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  5. › Kernfusion: Iter ist auf dem Weg

Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

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  1. Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: Herbert222 04.03.16 - 17:58

    Wer immer noch nicht glaubt, das wir die Kernfusion wirklich brauchen, der schaue sich einmal das YouTube Video von Hans-Werner Sinn "Energiewende ins Nichts" an.

    Hans-Werner Sinn erklärt haarklein und für Grundschulkinder verständlich, das eine Energieversorgung über Wind und Sonne NIEMALS funktionieren wird. Weder ökonomisch und auch nicht technisch aufgrund der Schwankungen (Nachts scheint keine Sonne, Windstille). Zwischenspeichern der Energie ist unfassbar teuer.

    Im Prinzip ist es so: JEDER, der sich WIRKLICH für das Thema interessiert weiß bereits heute, das die "grüne" Energiewende der grösste Schwachsinn und das grösste Eurograb aller Zeiten ist. Das ist der eigentliche Skandal. Der Steuerzahler wird hier einfach nach Strich und Faden betrogen. Es handelt sich wahrscheinlich um den größten Subventionsbetrug, der jemals stattgefunden hat.

    Meine fast zu 100%tig sichere Prophezeihung: Der Aussstieg vom Ausstieg aus der Atom-Energie wird kommen.

    Sicher sollten wir die Atomenergie aufgrund der Gefahren los werden. Aber ganz sicher nicht in den nächsten 20-30 Jahren. Dazu müsste die Forschung einen unglaublichen Sprung machen. Das ist nicht unmöglich, aber erzwingen kann man intellektuelle Leistungen wohl kaum.

    Also: Die AKWs werden noch seeehr lange weiter laufen. Fragt sich nur, wer von den verlogenen Politikern sich traut, das endlich zuzugeben. Je eher, desto besser für uns alle.

    Manchmal kommt es mir so vor, als ob eine grosse Mehrheit, lieber mit einer "schönen", aber teuren Lüge lebt, als endlich zurück zur Wahrheit zu finden.

    Die grüne Energiewende ist für mich ein weiteres Spiegelbild unserer inkompetenten, desinteressierten Gesellschaft. Hauptsache weiter träumen. Egal, wieviel es kostet und egal wie völlig unmöglich der Traum ist.

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  2. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: masel99 04.03.16 - 23:17

    Die Expertise des Hans-Werner Sinn ...

    Es gibt durchaus interessante Konzepte, große Mengen Energie zu speichern.

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  3. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: specialsymbol 04.03.16 - 23:27

    Wenn der Herr (Un-)Sinn etwas erzählt, dann weiß ich eins ganz sicher:

    Dahinter stehen handfeste Interessen der Industrie, ganz sicher aber keine Wissenschaft.

    Er lag bisher mit den meisten seiner "Expertisen" für die Zukunft voll daneben. Das ist auch gar nicht sein Ziel, er will nicht sagen wie es wird - er will nur eine bestimmte politische Stimmung schaffen damit entsprechende Gesetze verabschiedet werden.

    Und, ganz klar: wer bezahlt den Herrn Sinn? Das Volk? Nein, die Industrie. Und wie heißt es so schön: Wess' Brot ich ess, dess' Lied ich sing.

    Die Industrie hat furchtbare Angst vor dezentraler Energieversorgung. Der Staat übrigens auch.

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  4. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: Weltschneise 05.03.16 - 01:38

    Herbert222 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hans-Werner Sinn erklärt haarklein und für Grundschulkinder verständlich,
    > das eine Energieversorgung über Wind und Sonne NIEMALS funktionieren wird.

    Ist ja schön dass der Herr Sinn das theoretisch erklärt hat.

    Es gibt aber auch Leute, die da etwas praktischer veranlagt sind und da mal nachgemessen haben.
    Der Herr Greiner z.B. hat mal über den Zeitraum von 8 Jahren gemessen um von den rein qualitativen Behauptungen a la "da gibt's halt Schwankungen" endlich wegzukommen und eine quantitative Analyse zu ermöglichen.
    Sein abstract hier: http://www.ak-energie.at/pdf/20100906_Energietag5_Greiner.pdf
    Zur Einordnung: Greiner ist Elektrotechnik-Professor der Aarhus Universität mit Schwerpunkt Vernetzung.

