Und nicht wie jetzt in Japan, wo man das Bahnnetz schon seit Jahrzehnten optimal ausgebaut hat, als dessen konsequente Fortsetzung.
Aber unser halbprivatisierter Verein muss auch um jeden Preis einer autogeilen Politik hinterherlaufen und lieber den teuersten Bahnhof Europas in Stuttgart bauen, als für bessere Nahverkehrsanbindungen und eine Alternative zum Auto sorgen.
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Charles Marlow schrieb:
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> Und nicht wie jetzt in Japan, wo man das Bahnnetz schon seit Jahrzehnten
> optimal ausgebaut hat, als dessen konsequente Fortsetzung.
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> Aber unser halbprivatisierter Verein muss auch um jeden Preis einer
> autogeilen Politik hinterherlaufen und lieber den teuersten Bahnhof Europas
> in Stuttgart bauen, als für bessere Nahverkehrsanbindungen und eine
> Alternative zum Auto sorgen.
Was verstehst Du unter "halbprivatisiert"?
Ich finde es auch schade, dass Deutschland bisher nur einen Flickenteppich an Hochgeschwindigkeitstrassen zustande gebracht hat. Aber hierzulande wird so etwas eben schnell als "teures Prestigeprojekt" verschrien.
Die Transrapidlinie zwischen Hamburg und Berlin war übrigens nicht als kostspielige Konkurrenz zur Bahn geplant, sondern als Alternative. Nach dem Ende dieses Projekts hat die Bahn dann beschlossen, die Bahnstrecke Hamburg-Berlin auszubauen (wenn auch "nur" auf 230km/h). Eine bestehende Hochgeschwindigkeitsstrecke (wie in Japan) gab es damals noch nicht. Insofern sehe ich auch nicht ganz, wie der Transrapid in Deutschland in Konkurrenz zur Bahn gestanden hätte, in Japan jedoch nicht.
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Charles Marlow schrieb:
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> Und nicht wie jetzt in Japan, wo man das Bahnnetz schon seit Jahrzehnten
> optimal ausgebaut hat, als dessen konsequente Fortsetzung.
>
> Aber unser halbprivatisierter Verein muss auch um jeden Preis einer
> autogeilen Politik hinterherlaufen und lieber den teuersten Bahnhof Europas
> in Stuttgart bauen, als für bessere Nahverkehrsanbindungen und eine
> Alternative zum Auto sorgen.
In Deutschland kann die Bahn nie eine Alternative zum Auto werden. Ein Blick auf den Globus genügt, um zu sehen, was in Japan fundamental anders ist: Es ist eine langgezogene Insel. Und wir sind zum Glück auch kein zentralistisches Land wie Frankreich. Sonst wäre die schnellste Verbindung von Hannover nach Hamburg vermutlich über Berlin ;)
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Rogolix schrieb:
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> In Deutschland kann die Bahn nie eine Alternative zum Auto werden. Ein
> Blick auf den Globus genügt, um zu sehen, was in Japan fundamental anders
> ist: Es ist eine langgezogene Insel. Und wir sind zum Glück auch kein
> zentralistisches Land wie Frankreich. Sonst wäre die schnellste Verbindung
> von Hannover nach Hamburg vermutlich über Berlin ;)
Und warum ist es jetzt von vorn herein ausgeschlossen, dass die Bahn eine Alternative zum Auto wäre? Nur weil sie es derzeit nicht wirklich ist? (Nur auf einigen ausgewählten Strecken...)
Wer sagt, dass man nicht quer durch ganz Deutschland Direktverbindungen aufbauen könnte? Und wieso genau sollte es unmöglich sein im Regionalverkehr die Taktzeiten zu erhöhen? Auch niedrige Preise muss man nicht von vorn herein ausschliessen.
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martinalex schrieb:
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> Rogolix schrieb:
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> > In Deutschland kann die Bahn nie eine Alternative zum Auto werden. Ein
> > Blick auf den Globus genügt, um zu sehen, was in Japan fundamental
> anders
> > ist: Es ist eine langgezogene Insel. Und wir sind zum Glück auch kein
> > zentralistisches Land wie Frankreich. Sonst wäre die schnellste
> Verbindung
> > von Hannover nach Hamburg vermutlich über Berlin ;)
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> Und warum ist es jetzt von vorn herein ausgeschlossen, dass die Bahn eine
> Alternative zum Auto wäre? Nur weil sie es derzeit nicht wirklich ist? (Nur
> auf einigen ausgewählten Strecken...)
>
> Wer sagt, dass man nicht quer durch ganz Deutschland Direktverbindungen
> aufbauen könnte? Und wieso genau sollte es unmöglich sein im
> Regionalverkehr die Taktzeiten zu erhöhen? Auch niedrige Preise muss man
> nicht von vorn herein ausschliessen.
Ich schätze den Bequemlichkeitsfaktor von Bahnfahrten, aber auf Langstrecken ist es immer günstiger mit dem Auto zu fahren, wenn man mindestens eine Person mitnimmt. Die Mitfahrgelegenheit kriege ich mein Auto immer voll und lerne auch noch interessante Leute kennen ... für Kurzstrecken lohnt es sich nur, wenn man in der Nähe von Bahnhöfen zu tun hat bzw. wohnt.
Parken bzw. Benzin müsste noch deutlich teurer werden bzw. Bahnfahren deutlich günstiger damit es eine Alternative sein kann.
P.S.: das gilt natürlich nur für vereinzelte Fahrten. Ist man ein Vielfahrer hat die Bahn genügend Programme, die Bahnfahren im Vergleich zum Auto spotbillig werden lassen. Warum geht das nicht für "Gelegenheitsfahrer"?
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> Und nicht wie jetzt in Japan, wo man das Bahnnetz schon seit Jahrzehnten
> optimal ausgebaut hat, als dessen konsequente Fortsetzung.
Warst Du mal da?
Nichts gegen das japanische Bahnnetz, aber auch dort kocht man nur mit Wasser. Abseits der Rennstrecken sogar mit ziemlich lauwarmen Wasser. Gerade was den aus Deutschland gewohnten Komfort betrifft, würdest Du Dich arg umschauen.
Die berühmte Pünktlichkeit ist auch ganz wesentlich auf die extreme Disziplin der Kunden zurückzuführen.
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> In Deutschland kann die Bahn nie eine Alternative zum Auto werden. Ein
> Blick auf den Globus genügt, um zu sehen, was in Japan fundamental anders
> ist: Es ist eine langgezogene Insel.
Eben. Einmal quer sieht die Sache ganz anders aus. Der schnellste Express von Okayama nach Matsue braucht für die 190 km auch 2,5 Stunden. Nur mal als Beispiel.
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