und ist es stabiler als das gleiche teil aus titan gefräst?
wenn ja könnte ich mir durchaus vorstellen dass bald leute anfangen extremitäten freiwillig mit titanknochen "aufzurüsten"
ein kiefer aus titan ist prinzipiell nicht kräftiger als einer aus knochen, auf jedenfall solange man noch nicht den gesammten schädel mit titan ummanteln kann
wo normal bei einem schlag/unfall der kiefer bricht, würde jetzt wohl eher die einfassung kaputt gehen
das gelenk kann man sich auch ohne künstliches kiefer brechen, das war aber nicht die frage
1. nicht gefräst sondern Schicht für Schicht aufgebaut. Gefräst wäre aus einem Titanblock.
2. Nein es dürfte nicht wirklich stabiler sein, da man wohl versucht hat die mehr oder weniger poröse Struktur des Knochens nachzuahmen, vor allem auch um Gewicht zu sparen.
Titan ist auch ein recht flexibles Material. Leicht aber formbar - zumindest im Verhältnis zu Edelstahl. Während ein Knochen, wenn er bricht und danach richtig behandelt wird, von alleine wieder zusammenwächst, kann man hier dann das ganze Teil austauschen, da hier nichts wieder zusammenwächst.
Die Idee mit dem künstlichen Aufrüsten von Menschen ist nicht neu.
Aber was bringen titanverstärkte Knochen, wenn die Muskeln immer noch nicht mehr Leistung bringen? Dann bricht unter Belastung nicht der Knochen, sondern die Muskeln reissen. Auch sehr nett.
Sharra schrieb:
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> 1. nicht gefräst sondern Schicht für Schicht aufgebaut. Gefräst wäre aus
> einem Titanblock.
ja, das war ja die frage ist das lasergesinterte teil stabiler als gefräst
> 2. Nein es dürfte nicht wirklich stabiler sein, da man wohl versucht hat
> die mehr oder weniger poröse Struktur des Knochens nachzuahmen, vor allem
> auch um Gewicht zu sparen.
das dachte ich auch
> Titan ist auch ein recht flexibles Material. Leicht aber formbar -
> zumindest im Verhältnis zu Edelstahl. Während ein Knochen, wenn er bricht
> und danach richtig behandelt wird, von alleine wieder zusammenwächst, kann
> man hier dann das ganze Teil austauschen, da hier nichts wieder
> zusammenwächst.
naja ich glaube irgendwie kaum dass das teil im körper kräften ausgesetzt sein wird die es plastisch verformen, wenn doch ist bei einer 83 jährigen wahrscheinlich ein weiterer austausch das geringste problem
Sharra schrieb:
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> 2. Nein es dürfte nicht wirklich stabiler sein, da man wohl versucht hat
> die mehr oder weniger poröse Struktur des Knochens nachzuahmen, vor allem
> auch um Gewicht zu sparen.
dir ist aber klar, dass gerade diese poröse brückenstruktur die stabilität bringt oder?
es ist auch klar, das ein kiefergelenk auch so brechen kann.
aber titan ist, auch wenn es auf diese art zusammengeschmolzen wird, wohl etwas stabiler als knochen.
in der benutzung und in der fähigkeit, schaden zu nehmen, ist der titankiefer damit nicht vorteilhafter als ein normaler kiefer.
man hat keine poröse struktur des knochens nachgeahmt. (man hat aussparungen gelassen an denen sich muskeln anheften sollen)
ausgangsmaterial wird so verschmolzen, das nach und nach ein titanblock entsteht, der nur schon die form hat, die es am ende haben muss. sonst hätte man das material in das der 3d drucker "druckt" zu einem block geschmolzen und dann teile davon wieder abgetragen. die stabilität sollte also in beiden fällen identisch sein (außer, man würde in einem aus einem block gefertigten stück anfangen teile zu biegen und in form zu bringen, ich denke, sobald etwas gebogen wird, entstehen spannungen die einen gewissen, wenn auch vernachlässigbaren unterschied in der stabilität bringen könnten)
Für die alte Frau ist das Titanmodell sicher stabiler als das Original(denn die lebt sicher nicht mehr so lange).
