Also, grundsätzlich ist ja die idee nicht schlecht einen effizienten eletromotor als antriebsquelle zu nutzen - aber wo soll der denn seinen saft herbekommen?
Ein thermisches kraftwerk, kohle, öl, oder atom haben nunmal einen wirkungsgrad, von ganz grob, 40%
an das kommen moderne dieselmotoren unter guten umständen auch schon hin. (hab mich da mal mit einem unterhalten, der kraftwerke mit konstruiert, und dadurch einiges mehr weiß als ich, aber wir haben das mal durchgespielt)
dann lassen wir den strom nochmal über leitungen, transformatoren in den haushalt kommen, dann sind wir, wenn's hoch kommt bei 35%.
mit diesen 35% ist aber noch kein meter gefahren worden, noch nicht mal der akku geladen.
Wie effizient die systeme in den elektroauto sind (spannungswandler, leistungselektronik, akkus) weiß ich garnicht.
aber geben wir mal einfach 80% an?
also, es kommen vom kraftwerk, das das equivalent von 1kw/h strom an kohle verbrennt, 350w/h beim "haushalt" an. von diesen 350w/h werden nochmal 70w/h in der autoelektronik, akkus (...) verbraten, ergibt 280w/h die im auto tatsächlich genutzt werden, zur fortbewegung, radio, lichter, und so weiter und so fort.
Selbst wenn jetzt meine rechnung sehr zu ungunsten des systems ausfällt (was ich nicht genau weiß, da ich die leistungsdaten naturgemäß nicht genau kenne), dann stellt sich immernoch das Problem:
wie wird der energiebedarf zur erneuerung der akkus mit einbezogen? oder, eben alles, was mir jetzt dazu nicht einfällt.
aus meiner sicht kann das nur halbwegs "sinnvoll" funktionieren, wenn der Strom direkt im haus, z.B. solarzellen, erzeugt wird.
würde mich freuen, wenn da ein paar argumente kommen würden, um das mal ein bisschen genauer durchzuspielen...
merci,
Elwood_B
Bitte erst denken, dann schreiben...
naja - warum nicht öl und benzin mit ~40% verbrennen, sondern strom aus öl mit weniger effizienz in einen akku jagen? ergibt doch keinen sinn, oder?
was bringt es denn, die co2 produktion von der straße aufs "land" zu verschieben? deswegen neue infrastrukturen bauen zu müssen? ...
da sollte man meiner meinung nach erst mal nachdenken.
Weil du Öl mit 70% Wirkungsgrad in Benzin verwandelst, das du dann mit effektiv 15% Wirkungsgrad in Bewegungsenergie umwandelst (vergiss den theoretischen 40% Wert, der geht nur bei extremst gleichmäßiger Fahrt ohne jemals zu bremsen). Macht also ca. 10% Gesamtwirkungsgrad.
Stattdessen speichern wir doch lieber den überflüssigen Nachtstrom in den Akkus der Elektroautos. Ist wohl etwas sinnvoller. Auch wenn der Wirkungsgrad vom Gesamtsystem dann evtl. genauso beschissen ist, aber bevor man den Strom für was noch sinnloseres verschleudert...
ausserdem gibts irgendwann mal kein benzin mehr dass man in autos verbrennen kann..
naja, gut, das mit dem nachtstrom ist schon okay - daran hab' ich jetzt nicht gedacht. auch wenn vermutlich relativ wenig über nacht geladen wird...
und das mit dem bremsen gilt wohl auch für elektroautos, auch wenn da ein gewisser teil wieder an energie zurückgeführt werden kann...
stimmt wohl...
dennoch bleibe ich skeptisch, und fahre weiter meinen 2004er 2.0 tdi passat mit 3,9 (langsam) - 5,5 liter/100km
;-)
Elwood_B schrieb:
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> naja, gut, das mit dem nachtstrom ist schon okay - daran hab' ich jetzt
> nicht gedacht. auch wenn vermutlich relativ wenig über nacht geladen
> wird...
