Immerhin spart der Verlag Einen Haufen Geld bei Druck und Distribution. Meist bekommt auch der Autor nicht mehr für ein verkautes E-Book als für eine Print-Ausgabe.
Warum sollten diese Ersparnisse allein beim Verlag verbleiben?
Und wenn ich mir ansehe, dass Autoren oft weniger vom Endpreis eines gedruckten Buches sehen, als der Staat in Form von MWSt., dann beschleicht mich doch der Verdacht dass vielleich die Verlage bisher schlicht /zu viel/ an jedem Buck verdienen (wollen).
Just my tuppence,
Phil
MwSt. bei Büchern beträgt 7%
Und die Kosten für Bücher, je nach Bindart und Auflage: 2-8 EUR
Die denken warhrscheinlich, dass die mit den ebooks irgendwie weniger Umsatz machen werden und versuchen deswegen den Gewinn je Buch so hoch zu halten, wie möglich, um es noch auszugleichen.
Bei den großen Verlagen sitzen auch solche Internetausdrucker und Kugelschreiberbenutzer. Die werden die gleichen Probleme bekommen wie die Musik- und Filmindustrie, wenn die das verschlafen.
Der Hauptgrund wieso ich für ein digitales Buch nicht so viel zahlen würde wie für ein Papierbuch ist dass ich es nicht gebraucht kaufen, ausleihen, weiterverkaufen oder tauschen kann.
Dadurch dass ich all das mache bezahle ich im Endeffekt meist nur etwa 20-50% des Neupreises. Das wäre dann auch das Limit was ich für ein digitales Buch ausgeben würde
Philipp Taprogge schrieb:
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...
> dann beschleicht mich
> doch der Verdacht dass vielleich die Verlage
> bisher schlicht /zu viel/ an jedem Buck verdienen
> (wollen).
Niemand hindert Dich, einen eigenen Verlag zu gründen, und weitaus weniger Geld von den Kunden zu verlangen. Oder e-books für weitaus weniger zu offerieren.
Aber das wirst Du nnatürlich nicht machen, denn in Wirklichkeit wäre es nicht so schwarz-weiss-einfach, das dämliche Jammern aber ist ja so schön bequem.
Der einzige Grund, warum ich das nicht tue ist, dass ich nichts zu verlegen habe.
Ausserdem jammere ich ja gar nicht. Ich habe ja noch nicht einmal gesagt, dass Bücher zu viel kosten. Lediglich warum ein eBook, dass weniger bietet und billiger in der Herstellung ist, zum gleichen Preis verkauft werden soll, wie die Print-Ausgabe, das will mir nicht in den Kopf.
Ich tue, was in einem freien Markt jeder tun kann: ich kaufe, wenn überhaupt, die Papier-Ausgabe, wenn das eBook genau so viel kosten soll - da bekomme ich schlicht mehr für's Geld.
Jammern tun doch zu allererst die Verlage, die sich darüber beklagen, nicht mehr so viel Geld zu verdienen.
Und ganz nebenbei, ich kenne ein paar Autoren, schreibe selbst. Ich weiss, wie viel Geld von jedem verkauften Exemplar am Ende beim Autor ankommt. Was mit dem Rest passiert, der nicht für Druck und Transport draufgeht, weiss kein Mensch. Marketing habe ich jedenfalls für Werke unbekannter Autoren noch nicht gesehen...
Just my tuppence,
Phil
titrat schrieb:
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> Niemand hindert Dich, einen eigenen Verlag zu
> gründen, und weitaus weniger Geld von den Kunden
> zu verlangen. Oder e-books für weitaus weniger zu
> offerieren.
>
> Aber das wirst Du nnatürlich nicht machen, denn in
> Wirklichkeit wäre es nicht so
> schwarz-weiss-einfach, das dämliche Jammern aber
> ist ja so schön bequem.
vielleicht hindert ihn sein leben daran? vielleicht arbeitet er schon in einem bereich, in dem er das, was er tut, besser als seine konkurrenten macht? vielleicht kann er nicht für jeden einzelnen wirtschaftszweig eine eigene firma aufmachen?!
> Natürlich sind Kunde nicht bereit, den gleichen Preis zu zahlen
> Immerhin spart der Verlag Einen Haufen Geld bei Druck und Distribution. Meist bekommt auch der Autor nicht mehr für ein verkautes E-Book als für eine Print-Ausgabe.
> Warum sollten diese Ersparnisse allein beim Verlag verbleiben?
> Und wenn ich mir ansehe, dass Autoren oft weniger vom Endpreis eines gedruckten Buches sehen, als der Staat in Form von MWSt., dann beschleicht mich doch der Verdacht dass vielleich die Verlage bisher schlicht /zu viel/ an jedem Buck verdienen (wollen).
