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Und wie hat man es sonst gemacht?

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  1. Und wie hat man es sonst gemacht?

    Autor Dadie 06.02.12 - 19:25

    Da ich leider kaum etwas darüber weiß, wie wurde den vorher ein Unterkiefer ersetzt? Und warum dauerte es 2 Tage?

  2. Re: Und wie hat man es sonst gemacht?

    Autor s4mba 06.02.12 - 19:47

    Frage ich mich auch.

    Was hat der Fertigungsprozess mit der Operation zu tun?

  3. Re: Und wie hat man es sonst gemacht?

    Autor denos 06.02.12 - 20:01

    Heutzutage werden Unterkiefer meistens mit Knochen aus Unterarm oder Schienbein ersetzt, sprich der Knochen an Arm oder Bein wird ausgebaut, zurecht gesägt und geformt und anstelle des Unterkiefers wieder eingesetzt.

    2 Tage halte ich persönlich für etwas übertrieben, aber gewöhnlicherweise dauern solche OPs locker 12 Stunden und mehr.

  4. Re: Und wie hat man es sonst gemacht?

    Autor PhilSt 06.02.12 - 20:37

    Die zwei Tage sollten wohl nicht eine durchgehende OP von 48 Stunden bedeuten, eher zwei kurz aufeinanderfolgende OPs - alter Kiefer raus, Ersatzteil aus dem Bein oder sonstwo her schneiden. Zumachen. Ersatzteil zurechtschnitzen und dann wieder rein. Kann mir kaum vorstellen, dass das alles in EINER einzelnen OP passiert.

  5. Re: Und wie hat man es sonst gemacht?

    Autor kat13 07.02.12 - 05:34

    Da greift dann ansonsten heutzutage sowas hier, auch in D
    http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2011/1205/ausgeschlachtet.jsp

    dann lieber das Titanpulverteil :)

  6. Re: Und wie hat man es sonst gemacht?

    Autor colchizin 07.02.12 - 15:06

    Genau. Für eine OP ist der Eingriff ganz schöner Hammer. Oft genug wird den Patienten der Kiefer auch nicht, wie wohl bei dieser Patientin, in einem Stück entfernt, sondern in Folge von fortschreitenden Entzündungsprozessen (Stichwort: Osteomyelitis) nach und nach immer wieder ein Stück ausgebaut. Wird der dabei entstehende Defekt zu groß (weil du zum Beispiel gleich mal nen halben Kiefer ausbaust) kannst du das ganz auch erstmal temporär mit einer Titanplatte versorgen, die dann Kiefergelenk und Unterkiefer verbindet. Die ist allerdings, vor allem aufgrund der einwirkenden Scher- und Drehkräfte, nicht so stabil, sodass du nach ner gewissen Zeit die Rekonstruktion mit Knochen (wie oben beschrieben) durchführst. Teilrekosntruktion des Unterkiefers mit Rapid-Prototyping-Technik wurden auch schon durchgeführt, im Bereich des Schädeldaches ist das auf dem Weg zu einer Standardtechnik. Das Problem am Unterkiefer ist allerdings, dass Knochenimplantate in der Mundhöhle schlecht vertragen werden (auch aus Titan). Da es eben kein flexibles, lebendes Gewebe ist, wird die darüberliegende Schleimhaut zestört und es bilden sich schnell Infektionen, so dass die Teile häufig wieder ausgebaut werden müssen.

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