Man sollte aber bedenken, dass jedes Material aufgrund der Dauerbelastung brüchig wird. Und da ist der Knochen klar im Vorteil: Die Zellen bauen das Material je nach Belastung wieder auf oder ab und so bleibt der Knochen meist ein Leben lang stabil.
Weder noch.... ich denke, dass man das nicht so sagen kann. Eigentlich ist gesintertes immer etwas "schwächer" als im ganzen Block wegen dem Kristallgefüge. Bei biegen kann das Material auch verfestigen, je nach Zugaben, alles muss man einzelnd betrachten welche Legierung vorhanden ist.
Wenn die schlau waren haben die kein Vollmaterial gemacht... denn das Bringt ja in Them Bruchverhalten schon vorteile dieses z.B. wie Arbenform zu machen und spart auch noch Material und somit Gewicht.
Wen es interessiert gerne mal rapid prototyping oder "neu" rapid manufactoring googeln
Gruß
Xstream schrieb:
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> wenn ja könnte ich mir durchaus vorstellen dass bald leute anfangen
> extremitäten freiwillig mit titanknochen "aufzurüsten"
Wir sind hier nicht bei Syndicate. ;)
Sharra schrieb:
> 2. Nein es dürfte nicht wirklich stabiler sein, da man wohl versucht hat
> die mehr oder weniger poröse Struktur des Knochens nachzuahmen, vor allem
> auch um Gewicht zu sparen.
wenn mans nicht falsch macht ist das stabiler als Vollmaterial
quasi leichter und stabiler zugleich
Rein das Kiefer betrachtet, ist das gefräste stabiler (wie bereits erwähnt gibt es beim Sintern zwar auch ein Gefüge, jedoch ist es durch das schichtweise Aufschmelzen und Erstarren nicht so homogen wie Vollmaterial)
Meiner Meinung nach wurde es 3D-gedruckt, weil das den riesen Vorteil hat, dass man Kavitäten einbauen kann die nicht zu fräsen wären, aber Gewicht sparen bei praktisch nicht verringerter Festigkeit.
Auch ist die Oberfläche des Teiles durch dieses Fertigungsverfahren nicht so glatt wie beim Fräsen. Organische Strukturen mögen leicht raue Oberflächen.
Kurz noch zur Festigkeit, die steht bei dem Teil mMn. nicht im Vordergrund, wenn man die Festigkeit eines menschlichen Kiefers nachahmen möchte, hätte eine viel geringere Struktur gereicht. Titan ist der Werkstoff der Wahl da es sich wunderbar mit dem Körper verträgt. Wie auch bereits erwähnt könnte sie zwar einen linken Haken problemlos einstecken wäre da nicht die schwache Aufhängung des Kiefers. Brechen wird es dort wo es am schwächsten ist. und seien wir uns ehrlich, viel hartes Brot wird die Dame in dem Alter nicht mehr essen.
Es heißt "manufacturing" und man sollte generell zurückhaltender mit Erklärungen umgehen, wenn man sich mit der Materie nicht auskennt. Beim SLS-Verfahren wird Pulver benutzt, mit Kristallen hat das jedoch nix zu tun. Kaltverfestigung ist im vorliegenden Fall auch nicht anzustreben, da sich die Versprödung sehr negativ auswirkt. Und den verschwurbelten Abschnitt kann ich mangels Übersetzung nicht deuten. Frag am Besten das nächste Mal einen Ingenieur...
Xstream schrieb:
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> und ist es stabiler als das gleiche teil aus titan gefräst?
> wenn ja könnte ich mir durchaus vorstellen dass bald leute anfangen
> extremitäten freiwillig mit titanknochen "aufzurüsten"
Schon möglich, dass auf absehbare Zeit körperteile aufgerüstet werden, jedoch kann man die Knochen nicht vollständig ersetzen. Wie weit sind wir denn schon Cyborgs mit unseren Smartphones, Herzschrittmachern, Protesen und Hörgeräten? Wird man sich in Zukunft bessere Augen einsetzen lassen können? oder stärkere Muskeln? Wir werden da noch einiges erleben. Die Frage ist, ob Genmanipulation, wie in Gundam Seed nicht effektiver ist, als das einsetzen von künstlichen Teilen.
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