Exatkt das was ich schon seit langem dachte! Sie versuchen den Kunden zu bescheissen!
Das Ebook wird sich meiner Meinung nach nur durchsetzen, wenn es gratis ist. Entweder um die Leute dazu zu bewegen, das gedruckte Buch zu kaufen, oder als Dreingabe zum gedrucktem Buch.
___
Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!
Wirkung und Gegenwirkung.
Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
> Das Ebook wird sich meiner Meinung nach nur durchsetzen, wenn es
> gratis ist.
Soweit würde ich nicht gehen. Zu Anfang wäre das sicher ein Weg, das Medium bekannter zu machen, aber es hat auch Potential, das gedruckte Buch irgendwann zu ersetzen. Noch ist es sicher nicht soweit, aber ich würde es nicht blos als ewige Dreingabe sehen.
Am Ende des Tages kommt es schlicht darauf an, dass die /Autoren/ von Ihrer Arbeit leben können (so sie denn gute Bücher schreiben).
Das Verlagswesen hat schlicht das gleiche Problem wie die Musikindustrie: im Grunde braucht sie niemand mehr. Autoren wie Musiker können langsam ohne die Rechteverwerter mehr verdienen.
Just my tuppence,
Phil
Philipp Taprogge schrieb:
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> Immerhin spart der Verlag Einen Haufen Geld bei
> Druck und Distribution.
Dummerweise kosten den Druck und Distribution selbst Geld, also erklär mal Deine Kalkulation.
> Warum sollten diese Ersparnisse allein beim Verlag
> verbleiben?
Welche Ersparnisse?
> Und wenn ich mir ansehe, dass Autoren oft weniger
> vom Endpreis eines gedruckten Buches sehen, als
> der Staat in Form von MWSt., dann beschleicht mich
> doch der Verdacht dass vielleich die Verlage
> bisher schlicht /zu viel/ an jedem Buck verdienen
> (wollen).
Du hast wirklich offensichtlichst keine Ahnung wie es bei vielen Verlagen aussieht und die Veröffentlichungen einer Afrikanischen Autorin, egal wie gut, werden z.B. auch dadurch finanziert das man Geld mit dem üblichen Geschwurbel der üblichen Erfolgsautor(inn)en verdient.
Auch TB Ausgaben kommen übrigens seit ewigen Zeiten später raus -- stört auch niemanden und das nun eine E-Book Ausgabe später kommt ist bestenfalls eine Nachricht weil E-Books sich noch nicht auf breiter Front durchgesetzt haben.
Wer reich werden will jedenfalls sollte kein Verlagshaus aufmachen.
naja geld kann man dafür schon nehmen...
aber als pdf... hhmm 2 euro roman
10 euro sachbuch...
interessant wäre auch, wenn man mit einem (gekauften)/selbsterstellten pdf zum verlag gehen könnte und das dann drucken lassen...
wäre sicher cool, so als geschenk für freundin oder so und dann mit widmung...
Deine Meinungen gefallen mir. Du wirkst sehr unverblendet und sachlich. Und ich stimme dir zu ;-)
> > Immerhin spart der Verlag Einen Haufen Geld bei
> > Druck und Distribution.
>
> Dummerweise kosten den Druck und Distribution
> selbst Geld, also erklär mal Deine Kalkulation.
>
> > Warum sollten diese Ersparnisse allein beim Verlag verbleiben?
>
> Welche Ersparnisse?
Du hast offensichtlich den Punkt nicht verstanden.
Natürlich kosten Druck und Distribution Geld.
Ein eBook wird aber nicht gedruckt. Es gibt keine Kosten pro Kopie. Die Distribution per Download ist ebenfalls um ein Vielfaches billiger.
Um es nochmal ganz klar zu sagen: ich bin /nicht/ der Meinung, dass Bücher zu teuer sind.
Aber warum ein eBook, das weniger in der Herstellung kostet (siehe oben) und dazu noch weniger bietet (benötigt Reader, kein Weiterverkauf oder verleihen möglich...), zum gleichen Preis verkauft werden soll, verstehe ich nicht.
Selbst Taschenbücher sind in aller Regel billiger als die gebundene Ausgabe, gerade /weil/ sie billiger herzustellen sind. Warum soll das beim eBook nicht genau so gelten?
Wenn ein Verlag der Meinung ist, das eBook wie das Taschenbuch erst später auf den Markt zu bringen, von mir aus. Aber dieses Gerede über den "gleichen Preis" geht mir allmählich auf die Nerven.
