Letztens gabs einen sehr grossen Artikel in der c't über automotive computing.
"Eigentlich" sind die Hersteller schon sehr weit. Der eine hat gute Spracherkennung, der andere eine gute im Lenkrad integrierte Programmsteuerung, der eine hat gute Anwendungen, der andere einen leistungsstarken Onlineshop, der eine kann auf die Windschutzscheibe per Head-Up-Display Programmausgaben projezieren usw.
Das Problem: Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Der Typ mit gutem Onlineshop hat keine Spracherkennung, der mit guten mitgelieferten Anwendungen unterstützt keine Fremdanwendungen, der mit guter Sprachsteuerung ist nicht sprachlos bedienbar uswusf...
Was hier fehlt ist der ultimative Automotive-Android-Google-Shop. Und wenn die ganzen kleinen Tandler wie BMW und Toyota ihre Brötchen nicht gepacken bekommen dann kommt das auch genau so. Oder meint ihr in den selbstfahrenden Google-Autos kann man keine weiteren Features mehr einbauen?
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Viel wichtiger wäre es mal Autos modular zu bauen (was auch dein Anliegen beinhalten würde). Sodass man das Auto immer erweitern oder verändern kann. Aber das soll ja nunmal nicht sein, denn sonst wäre ja der Anreiz weg spätestens alle 5 Jahre ein komplett neues Auto zu kaufen.
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Grundsätzlich gibt es für den Privatmann keinen vernünftigen Grund sich alle 5 Jahre ein neues Auto zu kaufen (bei Firmenwagen mit den jeweiligen Leasingangeboten oder Werksangehörigen mag das anderes sein). Selbst die 2-3 Liter Sprit, die ein Neufahrzeug weniger braucht, machen den Wertverlust der ersten 5 Jahre nie im Leben wett.
Das hat man wohl auch bei den Herstellern so festgestellt und versucht die gleiche schiene wie die Mobile Device Hersteller zu fahren. Deswegen scheint man die Leute mit dem diesen Multimedia -Festeinbauten locken zu wollen.
Ist ja alles so schön bunt und jedes Jahr packen wir ne Schippe oben drauf. Natürlich nur im neuen Model, aber ohne, oder nur mit eingeschränkter Update-Möglichkeit der Altsysteme.
Warum man für ein fest eingebautes und nicht anpassbares Multimediasystem vom Hersteller allerdings zweieinhalb tausend Euro und mehr (in Deutschland) extra hinlegen soll, ist mir allerdings nach wie vor schleierhaft. Im Vergleich bietet ein 7"- Tablet + ein anständiges Sound System deutlich mehr als die heutigen Car-Entertainment-Systeme liefern, bei der Hälfte des Preises. Und es kann mir keiner erzählen, dass es 1000Euro kostet, das Gerät in die Mittelkonsole zu dübeln und noch ein Wallpaper von BMW oder wem auch immer aufzuspielen.
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als Ergänzung zu den Preisen von BMW:
- BMW Navigationssystem Professional kostet EUR 2760,-
- Navigationssystem Professional mit integrierter Handyvorbereitung Bluetooth kostet EUR 3360,-
http://www.bmw.de/de/de/newvehicles/_shared/pdf/pricelist/7_pricelist_2012.pdf?download=true
zum Vergleich:
mumbi Nano Bluetooth Dongle kostet EUR 3,90 (in Worten: Drei Euro und neunzig Cent)
http://www.amazon.de/mumbi-Bluetooth-Dongle-USB-Adapter-Class2/dp/B002T4E7L8/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1341917811&sr=8-2
...man kann nur jeden bedauern, der sich so ein Auto anschafft.
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Bozzy schrieb:
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> als Ergänzung zu den Preisen von BMW:
> - BMW Navigationssystem Professional kostet EUR 2760,-
> - Navigationssystem Professional mit integrierter Handyvorbereitung
> Bluetooth kostet EUR 3360,-
>
> www.bmw.de
>
> zum Vergleich:
> mumbi Nano Bluetooth Dongle kostet EUR 3,90 (in Worten: Drei Euro und
> neunzig Cent)
>
> www.amazon.de
>
> ...man kann nur jeden bedauern, der sich so ein Auto anschafft.
Das nenne ich mal kurzsichtig ... Und was kannst du mit dem Bluetooth-Dongle dann anstellen? In den Laptop auf dem Beifahrersitz stecken? Die Handy-Vorbereitung enthält außer der ausgefeilten Steuerung via iDrive m.W. auch SIM-Access zur Verwendung der Fahrzeugantennen für die Mobilfunkanbindung. Das bedeutet a) weniger Strahlung, b) besser Empfang und c) Wahl und Bedienung der Handy-Funktionen _mit_ dem Blick auf die Straße.