    Kurzzusammenfassung: Sonne und Wind ergänzen sich in der EU recht gut (was ja auch nicht verwunderlich ist weil die treibende Kraft die Sonne ist und die strahlt permanent Energie Richtung Erde). Es gibt natürlich eine Speicherlücke. Doch wenn die Energiespeicherung zu teuer ist, dann kann man wegen der zeitlich guten Sonne/Wind-Ergänzung durch den Puffer minimieren wenn das günstiger ist. Damit erreicht man eine eine marktwirtschaftliche Konkurrenzsituation zwischen Energie-Erzeugern und -Speichern, was die Preise unter Kontrolle hält.

    Zur Einschätzung der Zahlen: Greiner misst einen Speicherbedarf von 50TWh. Alleine alle Pumpwasser-Speicherkraftwerke Europas bieten zusammen 25TWh. Schaut so unrealistisch nicht aus.


    Aber zurück zum Herrn Sinn: warum ist es laut ihm denn nicht möglich?

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  5. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: DrWatson 05.03.16 - 02:07

    specialsymbol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn der Herr (Un-)Sinn etwas erzählt, dann weiß ich eins ganz sicher:

    Dass du ihn als Herrn Unsinn bezeichnest, zeigt schon, dass du nicht an einer sachlichen Argumentation interessiert bist sondern nur an persönlicher Herabsetzung und das ich damit richtig liege zeigt schon dein nächster Satz:

    > Dahinter stehen handfeste Interessen der Industrie, ganz sicher aber keine
    > Wissenschaft.

    Das ist natürlich eine billige Art der Unterstellung. Ich kann auch einfach mal behaupten, dass du bezahlter Schreiber der Solar- oder Windbranche bist. Widerleg das mal.

    > Er lag bisher mit den meisten seiner "Expertisen" für die Zukunft voll
    > daneben.

    Eigentlich hat er immer ziemlich genau getroffen. Auch beim Euro zum Beispiel.


    > Und, ganz klar: wer bezahlt den Herrn Sinn? Das Volk? Nein, die Industrie.

    Herr Sinn wird größtenteils vom Staat für seine Forschung bezahlt.

    > Die Industrie hat furchtbare Angst vor dezentraler Energieversorgung.

    Es gibt nicht "die Industrie". Es wäre mir neu, wenn z.B. die Solarindustrie Angst vor dezentraler Energieversorgung hätte.

    > Der Staat übrigens auch.

    Dem Staat ist es völlig egal ob Energie zentral produziert wird oder nicht.

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  6. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: DrWatson 05.03.16 - 02:22

    Weltschneise schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Herbert222 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hans-Werner Sinn erklärt haarklein und für Grundschulkinder
    > verständlich,
    > > das eine Energieversorgung über Wind und Sonne NIEMALS funktionieren
    > wird.
    >
    > Ist ja schön dass der Herr Sinn das theoretisch erklärt hat.
    >
    > Es gibt aber auch Leute, die da etwas praktischer veranlagt sind und da mal
    > nachgemessen haben.
    > Der Herr Greiner z.B. hat mal über den Zeitraum von 8 Jahren gemessen um
    > von den rein qualitativen Behauptungen a la "da gibt's halt Schwankungen"
    > endlich wegzukommen und eine quantitative Analyse zu ermöglichen.

    Im Vortrag von Herrn Sinn wurde das auch analysiert. Ich weiß nicht warum du so tust als wäre das nicht passiert.

    > Kurzzusammenfassung: Sonne und Wind ergänzen sich in der EU recht gut

    Dass sich Sonne und Wind ergänzen zeigt Herr Sinn auch in seinem Vortrag und lässt es in die Berechnungen einfließen.

    (was
    > ja auch nicht verwunderlich ist weil die treibende Kraft die Sonne ist und
    > die strahlt permanent Energie Richtung Erde). Es gibt natürlich eine
    > Speicherlücke. Doch wenn die Energiespeicherung zu teuer ist, dann kann man
    > wegen der zeitlich guten Sonne/Wind-Ergänzung durch den Puffer minimieren
    > wenn das günstiger ist. Damit erreicht man eine eine marktwirtschaftliche
    > Konkurrenzsituation zwischen Energie-Erzeugern und -Speichern, was die
    > Preise unter Kontrolle hält.
    >
    > Zur Einschätzung der Zahlen: Greiner misst einen Speicherbedarf von 50TWh.
    > Alleine alle Pumpwasser-Speicherkraftwerke Europas bieten zusammen 25TWh.
    > Schaut so unrealistisch nicht aus.

