Hallo,
ich kann die Studenten verstehen.
Die Idee der Wissenschaft besteht doch nicht darin den Zugang zu (neuem) Wissen einzuschraenken. Jeder Wissenschaftler hat Interesse daran, dass sein Artikel moeglichst von vielen anderen Wissenschaftlern gelesen wird. So gesehen ist es den Wissenschaftler wahrscheinlich egal was die Studenten da machen.
Verstaendlich ist es aber, dass die Wissenschaftler in bestimmten Zeitschriften publizieren wollen. Hat ein Wissenschaftler es geschafft in einer renommierten Fachzeitschrift zu publizieren, so ist er "jemand". Allerdings (!), soweit ich weiss, muss er selbst dafuer kraeftig zahlen.
Eine nette Loesung waere ja, wenn sein Artikel nicht nur in der renommierten Fachzeitschrift erscheinen koennte, sondern wenn dieser auch frei zugaenglich im Netz erhaeltich waere. Der Wissenschaftler muesste dann immer noch zahlen, aber der Zugang zu seinem Artikel waere immerhin nicht beschraenkt. Leider machen das die Verlage nicht mit.
Sinnvoller waere es vielleicht alle Artikel grundsaetzlich frei zugaenglich zu machen und die Verlage publizieren die Artikel die wirklich gut sind (die anderen Wissenschaftler koennen die Artikel ja bewerten). So muessten der Wissenschaftler auch nicht zahlen...
...aber die Situation jetzt ist einfach nur idiotisch.
Und da waeren wir wieder bei Open Access. Ich finde PLOS super, da kostet das Veröffentlichen etwas, nicht das runterladen. Die Kosten sind im Vergleich zum Forschungsaufwand auch ziemlich moderat und so wird öffentliches Geld nicht verschwendet.
Überlegt mal: Mit öffentlichem Geld wird geforscht und man muss noch mal öfftenliches Geld aufwenden um an die so finanzierten Forschungsergebnisse ranzukommen. Da freut sich eine ganze Lobby...
> Die Idee der Wissenschaft besteht doch nicht darin den Zugang zu (neuem) Wissen einzuschraenken. Jeder Wissenschaftler hat Interesse daran, dass sein Artikel moeglichst von vielen anderen Wissenschaftlern gelesen wird. So gesehen ist es den Wissenschaftler wahrscheinlich egal was die Studenten da machen.
> Sinnvoller waere es vielleicht alle Artikel grundsaetzlich frei zugaenglich zu machen und die Verlage publizieren die Artikel die wirklich gut sind (die anderen Wissenschaftler koennen die Artikel ja bewerten). So muessten der Wissenschaftler auch nicht zahlen...
> ...aber die Situation jetzt ist einfach nur idiotisch.
Verlage werden auf Dauer verschwinden. Genauso wie Labels. Wozu braucht es noch "Zwischenmänner"?
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Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!
Wirkung und Gegenwirkung.
Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.11.09 17:41 durch Der Kaiser!.
Ihr müsst aber auch mal die Seite der Geschäftsleute verstehen.
Fortschritt ist gut, wenn man davon profitieren kann.
Wenn man aber ein Geschäftsmodell hat das funktioniert, dann ist Fortschritt negativ.
Ein anderer könnte dann ja profitieren.
Daher wird mit allen Mitteln versucht, den Fortschritt der anderen zu unterbinden.
Lizenzen, eigene Forschung, rechtliche Schritte...
"Es war das Fin de Siecle, ein Mythos ohne Glanz.
Man hatte sich so sehr an Schnelligkeit gewöhnt,
daß sie nicht mehr leidenschaftlich und hoffnungsfroh beklatscht,
sondern als Existenzgrundlage angesehen wurde."
Verstehen und "Verstehen" ist dabei aber zweierlei. Ich denke, die meisten hier verstehen ganz gut, was die "Geschäftsleute" dabei in die E**r zwickt. Aber richtig ist es deshalb noch lange nicht.
Nur dumm, daß der Fortschritt ziemlich schnell stillsteht, wenn niemand mehr für seine Forschungsarbeit bezahlt werden kann.
Praktisch jedes "Wissen" IST seit jeher in Bibliotheken zugänglich,
allerdings werden die bald auch den Bezug von Fachliteratur einstellen, wenn sie sowieso frei im Netz zu finden ist.
Open Access ist toll, die Entscheidung dazu sollte aber jedem Autor (bzw. seinem Auftraggeber) selbst überlassen bleiben.
Genau deswegen ist DRM im wissenschaftlichen und kulturellen Bereichen tödlich.
Unsere Zeit wird als die Zeit des verlorenen Wissens in die Geschichte eingehen.
Gewarnt haben davor genug Leute. Verstanden haben es die Patent und DRM Fanatiker nicht. Wenn die Interessen der Wirtschaft über die der Allgemeinheit gestellt werden, kann es nur so enden.
Wichtig wäre ein Ausgleich beider Interessen.
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