Als hier gefordert wurde, das mit Steuergeldern finanzierte Sachen nach 6 Monaten "freizugeben" sind, und die EU oder DFG ihre Fördergelder nur solchen Leuten geben darf, die das unterschreiben, wurde man wie häufig für konstruktive Ideen, natürlich gemobbt und "blabla, Das ist keine Marktwirtschaft." "wir brauchen keine Kommunisten" usw.
Und noch was: Wer keine Steuergelder will, kann ja einen Verlag suchen und Copyright und Einnahmen krallen.
Aber wer ein Diplomzeugnis auf seine Visitenkarte packen will, hat gefälligst seine Seminare, schriftlichen "Hausarbeiten" (Nicht übungsaufgaben!), Magister-, Bachelor-, Diplom- und Dr-Arbeiten und Habilitationen kostenlos auf die Landes-Bibliotheks-Server hochzuladen.
Dort findet eine plagiatskontrolle statt.
Es muss einfach verächtet werden, wenn man die Diplomarbeit nicht downloaden kann. So einer wird gar nicht erst zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
Geheime Dinge haben in einer Diplomarbeit nichts verloren: Was geheim ist, kann die Auftrags-Firma bezahlen. Ein Professor bewertet nur, was in der öffentlichen Diplomarbeit drin steht. Und ggf. Zusatzinfos aus dem Vortrag/der "Verteidigung" dazu.
Ach und übrigens: "Konferenzbeiträge" sind hoffentlich keine Papers für Konferenzen und den Konferenz-"Band", sondern die Powerpoints oder LaTeX-PDFs o.ä. des Vortrages auf der Konferenz. Da gibts sicher hier auch fette Threads von Leuten die aus Unwissen aneinander vorbeireden werden.
Forum gegen schrieb:
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> Als hier gefordert wurde, das mit Steuergeldern finanzierte Sachen nach 6
Voll dafuer. Wenn Du ein Portal in das Universum findest, in dem das so ist, gib bescheid, ich will da auch hin.
Gibt es zum Teil schon so. An der Universität Bremen im Studiengang Informatik gilt die Regel, dass Abschlussarbeiten keine Auftragsarbeiten für Firmen sein dürfen und der Inhalt zumindest der Fachbereichs-Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden muss. Das geht soweit, dass mit Firmen bei Arbeit zwar kooperiert werden darf, aber die Hauptprüfer trotzdem Hochschullehrer sein sollen und Mitarbeiter der Firma allenfalls Betreuer. Zudem werden die Arbeiten immer häufiger auch in der Open Access-Datenbank der elektronischen Bibliothek (E-LIB) der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen (SuUB) verfügbar gemacht. Der Dokumentenserver der E-LIB ist nach Open Archive-Standard aufgebaut und DINI-zertifiziert. Ich denke da sind wir schon auf einem ganz guten Weg.
Die Länder battleln im Wettstreit wer die meisten zitate hat.
Profs Ehre ist die Liste von Arbeiten, wo er in der Literatur-Liste erscheint. "CiteSeeker" oder so heisst der Dienst wohl.
Wenn also jetzt die US-Papers frei sind, werden sie öfter zitiert als kommerzpapers, die in der Dunkelheit verschwinden.
Für High-End-Cutting-Edge-Arbeiten mag das egal sein. Die müssen die aktuellen Artikel kennen. Aber für Diplomarbeiten usw. (die aber bei Citeseeker usw. wohl nicht gelten) könnte es relevant sein.
Freibier hat ja normalerweise auch höhere Absatz-Zahlen/Marktanteile als bezahltes Bier. Und freie Papers die verfügbarer sind, werden ggf. auch lieber zitiert, weil man für den Rest-Crap nicht in die Bibliothek geht, wenn man alles von zu Hause machen kann.
Für Seminare mit 30% Plagiatoren-Quote ist das natürlich irrelevant. Aber auch die downen lieber als in die Bibliothek zu gehen oder mühselig über die UNI (VPN hat nicht jeder) reinzugehen um auf die Pay-Papers zuzugreifen.
@Crasher: Das mit Bremen klingt nett.
Es sollte ehrlos werden, seine Arbeiten nicht offen downloadbar zu haben. Letztes Jahr gabs dafür aber kein Feedback oder kein gutes.
Sind halt bezahlte Poster oder Low-Ender bzw. vermutlich viele Leute ohne Schulabschluss hier.
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