    Gibt es wirklich in Europa speicher für 25TWh? Hast du eine Quelle?

    Deutschland hat so weit ich weiß eine Kapazität von 40 GWh, also 0,04 TWh.
    Wie kommt man da die restlichen 24,96 TWh zusammen?

    > Aber zurück zum Herrn Sinn: warum ist es laut ihm denn nicht möglich?

    Laut Herrn Sinn bräuchten wir etwa das Hundertfache der aktuellen Kapazität um 100% Wind- und Solarstrom speichern zu können und für so viele Speicherkraftwerke wird ihm zufolge nicht nur der Platz knapp, sondern es fehlt auch der politische Rückhalt der Bevölkerung für derart schwerwiegende Eingriffe in Landschaft und Umwelt.

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  7. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: Tunkali 05.03.16 - 03:48

    Ich wusste gar nicht, dass Herr Sinn Energieexperte ist... Vielleicht sollte er sich mal mit Ingenieuren und Wissenschaftlern auf dem Gebiet unterhalten. So sehr ich die Kernfusion auch schätze, es ist noch ein weiter Weg bis dahin und dafür benötigen wir die Erneuerbaren Energien... Außerdem gibts es noch zahllose weitere Konzepte abseits der Photovoltaik und der Windenergie, das Potenzial ist noch nicht Ansatzweise ausgeschöpft. Was die Energiespeicherung angeht, sag ich nur Power-To-Gas. In Kombination mit Brennstoffzellen eine sinnvolle Alternative zum flächendeckenden Einsatz von Elektroautos, die schon rein infrastrukturell sich nicht all zu schnell durchsetzen werden.

    Sicher ist nur, was definitiv nicht mehr geht: Atomstrom und Kohle.

    Das Herr Sinn im Interesse der großen traditionellen Industrie spricht, war schon immer klar. Mit realistischen Prognosen hat sein Geschwätz nichts zu tun.

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  8. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: mxcd 05.03.16 - 08:05

    Was NIEMALS funktionieren wird, darüber sollte man besser nicht zu früh urteilen.
    Mag sein, dass Sinns Analyse wichtige Kritik enthält. Sie jedoch zu 100% zu teilen und dann eine Energiepolitische Diskussion auf Parteienhass aufzubauen ist nicht zielführend.
    Mit der Entwicklung von Möglichkeiten zur Versorgung mit nachhaltig gewonnener Energie hätte man bereits viel früher anfangen sollen. Milliarden Tonnen Luftschadstoffe und Millionen Tonnen Sondermüll wären dann nie erzeugt worden.
    Die Kosten für die Entwicklung umweltfreundlicher Energietechnik sind Investitionen in das langfristige Überleben, die mittelfristige Lebensqualität und kurzfristig in die lokale Konjunktur. Das ist das Gegenteil von Geldverschwendung auch wenn sich nicht jede Einzelmaßnahme als sinnvoll erweist.
    Wer wenn nicht wir soll bei dieser Entwicklung treibend und vorne sein? Wir haben den Wohlstand, die Expertise und die Infrastruktur, um sowas durchzuziehen.
    Alternativ können wir ja auch so lange die Umwelt ignorieren, bis kein alter Ökonom mehr mault, wenn man in dem Bereich investiert. Das wird wohl ungefähr dann sein, wenn die Leute auf der Straße ersticken.

