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Die Telekom schaufelt sich ihr eigenes Grab

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  1. Die Telekom schaufelt sich ihr eigenes Grab

    Autor: lisgoem8 07.12.12 - 03:47

    So ein mischmasch ist in meinen Augen Wartungsintensiv. Eine Kostenexplosion. Ein Notfallbehelf kann es gerne sein. Aber man sollte sich wirklich auf einen direkten Glas Anschluss konzentrieren als immer mehr Funkwellen durch die Luft zu schicken.

    Ich bin für VDSL 50 als Übergang. Aber danach muss Glas her. Das das nicht super schnell geht, verstehe ich. Aber noch weiter ins Kupfer zu investieren halte ich für eine Fehlinvestition.

    Aber sollen sie das machen. Sollen sie die Konkurrenz mit Vektoriing ausgrenzen. Die legen dann ihre eigenen Glasleitungen und dann sieht es um die Zukunft der Telekom besorgniserregend schlimm aus.

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  2. Re: Die Telekom schaufelt sich ihr eigenes Grab

    Autor: Casandro 07.12.12 - 07:48

    Naja, da gibts 3 Probleme:
    1. Die Telekom will keine entbündelten Angebote machen müssen, deshalb nehmen die passive optische Verteilernetze.
    2. Passive optische Verteilernetze sind eine unglaubliche Sackgasse und technisch kaum zu handhaben, besonders nicht wenn man das über ein paar Technikgenerationen laufen lassen will.
    3. Jede technische Investition drückt erst mal den Gewinn. Den Profit streicht erst die nächste Generation von Managern ein.

    Viel sinnvoller ist es da, aus Sicht der Telekom, nur da zu investieren wo die Konkurrenz ihr Lager aufschlägt.

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  3. Re: Die Telekom schaufelt sich ihr eigenes Grab

    Autor: HaraldHampel 07.12.12 - 08:38

    Casandro schrieb:
    .....
    >
    > Viel sinnvoller ist es da, aus Sicht der Telekom, nur da zu investieren wo
    > die Konkurrenz ihr Lager aufschlägt.

    Das macht eben wenig Sinn dort zu investieren, wo die KAbelnetzbetreiber bereits zugeschlagen haben.
    Oder meinst du ein Vermieter, der bereits sein ganzes Haus mit den alten Koaxkabeln verkabelt hat und in Kabel Deutschland investiert hat, möchte nun, dass die Telekom nochmal rumbaut? glaub ich kaum...

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  4. Re: Die Telekom schaufelt sich ihr eigenes Grab

    Autor: FunnyGuy 07.12.12 - 08:48

    "3. Jede technische Investition drückt erst mal den Gewinn. Den Profit streicht erst die nächste Generation von Managern ein. "

    Richtig, und genau da liegt der Hund begraben. Als heutiger Manager der gerade mal 2-3 Jahre auf einer Position verharrt musst du in dieser Zeit mit Zahlen glänzen und nicht das Nest für den Nachfolger rausputzen...

    Wenn sich auf dem Land kein neuer DSLAM rechnet, hat die Gemeinde immer noch die Möglichkeit diesen bei der Telekom selbst zu finanzieren, aber das wollen die Dorfbewohner dann auch wieder nicht weil es ihnen zu teuer ist...

    Lege den Leuten Glasfaser mit 200 Mbit bis ins Wohnzimmer und sag ihnen der Anschluss kostet monatlich 80 Euro. Ich denke kaum jemand wird diesen Anschluss buchen solange er für 19 Euro DSL oder für 29 Euro einen 100 Mbit Kabel-Anschluss haben kann.. Bei den Leuten die bisher weder anständiges DSL noch anständiges Kabel haben (und damit den Preis zahlen würden), dort wird es garantiert nicht wirtschaftlich sein Glasfaser zu verlegen.

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  5. Re: Die Telekom schaufelt sich ihr eigenes Grab

    Autor: Schattenwerk 07.12.12 - 13:36

    Bei diesen Diskussionen wird immer vernachlässigt, dass die Telekom ja in Glasfaser investieren wollte bis das Kartellamt der Telekom eröffnet hat, dass die Telekom zwar für teuer Geld die Leitungen gelegen darf aber dann ab Start sofort Fremdanbieter mit über die Kabel anbieten lassen müssen.

    Und daraufhin hat die Telekom dem Kartellamt den Mittelfinger gezeigt und großflächig den Ausbau abgeblasen. Verständlich.

    In einem anderen Beitrag gabs ein schönes Beispiel: Würdest du dir ein Grundstück kaufen, wenn du sofort mehrere andere Leute mit drauf wohnen lassen müsstest?

    Die Telekom wollte die Kosten auf sich nehmen aber ein Exklusivrecht um die Kosten auch wieder rein zu kriegen. Würde ich auch haben wollen. Ansonsten zahlt die Telekom und z.B. Vodafone bietet es praktisch zu einem vom Kartellamt vorgeschriebenem billigen Preis an.

    Die Telekom würde so nur schwerlich ihre Ausgaben überhaupt refinanzieren können, mal von einem Gewinn ganz zu schweigen.

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  6. Re: Die Telekom schaufelt sich ihr eigenes Grab

    Autor: S4bre 20.12.12 - 08:41

    Träum weiter.

    Ich bin zufällig Netcologne Kunde ,..einer der wenigen Carrier die ein eigenes Glasfasernetz haben ..(aber natürlich nicht bei mir ) die schaffen es seit 10 Jahren nicht EINE einzige Stadt wirklich flächendeckend zu erschliessen...und dabei sind die noch ein relativ grosser Anbieter und stehen finanziell auch gut da.

    Welcher von den nicht vorhandenen Konkurrenten mit eigenen Netzen soll das dann bitte sein?

    Und nach wie vor gilt...das Problem sind die Hausbesitzer und nicht die Carrier..in urbanen Gebieten leben 90% der Menschen wohl nicht in einem eigenen Haus sondern in Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen. Bei letzterem ist der Bezug eines Hausanschlusses nur mit Zustimmung des/der Eigentümer, Verwaltung/Miteigentümer
    möglich und da ist die Bremse...selbst wenn es geschenkt wäre und alle Risiken auf
    den Anbieter gehen ...viele wollen noch nicht mal den Haftungsauschluss unterschreiben wenn die Firma den Auftrag dort umsetzen will und die Leitung legen für LAU.
    Das ist das ewige Nadelöhr und deswegen krebsen wir hier auch zum Grossteil noch
    auf Technik des letzten Jahrtausends rum.

    Mal ganz abgesehen von der hirnrissigen Verlegetechnik...die ein Aufreissen der Strassen
    mit sich bringt usw....anstatt durch die Wasserleitung zu verlegen wofür es bereits tragfähige Konzepte gibt). Die Kosten sind einfach exorbitant um ein solches Netz zu
    legen und der Aufwand gigantisch.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.12.12 08:45 durch S4bre.

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