Ohne Computer bricht bei uns das Chaos aus. Sämtliche Mitarbeiter (ausser Putzfrauen) und alle Patienten werden über die EDV gesteuert und geplant. (Terminvergabe, Ressourcensteuerung, etc). Theoretisch auch per Hand machbar aber unpraktikabel und man würde unverhältnismässig viel mehr Zeit brauchen und hätte zudem keinen Überblick mehr.
Also bei uns sind Rechner definitiv NICHT überflüssig.
Meine Freundin ist Ärztin und da kann ich das auch nicht bestätigen. Angefangen von (alten) Befunden, die sofort abrufbar sind, ohne dass jemand für Stunden im Archiv verschwinden muß, über die Terminvereinbaren, etc. Arztbrief schreiben ohne PC? Genau.
Was ich allerdings schon glaube, ist, dass es kaum Kostenersparnis gibt. Das Krankenhaus mußte vor einigen Jahren von einer gut funktionierenden Software auf eine im direkten Vergleich extrem schlechte Software von einem grossen dt. Konzern umsteigen (der Name beginnt mit "S"). War sicher schweineteuer aber den alten Hersteller gab es leider nicht mehr (von Konkurenz aufgekauft, AFAIR)
Das System von S das mit L anfängt?
Nee, dann doch lieber das System von A das mit O anfängt...
Hmmm S??? Siemens oder SAP???
Na was fürn Glück dass wir beide bei uns Hand anlegen haben lassen. Muss man sich wenigstens keine Gedanken darum machen ob es nun Müll ist oder nicht :)
Fühle mich IMHO nur voll bestätigt^^ - Danke, immerwieder schön zu hören dass es anderen auch so geht. (S. seit über einem Jahr mehr oder weniger^^ produktiv am laufen...)
mit S. vor Jahren... etwa Hamburg???
Kommt mir irgendwie bekannt vor :)
Aber das ist der Vorteil Großaktionär zu sein, wie bspw. die DB. Du investierst in ein Unternehmen und bist gleichzeitig am anderen beteiligt. Man könnte auch von Betrug reden, da Außenseiter eigentlich überhaupt keine Chance haben. Es sei denn, es gelinkt diesen einen solchen Großinvestor ins Boot zu holen.
Immer wieder ein nettes Spielchen, diese Börse...:/
Ich habe eine ganze Weile in der EDV eines Krankenhauses gearbeitet.
Diese Studie ist einfach lachhaft...ohne funktionierende EDV kommt so ein Krankenhaus ganz schnell zum Erliegen.
Zu meiner Zeit lief das zentrale Patientenverwaltungssystem über HP-Unix, die Fileserver für Arztberichte etc über Netware. Nur einige wenige Server liefen unter Windows weil es spezielle Software erforderte. Wenn morgens bei Dienstbeginn wirklich ALLE Telefone klingelten brauchte man gar nicht rangehen. Irgendein System hatte einen Ausfall..
würde ich nie bestreiten.
Nur weißt Du was für Summen da über den Tresen wandern? Nicht für die Technik, sondern hauptsächlich für die Software-Entwicklung und damit beziehe ich mich nur auf EDV, nicht die Software einzelner Geräte.
Arbeite in einem großen Krankenhaus. Einmal großer runder Panikbutton im Serverraum drücken (NotAus) kosten nach aktuellen Einschätzungen rund 2-3 Mio Euro. Das stellt den Anschaffungspreis der Software der Firma S. schnell in den schatten :) Ohne Hardware keine Software
Allein nur die Wartung der USV die im Ernstfall gerade mal zwei Minuten an ist, bis die Dieselgeneratoren laufen, kostet knapp 100000 Euro im Jahr. Des ist nur ein Bruchteil des ganzen.
Die Studie spiegelt aber die allg. Meinung über EDV in nicht IT-Firmen wieder. Kaum jemand macht sich Gedanken darum was passiert wenn die IT mal zum stillstand kommt. Das macht sich einerseits in den fehlenden redundanten Strukturen wieder (ist ja nur unnötige Geldverschwendung) zum anderen in den zwar vorhanden aber komischer weise von niemanden außer von EDVlern bekannt Ausfallplänen bemerkbar^^
Ich denke, EX-Kliniker und dubdidu gehen einfach vom falschen Szenario aus. Es geht nicht darum, was passiert, wenn man einem modernen, mit PCs ausgestatteten Krankenhaus diese IT-Ausstattung weg nimmt. Es ist klar, dass dann alles zusammenbricht, weil es eben Belegungspläne, Patientenakten und Berichte gar nicht oder nur schwer zugänglich in anderer als elektronischer Form gibt.
Es geht um den Vergleich mit einem Krankenhaus, dass bisher gar nicht mit IT ausgestattet ist. Ob ihr es glaubt oder nicht: Es gab schon vor 20, 50, 100 Jahren Krankenhäuser. Und die haben auch ohne PCs funktioniert. Natürlich gibt es viele moderne Untersuchungsmöglichkeiten (Ultraschall, CT etc.), die ohne Computer gar nicht funktionieren würden. Aber in der Untersuchung ging es ja wohl eher um den Einsatz von Büro-PCs. Und gerade wenn ich von euch lese, wie aufwändig die IT-Infrastruktur aufgebaut ist, stellt sich doch die Frage, wie viel Geld *wirklich* dadurch gespart wird, wenn man die Schicht- und OP-Planung, die Patientenakten und was-weiß-ich per PC macht statt (nur) auf Papier. Und nicht die Frage, welches Chaos ich verursache, wenn ich den Server abschalte.
Man sollte eher mal betrachten in welchem Land die Studie stattfand und wie es bei uns ablaeuft. Fakt ist: Wir machen hier immer noch doppelte und dreifache Buchfuehrung. Ein Teil der Daten ist noch auf Papier, ein Teil digital, ein anderer auf einem Server gespeichert, ein weiterer liegt bei den jeweiligen Aerzten in den Schubladen und der Patient weiss nicht ob er richtig behandelt wird weil Arzt A nicht weiss was Arzt B bereits vor Jahren diagnostiziert aber nicht kommuniziert hat. Das aendert sich bei uns ab der elektronischen Gesundheitskarte, auch wenn viele wieder Panik wegen Datenschutz machen. Das ist aber eine andere nie endende Geschichte...
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