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  9. Kontext Leute,alle beide

    Autor: mnementh 05.03.16 - 12:00

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Zur Einschätzung der Zahlen: Greiner misst einen Speicherbedarf von
    > 50TWh.
    > > Alleine alle Pumpwasser-Speicherkraftwerke Europas bieten zusammen
    > 25TWh.
    > > Schaut so unrealistisch nicht aus.
    >
    > Gibt es wirklich in Europa speicher für 25TWh? Hast du eine Quelle?
    >
    > Deutschland hat so weit ich weiß eine Kapazität von 40 GWh, also 0,04 TWh.
    > Wie kommt man da die restlichen 24,96 TWh zusammen?
    >
    Ihr habt beide Recht weil ihr effektiv aneinander vorbeiredet. Greiner spricht von 50TWh seasonal capacity, aber nur von 2TWh daily storage. Damit ist gemeint, dass über einen längeren Zeitraum 50TWh gebraucht werden, täglich aber nur 2TWh (nehme ich an, die Folien sind nicht super selbsterklärend).

    Deutschland hat Pumpspeicherkraftwerke mit einer Gesamtspeicherkapazität von 40GWh, im Jahr 2011 produzierten sie aber über das gesamte Jahr mehr als 6TWh. Zähle ich die Jahresproduktion in der EU zusammen komme ich auf etwa 25TWh. Das liegt daran dass der Speicher immer wieder gefüllt und geleert wird. Mit Solarenergie werden die Speicher beispielsweise tags gefüllt und nachts entleert, mit klassischen Dauerkraftwerken ist es umgekehrt. Die Zahl von 50TWh ist daher für eine sinnvolle Betrachtung der benötigten Kapazität unerheblich, wie brauchen den Worst-Case für einen Lade-Entlade-Zyklus. Das könnten die 2TWh daily storage sein. Da bräuchten wir schon noch ein wenig mehr als bisher.

    > > Aber zurück zum Herrn Sinn: warum ist es laut ihm denn nicht möglich?
    >
    > Laut Herrn Sinn bräuchten wir etwa das Hundertfache der aktuellen Kapazität
    > um 100% Wind- und Solarstrom speichern zu können und für so viele
    > Speicherkraftwerke wird ihm zufolge nicht nur der Platz knapp, sondern es
    > fehlt auch der politische Rückhalt der Bevölkerung für derart
    > schwerwiegende Eingriffe in Landschaft und Umwelt.
    Ich sehe im Wikipedia-Artikel nicht wieviel Kapazität die EU hat. Aber skalieren wir mal die 6TWh Jahresproduktion bei 40GWh Kapazität zu den 25TWh Jahresproduktion in der EU - wir sind bei etwa 160 GWh. Demnach bräuchten wir etwa das 15fache an Speicherkapazität. Viel, aber weit entfernt von dem Hundertfachen das Sinn behauptet. Das zeigt mal wieder deutlich, dass da auf allen Seiten mit vielen Annahmen gearbeitet wird. Wie wäre es wenn wir in den nächsten Jahren graduell EE und Speicher ausbauen und dabei wird unsere Zahlenbasis zunehmend genauer.

    Also streiten wir uns nicht sinnlos darüber ob 100% EE möglich sind oder nicht, bauen wir EE einfach so lange aus wie es klappt und freuen uns wenn wir dabei zwischendurch mal auf das eine oder andere Atom- oder Braunkohlekraftwerk verzichten können.

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  10. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: DrWatson 05.03.16 - 13:07

    Tunkali schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich wusste gar nicht, dass Herr Sinn Energieexperte ist...

    Wahrheit kennt keine persönliche Autorität. Es ist also egal, ob Herr Sinn Ökonom, Energieexperte oder Müllmann ist, entweder er hat Recht oder nicht.
    Dass er sich schon früher intensiv mit dem Thema Energiewirtschaft beschäftigt hat, sagt er übrigens am Anfang des Vortrags.


    > Vielleicht
    > sollte er sich mal mit Ingenieuren und Wissenschaftlern auf dem Gebiet
    > unterhalten.

    Woher weißt du, dass er das nicht bereits tut?

    > Was die Energiespeicherung angeht, sag ich nur Power-To-Gas. In Kombination
    > mit Brennstoffzellen eine sinnvolle Alternative zum flächendeckenden
    > Einsatz von Elektroautos, die schon rein infrastrukturell sich nicht all zu
    > schnell durchsetzen werden.

    Das erwähnt er auch und rechnet es durch. Hast du dir den Vortrag angeguckt?

    > Das Herr Sinn im Interesse der großen traditionellen Industrie spricht, war
    > schon immer klar. Mit realistischen Prognosen hat sein Geschwätz nichts zu
    > tun.

