Was für ein Schmarn. Unglaublich. Als nächstes werden dann normale Papierdokumente verbannt, weil die ein Sehbehinderter ja auch nicht lesen kann.
Manchmal muss man sich schon fragen.
Da es technisch kein grosser aufwand ist, auch die menu-führung per sprache zu unterstützen, darf dies durchaus gefordert werden!!!
Ansonsten werden deine steuergelder aufgewendet um den blinden studenten extra handouts anzufertigen, welche sie auch "lesen" können (hab ich schon selbst an der uni erlebt).
Mann sollte auch nicht vergessen das eBook Reader unter anderem eingeführt werden um Geld zu sparen.
Im falle des Kindle reicht ja ein entsprechendes Update. Dazu kommt noch das Amazon damit sich ein weiteres Geschäftsfeld öffnet. Ebooks für Blinde. Es würde mich nicht mal wundern wen das von Anfang an geplant war und die Blinden Menüsteuerung, einfach übersehen wurde.
Selbst wenn Amazon es nicht macht, wird ein anderer Anbieter die Lücke schließen.
Beamer auch scheiße?
"Auf diesem Diagramm kann man nun schön sehne wohin unsere Funktion konvergiert.... Mr. Blind, können sie mir sagen was sie daraus ableiten können?" "ähm nein, ich bin blind."
Ich sehe das etwas anders, nach dem vorgegebenen Beispiel müssten z.B. auch *alle* Geräte ohne Braillezeile umgerüstet werden, da ja von einem Blinden oder schwerst Sehbehinderten der Bildschirminhalt nicht gelesen werden kann. Mich würde mal der Prozentsatz der Arbeitsmittel (Computer, Bücher und sonstige Unterlagen) inteeressieren der bei den US-Unis im Einsatz ist. Ich schätze da mal eben auf einen einstelligen Prozentsatz und den müssen E-Book Reader bestimmt nicht aufwerten.
Technisch ist die geforderte Accessibility kein großer Akt und es ist nicht zu verstehen, warum das bei den Readern nicht gleich eingebaut wurde. Es ist nichts als Schlamperei oder Ignoranz des Herstellers, wenn diese Funktionalität fehlt (wahrscheinlich sind Blinde kein Business Case). Daher ist das Vorgehen der US Behörden in diesem Fall völlig ok.
Hierzulande hätte man wieder nur dem Gebarme der Industrie geglaubt, daß Sprachmenüführung technisch unmöglich ist, und die Unis zu einer kompletten alternativen Medienschiene für Blinde verdonnert. Erübrigt sich zu erwähnen, auf wessen Kosten.
und was ist dann mit jenen Menschen, die gleichzeitig blind und stumm sind?
Abgesehen davon, Blinde brauchen doch kein Display. Was spricht eigentlich dagegen, ihnen statt dessen einen MP3-Player mit Audiobooks zu geben? Das könnten alle (ausser den Tauben) verwenden.
Typisches Gutmenschenthema. Selber nix auf die Reihe kriegen, aber andere ständig mit dem erhobenen Zeigefinger ermahnen, nur um sich zu profilieren. Claudia Roth läßt grüßen.
ich meine mich entsinnen zu können, dass Amazon rechtliche probleme wegen der vorlesefunktion hatte, da die ebooks damit hörbüchern gleichstellbar seien. könnte vielleicht ein grund für die unzureichende sprachausgabe sein
Geräte nur deswegen nicht anzuschaffen, weil sie nicht auch für Blinde geeignet sind ist doch Blödsinn.
Besser wäre es zusätzlich zu den vielen günstigen normalen Geräten für den Großteil der Studenten auch spezielle Geräte für Blinde anzuschaffen, die schon am Gehäuse ertastbare Beschriftungen/Symbole haben usw. Also Geräte die speziell so ausgelegt sind, dass sie für Blinde besonders einfach zu bedienen sind. Das wäre deutlich besser als Standardgeräte zu verwenden, die nur notdürftig an die speziellen Anforderungen angepasst wurden.
