Warum setzt man auf begrenzte Lebensdauer?
"Ob er danach wieder aufwacht, ist weniger wichtig. Die gesamte Mission sei nur auf einen Mondtag ausgelegt..."
Warum versucht man nicht weitreichender zu denken?
Ich weiß, da oben herrschen schon extreme Bedingungen, aber wenn man schon nichtmal darauf achtet, dass er wieder aufwacht dann kann das auch nicht mehr werden.
Bei dem Geld was das ganze verschlingt, sollte man doch auf Nachhaltigkeit setzen und versuchen, dass der da oben Monatelang rumfährt.
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bei den beiden Marsrovern Spirit und Opportunity wurde die Missionszeit auch nur auf wenige Monate angesetzt, trotzdem sind die da seit Jahren unterwegs und Opportunity reagiert noch heute auf Befehle und schickt Daten zurück zur Erde. Aber wenn die 5 Jahre und Mehr überlebt haben, warum hat man dann die Zeit auf 90 Tage angesetzt?
Ganz einfach: Wenn ich sage "Der hält 5 Jahre durch" und er hält nur 90 Tage, dann bin ich der Depp. Ich muss also dafür sorgen das die Systeme und Instrumente so Robust sind wie möglich und das verschlingt Unsummen. Wenn ich dagegen einen Rover baue der "nur" 90 Tage durchhält, brauch ich die Komponenten weniger Robust bauen und kann zu Teilen greifen, die schneller verschleißen, etc.
Genau das gilt auch für den Mond-Rover. Ihn Software-seitig für einen Mehrtägigen Aufenthalt zu rüsten (Schlafmodus) ist günstiger als die HW darauf auszulegen. So hofft man einfach das er wieder aufwacht. Und wenn nicht: Is auch nicht schlimm, war ja gar nicht so geplant.
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Wenn man sich überlegt, dass eine Mondnacht 14 Erdentage lang ist und dass die Minimumtemperaturen um die -160°C liegen, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass es nicht ganz trivial ist, die Elektronik das erfolgreich überleben zu lassen. Noch erschwerend kommt hinzu, dass es tagsüber bis zu 125°C hat und damit die Temperaturspanne bei rund 285°C liegt. Der Rover besteht ja nicht nur aus einem einzelnen Materialtyp und ich stelle es mir gerade relativ spannend vor, zu testen, wie das Gerät die unterschiedlichen Materialausdehnungen verkraftet.
Bleibt als Lösung, dass man das Gerät in der Nacht heizt. Aber Energie für 14 Tage zu bunkern dürfte kompliziert werden. Einzige sinnvolle Lösung ist meiner Meinung nach ein RTG (Radionuklidbatterie, engl. radioisotope thermoelectric generator), aber ich denke, wenn man auf der Spitze einer Rakete einige Kilogramm PU238 montiert, dass dann einige sehr nervös werden könnten.
lg, Belinda
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Hmmm.... hmmm...
Okay, ich kann nicht sagen wie sich die verschiedenen Materialien bei solchen Temperaturen im All verhalten. Bei den Kunststoffen, wie zB unsere normalen Kabelisolierungen, würde es schon knapp werden; die könnten dann schon schmelzen oder brüchig werden. N normaler PC würde bei solchen Temperaturen schon schlapp machen. Immerhin: Kondenswasserprobleme gibts da ja zum Glück keine.
Aber ich dachte einfach, so ein Projekt kostet ja eh schon sehr viel Geld und sowas macht man nicht alle Tage.
Da wäre es doch angebracht zB Hausnummer 20% mehr zu investieren wenn der dann nicht nur einen Mondtag dort rumfährt sondern zB 10. Ich denke der Aufpreis würde im Verhältnis zum Ergebnis gering bleiben.
Das Ziel sollte ja sein möglichst viele Daten zu sammeln und nicht es blos zu schaffen, dass es überhaupt was tut.
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