    Irgendwie scheint deine Kritik an Herrn Sinn, ausschließlich auf persönlichen Unterstellungen zu beruhen, ganz ohne sachliche Argumente.
    Ich behaupte deshalb jetzt einfach mal (machst du ja nich anders), dass du bezahlt wurdest diesen Beitrag zu schreiben.

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  11. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: plutoniumsulfat 05.03.16 - 13:14

    Natürlich ist es dem Staat und zB. EVUs und Ölriesen ein Dorn im Auge, wenn Energie auf einmal dezentral produziert wird. Schließlich brechen dann Einnahmen in nicht ganz unbeträchtlocher Höhe weg.

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  12. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: matok 05.03.16 - 13:41

    Herbert222 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die grüne Energiewende ist für mich ein weiteres Spiegelbild unserer
    > inkompetenten, desinteressierten Gesellschaft. Hauptsache weiter träumen.
    > Egal, wieviel es kostet und egal wie völlig unmöglich der Traum ist.

    Dein Post ist für mich Sinnbild für jemanden, der die Probleme, die Atom- und fossiler Strom mit sich bringen, ignoriert. Die Energiewende ist - und diesmal stimmt's wirklich - alternativlos. Schwankungen werden über Überkapazitäten und Speicherung gelöst werden. Die Kosten dafür sind hoch. Die Kosten für Umweltwerschmutzung und Jahrtausende Lagerung von Atommüll höher.

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  13. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: DrWatson 05.03.16 - 14:05

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Energiewende ist - und
    > diesmal stimmt's wirklich - alternativlos.

    Es gibt 1000 Alternativen, wie man den CO2 Ausstoß senken kann und nicht nur eine einzige.


    > Die Kosten für Jahrtausende Lagerung von Atommüll höher.

    Da der Atommüll bereits da ist, sind auch die Kosten so oder so da, egal wie in Zukunft der Strom produziert wird.

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  14. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: plutoniumsulfat 05.03.16 - 17:08

    Und wenn wir die nächsten 100 Jahre nur mit Atomstrom heizen, dann kommt nicht vielleicht ein *bisschen* was dazu?

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  15. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: DrWatson 05.03.16 - 18:40

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn wir die nächsten 100 Jahre nur mit Atomstrom heizen, dann kommt
    > nicht vielleicht ein *bisschen* was dazu?

    Die Grenzkosten sind sehr gering und ohne die Abschaffung der Wiederaufbereitung hätte sich die Menge an Atommüll in den letzten 10 Jahren auch nicht verdoppelt, sondern wäre nur leicht gestiegen.

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  16. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: ifdk 05.03.16 - 22:31

    Es gibt einen Unterschied zwischen Energiewirtschaft und Energietechnik. Dass ein Saturn Mitarbeiter weiß, wie er ein Handy verkauft, und dir wunderschön erklären kann was das 4G Netz ist, heißt noch lange nicht, dass er überhaupt versteht was da vor sich geht. Er ist es nicht, der sich auch nur ansatzweise vorstellen kann, was da vor sich geht. Er ist es auch nicht, der weiß, wieso die Limitierungen von den Funkstandards existieren. Genauso weiß dein Energiewirtschaftler nicht, wie ein Energienetz betrieben wird und wo dessen Grenzen sind. Er hat es vielleicht irgendwann mal erklärt bekommen, aber auch nur von denen, die dahinter sitzen.

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  17. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: Weltschneise 06.03.16 - 00:15

    Greiner hat immerhin bei Siemens am Energienetz geforscht. Das ist an sich natürlich kein Beweis, dass er wirklich die große Leuchte ist, aber immerhin hat er eigene Erfahrungen mit der Energiewirtschaft. Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster und behaupte, dass er in dieser Zeit tatsächlich die Grundlagen des Energienetzes und der Energiewirtschaft gelernt hat.

    Kann Herr Sinn vergleichbare Erfahrung vorweisen die seine Sichtweise irgendwie stärker legitimiert als die eines Fachmanns?

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  18. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: DrWatson 06.03.16 - 00:32

    ifdk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt einen Unterschied zwischen Energiewirtschaft und Energietechnik.

