Wenn man ein Ergebnis eines Experiments nicht kennt, kann man aus dem Ereignismenge nicht ein einziges Ereignis ausschließen.
Insofern kann niemand sagen:
"der LHC ist sicher"
Sehr wohl aber kann man sagen:
"der LHC ist unsicher"
weil man die potenziellen Risiko-Ereignisse nicht ausschließen kann
Wie hoch die Wahrscheinlichkeiten sind ist eine andere Frage, hier geht es um Logik.
Da Eintrittswahrscheinlichkeiten unkalkulierbar (unbekannt) sind ist es das naheliegendste, eine Gleichverteilung der Ereignisse anzunehmen.
> Da Eintrittswahrscheinlichkeiten unkalkulierbar (unbekannt) sind ist es das
> naheliegendste, eine Gleichverteilung der Ereignisse anzunehmen.
Zweimal Quatsch in so einem kurzen Satz. Traurig.
Diplom-Kaufmann schrieb:
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> Sehr wohl aber kann man sagen:
> "der LHC ist unsicher"
> weil man die potenziellen Risiko-Ereignisse nicht ausschließen kann
Kann man eben doch, weil man weiß, dass genau das, was im LHC passiert, in höheren Schichten der Erdatmosphäre jeden Tag millionenfach passiert. Wenn dabei also gefährliche schwarze Löcher entstünden, so hätten diese die Erde längst vernichtet.
Eben, der LHC mag wohl die komplexeste Maschine sein, die man je gebaut hat und auch wenn es gleichzeitig die höchsten Energiespitzen erreicht, die man bisher erreicht hat, ist das nur ein winziger Bruchteil von dem was man bisher in der Natur gemessen hat.
Mal davon abgesehen werden hier nicht die Gesetze der Physik gebrochen. Selbst wenn das rein theoretisch mögliche Gebilde des Micro-Schwaren Loches dabei entsteht, ändert das nichts daran, dass die Gesetze der Physik gelten. Statt stumpfsinnige Panikmache wäre hier Neugierde und Wissensdurst angebracht. Schwarze Löcher halten sich genauso an physikalische Gesetze wie alles andere im Universum auch und wie gut der Mensch diese versteht wurde schon mehr als genug bewiesen.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.07.10 02:42 durch elgooG.
Vor allem sollte man wissen, was so ein schwarzes Loch überhaupt ist - nämlich alles andere als ein alles verschlingendes Loch, sondern, plump gesagt, nur ein ganz normaler Körper mit einer sehr hohen Dichte und Masse - und mit welch lächerlich geringen Energien dort Teilchen aufeinander geschossen werden.
14TeV klingen zwar irgendwie verdammt viel, sind am Ende aber auch nur 2 µJ.
--> Wissenschaftsmode on
Für euch BILD-Leser: der Cheeseburger einer bekannten Fastfood-Kette hat einen Energiegehalt von etwa 1,3 MJ - das ist fast eine Billion (eine 1 mit zwölf Nullen!!einself) mal mehr Energie als das LHC zur Kollision zweier Atomkerne verwendet.
Und ihr wisst alle selbst, wie wenig satt so ein labbriger Burger macht.
<-- Wissenschaftsmode off
Selbst wenn sich zwei von den lustigen Bleiatomen, die da miteinander kollidieren sollen, zusammen tun und den Gravitations-SuperGau erproben möchten, so ist praktisch ausgeschlossen, dass dieses schwarze Loch in seiner Lebzeit jemals auf andere, entsprechend leichte Teilchen trifft um sie an sich zu binden.
So ein "Schwarzes Loch" muss sich nämlich auch an Gravitationsgesetze halten, ob es will oder nicht.
Sollte Hawkin Recht behalten, und das tut er zumindest in mathematischen Modellen schon heute, wird dieses "Loch" einfach wenige tausendstel Sekunden nach ihrer Entstehung wieder in Energie zerstrahlen (Suchhilfen: Hawking-Strahlung, Schwarzschild-Radius).
Es ist einfach stumpfsinnig, anzunehmen, stabile Schwarze Löcher auf atomarer und subatomarer Ebene zu vermuten.
Man hat die Existenz solcher Mini Black Holes bislang nur mathematisch vorhergesagt. Die Tatsache dass man nie eins gefunden hat, macht zwei Möglichkeiten wahrscheinlich:
a) es gibt sie nicht und die Theorie ist falsch.
b) es gibt sie, aber sie haben eine sehr geringe Lebensdauer.
Zumindest Version B ist sehr wahrscheinlich, da es mathematische Modelle gibt, die das anhand geltender physikalischer Gesetze erklären können.
Auch generell ist die Vorstellung, dass Schwarze Löcher ihre Masse wieder abstrahlen, durch die Realität und Physik gedeckt.
Über Jets wird aus einigen Schwarzen Löchern sogar Materie ausgestoßen.
Wäre es anders, würden einige existenzielle Grundlagen nicht mehr funktionieren.
Allein der Urknall, dessen Ausgangsform eine Singularität gigantischen Ausmaßes gewesen sein müsste, hätte nie stattgefunden, würden solche "Löcher" bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag alles in sich aufsaugen.
Schuster, bleibt bei deinen Leisten.
Ich denke es gibt ganz andere Gefahren. Etliche befinden sich in unserer Nähe, egal wo man in Deutschland lebt: Asse/Gorleben und die Atom-Endlager.
Diplom-Kaufmann schrieb:
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> Wenn man ein Ergebnis eines Experiments nicht kennt, kann man aus dem
> Ereignismenge nicht ein einziges Ereignis ausschließen.
>
> Insofern kann niemand sagen:
> "der LHC ist sicher"
>
> Sehr wohl aber kann man sagen:
> "der LHC ist unsicher"
> weil man die potenziellen Risiko-Ereignisse nicht ausschließen kann
>
> Wie hoch die Wahrscheinlichkeiten sind ist eine andere Frage, hier geht es
> um Logik.
>
> Da Eintrittswahrscheinlichkeiten unkalkulierbar (unbekannt) sind ist es das
> naheliegendste, eine Gleichverteilung der Ereignisse anzunehmen.
So etwas stumpfsinniges habe ich schon lange nicht mehr gehört. Würde man deinen Grundsätzen folgen, würden wir wahrscheinlich noch in unseren Höhlen frierend in einer Ecke kauern.
Du mit deiner Pseudo-Wissenschaftlichen Meinung bringst uns alle noch um. Beweis gefällig?
http://www.youtube.com/watch?v=lpkrXsvFhtE
firehorse schrieb:
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> Schuster, bleibt bei deinen Leisten.
>
> Ich denke es gibt ganz andere Gefahren. Etliche befinden sich in unserer
> Nähe, egal wo man in Deutschland lebt: Asse/Gorleben und die Atom-Endlager.
Vielleicht könnte man ja atomare Abfälle dann in die schwarzen Löcher schmeißen :-)
Ein schwarzes Loch ist doch kein Mülleimer? Reicht es den nicht, das die Menschen ihren Planeten verdrecken? Muss jetzt auch schon die interstellare Müllabfuhr durch die Gegend kreuzen?
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