Genau DAS ist in meinen Augen der sinnvollste Einsatz von Wasserstoff in Zusammenhang mit Antrieben. Hochkomplizierte und ausgesprochen schwere Brennstoffzellen sind völlig sinnfrei.
Leider hat auch dieses Konzept noch seine Nachteile: Zum einen der Wasserstofftank, zum anderen ist die Produktion von Wasserstoff in Sachen Umweltbilanz ein völliges Desaster.
Wären diese zwei Baustellen behoben - d.h. Produktion von Wasserstoff in rauhen Mengen durch Strom aus erneuerbaren Energiequellen und kompakte Hochdruck Tanks für Automobile - könnte man diese Technik problemlos in unseren Autos spazieren fahren.
Dann wäre auch der V6-Twinscroll-Biturbo im Alltag ganz angenehm ;)
Wasserstoff diffundiert durch beinahe alles, Wagen volltanken, paar Tage stehen lassen - halb leer.
Von der Explosionsgefahr will ich gar nicht anfangen.
Du vergisst, dass der "Wasserstoff Otto" prinzipiell einen deutlich schlechteren Wirkungsgrad hat als die Brennstoffzelle, sodass die Umweltbilanz umso schlechter und die Tanks umso größer sein müssen.
Es gibt bereits Speichertechniken welche die Diffusion verhindern. Allerdings wäre diese Technik (hohes Gewicht) überflüssig, wenn sich der Preis für Wasserstoff auf Grund neuer Herstellungstechniken verringern würde. Eine ausgedehntes Netz an Tankmöglichkeiten würde den Fahrzeugmarkt revolutionieren.
1) Ist der verlust von Tankinhalt bei weitem nicht so hoch wie hier dargestellt wird.
2) Ist Wasserstoff zwar nicht ungefährlich, Bezin ist es aber auch nicht. Die Benzin-Gase sind extrem leicht zu entzünden.
Die Produktion von Benzin ist umweltechnisch ebenfalls ein desaster. Das sprudelt nämlich auch nicht aus dem Boden. Roh-Öl sprudelt aus dem Boden. Jedoch würden bei Roh-Öl selbst die meisten PKW Dieselmotoren streiken.
> ist die Produktion von Wasserstoff in Sachen Umweltbilanz
> ein völliges Desaster.
Das ist IMHO falsch. Wasserstoff wird durch Elektrolyse aus Wasser erzeugt und es gibt große Mengen ungenutzter elektrischer Energie, nämlich außerhalb der Stoßzeiten tagsüber. Deshalb wurden ja so seltsame Dinge wie Nachtspeicheröfen erfunden, weil man z.B. AKWs nachts nicht einfach runterfahren kann und dort jede Menge elektrischer Energie brachliegt. Die Belgier beleuchten damit ihre Autobahnen, aber nachts Wasserstoff zu erzeugen wäre sicher die sinnvollere Verwendung.
Wasserstoff ist generell ein Abfallprodukt.
Das Problem das besteht liegt eher in der Reinheit.
Brenstoffzellen brauchen hoch reinen WS, der nur sehr schwer (energieaufwaendig) hergestellt werden kann.
Ich denke das trifft auf eine Verbrennung nicht zu ...
Das ist soweit richtig, dass man die Wasserstoffproduktion nachts anlaufen lassen könnte.
Was ich aber meine ist halt die Quelle für den Strom. Wenn wir Öl, Gas und Kohle verbrennen, um mit dem Strom Wasserstoff zu erzeugen, bringt und das halt in der Bilanz keinen Schritt weiter. Darauf wollte ich hinaus :) Wenn diese Problematik gelöst wäre, dann könnte ich mich mit einem Wasserstoff Ottomotor gern anfreunden.
Bei Mazda hat man ja mit einem umgebauten Renesis Wankel sehr gute Erfahrungen gemacht, dort lief die Kiste im Wasserstoff Betrieb ja besser als mit Sprit. Die Kiste läuft dann ja nicht mehr so fett wie bislang mit Sprit (also keine Fehlzündungen mehr) und die Problematik mit der Temperatur war wohl auch beseitigt (Wankel fahren sehr schnell heiß, was s.g. Wasserschäden am Block verursacht, sprich der Block verzieht sich recht fix).
Basierend auf der WtT-Studie ist der Wasserstoff nicht unbedingt ein Desaster für die Umwelt. Folgender Link, Seite 6 verdeutlicht dies.
http://www.eeg.tuwien.ac.at/eeg.tuwien.ac.at_pages/events/iewt/iewt2009/papers/2C_3_AJANOVIC_A_P.pdf
Zum Wasserstoffverlust: Etwa 1 bis 2% des Tanks gehen pro Tag verloren.
Soweit ich das die letzten Jahre mitbekommen habe (Hatte bis Anfang dieses Jahres einen Renesis) hatte der Wasserstoff-Renesis aber nur ~120 PS, im Vergleich zu den 231 PS des Benziners. Ist jetzt die Frage wie du "besser" definierst :)
Und Wasserstoff noch leichter. Und H2-betriebene Fahrzeuge dünsten durchaus sicherheitstechnisch relevante Mengen aus, deswegen darfst du in Tiefgaragen auch nich mit den Dingern parken.
* The president is a duck? *
Hehe, es sprudelt aus dem Boden... kann man im Moment wortwörtlich so hinnehmen :P
* The president is a duck? *
Elektrolyse: links H2, rechts O2
kühlste noch ein bisschen runter damit etwaige Spuren von H2O und der verwendeten Säure noch auskristallisieren (so um die -50°C) und dann hat sichs...
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen bei welchen Vorgängen in der Industrie massenhaft H2 frei wird, klär mich auf
* The president is a duck? *
Anodische Oxidation? Galvanik?
Wenn ich überlege, fallen mir bestimmt noch mehr ein.
Mit_linux_wär_das_nicht_passiert schrieb:
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> > ist die Produktion von Wasserstoff in Sachen Umweltbilanz
> > ein völliges Desaster.
>
> Das ist IMHO falsch. Wasserstoff wird durch Elektrolyse aus Wasser erzeugt
> und es gibt große Mengen ungenutzter elektrischer Energie
Ich glaube mich zu erinnern das von der Atomlobby ins Feld geführt wird das bei einer Energiegewinnung in größerem Maßstab der durch diffusion freigesetzte Wasserstoff das Potential eines tatsächlichen Klimakillers hat.
> Ich glaube mich zu erinnern das von der Atomlobby
> ins Feld geführt wird das bei einer
> Energiegewinnung in größerem Maßstab der durch
> diffusion freigesetzte Wasserstoff das Potential
> eines tatsächlichen Klimakillers hat.
Oha, die Lügen der Atomlobby --> heute (13.7.) um 21 Uhr in "Frontal 21" im ZDF
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