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40 Jahre sind eine LANGE Zeit.

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  1. 40 Jahre sind eine LANGE Zeit.

    Autor LockerBleiben 01.01.11 - 10:08

    Und bei den derzeitigen Entwicklungen sehe ich für eine freie Presse mit unabhängigen Journalisten kein Licht am Ende des Tunnels. Ganz zu schweigen von den höchst-unbequemen Bloggern und Whistleblower-Seiten.

    Während schon heute die Unabhängigkeit der Presse im Westen nur noch ein Mythos ist (Stichwort: Medienkonzentration, "eingebettete Journalisten", Stiftung "Neue Marktwirtschaft" usw.), wird das "Gleichrichten" in den nächsten Jahren auch noch der Blogosphäre wiederfahren. U.a. durch solche Schoten wie "Urheberrechte", "Jugendschutz", "Antiterrorgesetze" und natürlich Abmahnungen (z.B. auf der Basis der Persönlichkeitsrechte).

    Die Bestrebungen, das Internet genauso wie Fernsehen, Radio und Printmedien zu vereinnahmen und zensieren, laufen ungehindert weiter.

    China ist nur ein Beispiel für diese Trends, der "zivilisierte" Westen macht es ganz genauso.

  2. Re: 40 Jahre sind eine LANGE Zeit.

    Autor mvxozxlhxlgxlgx 01.01.11 - 10:40

    Das ist keine gleichschaltung. Es sieht nur so aus.
    Unkraut/ungeziefer muss man bekämpfen so lange es klein ist. Sonst durchseucht es "gleichgeschaltet" im gleichschritt den garten. Den anfängen muss man wehren. Aber warum, sieht man erst jetzt.

    In diktaturen bricht man einem reporter die beine oder lässt ihn abholen.
    Also berichten die anderen reporter lieber vom presseball oÄ unkritisches wie diffammierungen von googlenews oder adelshochzeiten. Sportreporter ist der traum jedes reporters. Oder auf lokal-events freibier kriegen und kritiklos berichten, was peppone/camillo einem vorgibt.

    Die anderen politiker machen es genau so und das ergibt das/die aktuelle bild.

    Der djv interessiert das nicht.
    Und obwohl es technisch trivial wäre, kriegen die durchaus selbstkritischen presseblogger keine alternativstrukturen ans laufen :-(

    Klickt einfach mal bei google-news bei einem thema auf "ausgeblendete artikel anzeigen" und seht, das alle nur dpa/reuters kopieren und den (gelegentlich vorhandenen) eigenanteil trotz diplomregel nicht kenntlich machen.

    Es sieht aus wie gleichschaltung, ist es aber nicht.
    Die demokratoren freut es natürlich.

    Das ist wie badetücher am strand oder autobahn-unfallgaffer: individuelle entscheidungen, die dem anfänger nur zentralistisch gesteuert erscheinen.

  3. "Das ist keine gleichschaltung. Es sieht nur so aus."

    Autor LockerBleiben 01.01.11 - 11:20

    "Passive Manipulation - z.B. durch die Schaffung entsprechender Umstände in Recht und Gesellschaft - ist nur eine Weiterentwicklung der Methodik politischer Einflussnahme und Repression nach den Protesten gegen Vietnam am Ende der 60er Jahren. Man könnte in diesem Sinne von einer Lektion sprechen, die die Machthaber gelernt haben, einer Verfeinerung der Methodik. Das Resultat ist aber identisch und durchaus vergleichbar mit einer Gleichschaltung."

  4. Re: "Das ist keine gleichschaltung. Es sieht nur so aus."

    Autor gkxkzdkzxkzckhxkh 01.01.11 - 20:56

    Wenn du dein auto selber ausschaltest, ist das was anderes als wenn der sprit alle ist.
    Die landesfürsten usw sind sich alle spinnefeind.
    Die ör-sender berichten gerne über die anderen bösen bundesländer als mal vor der eigenen tür zu recherchieren.

    "Er ist gegen die tür gelaufen" wäre sonst auch erlaubt zu schreiben.

    Gleichschaltung ist für/von einem diktator/partei/herrschaftsschicht.
    Pest und cholera sind auch unterschiedlich.

    Also bitte nicht gleichschaltung schreiben, wenn du nicht !einen! sondern viele verantwortliche dafür hast, die nicht im gleichen boot sitzen.

    Die presse hätte informantenportale schon bei bekanntwerden des internets gründen müssen (1999 neuer markt).
    Das ist der wahre fehler.

    Und die kritiker bauen leider auch nichts auf.
    Da gäbe wirksameres wie wikileaks bei weniger rechtlicher angreifbarkeit oder bigotter pseudomoralistischer kritik.
    Man würde in werbeeinnahmen schwimmen, hätte kaum kosten und würde gutes tun bzw der presse helfen.
    Tja :-(

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