Unbesehen davon wäre es natürlich trotzdem gut, wenn möglichst viele Geräte zumindest ein einfaches Sprachgeführtes Menü hätten, damit sie nicht gänzlich unbedienbar für Blinde sind.
@SRP
was du schreibst, ist schmarrn. es gibt durchaus systeme, die infos in papierform einlesen und in akzeptabler qualität vorlesen können!
Ganz so krass wird's wohl nicht werden ;-) Aber so n Teil mit Braille-Interface auszustatten sollte doch nicht die Schwierigkeit sein. Auch als Extra-Gerät via USB oder so sollte das preislich erträglich umsetzbar sein.
Ich bin selbst blinder Student und daher im weitestenSinne betroffen. Ich vermute, dass es für die Unis ganz einfach der leichteste Weg ist, an blindenfreundliche Geräte zu kommen, ohne selbst einen größeren Kostenaufwand zu haben. Wie leicht sich weitaus komplexere Geräte für Blinde bedienbar machen lassen, hat Apple doch erst vor Kurzem mit dem Iphone unter Beweiß gestellt. Das ist von Werk ab komplett, jedenfalls alle darauf installierten Programme und Funktionen, für blinde Bedienbar. Und diese ganze Sache hat Apple quasi mal eben so nebenher gemacht und trotzdem noch ein sehr ausgereiftes Gerät präsentiert. Also ist die Ausstattung eines Ebook-readers mit gesprochener Menüfürung wirklich ein Klax! Und die Unsinnige Argumentation, dass Papierdokumente ja auch nicht barrierefrei wären, erschließt sich mir überhaupt nicht. Worauf sollte man mit diesem Argument denn hinaus wollen? Weil die bisherigen Dokumente nicht barrierefrei waren, sollte man auch nicht verlangen dürfen, dass zukünftige Barrierefrei sind?
Nebenbei, das ausstatten von Computern mit Braille-Zeilen ist sehr kostenintensiv, wobei aber an meiner Uni ein Paar Computer damit und mit Sprachsoftware ausgestattet sind. Dies für all, an der Uni vorhandenen Pcs zu verlangen, ist auch wiederum übertrieben, da ja auch nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Studenten blind oder sehbehindert ist.
Danke für den Hinweis auf das Iphone. Viele Leute hier sind keine gute Software und sauberes Software-Design gewöhnt.
Es gibt ja auch zusatz-Displays. Microsofts GDI usw. bekommt das natürlich nicht hin. Aber man könnte theoretisch per Blutooth die Texte versenden und das Empfangsgerät gehört dem Sehbeschränkten und er lässt es sich vorlesen oder es ist eine Braille-A4-Seite oder A5-Braille-Tablett.
Bei Apple ist das aufgrund der überlegenen Architektur mit Cocoa usw. problemlos möglich. Steve Jobs aktiviert es dann und alle Apple-Programme können es nach dem OS-Update ohne Patches und ohne selber Updates zu brauchen.
Mit M$ und Foundation Classes oder GDI kriegen die ja nicht einmal eine Rechtschreib-Prüfung gebacken.
Aber so schlau sind die Leute noch nicht. Ereader werden das ändern. Speziell wenn dann alte Leute in der Apotheke die Beipackzettel auf dem handy bzw. EReader mitnehmen und sich in groß durchlesen können. Dasselbe für IKEA-Anleitungen usw.
Oder bei DM habe ich neulich die Einkaufswagen gesehen. Da sind Lupen dran, damit man die kleinen Packungs-Aufschriften lesen kann. Das ist ein leicht andere Richtung als Blinde, geht aber in die Richtung Usability und wer eine Webseite auf einem handy-Display oder PSP oder Nintendo-DS anschaut und keine Tastatur hat, ist auf gewisse Weise auch handicapped.