    (Ich habe den Teil über Mobiltelefone mal herausgeschnitten.)

    Zum Inhaltlichen: Sinn geht das ganze von der wirtschaftlichen Seite an. Ob der technische Teil funktioniert oder nicht ist ein weiteres Thema, aber in der Realität braucht man beides. mnementh hat unten bereits einen sachlichen Beitrag abgegeben und das widerspricht nicht der Darstellung Sinns.

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  19. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: DrWatson 06.03.16 - 00:41

    Weltschneise schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Greiner hat immerhin bei Siemens am Energienetz geforscht.
    > Kann Herr Sinn vergleichbare Erfahrung vorweisen die seine Sichtweise
    > irgendwie stärker legitimiert als die eines Fachmanns?

    Ich sagte bereits, dass weder die fachliche Autorität von Herrn Greiner, noch die von Herrn Sinn etwas daran ändert ob sie Recht haben oder nicht.

    Außerdem heißt es noch lange nicht, dass nur einer von beiden Recht haben muss, weil beide die Sache von anderen Gesichtspunkten aus betrachten.

    Mal als Analogie:
    Greiner sagt: "Mann kann ein Auto bauen, das mit Schallgeschwindigkeit fährt."
    Herr Sinn sagt: "Ein Auto das Schallgeschwindigkeit fährt ist für 99% der Bevölkerung zu teuer"

    Wie kann man dann so etwas sagen wie: "Ich glaube nicht, dass sich Herr Sinn damit so gut auskennt, wie Herr Greiner"

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  20. Re: Wer immer noch nicht glaubt, das wir das brauchen....

    Autor: chefin 07.03.16 - 08:14

    Betrachte es mal von der anderen Seite:

    Die Erde hat 510 Millionen km² Oberfläche. Davon sind 50% sonnenbeschienen mit ungefähr 1000W/qm im Schnitt. Das sind 1000MW pro km². In 1 Std sind also auf 50% der Oberfläche ungefähr 510.000.000 TWh Sonnenenergie eingestrahlt. Am Tag folglich das 24 fache, also 12.240.000.000 TWh (ungefähr 12 Milliarden).

    Solarzellen kommen auf Wirkungsgrade von 20%. Und da Wolken öfters die Sicht verdecken, allenfalls 1/3 der Zeit (worstcase Berechnung, sonst reicht es am Ende nicht).

    Und wir verbrauchen bisher wieviel Energie gesamt(Strom, Heizung, Auto, Industrie)?

    Ich sehe da keinen Energiemangel sondern ein Verteilungsproblem. Energie kann dort wo sie gebraucht wird schlecht erzeugt werden.Solar und Windräder in bewohnten Gebieten erreichen einfach Flächengrenzen, die noch akzeptiert werden. Aber wir haben doch jetzt schon das Verteilungsproblem. Windräder in bevölkerungsschwachen Gebieten können die Energie nicht zum Verbraucher bringen.

    Weist du welche gewaltigen Mengen beim Alu oder Stahlerzeugen drauf gehen? Und die können das schön an die Erzeugung anpassen. Alu kann sehr leicht geregelt werden, sie werden heute schon als Lastbremse genutzt.

    Vieleicht sind Kernfusionsanlagen mal irgendwann nötig, weil wir die Fläche für Ernährung brauchen. Wenn wir die Bevölkerungsmassen nicht einbremsen können. Aber das ist so hochspekulativ und von so vielen Wenn und Aber anhängig das ich keinen als Seriös ansehen kann der diese Dinge als Grundlagen benutzt. Das wäre so als wenn ein 18 Jähriger seine Lebensplanung ausarbeitet und damit beginnt, das er am Samstag 50 Millionen im Lotto gewinnt. Und auf diesen 50 Millionen eine Planung aufbaut. Wir geben andererseits das zigfache für viel größeren Blödsinn aus, also nix dagegen, sollen sie Kernfusion Serienreif machen. Aber wer behauptet das Sonnenenergiegewinnung uns nicht versorgen kann ist unseriös. Wir haben 71% Wasserfläche wo weder was wächst noch jemand wohnt, aber man Solarfläche aufbauen kann, sollte es wirklich mal sau eng werden. Ist teuer, aber sterben ist teurer.

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