...die Bahn erfunden.
1. Fährt mit Strom - check!
2. Bezieht den Strom über Kabel - check!
(Ob jetzt Ober- oder Unterleitung und Induktion vs. Stromabnehmer ist doch Jacke wie Hose)
3. Kann nur auf speziellen Strecken betrieben werden - check!
Super. Wann wurden E-Loks eingeführt? Vielleicht sollte mal jemand in Karlsruhe anrufen und Bescheid sagen...
Offensichtlich fehlt hier eine gewisse physikalische Vorbildung, denn es ist alles andere als egal, ob man einen mechanischen Stromabnehmer hat oder über Induktion!
Die Neuigkeit hier ist nicht, dass das Gerät einen Elektromotor hat oder seinen Strom nicht mit sich herumträgt, sondern dass das Fahrzeug keinen mechanischen Kontakt zur Fahrbahn braucht (was übrigens grundsätzlich mit Verschleiß verbunden ist).
Was ebenfalls beachtet werden sollte ist wohl die Tatsache, dass die übertragene Energie nicht gerade gering ist, der Wirkungsgrad also entsprechend hoch sein sollte. Ferner ist hier die Energiedichte des Feldes deutlich höher als bei allen WLAN-Antennen und Mobilfunkantennen, die es so gibt, also tatsächlich Probleme in organischen Kreisläufen erzeugen könnten. Hier könnte eine sogenannte resonante Übertragung eventuell Abhilfe schaffen.
Wie du siehst: Das ganze ist äußerst nichttrivial und bei weitem keine SBahn ohne Schiene...
@Phil.42
> Offensichtlich fehlt hier eine gewisse physikalische Vorbildung, denn es ist alles andere als egal, ob man einen mechanischen Stromabnehmer hat oder über Induktion!
Ich würde sagen: Offensichtlich hat hier jemand über 40 Jahre techn. Entwicklung verschlafen. Die Transrapid-Entwicklung begann 1969 und die theoretischen Grundlagen wurde natürlich vorher geschaffen.
"Am 12. Februar 1976 erreichte ein als Notkomponententräger bezeichneter Versuchsschlitten auf einer 1,3 km langen Teststrecke der Transrapid EMS bei Manching eine Geschwindigkeit von 388 km/h" - wiki
Wenn man mal bedenkt, auf welchem Entwicklungslevel sich der Prototyp aus Karlsruhe befindet (50km/h soll er mal schaffen und ist auch techn. gesehen lächerlich gegen den Versuchsschlitten von 1976), hat man das Gefühl die haben da bis jetzt in ihrer eigenen kleinen Welt gelebt.
Durch Ignorieren bisheriger Leistungen und Radneuerfindungen wird es wohl keine weiteren technischen Sprünge geben.
Ein "Fahrzeug" ohne "mechanischen Kontakt zur Fahrbahn" ist ein Flugzeug.
Und behaupte bitte nicht, dass z.B. der Stromabnehmer eines Zuges irgendwie relevant/messbar zur Gesamtreibung beiträgt. Effizienter als durch direkte mechanische Verbindung von (Ober-)Leitung und Fahrzeug kann die Energie nicht übertragen werden.
Ganz zu schweigen davon, dass es garantiert auch nicht billiger ist, irgendwelche Kabel in der Fahrbahn einzulassen, als Oberleitungen zu verbauen.
Wer soll denn solche Fahrwege instandhalten? Schon mal die Schlaglöcher nach dem letzten Winter gezählt?
Und Induktionsladung ist auch ein alter Hut. Das kann mein Rasierer schon seit 20 Jahren.
Das ganze ist ein netter Werbegag, mehr nicht.
(Sagt übrigens ein TU Karlsruhe Absolvent)
Ich muss leider dem Typen Recht geben: Die Technologie ist sicherlich "innovativ", aber was nützt unnütze Innovation. De facto kann man das wirklich als schnurlose Bahn bezeichnen, des Problem besteht lediglich darin, dass es mitnichten so effektiv ist: Rohrstoffe, Baukosten,... alles meilenweit über den Kosten eines dezenten Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. Des Weiteren fährt der Zug (man nehme die Ironie zur Kenntnis) eindeutig in Richtung "Sozialisierung" der Verkehrsmittel, sodass zumindest im bundesweiten Bereich eine anständige Versorgung mittels Bahn, Bus, und co. wesentlich effektiver sein dürfte.
Just my 4 cents,
Daass Zukumptf
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