Aber hier die Leute sind oft Verhinderer die nichts vernünftiges zu arbeiten haben und gerne auf Behinderte herabsehen weil sie sich dann besser fühlen.
Ich erinnere an die Verhähmungen bei der Golem-Meldung zu Knoppix in Verbindung mit Blinden.
An der Berufsschule wäre man für solche Sprüche herausgeflogen und hätte Dauer-Hartz4 beantragen dürfen.
Richtig süß, Leute, die keine Ahnung haben und trotzdem mitlabern. Ist offenbar noch keiner auf die Idee gekommen, dass auch Menschen mit Lernschwierigkeiten sowie ältere Leute mit Sehschwäche so ein Gerät gebrauchen können. Möchtet ihr wissen, wie viel ein Einzelarbeitsplatz mit Sprachausgabe, Braillezeile und großem TFT kostet? Die Zeile kostet ca. 10000 Euro, der Screenreader zwischen 1200 und 1500 Euro und da ist noch gar kein Computer dabei. Finde ich super, dass ihr uns lieber ein paar von diesen Arbeitsplätzen spendieren wollt, anstatt ein paar mickrige Zeilen Code zu schreben, damit alle Geräte barrierefrei sind. Dann könnt ihr mir auch bestimmt jemanden bezahlen, der mir über die Straße hilft, unsere Ampeln sind nämlich nicht akkustisch.
ich kann ja die proargumente alle gut verstehen aber wieso sollte ein blinder (egal ob student oder nicht) ein ebookreader mittragen wollen mit einem a5 display das er nicht lesen kann?
oke, audiobedienung, aber ein ipod shuffle hat das auch, und der ist doch leichter mitzunehmen?
das wäre etwa das gleiche wie wenn ich ein NAS mit in die vorlesung nehmen würde und fordern das man da gefälligst ein kleines display draufmachen soll das ich die daten da drauf lesen kann. Statt dessen könnte ich aber auch ein z.b ebbokreader mitnehmen den ich von haus aus lesen kann
Naja, jein. Es ist eben schon ein Unterschied, wenn man für "Alle" einen Reader anschaffen will, dann sollte es auch für diejenigen, die das Gerät nicht so einfach nutzen können, einfach und ohne teuren Spezialkram zu nutzen sein. Alternative wäre eine Spezialhardware für Sehbehinderte. Problem: Wer bezahlt die dann? Das ist so wie mit Rollstuhlrampen, etc. Sind sie nicht da, ist das eine zusätzliche Behinderung und daher werden sie eben auch gebaut. Und da, wenn der in der Lehre eingesetzte Reader nicht für Alle funktioniert, solche Klagen, wie im Artikel angesprochen, en Masse kommen würden, lässt man Amazon eben nachbessern.
Sicher habe ich da eine Begründung: Rabatt :D Die bekommen die Kindles bestimmt nachgeschmissen. Ausserdem wird Amazon wohl auf die Käufe per Kindle scharf sein. Wie das dann wirklich wird (werden vielleicht gehackt und können plötzlich alle Formate...), bleibt abzuwarten.
> Typisches Gutmenschenthema.
"Gutmensch" ist übrigens aus Goebbels Sprachgebrauch. Aber welche rechte Hohlbirne mit einem Deppen-Nick juckt sich da schon dran, gelle?
Danke für diesen deutlichen Hinweis.
Dieser Begriff soll ein Abkanzelung all derer darstellen, die sich sozial oder sonstwie für die Rechte ihrer Mitmenschen engagieren. Mit der Verwendung dieses Begriffes macht man deutlich, dass man sich nicht um jeden kümmern möchte, so gut es geht, sondern, dass man keine Probleme damit hat, andere auf der Strecke liegen zu lassen.
Übrigens dies mit Goebbels ist umstritten, aber es wird aus der Ecke heute verwendet.
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