Ich vermute eher, daß jedes Auto in der Nacht an der Steckdose hängen wird, sofern das irgendwie möglich ist. Also zumindest mal fast jedes, das in einer Garage steht, aber auch auf Parkplätzen und manchmal sogar am Straßenrand. Aber dafür muß sich noch einiges an der Infrastruktur verbessern.
> dennoch bleibe ich skeptisch
Ja, bleibe ich auch erstmal. Man muß nicht überall der erste sein ;-)
Das man mit dezentralem Ökostrom und intelligenter zentraler Steuerung 100% des Strombedarfs decken kann, wurde bereits vor 2 Jahren bewiesen:
http://www.grundversorgungskraftwerk.de/grundversorgungsenergie/kombikraftwerk.html
Dabei werden auch Elektroautos als Stromspeicher benutzt.
Diese zukunftsweisende Entwicklung wird von den 4 großen Versorgern leider verzögert, aber zum Glück kann man als Verbraucher viel tun, um mitzuhelfen.
Echter Ökostrom kostet nicht mehr als Atomstrom, der Wechsel ist ganz einfach:
http://atomausstieg-selber-machen.de/stromwechsel.html
http://stromversorgung2020.de/
Mit Ökostrom Geld verdienen und den Ausbau fördern:
http://energie-in-buergerhand.de/
Juwi: Die Energie von morgen - 100% erneuerbar! (ZDF.umwelt am 07.12.2008)
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/643280?inPopup=true
Verbraucher zahlen zu viel für Energie (ZDF heute am 04.08.2009)
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/811676?inPopup=true
Lobbyisten regieren mit (Frontal21 am 11.08.2009)
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/816672?inPopup=true
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,7613975,00.html
E.ON verkauft Stadtwerke-Holding Thüga (ZDF heute journal am 12.08.2009)
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/817482?inPopup=true
Satiresendung des NDR: RWE mit 4 Milliarden Gewinn, E.ON fast 6
http://www.youtube.com/watch?v=zs_zEQuuo4o
Es wird außerdem bereits an einem Stirlingmotor für Autos gebaut, mit erheblich höherem Wirkungsgrad als Otto- oder Dieselmotoren:
http://orf.at/081113-31691/index.html
Benzin/Diesel <-> Zapfsäule
Städte/Staus <-> sauberere Luft
Zumindest ist man ganz sicher NICHT "Vorreiter", wenn man 2020 lächerliche 1 Mio E-KW auf der Straße hat.
Ähm.. wir haben bald kein Öl mehr?
Und.. wir haben bald kein Öl mehr.
Oh! Wir haben bald kein Öl mehr.
Außerdem haben wir bald kein Öl mehr.
Hab ich vergessen zu sagen, dass wir bald kein Öl mehr haben?
Wir haben keine andere Wahl als darauf zu verzichten und andere Energiequellen für den Antrieb unserer Autos zu nutzen.
Ist das so schwer zu verstehen?
- - - - Wir haben keine Wahl. - - - -
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==Der Erfolg gibt NIEMANDEM Recht.==
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Strom kann jeder machen, Benzin aber nicht.
Stellt euch mal vor, ihr bekommt für 15.000 EUR euren eigenen Bohrturm und eure eigene Raffinerie. Geht natürlich nicht, für das Geld bekommt man aber ein Dach voll Solarpanels (jaja von mir aus auf Photovoltaik Anlage), die genug Strom liefern um das ganze Haus zu versorgen (oder wie bei nem Bekannten von mir eine gesammte Gärtnerei).
Achja, ich bin Student, hab mein Bafög + ein paar zerquetschte durch nen Nebenjob (+KEINE wohlhabenden Eltern) und beziehe meinen Strom trotzdem zu 100% aus Wasserkraft. "Zu teuer", "Ich weiss ja nicht wie/wo/was", "Zu umständlich" zählt nicht, wer will der kann auch.
Falsch. Du ZAHLST nur für Strom aus Wasserkraft.
Na und, dafür erhöhe ich dadurch den Anteil am Gesamtstrom. Im Endeffekt ist das das selbe.
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