Abgesehen davon, dass die Preise natürlich auch Kosten für die Entwicklung enthalten, bin ich der Meinung, dass günstigere Einbau-Navi's die Anzahl der Kunden erhöhen und damit automatisch die Kosten auf mehr Köpfe verteilen würden. Aber wahrscheinlich geht es dem Hersteller nicht darum das Einzelfahrzeug mit möglichst viel Ausstattung zu verkaufen, sondern auch innerhalb der Käufergruppe einer Fahrzeugklasse gewisse "Statussymbole" zu schaffen.
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Im Einkauf kosten solche Geräte übrigens 175 Euro. Die wissen ganz genau dass jemand der solch ein Auto kauft sich nicht drum schert ob das Navi jetzt serienmässig drin ist oder 5000 Euro extra kostet. Navi muss sein heute und in solch ein Auto soll nichts aufgesetztes rein. Fahrer solcher Autos wollen sich ja schließlich überlegen vorkommen, in jeder Hinsicht.
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@sankari
Nein, derartige Bluetooth Dongels werden z.B. bei Car-HiFi-Geräten von JVC, Kenwood oder Sony (VK: ab EUR 130,-) zur Verbindung von Handys mit Unterstützung von A2DP verwendet. Also nicht in den Laptop stecken, sondern in den rückwärtigen USB-Port des Radios. Bei einem BMW geht das natürlich nicht - sehr kurzsichtig entwickelt.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.12 14:23 durch Bozzy.
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beaver schrieb:
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> Im Einkauf kosten solche Geräte übrigens 175 Euro. Die wissen ganz genau
> dass jemand der solch ein Auto kauft sich nicht drum schert ob das Navi
> jetzt serienmässig drin ist oder 5000 Euro extra kostet. Navi muss sein
> heute und in solch ein Auto soll nichts aufgesetztes rein. Fahrer solcher
> Autos wollen sich ja schließlich überlegen vorkommen, in jeder Hinsicht.
Wie kommst Du auf 175 Euro? Das deckt ja nichteinmal die reinen Materialkosten von Head-Unit, Display und Bedienteil. Und die Entwicklung der Infotainment-Systeme ist aufwändiger als die eines Mobiltelefons. Dazu kommen die deutlich geringeren Stückzahlen, auf die die Entwicklungskosten verteilt werden müssen. Und dann wollen die Hersteller auch noch damit Geld verdienen.
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Crass Spektakel schrieb:
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> "Eigentlich" sind die Hersteller schon sehr weit.
Eigentlich ist es die Zulieferindustrie die solche Techniken entwickelt. Der Autohersteller klatscht nur sein Firmenlogo und einen durch die eigene Marketing-Abteilung als "besonders cool" eingestuften Produktnamen (bevorzugt englisch, abgekürzt und nichtssagend) drauf und verkauft es für teuer Geld als Zusatzausstattung.
> Der eine hat gute Spracherkennung, der andere eine gute im Lenkrad
> integrierte Programmsteuerung, der eine hat gute Anwendungen, der
> andere einen leistungsstarken Onlineshop, der eine kann auf die
> Windschutzscheibe per Head-Up-Display Programmausgaben projezieren usw.
>
> Das Problem: Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Der Typ mit gutem
> Onlineshop hat keine Spracherkennung, der mit guten mitgelieferten
> Anwendungen unterstützt keine Fremdanwendungen, der mit guter
> Sprachsteuerung ist nicht sprachlos bedienbar uswusf...
Das ist so gewollt. Andernfalls gäbe es für die Leasing-Freunde auch einen Grund weniger sich jedes Jahr ein neues, vollausgestattes Auto anzuschaffen, das sie sich eigentlich gar nicht leisten können.
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beaver schrieb:
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> Im Einkauf kosten solche Geräte übrigens 175 Euro. Die wissen ganz genau
> dass jemand der solch ein Auto kauft sich nicht drum schert ob das Navi
> jetzt serienmässig drin ist oder 5000 Euro extra kostet. Navi muss sein
> heute und in solch ein Auto soll nichts aufgesetztes rein. Fahrer solcher
> Autos wollen sich ja schließlich überlegen vorkommen, in jeder Hinsicht
.
Das seh ich ganz genau so.... und wahrscheinlich wird sich dies auch niemals ändern,.,...!
SCHADE
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