Just my tuppence,
Phil
http://www.bod.de/jetzt-veroeffentlichen.html?&no_cache=1
ME_Fire schrieb:
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> Dadurch dass ich all das mache bezahle ich im
> Endeffekt meist nur etwa 20-50% des Neupreises.
> Das wäre dann auch das Limit was ich für ein
> digitales Buch ausgeben würde
Na Rechnen wir mal.
Gebundene ausgabe Maximal 27 Euro.
davon 20-50% = 5,40 Euro - 13,50 Euro.
E-Books kosten, wie im Artikel erwähnt Maximal 10 Euro und weniger.
Irgendwie versteh ich nun absolut nicht was du also willst da deine Kriterien voll erfühlt sind und deine Kommentare also mehr als überflüssig.
ebooks sind weiterhin durchweg zu teuer. Teils wird fast der identische Preis wie für ein echtes Buch verlangt. Das bin ich nicht bereit für eine einfache Datei zu bezahlen (und dann vermutlich noch in irgendeinem DRM Format, dass mein Reader wieder mal nicht beherrscht).
Ich warte noch immer auf den ersten Verlag, der beim Kauf eines gedruckten Buches das ebook umsonst dazu gibt. Bundle Angebote gibt es ja bereits aber dann mit deutlichem Aufpreis. Da frage ich mich - warum soll ich zweimal für denselben Inhalt bezahlen?
In dem Beispiel passt es vielleicht, meist sind die EBooks aber nur minim günstiger als die gedruckte Ausgabe.
Bei Amazon findet man sogar einige die teurer sind als die Buchversion weil diese grade runtergesetzt ist.
Da ich meist die Taschenbuchausgabe kaufe vergleich ich die Preise aber meist eher mit der und da passt es dann wieder nicht mehr.
Die Preispolitik in dem Beispiel finde ich in Ordnung. Wenn dann auch noch die Reader etwas günstiger werden, würd ich mir vielleicht sogar irgendwann ein EBook kaufen.
Hab mir für diesen Urlaub immerhin auch schon mein erstes Hörbuch über iTunes gekauft. Das tauschen und ausleihen wird mir aber trotzdem fehlen
Das betrifft allerdings den Amerikanischen Buchmarkt. In Deutschland unterliegen Bücher einer Buchpreisbindung (Mittel zur Gewinnmaximierung von Verlegern). Diese wollen, dass auch eBooks dieser Buchpreisbindung unterliegen, d.h. eBooks werden in Deutschland kaum billiger als gedruckte Bücher...
___________
"Aufgrund der globalen Klimaerwärmung sowie der gegenwärtigen Finanzkrise wird das Licht am Ende des Tunnels nun abgeschaltet!"
- Autor unbekannt -
Ich glaube Du hast ebenfalls nicht den Punkt verstanden.
Wenn ein Buch sagen wir 19,80€ kostet, soll dann das E-Book 19,60€ kosten?
In Deutschland gibt es die Buchpreisbindung. Sollte diese auch auf E-Books ausgeweitet werden (ist immerhin denkbar) hätten wir genau dieses Szenario. Wäre das dann ein gerechtfertigter Preis?
Genauso, wenn ein E-Book Händler für das E-Book 10% weniger als für die Gedruckte Ausgabe bezahlt, kann er dann im Fall von knapp 20€ pro Buch die digitale Ausgabe für unter 10€ anbieten?
Ich glaube nicht. Darum geht es hier aber. Wenn ich bei Amazon für die Gedruckte Ausgabe eines Buches sogar weniger zahle als für die digitale, dann ist das ungerecht. Denn wie Du schon gesagt hast, kommen für den Vertrieb von einem E-Book deutlich weniger Kosten zustande.
Die Argumente, ein Verlag würde an E-Books zusätzlich großes Geld verdienen stimmt insofern, wenn das E-Book im Einkauf praktisch nix kostet und im Verkauf fast den gleichen oder sogar einen Höheren Preis erzielt als die gebundene Ausgabe.
ubuntu_user schrieb:
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> naja geld kann man dafür schon nehmen...
> aber als pdf... hhmm 2 euro roman
> 10 euro sachbuch...
Die Preise dafür fände ich z.B. OK
Jakelandiar schrieb:
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> Na Rechnen wir mal.
>
> Gebundene ausgabe Maximal 27 Euro.
>
> davon 20-50% = 5,40 Euro - 13,50 Euro.
>
> E-Books kosten, wie im Artikel erwähnt Maximal 10
> Euro und weniger.
>
Na Rechnen wir mal.
Taschenbuch ~ 10€ :)
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