Innenmasse hat (und der muss dicke Wände haben, weil der Druck ist immens!).
Wenn ich Wasserstoff verflüssige, dann wiegt das ganze nur noch 140 kg und braucht nur noch 86 Liter Volumen. Das klingt doch schon besser. Warum macht man nicht einfach das? Nun, erstens kostet es sehr viel Energie Wasserstoff zu verflüssigen und zweitens kannst du flüssigen Wasserstoff nicht "halten". Er dringt durch die massivsten Stahl (er diffundiert, weil seine atomare Struktur so extrem klein ist, ist ja das kleinste Atom auf der Erde) und dein Auto würde pro Tag 3% des Tankvolumes verlieren, auch wenn es nur in der Garage steht.
Wenn wir aber den Wasserstoff "in" Magnesium einlagern, dann wiegt das ganze mit 174 kg wieder etwas mehr (klar, das Magnesium wiegt ja auch was), aber es sind dann sogar nur noch 73 Liter Volumen, die der ganze Block braucht. Das ist besser als was man mit anderen Metallen erreicht, wo zwar teilweise das Volumen noch kleiner ist, aber dafür das Gewicht umso höher.
Es gibt noch andere Gründe die für Magnesium sprechen:
- Magnesium ist eben leicht (1,739 g/cm3)
- Es gibt ausreichend davon (2,5% der Erdkruste besteht daraus!)
- Es ist billig (2,50 Euro pro kg)
- Die Reaktion ist reversibel, d.h. ich kann diesen Block "beliebig" oft Be- und Entladen mit Wasserstoff
Nachteile? Ja, man muss das Magnesium auf 300 Grad erhitzen, sonst gibt es den Wasserstoff nicht wieder frei - das ganze ist ein sehr stabiler Speicher, was ihn sicher macht... aber wo kriegt man schnell im Winter 300 Grad her? Die müssen auch erst einmal erreicht werden.
Man versucht derzeit unter Beigabe von anderen Metallen (die als Katalysatoren dienen) bzw. durch geschickte Herstellung der Magnesiumspeicher die Temperatur auf ca 150 Grad zu drücken. Das ist dann nicht mehr ganz so dramatisch. Ein Zusatzakku im Auto (so wie heute auch ein Auto mit Startakku startet) könnte über eine Heizspule den Magnesiumblock kurz erwärmen (wie Vorglühen beim Diesel im Winter) und sobald der an irgend einer Stelle 150 Grad erreicht hat wird Wasserstoff frei und ab da kann die Reaktion sich selbst voran treiben.
Was spricht gegen Methanol? Zum einen entsteht wieder CO2. Der Wirkungsgrad verglichen mit z.B. reinem, flüssigen Wasserstoff ist relativ schlecht (auch wenn er besser als der von Benzin ist, aber Benzin hat gar nicht so einen guten wie Leute meinen), und Methanol ist giftig (wenn ein Wasserstofftank-LWK einen Unfall hat, dann wird das in der Regel ohne Folgend bleiben, denn explodieren tun Tanklaster nur im Film, das ist ein Urban Myth! Aber wenn ein Methanol-Tanklaster leck schlägt, dann ist das eine Umweltkatastrophe).
/Mecki
Replay schrieb:
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> RaiseLee schrieb:
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> -----
> >
> > Übrigens, Strom ist auf der Erde genauso wenig vorhanden wie
> Wasserstoff,
> > er wird immer produziert.
>
> Das stimmt. Aber wenn man mit dem natürlicherweise nicht vorhandenen Strom
> erst H2 herstellt, ist die Kette um ein Stück länger. Und damit sinkt der
> Wirkungsgrad nochmal.
>
> Um elektrische Energie herzustellen gibt uns die Natur alles, was wir
> brauchen (Stichwort „Wüstenstrom“). Dann kann man zwar auch H2 damit
> herstellen, aber warum noch einen Schritt einfügen, wenn man den Strom
> direkt in einer Batterie (wie immer diese auch geartet ist) speichern
> kann?
Den Wüstenstrom muss man aber auch noch von Afrika nach Europa transportieren. Ein paar einfache Daten: 1 Mio Volt, 1 Mio Ampere, Leitungslänge 2 x 1000 km. Wie dick soll da das Leitungsmaterial sein? Bei 0,5 micro Ohm pro Kilometer reicht die Leistung gerade mal aus, um die gesamte Leitung anzuwärmen.
>
> Die Brennstoffzelle geistert nun schon seit etwa 120 Jahren durch die
> Laboratorien, in einer praktischen Anwendung für zivile Nutzung ist sie
> bisher nicht zu finden. Das Ding ist ein Rohrkrepierer.
Es sollte 500 mico Ohm pro Kilometer heißen. Mit diesem Wert wäre die Anlage nutzlos. Ab 50 und weniger wird es langsam interessant. Dann aber ist der Materialbedarf auch schon wieder 10x höher.
Hochspannungsleitung mit Gleichstrom: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,630981-2,00.html
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